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Anna Omlin und Noemi Weingand müssen sich noch an die Schutzkonzepte gewöhnen und sind sich nicht sicher, wie lange diese strikt eingehalten werden können. bild: montage watson

So gut funktionieren die Schutzkonzepte in der Schule – zwei Lehrerinnen erzählen

Seit Montag sind die Kinder und Jugendlichen der obligatorischen Schulen wieder in die Klassenzimmer zurückgekehrt. Die Schutzkonzepte einzuhalten ist nicht immer einfach. Eine Primar- und eine Oberstufenlehrerin erzählen.



Anna Omlin, Sekundarlehrerin, Giswil

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bild: zvg

Mein erster Tag nach dem Fernunterricht hat am Montag bereits um 7:20 Uhr begonnen. Natürlich mit Abstand zu den 26 Oberstufenschülerinnen und -schülern. Sie hingegen sitzen nebeneinander oder gegenüber. Für mehr Abstand ist zu wenig Platz. Vor meinem Pult sind die zwei Meter mit einem Klebeband markiert, direkt davor sitzen die ersten Schüler. Um ins Schulhaus zu gelangen, müssen sie zudem die zugeteilten Eingänge benutzen und im Gang soll Links- und Rechtsverkehr herrschen, damit sich die Jahrgänge nicht durchmischen. Nach dem Unterricht müssen die Schülerinnen und Schüler jeweils ihre Sitzplätze mit Oberflächenreiniger putzen.

In der Realität ist die Umsetzung des Schutzkonzepts etwas schwierig. Im Gang können sie den Abstand nicht einhalten, weil es zu eng ist. Auch während der Pause ist es mit einer Aufsichtsperson fast nicht möglich zu kontrollieren, ob die verschiedenen Jahrgänge miteinander in nahen Kontakt kommen. Da ich mich im Schulzimmer möglichst nicht bewegen sollte, rufen die Schüler ihre Fragen quer durch den Raum, während ihre Mitschüler sich konzentrieren sollten. Probiere ich mit zwei Metern Abstand dem Schüler etwas zu erklären, kann ich oftmals die Lösungen auf dem Arbeitsblatt des Schülers nicht lesen und kann schlecht weiterhelfen. Zudem kann ich mich nicht mal am Rande des Schulzimmers bewegen, ohne die Abstandsregel nicht zu missachten.

Die Schüler probieren, sich so gut wie möglich an die Regeln zu halten. Für sie ist es aber ebenfalls schwer, nachzuvollziehen, dass wir im Sportunterricht keine Sportarten mit Körperkontakt ausüben dürfen, obwohl sie im Schulzimmer dicht nebeneinander sitzen. Man hört dementsprechend auch mal Sprüche wie «ach Mann der scheiss Abstand, scheiss Corona, das bringt doch nichts.»

Für mich ist die Situation auch nicht einfach. Die letzten Tage bin ich jeweils extrem erschöpft nach Hause gekommen. Es ist anstrengend, immer an die Schutzmassnahmen zu denken. Ich will helfen und ihnen die Dinge bestmöglich erklären und gleichzeitig denke ich jede Sekunde daran, dass ich ihnen nicht zu nahe kommen darf. Ich mache mir Gedanken darüber, ob es die Schüler ihren Eltern erzählen, falls ich den Abstand versehentlich nicht eingehalten habe.

Besonders heute war der Umgang mit den Schutzmassnahmen eine Herausforderung: Ich hatte ein schwieriges Gespräch mit einer Schülerin und wäre für dieses gerne etwas näher neben ihr gesessen, um sie zu unterstützen. Die Rückkehr war nicht für alle einfach. Gerade schwächere Schüler mit wenig Unterstützung und technischen Möglichkeiten im Elternhaus hatten Mühe im Fernunterricht und konnten sich vieles nicht aneignen – da hat sich das Problem der Chancenungleichheit ganz klar gezeigt.

Dass wir nun bis Semesterende noch Noten schreiben müssen, ist ein zusätzlicher Druck. Die Wochen der Schülerinnen sind praktisch voll mit Prüfungen. Jede Lehrpersonen will ihnen nun möglichst die Chance geben, schlechte Noten zu kompensieren. Sie haben zudem die Prüfungssituation und das Lernen nicht mehr intus und müssen innerhalb kurzer Zeit wieder viel leisten. Unter dieser Doppelbelastung leiden viele und ich bin sicher, dass es gewisse sogar sehr stark belasten wird.

Die Schutzmassnahmen über längere Zeit einzuhalten, wird schwierig. Ich merke jetzt bereits, dass man automatisch immer etwas mehr in den «alten» Schulunterricht und die Normalität zurückfällt.

Noemi Weingand, Primarschullehrerin (3./4. Klasse), Stadt Bern

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bild: zvg

Ich habe mich sehr gefreut, die Kinder wiederzusehen und wieder mit dem Präsenzunterricht zu starten. Auch wenn der Fernunterricht ziemlich gut lief war es schade, dass man die Kinder nicht sehen konnte. So fand ich es wirklich toll, alle wieder zu treffen und gemeinsam mit ihnen in die letzten acht Wochen zu starten.

Am Montagmorgen kamen die Kinder dann gestaffelt in die Schule. Damit nicht alle gleichzeitig aufeinandertreffen, müssen sie zwischen 8:10 Uhr und 8:30 Uhr eintrudeln. Im Klassenzimmer angekommen, müssen sie jeweils direkt ihre Hände waschen. Hierfür habe ich einen Händewaschplan erstellt, damit sich vor dem Lavabo keine Gruppen bilden. Auch die Arbeitsflächen werden alle im Vorfeld desinfiziert.

Während den ersten beiden Tagen hat der Unterricht in Halbklassen und nur während je drei Lektionen stattgefunden. Ich habe mit den Kindern die neuen Regeln angeschaut und mir ein Bild davon gemacht, wo die Kinder mit dem Unterrichtsstoff stehen. Ausserdem haben wir ein paar Begriffe, die im Zusammenhang mit der Pandemie aufgetaucht sind, besprochen. Viele wussten bereits gut Bescheid und brachten viel Vorwissen mit.

Ich muss gemäss Schutzkonzept gegenüber den Schülerinnen und Schülern den Abstand einhalten. Deshalb habe ich diesen mit Klebeband vor meinem Pult markiert. Unter den Kindern gilt vor allem, dass sie sich nicht mit anderen Klassen mischen. Die Pausen werden daher gestaffelt durchgeführt und es ist geregelt, wer welchen Eingang bzw. Ausgang benutzt. Fussballspielen oder «Fangis» ist derzeit während den Pausen leider nicht erlaubt, nur Spiele ohne Körperkontakt. Dasselbe gilt im Turnunterricht. Dieser soll wenn möglich draussen abgehalten werden. Sportgeräte können leider nicht wirklich benutzen werden. Sportarten ohne Körperkontakt stehen nun im Vordergrund, wie zum Beispiel das Tanzen.

Die Schüler und Schülerinnen freuten sich, wieder in die Schule zukommen. Trotzdem war es für viele eine Enttäuschung, dass der Sportunterricht nun anders stattfindet und sie ihren Freunde aus anderen Klassen teils in der Pause nicht mehr begegnen. Sie verstehen die Situation aber ziemlich gut und geben ihr Bestes, die Regeln einzuhalten. Für uns Lehrpersonen ist es teilweise anstrengend, da wir einerseits selber immer an die Massnahmen denken müssen und andererseits die Kinder regelmässig darauf aufmerksam machen sollen, sie einzuhalten. Wir alle müssen uns zuerst daran gewöhnen.

Normalerweise komme ich den Kinder während des Unterrichts sehr nahe. Dass ich jetzt mit ausgestrecktem Arm das Lösungsheft übergeben und mit Abstand einem Kind eine Frage erklären muss, fühlt sich noch sehr ungewohnt und komisch an.

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81
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    Alle Leser-Kommentare
  • imposselbee 17.05.2020 15:55
    Highlight Highlight Durchziehen und die Kinder im perfekten Alter schön traumatisierten - Hauptsache man muss nicht eingestehen, dass alle überreagiert haben - typisch schweizerisch, „mir sind nie tschuld“.
  • Gritibenzli 16.05.2020 20:06
    Highlight Highlight Ich bin Kindergärtnerin und der Abstand ist unmöglich einzuhalten. 25 Kinder in einem Zimmer und oft 2 Lehrpersonen.
    Ich habe meinen 2m Bereich, den die Kinder nicht betreten dürfen, was ziemlich unsinnig ist, da ich den Kindern Sachen zeigen muss, beim Anziehen helfen usw. Und ihnen so immer wieder nahe komme.
    • dodo, dodo? 17.05.2020 01:43
      Highlight Highlight verstehe deine situation! arbeite mit menschen mit kognitiver beeinträchtigung. mental/kognitiv stand eines 3-10 jährigem. wie gehen da massnahmen zu abstand und hygiene? keine ahnung
  • Dave1974 16.05.2020 09:27
    Highlight Highlight Es ist nicht leicht und halt auch für viele nicht erfassbar (auch für "Erwachsene").
    Hier in Bern wurde gross geschrieben, wie sehr man doch Eltern und Kinder sensibilisieren möchte.
    Die einzige Sensibilisierung, die Bekannte in meinem Umfeld erfuhren war: Betreten sie das Schulgelände nicht mehr. Wow!
    SchülerInnen (um 13+) stehen nach Schulschluss wieder bis zu 12t eng beieinander vor dem Supermarkteingang und albern rum.
    Ich begreifs ja irgendwie, aber dennoch wieder ein Wow! für die Sensibilisierung.

    Hoffe sehr, dass der nicht nach hinten los geht.
    Viel Verbesserungspotential.
  • Rössleriti 16.05.2020 01:30
    Highlight Highlight Abgesperrte Zonen, leere Mensa und tägliches Händewaschen ist das Einzige was bei und im Schulhaus noch an Corona erinnert. Die Schüler verstehen die Logik gewisser Massnahmen nicht und verhalten sich dementsprechend. Abstand zu wahren als Lehrperson ist nicht möglich. Man kann nur noch versuchen die Personen ausserhalb der Schule zu schützen.
    • Isabelle Haenssler 16.05.2020 13:30
      Highlight Highlight Die Anderen zu schützen ist nur was wir können machen...
  • dodo, dodo? 16.05.2020 00:39
    Highlight Highlight ich verstehe diese lehrerinnen! man freut sich, aber ist schwierig. ich begleite menschen mit beeinträchtigung. müssen nun schutzkonzepte erarbeiten, welche vermutlich im alltag nicht funktionieren. und dann so arbeiten 🙇🏽‍♀️
  • DomKi 15.05.2020 23:45
    Highlight Highlight da werden die Kinder jetzt gedrillt für die Zukunft um absoluter Gehorsam zu zeigen
  • Itschy 15.05.2020 23:17
    Highlight Highlight Ich bin Klassenlehrer an einer Oberstufen-Schule im BL und es funktioniert super. Die Kiddies sind happy und wir auch. Wir haben ganz normalen Präsenzunterricht und keine Noten mehr, was ganz viel Druck rausgenommen hat. Aber das die Kids abhängen kann ich überhaupt nicht sagen. Im Gegenteil, sie sind mit Freude dabei und sind einfach froh, aus ihren vier Wänden endlich mal wieder rauszukommen. Die einfachen Regeln werden sehr gut eingehalten und die Lehrpersonen halten sich auch daran. Alles gut und ich bin auf das Resultat der Ansteckungen in den nächsten zwei Wochen sehr gespannt!
  • Chrigi-B 15.05.2020 22:45
    Highlight Highlight Gem. den Kant. Regeln so gut es geht weiterführen...

    Jammeris und Mötzlis: Schnauze tief!


    In 5 - 14 Tagen haben wir die Resultate.

    Ihr Paniker und Hypochonder habt bei der 1. Runde der Öffnung (Baumärkte etc.) die 2. Welle heraufbeschworen und den Untergang prognostiziert sowie die Kompetenz des BAG/BR in Frage gestellt.

    Was ist passiert? Nada, nix zero....

    Nächste Besprechung in 5 -14 Tagen....

    PS:
    Ich denke das BAG und der BR werden erneut Recht haben....
    • tellmewhy 16.05.2020 04:37
      Highlight Highlight Sie müssen plus ca. 3 Wochen rechnen, bis die Zahl bei den Neuinfektionen ankommt.
  • Zat 15.05.2020 22:05
    Highlight Highlight Unser Kt hat Regeln ausgegeben: Nach jeder Lektion lüften, Abstand zu Lehrern, draussen Turnen ohne Kontakt, Jahrgänge nicht mischen, der Abwart+Schüler sollen mehrmals täglich putzen, anfangs keine Tests, etc. alles relativ einfache Sachen, dafür alle miteinander vor Ort.
    Realität: Gelüftet max einmal pro Morgen, Sport drinnen weil der Lehrer nur T-Shirt hatte, kein Kontakt im Turnen aber jahrgangsgemischtes Tschutten in der Pause, geputzt max einmal, erste Tests u weitere angesagt, die Schüler müssen das Abstandsband übertreten fürs Erklären, kein Abstand bei mehreren Lehrern/Fächern, etc.
    • Gähn on the rocks änd röll 16.05.2020 00:24
      Highlight Highlight ? was willst du uns sagen?
      dass du kein fenster öffnen kannst?
      nicht putzen tust?
      auf dem pausenplatz deine gspändli nicht erkennst?
      nicht weisst, was abstand ist?
    • Zat 16.05.2020 18:28
      Highlight Highlight Ich nahm Bezug auf den Titel: "So gut funktionieren die Schutzkonzepte in der Schule". Und ich habe einfach ein paar Sachen von unserem Kanton und aus dem Schulhaus meiner Kinder aufgezählt.
      Stimmt, es kam etwas unübersichtlich raus, weil die Zeichen-Anzahl nicht so für eine Aufzählung geeignet ist.
      Also ich wollte einfach sagen, wie es bei uns so läuft, als weiteres Beispiel. Weil es eben in jedem Kanton anders ist, hier gibt z.B. keine Halbklassen oder Abstand zwischen den Kindern.
      Wie Du finde ich, dass lüften und mal eben das Pult putzen ganz einfach wären, und doch wird es nicht gemacht.
  • Arthur Philip Dent 15.05.2020 21:17
    Highlight Highlight Ich finde ja: Entweder man macht die Schulen auf, von mir aus mit Halbklassen und akzeptiert dabei, dass die Kinder mindestens bis zur 6. Klasse den Abstand weder zu den anderen Kindern (in der Gruppe, bei Regeln wie im Kt. Zürich), noch zu den Lehrpersonen einhalten können.
    Wenn einem das zu Riskant erscheint, muss man meiner Meinung nach die Schule zu lassen.
    • Arthur Philip Dent 15.05.2020 22:38
      Highlight Highlight Jaja, entweder oder und so... Aber wenn man halt in der Hälfte des Kommentars unterbrochen wird, kann schon mal sowas rauskommen... 🙈 Die Herzen sagen, ihr wisst was ich meine 😅
  • Arthur Philip Dent 15.05.2020 21:10
    Highlight Highlight Warum kein Fangis oder Fusball?! In der Gruppe (kt Zürich) müssen sie ja keinen Abstand halten... Da können sie doch auch spielen? Oder gibts da in anderen Kantonen andere Regeln? 😅
    • nilmo 16.05.2020 01:42
      Highlight Highlight Ja, im Kanton Obwalden haben wir momentan noch sehr strikte Regeln vom Amt für Kultur und Sport, welche nicht ganz nachvollziehbar sind. Montagmorgen 5 Lektionen mit 26 SuS im gleichen Zimmer auf engstem Raum und am Nachmittag mit denselben 26 SuS Sport ohne Kontaktsportarten..... schwierig nachzuvollziehen für die SuS und mich....
    • BVB 16.05.2020 09:22
      Highlight Highlight Während dem Sport sich anstecken ist blöd weil man meistens mehr / tiefer einatmet und das Virus dann eher direkt in die Lunge kommt und mehr Schaden anrichtet.
  • BVB 15.05.2020 21:05
    Highlight Highlight Bei uns ist es so, dass wenn eine Klasse mehr als 15 Schüler hat sie in zwei Gruppen aufgeteilt wird die immer jeweils morgens oder nachmittags Schule haben. Ausserdem haben die verschiedenen Jahrgänge immer zu unterschiedlichen Zeiten Schule / Pause und die Klassen in den grossen Pausen einen Platz, den sie nicht verlassen dürfen. Es wechseln nicht mehr die Schüler sondern die Lehrer das Klassenzimmer.
  • Kruk 15.05.2020 20:48
    Highlight Highlight Die Schulen scheinen derjenige Arbeitsplatz zu sein wo am meisten wert darauf gelegt wird den Abstand einzuhalten.
  • Terraner 15.05.2020 20:23
    Highlight Highlight Mir erschliesst sich die Logik des Abstand zur Lehrperson aber keinen Abstand unter den Kindern nicht. Kann das jemand erklären?

    Annahme 1: Kinder sind weniger ansteckend. Dann braucht es zu Lehrpersonen keinen grösseren Abstand.

    Annahme 2: Kinder können weniger gut angesteckt werden. Dann braucht es keinen grösseren Abstand zu Lehrpersonen.

    Annahme 3: Kinder sind genau gleich empfänglich wie ansteckend. Dann braucht es sowohl untereinander, als auch zu Lehrpersonen einen grösseren Abstand.

    Ich finde keinen Fall wo Kinder untereinander keinen Abstand, zu Lehrpersonen aber Abstand brauchen
    • Ich ! 15.05.2020 21:58
      Highlight Highlight Die Logik ist so:

      Wenn Kinder sich anstecken erkranken Sie in aller Regel nur sehr leicht, wenn überhaupt. Todesfälle bei Kindern gibt es nur in extrem seltenen Fällen.

      Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung doch bei etwa 20 % relativ schwer. Und es gibt Lehrpersonen nahe an der Pensionsgrenze.
    • Terraner 15.05.2020 23:30
      Highlight Highlight Also ist der Abstand weil Lehrpersonen Angst haben und Kinder nicht? 20% für Personen unter 65 ist wohl stark übertrieben und zeigt Züge von Paranoia. Lehrpersonen die Risikogruppen angehören, gehören nicht in den Frontalunterricht. Also Ihre Erklärung erschliesst sich mir nicht. Für unter 65 jährigen ohne Vorerkrankungen, verläuft die Krankheit zu über 99% harmlos. Es geht doch bei den Abständen darum, die Verbreitung zu verhindern. Ich will das Virus nicht verharmlosen, gleiche Masstäbe für alle die Arbeiten müssen finde ich korrekt. Verkaufspersonal hat das gleiche Risiko wie Lehrer.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.05.2020 07:11
      Highlight Highlight Aber bei allen Kindern gibt es Elteren zuhause und der Abstand wird nicht eingehalten....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Summerweid 15.05.2020 19:50
    Highlight Highlight Unsere Kinder (1. Klasse & Kindergarten) merken das einige Regeln keinen Sinn ergeben, entsprechend ist die Motivation im Lauf der Woche gesunken. Zum Beispiel, am Morgen nur gestaffelt ins Schulhaus, aber in der Pause vermischen sich die Klassen... Im Waldkindergarten spielen alle zusammen aber ein Feuer dürfen sie nicht mehr machen.
    Aus meiner Sicht entweder Normallbetrieb oder Schulen besser geschlossen halten
    • Gähn on the rocks änd röll 16.05.2020 00:27
      Highlight Highlight es gibt durchaus kinder, die in den regeln den sinn erkennen und verstehen.
    • Mia_san_mia 16.05.2020 03:40
      Highlight Highlight Waldkindergarten 😂
    • Blitzesammler 16.05.2020 07:47
      Highlight Highlight Lasst doch auch den Schulen ein bischen Zeit um sich einzugewöhnen! Anfans Woche war alles nur theoretisch angedacht und nun kommt die Feuerprobe mit Anpassungen. Können Sie sich jetzt überall und IMMER richtig verhalten? Wenn nicht... Bleiben Sie zu Hause oder bewegen Sie sich wie vorher ohne Regen. Nur «schwarz oder weiss» geht sicher auch bei Ihnen nicht?!?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Merida 15.05.2020 19:24
    Highlight Highlight Ich bin froh um meinen „Postschalter“ im Klassenzimmer. Durch die Plexiglasscheibe kann ich einzelnen Schülern gut weiterhelfen und Aufgaben erklären.
    Um meinen Schreibtisch hat es auch eine Klebeband-Sperrzone, ausser beim Zugang zum Tisch mit dem „Schalter“. So langsam gewöhnen wir uns alle daran.
    • Merida 15.05.2020 20:18
      Highlight Highlight Wer sagt denn, dass wir keine Noten machen dürfen? Arbeite im AG
    • Ninha 15.05.2020 21:44
      Highlight Highlight @Merida - sowas hat der Lehrer meiner Tochter auch gebastelt. 😊
      Wieder mal erstaunlich mit wieviel Kreativität und Enthusiasmus ihr Lehrer an die Arbeit geht.

      Vielen Dank dafür! Den Kindern macht ihr eine Freude.
    • Kruk 15.05.2020 21:47
      Highlight Highlight "Weshalb sollten die Schüler ohne Noten noch für Proben lernen?" aus dem gleichen Grund wie mit Noten. Ist es nicht so dass nur die Streber für die Note lernen und sich dann aufregten wenn sie statt einer 6 nur eine 51/2 haben.
  • Derdada 15.05.2020 18:55
    Highlight Highlight Das in einigen Kantonen die Schüler noch Noten schreiben müssen, finde ich kompletter Blödsinn!
    Soll doch dieses Semester einfach ohne Noten stattfinden, so muss man auch nichts kompensieren.
    • Merida 15.05.2020 20:23
      Highlight Highlight Das Semester war schon einige Wochen und Leistungsnachweise „alt“ bevor die Schulen geschlossen haben. Soll diese Leistung ignoriert werden?
    • DARTH OLAF 15.05.2020 21:06
      Highlight Highlight Und mit dem Zeugnis sollen sie sich bewerben? Ausserdem: Weshalb sollten die Schüler ohne Noten noch für Proben lernen? Sollen auch keine Proben mehr gemacht werden? Du weisst schon, dass dann in der Sek I nichts mehr wirklich gemacht wird. Das sind einige Wissenslücken, die im nächsten Schuljahr fehlen.
    • Zat 15.05.2020 21:47
      Highlight Highlight In unserem Kanton werden je nach Stufe nur 3 oder 5 Fächer benotet. In den anderen Fächern werden die bereits bestehenden Noten einfach gestrichen.
      Wir haben hier Fälle, in denen im ersten Semester krankheitsbedingt eine schlechte Fach-Note war, im zweiten zählen bereits geleistete gute Noten nicht. Das Zeugnis geht also nur mit der tieferen Note der Schüler weiter, zu ihrem Nachteil.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Maag 15.05.2020 18:47
    Highlight Highlight Und mit den Schwimmunterricht die jetzt auch teilweise obligatorisch ist, sind die Schutzmaßnahmen sinnlos.
    • Gähn on the rocks änd röll 16.05.2020 00:28
      Highlight Highlight hä?
    • Rössleriti 16.05.2020 01:17
      Highlight Highlight Bakterien überleben nicht im Chlorwasser
    • Heinz Maag 17.05.2020 11:46
      Highlight Highlight Dann würde man jeden ein Glas Chlorwasser verteilen statt Impfstoff zu suchen.
  • Michele80 15.05.2020 18:34
    Highlight Highlight ich bin ganz ehrlich gesagt froh, dass wir bei uns an der Schule (Kt Zürich) ein Halbklassensystem haben. Wir haben genug Platz im Schulzimmer und kommen gut aneinander vorbei und auch Gespräche sind gut möglich (Sek I).

    Sport findet bei uns nicht statt, weil wir das noch im Fernlernen machen (weil die Schüler ja noch nicht zu 100% an der Schule sind). Die Turnhallen sind aber von der Stadt sowieso noch zu, auch Sportangebote ausserhalb der Schule finden noch nicht statt.
    • bebby 15.05.2020 19:48
      Highlight Highlight Im Kt. BS hat jedes Schulhaus andere Regeln, je nach Einschätzung der Schulleitung. Der Erziehungsdirektor hat quasi die Verantwortung abgeschoben.
  • Neunauge 15.05.2020 18:34
    Highlight Highlight Als Klassenlehrperson gesprochen:

    Ich habe diese Woche 16 Lektionen gegeben. In keiner einzigen konnte ich den Abstand 45 Minuten wahren. Dasselbe gilt fürs Lehrerzimmer und für die Kids auf dem Pausenplatz.
    • Neunauge 15.05.2020 19:46
      Highlight Highlight Und ja: Wir unterrichten in Halbklassen.
    • nass 15.05.2020 19:58
      Highlight Highlight Sorry Neunauge, aber im Lehrerzimmer seid ihr alles erwachsene Personen und könnt euch ja selber an der Nase nehmen?
    • lilie 15.05.2020 20:52
      Highlight Highlight @Neunauge: Niemand kann den Abstand ständig einhalten, nicht beim Einkaufen, nicht im ÖV, bei uns nicht einmal beim Spaziergang im Wald.

      Es geht darum, längere Aufenthalte in der Nähe zu vermeiden. Man kann beim Unterschreiten des Abstandes auch den Kopf abwenden, um dem Gegenüber nicht direkt ins Gesicht zu atmen.

      Wenn wir dermassen aufpassen müssten, wären die Zahlen durch den Lockdown nicht runtergekommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gehirnistonline 15.05.2020 18:25
    Highlight Highlight Krank
    • Merida 15.05.2020 20:23
      Highlight Highlight Sehr differenziert...
    • Gehirnistonline 15.05.2020 20:50
      Highlight Highlight Das muss man nicht mehr differenzieren. Das ist einfach nur für sich sprechend genug Krank...
    • sowhat 16.05.2020 09:33
      Highlight Highlight Dann ändere deinen Namen in Gehirnistoffline
  • Terraner 15.05.2020 18:20
    Highlight Highlight Bei Variante 1, merkt man wie unsinnig das ganze ist. Die Schüler sind über 10 Jahre und die Lehrerin sieht sehr jung aus. Wo ist da der Sinn dass sie Abstandhalten muss und die Schüler untereinander nicht?

    Bei Variante 2, scheint es im Halbklassenunterricht einigermassen zu funktionieren. Aber auch hier frage ich mich ob das Abstandhalten wirklich viel bringt. Kinder dürfen die Lehrerin nicht anstecken, zuhause dann aber die Eltern.

    Was man aber sieht, die Lehrpersonen versuchen beide so gut wie möglich umzusetzen, was ihnen vorgegeben wurde.
    • BVB 16.05.2020 09:35
      Highlight Highlight @Terraner
      Wo ist da der Sinn dass sie Abstandhalten muss und die Schüler untereinander nicht?
      Damit die Lehrer (die jetzt anstelle der Schüler die Zimmer wechseln) nicht das Virus auf der Schule verteilen.
  • Mike Minder 15.05.2020 18:14
    Highlight Highlight Spannend:

    Die vier Lehrpersonen in meinem Umfeld zeichnen nicht ein so düsteres Bild.

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