Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Svenja Kiechler, Lehrerin der Unterstufe im Schulzentrum Schlossmatt in Muensingen, unterrichtet ihre Schueler im Fernstudium waehrend einer Videokonferenz mit dem Laptop, am Mittwoch, 22. April 2020 in Muensingen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Eine Lehrerin der Unterstufe im Schulzentrum Schlossmatt in Münsingen: Acht Wochen lang unterrichtete sie ihre Schüler im Fernstudium. Bild: KEYSTONE

Nach acht Wochen Schulschliessung: Ein Fazit in 6 Punkten

Nach acht Wochen Zwangspause zieht die «Schweiz am Wochenende» Bilanz zum Fernunterricht. Wie haben Schüler, Lehrerinnen und Eltern den pädagogischen Ausnahmezustand bewältigt? Sechs Thesen.

kari kälin / schweiz am wochenende



Hurra, hurra, die Schulen öffnen

Es ist die Zeit für Geständnisse. Von Primarschülern etwa. Sie rufen der Lehrperson vom Balkon zu: «Ich hätte es ja nie gedacht, aber ich gebe zu, ich freue mich, wieder in die Schule zu dürfen.» Natürlich sehnen sich die Kinder aller Stufen nach ihren Gspänli, nach analoger Kommunikation von Mensch zu Mensch. Luna Lanz, Klassensprecherin der Oberstufenschule Orpund bei Biel, beschreibt es in einem Blogbeitrag auf www.condorcet.chso: «Endlich wieder an meinem Pult zu sitzen, wieder Sport in der Schule zu haben, endlich die Chemieexperimente durchzuführen und die wechselnden Launen meines Klassenlehrers zu ertragen. Ja, das alles vermisste ich in der Coronaphase sehr.»

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Der Homeschooling-Boom bleibt aus

Die Coronakrise hat keinen Boom beim elterlichen Privatunterricht ausgelöst, wie Willi Villiger, Präsident von Bildung zu Hause, sagt. Der Verein verzeichne bloss eine minimale Zunahme an Vereinsbeitritten. Gründe für das Interesse sind etwa: Daheim werden die Kinder nicht gemobbt. Oder: Sie lernen besser zu Hause. Die Nachfrage nach Tipps hingegen war gross. So wurde der Blog einer erfahrenen Homeschool- Mutter tausendfach geklickt. Derzeit werden in der Schweiz rund 2500 Kinder dauerhaft in den eigenen vier Wänden beschult.

Eltern staunen, was die Schulen leisten

Mit dem Lockdown ist der Unterricht vom Schulhaus ins Wohnzimmer gewandert. Womit die Eltern realisieren, welche Schwierigkeiten es beim Lernprozess zu meistern gilt. Oder wie schnell die Kinder abgelenkt sind. Dass sie immer wieder aufs Neue motiviert werden müssen. Dass nicht der Lehrer schuld ist an den Lernschwierigkeiten. Dass Unterrichten anspruchsvoll ist, weil die Lehrer die ganze Klasse, aber auch den individuellen Lernfortschritt im Blick haben müssen. Dass es pädagogisch-didaktisches Geschick braucht, gut rhythmisierten Unterricht mit Übungs- und Korrekturphasen. Viele über Nacht zu Hilfslehrern mutierte Eltern sehnen sich die Wiedereröffnung der Schule herbei.

Die Digitalisierung steckt noch in den Kinderschuhen

Seien wir ehrlich. Wir waren generell suboptimal auf die Pandemie vorbereitet. Und all die damit verbundenen Herausforderungen. Siehe Maskenmangel. Können wir es den Schulen und Lehrern verübeln, dass sie am Tag 1 nach dem Lockdown nicht flächendeckend startklar waren für Fernunterricht? Dass alle nach eigenem Gutdünken herumwurstelten angesichts einer fehlenden Strategie? Nicht wirklich. Fest steht: Die Anwendungskompetenz ist gestiegen.

Beat Döbeli, Leiter des Instituts für Medien und Schule der Pädagogischen Hochschule Schwyz, formuliert es so: «Viele Lehrerinnen und Lehrer wuchsen in dieser Zeit digital über sich hinaus und schafften, was sie sich vor kurzem nicht zugetraut hätten: eine Videokonferenz mit der ganzen Klasse führen, Arbeitsaufträge für eine ganze Woche auf einer Website zur Verfügung zu stellen oder Arbeiten von Schülerinnen und Schülern in Empfang nehmen und individuelle digitale Rückmeldungen geben.» Die von Döbeli mitinitiierte Seite www.lernentrotzcorona.ch wurde seit der Schulschliessung fast eine halbe Million Mal angeklickt. Die Plattform bietet so etwas wie eine digital-didaktische Rundumversorgung: praktische Anwendungstipps, aber auch konkretes Unterrichtsmaterial.

Digitaler Unterricht ist kein Ersatz fürs Klassenzimmer

Schafft sich die traditionelle Schule gerade ab? Sind die Lehrer überflüssig geworden, wenn die Kinder Lösungen in den Computer eintippen und dieser die Korrekturen ausspuckt? Manche Politiker versprechen sich einen digitalen Schub für die Post-Lockdown-Zeit. Das wird teilweise gelingen, weil sowohl Lehrer als auch Schüler den Umgang mit Computern besser beherrschen.

Bloss: Der analoge Unterricht bleibt unersetzbar. Matchentscheidend für den Lernerfolg, das belegt etwa die berühmte Studie des Bildungsforschers John Hattie von der Universität Melbourne, ist nicht die technische Ausrüstung einer Schule, sondern die Lehrer-Schüler-Beziehung. Die Interaktion zwischen den Menschen ist zentral. Die aufbauenden Rückmeldungen an Schüler, die dialogische Begleitung im Lernprozess vermag eine anonyme Maschine nicht zu leisten. Zu dieser Erkenntnis gelangten übrigens ausgerechnet digitale Pioniere. So erzogen Microsoft-Gründer Bill Gates und Apple-Gründer Steve Jobs ihre Kinder weitgehend technikfrei. Diese besuchten digitalfreie Waldorf-Schulen.

L'enseignante de 1P-2P Catherine Sicuro prepare sa classe en enlevant des chaises, des tables et divers articles dont les tapis lors de la praparation au retour des eleves a l'ecole lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce jeudi 7 mai 2020 au college des Buttes de l'etablissement primaire de Rolle. Des le 11 mai, les eleves de l'ecole primaire et secondaire vaudoise vont reprendre l' ecole obligatoire par demi classe et un jour sur deux.(KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Der analoge Unterricht bleibt unersetzbar. Eine Lehrerin bereitet das Klassenzimmer auf die Wiedereröffnung vor. Bild: KEYSTONE

Das mit dem Graben zwischen engagierten und faulen Lehrer

Ja, es gibt sie. Wie vermutlich in jedem Betrieb. Die Minimalisten. Es sind Lehrer, die wenig mir ihren Schülern interagierten, sie Anfang Woche mit einem Stapel Arbeitsblätter eindeckten und dann quasi sich selber überliessen. Im Ausnahmezustand mögen sich die Defizite noch stärker manifestieren. In Gesprächen mit Eltern, Schülern und Experten zeigt sich aber: Die überwiegende Mehrheit der Lehrer leistete grossen Einsatz. Und erhielt dafür Lob.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

24 Kinder, die Anweisungen ihrer Eltern zu wörtlich nehmen

«Couch Coach» mit Ruedi Us und Jill Small

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

83
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Passierschein A38 09.05.2020 21:30
    Highlight Highlight Meine Sek 1 Schülerinnen und Schüler:
    - haben insgesamt sehr gut gearbeitet
    - zwischen 60 und 100% des in dieser Zeit vorgesehenen Stoffs bearbeitet.
    - waren in sehr engem Kontakt mit mir - 1x pro Woche in Zoom, dazwischen in einem Chat.
    - wer „schleifen“ wollte, konnte das besser als sonst. Da fehlte wirklich die „straffe Führung“.
    Aber das ALLERWICHTIGSTE: Was sie in diesen sechs „Unterrichtswochen“ an Selbstdisziplin und digitaler Organisation gelernt haben, hätte man ihnen mit der besten Unterrichtsplanung nicht beibringen können. Eine SEHR LEHRREICHE ZEIT liegt hinter uns!
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 09.05.2020 18:44
    Highlight Highlight Unsere Lehrer waren faul wie altes Brot.

    Lieblos in 5min zusammengeschubste Liste. Wenig Kontext, schlechte Verfügbarkeit der Lehrer.

    Unworte wie “übe” und “lerne” waren überall drin. Das Schlimmste war der Remote Musikunterricht. Als Test Strukturiert und klar nicht altersgerecht gehalten. Als wir realisierten dass die Lehrperson wohl ein Blatt erstelle umd alle ihre Klassen von der zweiten bis zur Sechsten abzudecken war und alles klar.

    IT war auch Schrott. 2 Wochen: Aufträge per Whatsapp, dann neue Mail Adresse für jeden Schüler. Sharepoint klappte nicht. Nichmals neue Adresse und Teams
    Benutzer Bild
  • Na - na! 09.05.2020 15:57
    Highlight Highlight Sehr interessant zu lesen was in der Schweiz abgeht. Dank und chapeau an die engagierten Lehrer, Kinder und Eltern.
    Doch ein bisschen weniger Gejammer und mehr Demut wäre doch angebracht. Wenn die Spassgesellschaft nicht mehr machen kann was, wie, wo sie will ist es "fertig lustig". Bei uns sind die Schulen seit über 12 Wochen geschlossen und keine Aussicht auf Öffnung. Und hier hat nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung die notwendigen Informatik Mittel!
  • Helferlein 09.05.2020 15:21
    • Barracuda 09.05.2020 15:36
      Highlight Highlight Solche Plattformen bringen nichts, auch wenn da ein paar unterschreiben. Aber das Anliegen ist nachvollziehbar. Im Aargau läufts genau gleich, wo der SVP-Bildungsdirektor All-in geht und volle Klassen ohne wirksame Schutzmassnahmen will.
  • Hans12 09.05.2020 13:58
    Highlight Highlight abzüglich frühlingsferien und Feiertage waren die Schulen genau 5 Wochen zu. Engagierte Lehrer haben auch während dieser Zeit Noten gemacht. Das macht keinen Sinn, jetzt keine Zeugnisse zu machen. Eine in der Studierstube getroffener Entscheidung die den faulen hilft und die fleißigen bestraft. Bei den Lehrern und den Schülern.
    • Elina87 09.05.2020 14:57
      Highlight Highlight Nein. Noten wären in hohem Grad ungerecht den Kindern und Eltern gegenüber, die sich zwar bemühen, aber die Inhalte schlichtweg nicht verstehen können. Eltern müssen keine Lehrpersonen sein, das wäre zu viel verlangt.
    • Hans12 09.05.2020 16:20
      Highlight Highlight Wie gesagt, die Schulen waren genau Netto 5 Wochen zu. Vorne auf die Bremse stehen ist doch nicht die Lösung. Wenn schon soll man die schwachen fördern, wenn man Angst hat, dass sich eine Kluft auftut.
    • n3rd 09.05.2020 19:23
      Highlight Highlight @Elina ... es geht hier um den obligatorischen Schulunterricht. Wenn die Eltern das nicht verstehen, - guet nacht 🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 09.05.2020 13:33
    Highlight Highlight Der Unterricht via Teams, Zoom und co in Zürich ist peinlich. Mein Sohn hat nur an 2 Tagen, jeweils 2 Stunden Unterricht.

    Andere oftmals belächelte Länder haben das viel besser hinbekommen.
    • Amboss 09.05.2020 15:10
      Highlight Highlight Welche Länder werden denn belächelt von uns?
    • Irene Adler 09.05.2020 18:41
      Highlight Highlight Eigentlich alle, wenn ich so manchmal die Kommentare lese.
  • Bruno Meier (1) 09.05.2020 13:05
    Highlight Highlight Das grösste Problem, Gewerbliche Berufsschule, bemerke ich als Lehrmeister und Vater, dass es Lehrlinge gibt, welche den "technischen" Lehrstoff nicht begriffen haben/hatten und nicht genügend Nachfragen konnten. Es reicht bereits, wenn nur ein Schritt nicht klar ist, dass der Rest dann auch nicht funktioniert.
    In der Schule bemerkt der Lehrer, wenn ein Teil den Stoff nicht versteht und kann reagieren, übers Internet ist dies praktisch nicht möglich.
  • suppenhuhn 09.05.2020 12:24
    Highlight Highlight 7. Besorgte Eltern, die der Meinung sind, dass die Schulöffnung noch hätte warten müssen, da Kinder wohl doch nicht so wenig betroffen sind, wie uns das BAG aufgrund mangelnder Kompentenz vermitteln möchte.

    8. Kinder, die sich hervorragend geschlagen haben.


    9. Lehrpersonen, sich auch online rührend um die Kinder gekümmert haben. Merci!
  • gulf 09.05.2020 12:13
    Highlight Highlight was als Erkenntnis nicht aufgeführt ist:
    Viele Familien hatten eine sehr gute Zeit, konnten sich neu kennenlernen und die Beziehungen intensiv und sehr gewinnbringend neu leben.
    und, es gab auch Kinder, die im Fernunterricht viel lernten ....

    und, es sind nicht alle Kinder froh, wieder in die Schule zu dürfen ....
  • Luca Regnipuzz 09.05.2020 12:06
    Highlight Highlight Als Schulleiter und Lehrer bin ich sehr froh, dass der Unterricht am Montag wieder los geht. Meine Schülern und LehrerInnen möchte ich ein grosses Kompliment machen für die 6 Wochen Home-Schooling-Unterricht. Das Engagement war gross, die Kinder haben zu Hause gekocht, sich um den Garten gekümmert und haben sich weiter aktiv am Haushalt beteiligt. Jeder sass morgens immer pünktlich am Laptop für Mathe, Deutsch, Englisch oder Franz und durch das eigene Erstellen von Kahoots prüften sie sich gegenseitig im NMG. Es war eine echte Freude!
  • Michele80 09.05.2020 11:16
    Highlight Highlight historisch betrachtet gab es immer wieder Ereignisse, die im Grunde überhaupt nichts mit der Schule zu tun hatten, aber die Schule grundlegend veränderten und zu Reformen führten. So führte z.B. der Sputnikschock und die Erfahrungen des Kalten Krieges zuerst in den USA, dann aber auch in Europa zu Lehrplanänderungen.

    Ich kann mir vorstellen, dass auch die Erfahrungen aus der Corona-Zeit zu Veränderungen führen könnten, im Bereich der Fernunterrichts und des digitalen Lernens
    • fenstersimsli 09.05.2020 12:01
      Highlight Highlight Digitales Lernen kann erst stattfinden, wenn die entsprechenden finanziellen Ressourcen freigegeben werden. Als Lehrkraft drehe ich seit Jahrzehnten jedes „Fränkli“ mehrmals, recherchiere, wo ich am günstigsten kaufen kann und engagiere mich mit Eigenleistung für tiefere Ausgaben. Dann höre und lese ich, dass wir Lehrer nicht bereit sind zur Digitalisierung. Sehr frustrierend.
    • Michele80 09.05.2020 13:57
      Highlight Highlight Mit meinem Kommentar wollte ich ganz sicher nicht sagen, dass Lehrpersonen nicht bereit zur Digitalisierung sind, denn deine Argumente machen Sinn.

      Mir ging es um eine andere Ebene. Wenn zum Beispiel historische Ereignisse dazu führen, dass man ein Bildungssystem neu analysiert und gegebenenfalls reformiert, dann werden irgendwann auch Mittel dafür frei. Ganz ganz vereinfacht könnte man sagen, dass der Kalte Krieg dazu geführt hat, dass wir heute Schulleistungstests haben. Und vielleicht haben wir irgendwann mal wegen Corona eine flächendeckendes digitales Lernen. Wer weiss....
    • Barracuda 09.05.2020 15:45
      Highlight Highlight Beim digitalen Fortschritt sehe ich jetzt nicht ein so grosses Problem, wie es immer hinaufbeschworen wird. Wenn ich vergleiche wie es vor 10-20 Jahren war, dann hat es da schon Fortschritte gegeben. Digitalisierung ist nicht die Lösung aller Probleme. Der soziale Aspekt ist wesentlich wichtiger, das zeigt die Krise deutlich. Da gibt es nicht wenige Leute, die eher im sozialen Umgang Defizite haben.
  • Antichrist 09.05.2020 11:07
    Highlight Highlight Die Sozialisierung der physischen Schule wird überbewertet. Da ist ja vor allem das Mobbing ein Problem und die Kids sind dauernd darauf bedacht, nicht aufzufallen oder sich für bestimmte Gruppen zu verbiegen. Meine Kids machten permanent Zoom Sessions und haben sich damit auch selber Hilfe bei ihren Freunden geholt oder Projekte gemeinsam auch mit Schülern anderer Klassen gelöst. Die Kids haben gelernt, dass man nicht nur Tiktok Videos teilen kann, sondern dass Teams und Zoom durchaus auch als nützliches Tool funktioniert. Leider wird die Schule wieder zurückfallen ins alte System.
    • Cremetörtchen 09.05.2020 14:08
      Highlight Highlight Ja sicher doch... ...Deine Kinder (Antichrist 1 und Antichrist 2...) lernen eine Menge von dir.

      Vor dem Bildschirm erfahren sie unter deiner Anleitung den („sozialen Umgang“) bzw. staatliche Institutionen und die Demokratie verächtlich zu machen.
      Deine Überzeugungen gleichen einer intellektuellen Geisterfahrt...
  • Revilo82 09.05.2020 11:05
    Highlight Highlight 2 Kinder, 2 Lehrer, gleiches Schulhaus, riiiiesen Unterschiede.
    Bin gespannt, wie es die Lehrer schaffen wollen, die jetzt noch grössere Schere zwischen den Kindern wieder zu schliessen.

    Zu Punkt 3:
    Hometeaching ist sehr anstrengend, weil nebenbei der Haushalt ansteht, Homeoffice gemacht werden muss und man mit den Emotionen bei den eigenen Kindern dabei ist. Zumal sind die wenigsten Eltern pädagogisch ausgebildet. Lehrer hingegen sind in der Schule nur für die "fremden" Kinder zuständig und bekommen dafür einen Lohn. Daher ist es nicht ganz vergleichbar.
    • auloniella 09.05.2020 15:50
      Highlight Highlight Punkt 3. Klar ist die Bindung nicht gleich wie auch. Aber emotional investiert sind Lehrpersonen trotzdem. Lehrer sind nicht die Eltern .

      Nun stell dir mal vor statt deiner 2 Hübschen die du so kennst, hast du 20 die du anfangs mal gar nicht kennst. Die du aber alle unterrrichten musst.

      Die Sache mit dem Lohn. Lehrer sind nicht Eltern willst du ihnen das zum Vorwurf machen??
  • Antichrist 09.05.2020 11:01
    Highlight Highlight Ich fand erschreckend, wie wenig Inhalt die Schule vermittelt. Nach ca. 2h musste ich zu Hause selber für Beschäftigung sorgen. Für viele Dinge braucht es eigentlich keinen physischen Lehrer. Wir haben jedes Thema mit 2-3 Youtube Videos gestartet. Lernverständnis kann man zu Hause viel besser und zeitgerechter lösen. In der Schule muss man Nummern ziehen, bis der Lehrer für alle 25 Schüler mal Zeit hat.
    Das Schulkonzept der Zukunft ist Remote Unterricht mit einem Pool von Experten, die bei Bedarf per Teams anchattbar sind. Bildungsgleichheit auf der ganzen Welt auf jedem Tablet für 300 CHF.
    • Lioness 09.05.2020 14:03
      Highlight Highlight Es kommt natürlich ganz darauf an, in welcher Klasse ihr Kind ist, aber 2h reines lernen sind eigentlich schon recht viel. Es ging ja vorallem darum den Wissensstand nicht zu verlieren. Meine Tochter fand, dass es in der Schule lockerer sei als zu Hause, da sie in der Schule viel mehr Unterbrüche und Abwechslung (Morgenstunde, Pause, Bibliothek, Turnen, Handarbeiten, etc.) habe. Wenn sie ihre Aufgaben gemacht hatte durfte sie machen was sie wollte. Sie scheinen mir einer jener Eltern zu sein, dessen Kinder die Wochenaufgaben bereits am Dienstag alle gelöst haben.
    • Barracuda 09.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Damit die Kinder noch mehr sozial verwahrloste Digital-Junkies werden? 🙄
    • auloniella 09.05.2020 15:52
      Highlight Highlight Antichrist, neben Fachwissen sind auch andere Kompetenzen wichtig. Nur weil sie ein Film schauen haben sie es noch nicht begriffen, ich hoffe das bist du dir bewusst.
  • Selbstverantwortin 09.05.2020 10:47
    Highlight Highlight Anfangs dachte ich, viele merken, dass nicht die Schule das Problem sind.
    Zumindest hier ist es eindeutig: doch die Schule ist das Problem. Die Lehrer meldeten sich nie (!) ausser mit Mails und WhatsApp an alle nie bei den Kindern, die Kinder lernten konzentriert, selbständig und deutlich schneller als in der Schule. Ja, sie vermissen ihre Kolleginnen, Turnen, Musik etc., aber sagen auch selbst dass sie zu Hause besser, mehr und schneller lernen könnten und darum die restlichen Stunden nicht vermissen.
    • WID 09.05.2020 11:00
      Highlight Highlight @Wirklich? Ja, solche Situationen gibt es und das ist tragisch. Absolutes Schulversagen.
    • Mirjmirj 09.05.2020 11:22
      Highlight Highlight Das mag deine Erfahrung sein. Das tut mir für deine Kinder Leid. Aber du hast wohl keine Ahnung was andere (viele?) Lehrer geleistet haben. Hier ist wohl die Lehrperson deines Kindes das Problem und nicht die Schule...
    • Michele80 09.05.2020 11:22
      Highlight Highlight ich finds immer schwierig, wenn so aus 1x Lehrperson gleich Schlüsse gezogen werden. Klar gibts auch bei den Lehrpersonen Pappnasen, die die letzten Wochen nicht so geglänzt haben. Aber man kann sich auch proaktiv melden, wenn man den Kontakt mit der Lehrperson vermisst. Also das Kind, nicht das Mami/der Papi ;)
      In der Schule meldet sich das Kind ja auch, wenn es mehr Unterstützung oder Erklärung braucht
    Weitere Antworten anzeigen
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 09.05.2020 10:45
    Highlight Highlight Die Schüler wissen bestens über Corona bescheid, würde ich Mal sagen🤓
  • d10 09.05.2020 10:44
    Highlight Highlight Also bei unseren Kindern in der 5./6. war das genauso, dass sie am Montag einen Stapel Aufgaben erhielten, die sie am Freitag abgeben mussten, ohne weitere Interaktionen (ausser auf telefonische Anfrage). Wie wurde das in anderen öffentlichen Schulen gehandhabt?
    • WID 09.05.2020 11:01
      Highlight Highlight @d10: Das ist eine Frechheit! Solche Schulen gehören sanktioniert. Auch in normalen Zeiten. Leider ist das QS System der Schulen Zahnlos.
    • Gondeli 09.05.2020 11:07
      Highlight Highlight Ziemlich ähnlich...
      Mit dem Vorteil, dass der Dorflehrer unser Nachbar ist.
    • Michele80 09.05.2020 11:24
      Highlight Highlight Ja.
      Videocalls für Inputs im (Klein-) Klassenverband ca 3x wöchentlich.
      On-Demand Telefon-&-Video-Zeitfenster täglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stinkstiefel 09.05.2020 10:44
    Highlight Highlight Punkt 7:

    Das BAG ist nie davon abgerückt, dass die Kinder nicht die Treiber der Verbreitung sind. Die Schulschliessung, sicher aber die Verlängerung der Schulschliessung, war ein politischer Fehlentscheid entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und die Leidtragenden sind die Schüler aus den bildungsfernen Schichten, die jetzt zwei Monate lang schulisch abgehängt wurden.
    • WID 09.05.2020 11:02
      Highlight Highlight @Leon1: woher weisst Du das?
    • Robba 09.05.2020 11:18
      Highlight Highlight Deutsche Virologen sagen dass Kinder mehr Viren in sich tragen als Erwachsene.
    • Michele80 09.05.2020 11:30
      Highlight Highlight Leidtragende sind immer doof. Aber die von dir erwähnten bildungsfernen Schichten sind konstant und während der ganzen Schulzeit gefordert. DAS wäre der grosse Kritikpunkt und da kann man von Leidtragenden sprechen. Die 2 Monate machen auf die gesamte Schulzeit wenig aus (andere Länder haben 2 Monate Sommerferien). Ich sag nicht, dass es toll ist. Aber tragischer ist, dass wir ÜBERHAUPT Kinder haben, die die Schule nicht erreicht (was übrigens eine (zugegebenermassen auch nicht ganz hieb- und stichfeste) Alternative zu bildungsfern wäre, der Begriff ist u.a. falsch, unklar und diskriminierend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 09.05.2020 10:43
    Highlight Highlight Fazit Nr. 7: Die Schliessung von Schulen sollte - wenn nicht explizit Kinder gefährdet sind - IMMER die Ultima Ratio sein und gleichbedeutend mit der angeordneten Schliessung von Läden, Restaurants usw. und nicht einer der ersten, wirklich einschneidenden Schritte.
  • DanielaK 09.05.2020 10:24
    Highlight Highlight Ich war sehr zufrieden mit der Lösung für unsere Tochter, aber auch damit wie sie als Schülerin damit umging. Habe aber auch von ganz anderen Lösungen im selben Schulhaus gehört. Unsere Tochter fand es so toll, zu Hause selbständig zu arbeiten, dass ich mir anfangs Sorgen machte, wie ich das Kind nachher wieder in die Schule bekomme. Gegen Ende des Heimunterrichts fand sie es aber doch langsam anstrengend, sich immer selber organisieren zu müssen. Sie hat sich wirklich Mühe gegeben damit. Sie geht jetzt doch ganz gerne wieder in die Schule - wenn man denn schon nicht ums Lernen herum kommt.
  • Robba 09.05.2020 10:21
    Highlight Highlight Das wichtigste Fazit:
    In der ach so reichen Schweiz haben viele Kinder kein Notebook für den Fernunterricht.
    • WID 09.05.2020 10:59
      Highlight Highlight @Robba: Subito bestellen! Für 300.- gibt es bereits einen brauchbaren Laptop. Das können sich alle leisten.
    • famefo 09.05.2020 11:15
      Highlight Highlight Naja es gibt pro Haushalt 3 Handys und 1 PC. Da wird sich doch was googlen lassen. Kein Grund für mehr unnötigen Elektroschrott. Studenten brauchen Laptops, Schüler sicher nicht.
    • Michele80 09.05.2020 11:18
      Highlight Highlight auf den tiefen Schulstufen werden diese oftmals von der Schule zur Verfügung gestellt, am Gymi muss man es selber beschaffen. wo haben sie denn bei euch keine? ländliche gegend?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alteresel 09.05.2020 10:18
    Highlight Highlight Die Lehrpersonen haben diese Zeit, mit den erwähnten Ausnahmen, gut gemeistert. Bravo und danke. Weniger gut gaben es ihre obersten Chefs hingebracht. Offensichtlich ist man nicht fähig, in der doch kleinen Schweiz eine einheitliche Lösung für den Neustart hinzukriegen. Und spannend dürfte sei, wie der dringende Innovationsschub im IT-Bereich gemeistert wird. Ich habe da Zweifel, ob da kommt, was kommen sollte.
    • bebby 09.05.2020 10:46
      Highlight Highlight Die Erziehungsdirektoren haben versagt. Keine einheitliche Lösung und die Umsetzung an die Lehrer delegiert, genauso jetzt bei der Wiedereröffnung. Offenbar sind die fähigsten Regierungsräte nicht im ED zu finden.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 09.05.2020 11:09
      Highlight Highlight Jetzt könnte man die pensionierten IT und anwender ins boot holen... anstatt zwangsarbeit bis 65/70, lieber in die jugend investieren.
      Ich denke beide generationen hätten etwas davon.
      Unsere boomer im büro reden und erklären lieber als zu arbeiten - für kinder wäre es ein segen. WinWin für beide.
    • Sternengucker 09.05.2020 11:28
      Highlight Highlight Nennt sich Föderalismus. Das Schulsystem ist Sache der Kantone/Gemeinden. Zahlt jemand in seinem Kanton weniger Steuern, verlangt man ja auch nicht eine einheitliche Lösung...
    Weitere Antworten anzeigen

10 Tage Sommerferien in der Schweiz – hier kommt der fixfertige Urlaubsplan Vol. 3

Nach den Ferienvorschlägen für den Jura und die Innerschweiz entdecken wir heute ein eher unbekanntes Gebiet: im und um das Zürcher Oberland. Ideal auch mit Kindern. Viel Spass!

Auch wenn die Grenzen doch noch öffnen: Ferien in der Schweiz dürfte für viele die Realität bedeuten. Damit wir nicht alle an den bekannten Hotspots die schönsten Tage im Jahr verbringen müssen, zeigen wir euch hier einige Vorschläge. Nach der Entdeckung des Juras und der Innerschweiz zieht es uns in der dritten Folge etwas nordöstlicher: von Winterthur via Tösstal ins Zürcher Oberland bis Rapperswil.

Warum? Der Autor kommt aus der Gegend. Eine Arbeitskollegin aus dem Aargau meinte kürzlich zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel