DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Liveticker

Britische Mutation gewinnt an Dominanz +++ Italien rechnet mit verlangsamter Impf-Kampagne



Coronavirus-Zahlen Zum Daten-Dashboard
R-Wert
Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National+International 16.03.21

Schicke uns deinen Input
21:15
Regierungskrise wegen Corona in der Slowakei spitzt sich zu
Die slowakische Vier-Parteien-Regierung ist in eine schwere Krise gestürzt, weil sie die Corona-Pandemie nicht in den Griff bekommt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sterben in der Slowakei seit Wochen mehr Menschen als in jedem anderen Land Europas. Der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic und ein Teil seiner Koalitionspartner fordern sich gegenseitig zum Rücktritt auf. Ein Vermittlungsversuch von Staatspräsidentin Zuzana Caputova blieb am Dienstag erfolglos.

Auf Druck der Koalitionspartner trat vergangene Woche der zur Matovic-Partei gehörende Gesundheitsminister Marek Krajci zurück. Am Montag folgte ihm überraschend der rechtspopulistische Arbeits- und Sozialminister Milan Krajniak. Die beiden kleineren Regierungsparteien drohten dennoch mit dem Verlassen der Koalition, falls nicht Matovic selbst abtrete. Mit seinen eigenmächtigen Entscheidungen trage er die Hauptschuld am Corona-Chaos.

Der letzte Eskalationsschritt war, dass Matovic gegen einen offiziellen Regierungsbeschluss den in der EU nicht zugelassenen Impfstoff Sputnik V aus Russland bestellte und eine erste Lieferung von 200'000 Dosen persönlich am Flughafen abholte.

Mögliche Neuwahlen würde die seit einem Jahr regierende Koalition nach Umfragen klar verlieren. Lachender Dritter des Koalitionsstreits wäre der sozialdemokratische Ex-Ministerpräsident Peter Pellegrini mit seiner neu gegründeten Partei Stimme. Auch dank seiner im März 2020 vor der Amtsübergabe an Matovic ergriffenen Massnahmen war die Slowakei von der ersten Corona-Welle kaum betroffen.

Bis Dienstag verzeichnete die 5,5 Millionen Einwohner zählende Slowakei nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) 246,25 Corona-Tote pro eine Million Einwohner innerhalb der vergangenen 14 Tage. Das sind fünfmal so viele wie in Deutschland. (sda/dpa)
Slovakia's Prime Minister Igor Matovic speaks during a news conference at a meeting marking 30 years of central Europe's informal body of cooperation called the Visegrad Group, at a conference center in Krakow, Poland, Wednesday, Feb. 17, 2021. (AP Photo/Czarek Sokolowski)
Igor Matovic
Igor Matovic, Ministerpräsident der Slowakei
21:19
Britische Mutation auf dem Vormarsch
Emma Hodcroft, Epidemiologin an der Universität Bern, hat aktuelle Analysen zur Verteilung der Corona-Mutationen veröffentlicht. Dabei zeigt sich für die Schweiz, dass die britische Mutante (rot) an Dominanz gewinnt. (rst)
21:05
Italien rechnet wegen Impf-Stopp mit Verlangsamung der Impfkampagne
Nach dem Stopp der Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin rechnet Italien mit einer Verlangsamung in seiner Impfkampagne. Wie es aus Regierungskreisen am Dienstagabend hiess, gehe das Team um den Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Paolo Figliuolo, von rund 200'000 weniger Impfungen aus. Dabei wurde angenommen, dass die Verabreichung über insgesamt vier Tage ausgesetzt werde, hiess es weiter.

Wird das Impfen mit Astrazeneca ab dem 18. März wieder aufgenommen, könnte Italien nach Berechnungen innerhalb von «ein paar Wochen» den Rückstand aufholen – auch dank geschätzt 708'000 weiteren Impfdosen von Biontech/Pfizer.

Italien hatte wie etwa auch Deutschland und Frankreich am Montag einen Stopp für das Vakzin des britisch-schwedischen Konzerns angeordnet, nachdem Menschen kurz nach ihrer Impfung gestorben waren. Einen kausalen Zusammenhang zwischen Tod und Impfung bestätigten Experten bislang nicht. In Italien wurden seit dem Impfstart mehr als sieben Millionen Dosen verabreicht. Das von der Pandemie hart getroffene Land setzt auf die Impfstoffe als Weg aus der Krise. Bislang verzeichneten die Behörden mehr als 103'000 Tote mit Sars-CoV-2 und rund 3,259 Millionen Corona-Infektionen. (sda/dpa)
20:45
Litauen setzt nun doch Impfungen mit Astrazeneca aus
Litauen setzt nun doch vorsorglich Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca aus. Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers werde nicht mehr eingesetzt, bis die Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zu vermuteten Nebenwirkungen des Mittels abgeschlossen sei. Dies teilte Gesundheitsminister Arunas Dulkys nach litauischen Medienberichten am Dienstagabend in Vilnius mit. Die Entscheidung sei auf Empfehlung der staatlichen Arzneimittelkontrollbehörde getroffen worden.

Regierungschefin Ingrida Simonyte hatte zuvor am Dienstagmorgen noch gesagt, dass das baltische EU-Land vorerst weiter an dem Impfstoff von Astrazeneca festhalten will. Grund für den nun erfolgten Stopp seien drei Berichte über Fälle von Blutgerinnseln bei Menschen, die in Litauen mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien.

«Wir haben bisher keine Beweise dafür, ob dies auf den Impfstoff zurückzuführen ist oder nur zufällig auf die Zeit nach der Impfung fällt», sagte der Leiter der Arzneimittelkontrollbehörde, Gytis Andrulionis. Die Berichte sollen der EMA zur Analyse zur Verfügung gestellt werden.

Die EMA in Amsterdam will am Donnerstag eine Empfehlung zur weiteren Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs abgeben. Deutschland und mehrere weitere EU-Staaten haben bis dahin die Verabreichung des Vakzins vorsorglich ausgesetzt. (sda/dpa)
A pharmacist picks up an empty vial of the AstraZeneca COVID-19 vaccine at the Vaccine Village in Antwerp, Belgium on Tuesday, March 16, 2021. Belgium on Tuesday reaffirmed its support to AstraZeneca vaccines and said it will keep using it in its current vaccination campaign, amid raising concerns over its side effects and with growing number of EU countries deciding to protectively stop using it. (AP Photo/Virginia Mayo)
20:05
EU-Kommissarin fordert mehr Tempo beim Impfen
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordert von den EU-Staaten mehr Tempo beim Impfen. Jede verfügbare Impfstoffdosis solle genutzt werden, sagte Kyriakides am Dienstag nach einer Sitzung der EU-Gesundheitsminister. In einigen Staaten seien erst 50 Prozent der ausgelieferten Menge verimpft. «Jede Dose zählt», sagte Kyriakides. Die Mitgliedsstaaten müssten sich auch darauf vorbereiten, dass ab April die Liefermenge steige.

Die Gesundheitskommissarin steht selbst unter Druck, weil Impfstoff in der EU immer noch knapp ist. Sie sprach von bedauerlichen Produktionsproblemen. Doch sei man mit allen Herstellern im Gespräch, um die Liefermengen zu erhöhen.

In der Debatte über den Impfstoff von Astrazeneca, der in Deutschland und einigen anderen Staaten wegen der möglichen Gefahr von Blutgerinnseln vorerst nicht genutzt wird, verwies Kyrikaides auf die laufende Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Derzeit scheine es, als seien solche Zwischenfälle bei Geimpften nicht häufiger als in der Bevölkerung allgemein. Doch sei Vertrauen in die Impfstoffe von entscheidender Bedeutung. Deshalb werde man der für Donnerstag erwarteten Empfehlung der EMA folgen, betonte Kyriakides.

Für Mittwoch kündigte Kyriakides einen Vorschlag an, wie die 27 EU-Staaten in koordinierter Weise Pandemiebeschränkungen aufheben können. Denn die Erfahrung habe gezeigt, dass sich das Virus gemeinsam besser bekämpfen lasse. Kommissionschefin Ursula von der Leyen will den Plan zusammen mit Vorschlägen für ein EU-Impfzertifikat bei einer Pressekonferenz in Brüssel vorstellen. (sda/dpa)
An elderly man receives the Pfizer COVID-19 vaccine at the Church of St. Anthony of Padua in Sokolov, Czech Republic, Tuesday, March 16, 2021. As of Tuesday, the Czech Republic has administered 1,119, 663 vaccinations doses in the country of approximately 10.5 million. (AP Photo/Petr David Josek)
19:20
Impfungen zeigen Wirkung: Das Post-Corona-Leben in Tel Aviv
19:15
Weiterer US-Staat erlaubt Corona-Impfungen für Bewohner ab 16 Jahren
Nach dem US-Bundesstaat Alaska dürfen sich seit Dienstag auch in Mississippi alle Bewohner ab 16 Jahren gegen Corona impfen lassen. Der Bundesstaat Ohio wiederum kündigte an, dies ab der letzten Märzwoche zu ermöglichen. «Es ist ein moralischer Imperativ, so schnell wie möglich alle Bürger Ohios zu impfen, die geimpft werden wollen», erklärte Gouverneur Mike DeWine am Dienstag über Twitter. Die Impfstoff-Lieferungen stiegen nun rasant und nachhaltig an, schrieb er. In Ohio leben rund 12 Millionen Menschen.

In Mississippi erklärte Gouverneur Tate Reeves bereits am Montag über Twitter, dass nach den Risikogruppen nun jeder zum Zug kommen könne. «Holt Euch die Impfung - und lasst uns zur Normalität zurückkehren», schrieb er. In dem südlichen Staat leben rund drei Millionen Menschen. Im nordöstlichen Bundesstaat Connecticut wiederum sollen ab dem 5. April alle Menschen einen Impftermin bekommen können. Andere Gebiete sind jedoch deutlich langsamer. In der Hauptstadt Washington etwa soll diese Phase der Impfkampagne erst ab dem 1. Mai beginnen.

Insgesamt wurden nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bislang rund 111 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verabreicht. Mehr als 72 Millionen Menschen erhielten demnach mindestens bereits die erste Dosis, rund 39 Millionen gelten bereits als voll geimpft. In den USA werden die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer eingesetzt, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, und der Impfstoff von Johnson & Johnson, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

Die Regierung von Präsident Joe Biden hat versprochen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land zu haben. Insgesamt leben in den USA rund 330 Millionen Menschen. (sda/dpa)
epa09078005 Ukrainian medical worker prepares a doze of  AstraZeneca (Covishield) vaccine in Kiev, Ukraine, 16 March 2021 during public vaccination of medical workers and religious figures. In total, 53,155 people have received their first doze of the vaccine since the launch of a nationwide COVID-19 vaccination campaign on 24 February 2021. Ukraine has signed a contract for the supply of 12 million doses of COVID-19 vaccines, which were developed by AstraZeneca (UK-Sweden) and NovaVax (USA) and are produced at the Serum Institute facilities (India).  EPA/SERGEY DOLZHENKO
18:40
Zürcher Regierungsrat fordert Lockerung der Einreisebestimmungen
Der Zürcher Regierungsrat fordert vom Bund eine Lockerung der Coronavirus-Reisequarantäne. Personen, die einen Impfnachweis, ein negatives Testresultat oder eine Immunisierung nachweisen können, sollen ohne Quarantäne in die Schweiz einreisen können.

Dies schreibt der Regierungsrat in seiner am Dienstag publizierten Vernehmlassungsantwort an den Bundesrat zu den vorgeschlagenen Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen. Die aktuellen Einreiseregeln sehen vor, dass Personen in Quarantäne müssen, wenn sie sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise in Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben.

Weiter schreibt der Regierungsrat, dass er vom Bundesrat mehr Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse von städtisch geprägten Kantonen fordere. Kantone mit urbanen Verhältnissen seien von den wirtschaftlichen Folgen der Einschränkungen besonders stark betroffen.

Dasselbe gelte für die Bewohnerinnen und Bewohner der urbanen Gebiete. Aufgrund der zum Teil engen Wohnverhältnisse würden auch sie die Einschränkungen stärker zu spüren bekommen als die Bevölkerung in anderen Gebieten.

Mit den vom Bundesrat am vergangenen Freitag vorgeschlagenen weiteren Öffnungsschritten ist der Zürcher Regierungsrat laut Mitteilung jedoch einverstanden, soweit die epidemiologische Lage diese erlauben würde. (sda)
ARCHIVBILD ZUR BILANZ VON SWISS INTERNATIONAL AIRLINES IM DRITTEN QUARTAL 2020, AM DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2020 - Passengers queue in the check-in hall 1 at Zurich Airport, pictured in Kloten, Switzerland, on July 31, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)
18:03
Corona-Skeptiker und Comedian Marco Rima selber erkrankt
Marco Rima gehörte zu den bekanntesten Schweizer Corona-Skeptikern. Der Zuger Comedian veröffentlichte breit diskutierte Videos, trat an Anti-Corona-Demos auf und kritisierte die Schweizer Corona-Politik. Jetzt macht der «Blick» publik, dass Rima selbst am Coronavirus erkrankt war. Der 59-Jährige bestätigt: «Ja, ich war krank und wurde im Januar positiv getestet. Ich lag mit 38 Grad Fieber drei Wochen lang im Bett.»

Es war in den vergangenen Monaten ruhig geworden um Rima, Gerüchte bezüglich einer Erkrankung seien schon länger kursiert. Der «Blick» zitiert eine Quelle, die von einem Spitalaufenthalt Rimas spricht. Was die kritischen Äusserungen angeht, tönt es mittlerweile anders. Rima sagt: «Ich bin ein Massnahmenkritiker, aber ich habe Corona nie geleugnet oder verharmlost. Trotzdem wurde ich in diese Ecke geschoben und mit Kritik komplett überrumpelt.» (rst)
epa08681260 Swiss Actor Marco Rima addresses a protest against the Swiss government's measures to slow down the spread of the coronavirus disease (COVID-19), at the Turbinenplatz in Zurich, Switzerland, 19 September 2020.  EPA/ENNIO LEANZA
18:00
Test in Amsterdam: Bis zu 5000 Fans dürfen ins Stadion
Bis zu 5000 Zuschauer dürfen am 27. März das WM-Qualifikationsspiel zwischen den Niederlanden und Lettland live in der Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam verfolgen. Hintergrund ist ein Test, durch verschiedene Massnahmen Grossereignisse wieder sicher zu öffnen. Wie der niederländische Fussball-Verband KNVB mitteilte, sollen dabei Schnelltests und eine Smartphone-App zum Einsatz kommen.

«Günstige Ergebnisse könnten den Prozess auf dem Weg zu gut gefüllten Stadien in der Schlussphase der Saison 2020/21 und bei der EM beschleunigen», schrieb der KNVB auf seiner Homepage. Die Fans werden im Stadion in sogenannte Forschungsblasen aufgeteilt. In einer Blase soll auch die Ausbreitung der Aerosole beim Husten, Niesen, Atmen oder Schreien untersucht werden.

Amsterdam gehört auch zu den zwölf Spielorten bei der EM in diesem Sommer. Die Arena hat normalerweise ein Fassungsvermögen von rund 55'000 Plätzen. (sda/dpa)
Netherlands fans celebrate at the end of the Women's World Cup quarterfinal soccer match between Italy and the Netherlands, in Valenciennes, France, Saturday, June 29, 2019. (AP Photo/Francois Mori)
17:53
Bosnisches Verfassungsgericht lässt sich in Serbien impfen
Die Mitarbeiter des bosnischen Verfassungsgerichts haben sich im Nachbarland Serbien gegen Covid-19 impfen lassen. Die Möglichkeit habe sich ergeben, nachdem sich die Institution an entsprechende Stellen in Belgrad gewendet hatte, teilte das Verfassungsgericht am Dienstag in Sarajevo mit. Die Impfungen, die allen Mitarbeitern verabreicht wurden, seien am Tag zuvor im Krankenhaus der südwestserbischen Stadt Uzice erfolgt.

In Bosnien haben die Impfungen gegen Infektionen mit dem Coronavirus noch kaum begonnen. Die Regierung des kleinen und wirtschaftlich schwachen Balkanlands hatte bei der Beschaffung von Impfstoffen wenig Geschick bewiesen. Serbien hingegen, das auch chinesische und russische Vakzine im grossen Stil einsetzt, hat bereits mehr als zwei Millionen Impfungen an die eigene Bevölkerung verabreicht.

Bereits zu Monatsbeginn hatte der serbische Präsident Aleksandar Vucic in Sarajevo eine Spende von 10'000 Dosen des Vakzins Astrazeneca überbracht. Der «Impf-Ausflug» des Verfassungsgerichts ins Nachbarland gilt in Sarajeo als delikat. Hinter der Grosszügigkeit Belgrads werden nämlich keine selbstlosen Motive vermutet.

Serbien trachte vielmehr danach, seinen Einfluss in Bosnien auszubauen, heisst es. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind ethnische Serben. Die serbische Verwaltungseinheit, die im Bosnienkrieg (1992-1995) entstandene Republika Srpska, blockiert immer wieder die bosnischen Institutionen und strebt nach einem Anschluss an Serbien. Vucic, der seit 2012 die Politik in Belgrad bestimmt, unterstützt diese Bestrebungen. (sda/dpa)
epa09049423 Serbian President Aleksandar Vucic talks during a press conference with EU Special Representative for the Pristina-Belgrade Dialogue Miroslav Lajcak (not pictured), after their meeting in Belgrade, Serbia, 03 March 2021. EU Special Representative Lajcak is on two-day official visit to Serbia.  EPA/ANDREJ CUKIC
Aleksandar Vucic
16:45
Baselland fordert weitergehende Öffnungsschritte ab April
Der Kanton Baselland erwartet vom Bundesrat ab April besonders bei Gastrobetrieben und bei Hochschulen weitergehende Öffnungsschritte bei den Corona-Schutzmassnahmen. Ausserdem möchte er die heute rein pandemiebezogenen Richtwerte für Massnahmenentscheide durch wirtschaftliche Indikatoren erweitert wissen.

Dies schreibt der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP) im Namen der Gesamtregierung in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme zum Öffnungspaket II des Bundesrat.

Im Grundsatz unterstütze die Regierung eine gestaffelte Lockerung «der restriktiven Massnahmen» und anerkenne die Tatsache, dass eine dritte Welle nicht ausgeschlossen werden könne, heisst es. Von Kleinschritten in rascher zeitlicher Abfolge hält sie aber weniger. So regt sie nach eigenen Angaben an, den nächsten Öffnungsschritt nicht kleinteilig auf den 22. März anzusetzen, sondern auf den 1. oder 6. April weitergehende Lockerungen zu beschliessen.

Das betrifft neben kulturellen Veranstaltungen und den Betrieb in den Hochschulen vor allem die Gastrobetriebe. Restaurants sollen nach Auffassung der Regierung ab April auch in den Innenräumen «mit strengen Schutzkonzepten» wieder bis 23.00 Uhr Gäste empfangen können. (sda)
ARCHIVBILD ZUR GEPLANTEN WIEDEREROEFFNUNG VON RESTAURANTTERRASSEN AB DEM 23. MAERZ, AM FREITAG, 12. MAERZ 2021 - Un serveur avec un masque porte des bieres sur un plateau aux clients de la terrasse des Grandes Roches sous les arches du Pont Bessieres lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le samedi 16 mai 2020 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
16:28
Sechs EU-Länder wollen Korrekturmechanismus für Impfstoff-Verteilung
Die Aufteilung von Corona-Impfstoffen in der EU muss nach Auffassung mehrerer Staaten nachjustiert werden, um politische Spannungen zu vermeiden. Es sei ein Korrekturmechanismus nötig, sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nach einem Treffen in Wien.

«So wie es ist, so soll es nicht bleiben», sagte Kurz. Seine Amtskollegen aus Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien nahmen an den Gesprächen teil. Konkrete Vorschläge, wie der Mechanismus aussehen sollte, präsentierten sie nicht.

«Ich glaube, dass das auch eine rechtzeitige Warnung ist», begründete der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa den Vorstoss. Wenn manche Länder nicht wie ursprünglich vereinbart nach Bevölkerungsgrösse beliefert würden, sondern mehr erhielten, würde die eine Hälfte der EU-Staaten bis Juni zu 60 Prozent durchgeimpft sein, und die andere nur zu 30 Prozent. «Das würde sicher zu einer politischen Krise führen», sagte er.

Nach Angaben der Regierungschefs sind am Dienstagabend oder Mittwoch Gespräche mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel geplant.

Aus Sicht der EU-Kommission kann es zu Verschiebungen kommen, weil nicht alle Länder gemäss ihrem Bevölkerungsanteil bestellt haben. Nicht genutzte Kontingente würden dann auf andere Mitgliedsstaaten aufgeteilt.

Eine Lösung dieses Problems sei schwierig, gab Kurz zu. Es müsse aber sichergestellt werden, dass Impfstoffe pro Kopf und zur selben Zeit ausgeliefert werden, und nicht abhängig von der Bestellmenge. (sda/dpa)
Pharmacist Claudia Corona-Guevara draws a shot of Johnson & Johnson COVID-19 vaccine in the pharmacy of National Jewish Hospital for distribution early Saturday, March 6, 2021, in east Denver. Volunteers worked with nurses and physicians from National Jewish to administer 2,500 vaccinations of the Johnson &  Johnson vaccine that requires a single shot instead of two like the other vaccines. (AP Photo/David Zalubowski)
r m
15:58
Moderna testet Corona-Impfstoff an Babys und Kindern
Vaccination of an infant by a paediatrician at the Lindenpark Children's Centre in Baar, Switzerland, photographed on July 26, 2019 in Baar. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Impfung eines Saeuglings durch einen Kinderarzt im Kinderzentrum Lindenpark, aufgenommen am 26. Juli 2019 in Baar. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Impfstoff-Hersteller Moderna hat eine grosse Studie zur Wirkung seines Corona-Vakzins bei Babys und Kindern begonnen.

In den nächsten Wochen soll das Mittel dafür 6750 Minderjährigen von sechs Monaten bis zwölf Jahren in den Vereinigten Staaten und Kanada injiziert werden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag mit. Dafür würden diesen in der sogenannten Phase 2/3-Studie zunächst zwei kleinere Dosen des bei Erwachsenen erfolgreich getesteten mRNA-Wirkstoffes im Abstand von 28 Tagen verabreicht.

Die Immunisierung von Minderjährigen wird als ein Schlüssel für das Erreichen einer Herdenimmunität in der Corona-Pandemie gesehen. Die Impfung von Kindern unter 16 Jahren ist mit den bislang in den Vereinigten Staaten zugelassenen Corona-Impfstoffen nicht erlaubt. Modernas Mittel ist ausschliesslich für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen - bislang wurden von diesem allein in den USA mehr als 50 Millionen Dosen verabreicht. (sda/dpa)
15:55
Kein leichterer Zugang zu Stipendien für Luzerner Studierende
Das Luzerner Stipendienwesen wird trotz Coronakrise nicht angetastet. Der Kantonsrat hat am Dienstag ein Postulat von Hasan Candan (SP) mit 72 zu 29 Stimmen abgelehnt, der forderte, dass mehr Studentinnen und Studenten Anrecht auf Stipendien haben sollen.

Candan befürchtete, dass viele Menschen ihre Ausbildung wegen der Coronakrise nicht mehr fortsetzen können. Es sei deswegen wichtig, dass nicht nur Unternehmen unterstützt würden, sondern auch Studentinnen und Studenten.

Der Regierungsrat und die Mehrheit des Kantonsrats wollten aber nichts ändern. Bei Teilzeitausbildungen werde bei der Berechnung der Stipendienberechtigung von einem Einkommen ausgegangen, um Personen in einer Vollzeitausbildung nicht zu benachteiligen. Bei Personen, die eine Erstausbildung machten, werde ein Einkommen angenommen, weil von ihnen eine gewisse Eigenleistung erwartet werden könne.


Es sei auch nicht so, dass alle Studentinnen und Studenten wegen der Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien, erklärte der Regierungsrat. Nicht alle würden neben dem Studium im Gastgewerbe arbeiten. (sda)
Universität Luzern
15:51
Arzneimittelagentur gewichtet Nutzen der Astrazeneca-Impfung höher
epaselect epa09038092 A doctor prepares his syringe with a dose of Oxford Astra-Zeneca COVID-19 vaccine  before a first vaccine injection in Paris, France, 26 February, 2021. France begins vaccination of people aged 50 to 64 with Astrazeneca anti-covid19 vaccine as allowing doctors to vaccinate in their doctor's offices as the country is in the midst of a new wave of coronavirus (COVID-19) infections as the number of cases is increasing day by day.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
Die Europäische Arzneimittelagentur hält den Nutzen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca bis zum Abschluss der laufenden Untersuchungen für grösser als die Gefahren.

Solange die Untersuchungen der EU-Behörde andauerten, sei man entschieden überzeugt, dass die Vorteile des Impfstoffs bei der Verhinderung von Covid-19 das Risiko überwögen, bekräftigte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag. Am Donnerstag wolle die EMA eine Einschätzung zu möglichen Risiken und zur weiteren Verwendung abgeben.

Zahlreiche EU-Staaten hatte die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca zuletzt ausgesetzt. Hintergrund waren Berichte über Blutgerinnsel in zeitlichem Zusammenhang mit dem Impfprozess.

Vorfälle kommen nicht unerwartete

Cooke betonte nun, dass eine Situation wie diese nicht unerwartet sei. Wenn man Millionen Menschen impfe, sei es unausweichlich, dass man seltene oder ernsthafte Vorkommnisse von Erkrankungen habe, die nach der Impfung auftreten.

Die EMA prüfe nun, ob dies tatsächlich eine Nebenwirkung sei oder Zufall. Es brauche dazu eine wissenschaftliche Bewertung. Jeder Vorfall werde einzeln betrachtet. «Wir müssen die Fakten zuerst haben.» Vorher könne man nicht zu einer Schlussfolgerung kommen.

Vorläufig hielt Cooke aber fest, dass es bislang keine Hinweise darauf gebe, dass die Impfungen die Vorfälle verursacht hätten. In den klinischen Studien seien sie nicht aufgetaucht, sie seien auch keine bekannten oder erwarteten Nebenwirkungen des Impfstoffs.

Falls die Vorfälle tatsächlich mit dem Impfstoff zusammenhingen, müsse man sehen, wie man damit umgehe - «unter Berücksichtigung, dass diese Impfstoffe auch sehr wichtig zur Verhinderung von Todesfällen durch Covid-19 sind». (sda/dpa)
15:46
Glarner Apotheken dürfen neu gegen das Coronavirus impfen
Auch im Kanton Glarus sollen Apotheken gegen das Coronavirus impfen dürfen. Die dazu notwendige Änderung der Gesundheitsberufeverordnung tritt am 1. April in Kraft.

Der Regierungsrat hat die Anpassung der Verordnung am Dienstag genehmigt, wie er mitteilte. Auch wenn im Kanton Glarus aktuell nur eine einzige Apotheke Impfungen anbiete, solle doch die Möglichkeit dazu geschaffen werden, schrieb die Exekutive.

Um die dazu notwendige Bewilligung des Kantons zu erhalten, müssen Apothekerinnen und Apotheker eine ausreichende fachliche Aus- und Weiterbildung vorweisen und über eine geeignete Infrastruktur verfügen. (sda)
15:43
Weniger Luftverschmutzung weltweit durch Corona-Lockdowns
Die Schweiz will mit Projekten in Peru klimasch
Durch die Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr hat die Luftverschmutzung zumindest kurzzeitig abgenommen. Dies habe zehntausende vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung verhindert, heisst es in einem Bericht des Schweizer Unternehmens IQAir.

Allerdings hielten nur knapp ein Viertel der mehr als hundert untersuchten Länder die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Grad der Luftverschmutzung ein, sagt Lauri Myllyvirta vom Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Er war an der Erstellung des Berichts der auf Luftqualitätsmessungen spezialisierten IQAir beteiligt war.

Insgesamt verbesserte sich gemäss dem Bericht in 84 Prozent der Länder die Luftqualität - auch in vielen Grossstädten. «Viele Teile der Welt erlebten im Jahr 2020 eine beispiellose - aber kurzlebige - Verbesserung der Luftqualität», erklärte Myllyvirta.

Eine Ausnahme vom weltweiten Rückgang waren die USA, wo die PM2.5-Belastung um 6,7 Prozent anstieg. Laut dem Bericht ist dies auf die massiven, durch den Klimawandel verursachten Waldbrände in Kalifornien zurückzuführen. Auch in Südamerika und Australien führten Waldbrände zu hohen Verschmutzungsgraden.

Trotz des positiven Trends hielten nur 24 der 106 Länder die WHO-Richtlinien ein. Auch etwa die Hälfte aller europäischen Städte überschritt die WHO-Empfehlungen. (sda/afp)
15:30
Zusammenfassung der Medienkonferenz des BAG in 3 Punkten
1. Die neuen Virusvarianten machen mittlerweile rund 80 Prozent der Infektionen aus. Neuste Studien hätten gezeigt, dass die britische Variante ansteckender sei aber auch schwerer verlaufe.

2. Die Infektionslage sei im Moment sehr unsicher, die Zahl der Ansteckungen steige weiterhin. Das BAG geht davon aus, dass sie sich innerhalb von vier Wochen verdoppeln wird.

3. Angesichts der unsicheren Situation sieht das BAG keine grösseren Öffnungsschritte für den 22. März. Eine dritte Welle sei nicht auszuschliessen. (ch media)
15:02
Pressekonferenz ist beendet
Die Point de Presse ist beendet.
15:02
"Sind die neuen Virusvarianten tödlicher?"
Diese Studien seien erst kürzlich publiziert worden. «Die Britische Variante kann tatsächlich tödlicher sein, wir warten da auf weitere Studien», sagt Patrick Mathys. Die Erkenntnisse würden in den nächsten Wochen belastbarer werden.
14:59
"Gibt es Hinweise, ob Ältere die geimpft sind, immun sind?"
Es gebe keine Impfung, die 100 Prozent schütze, sagt Mathys. Was darf ich, was darf ich nicht, wenn ich geimpft bin: Diese Fragen seien noch offen.
14:57
"Können sich unter 16-Jährige impfen?"
«Die Impfung ist noch nicht für so junge Personen zugelassen», sagt Mathys. Aber das werde geprüft.
14:56
"Gibt es Virusvarianten, die gar nicht erkennbar sind?"
«Das Virus mutiert permanent», sagt Mathys. Das Risiko bestehe permanent, dass die aktuellen Massnahmen nicht mehr ausreichen würden. Allerdings könne man mit dem Überwachungssystem erkennen, wenn eine Varianten in genug grosser Menge auftreten würde. Die Schweiz gehöre momentan zu den Spitzenreitern was den Nachweis angehe.
14:54
"Muss Validierung abgeschlossen sein, bevor die Selbsttests zugelassen werden?"
Die Schweiz sei in dieser Frage auf gleicher Ebene wie die WHO, sagt Gattoni. «Wir wollen sicherstellen, dass ein Minimum an Standard gewährleistet ist. »
14:52
"Wann wird es Selbsttest für zu Hause geben?"
«Wir rechnen damit, dass die Anfangs April in Apotheken verfügbar sein werden», sagt Gattoni.
14:52
"Zu Astrazeneca: Gefährden Ängste vor Impfung das Impfziel?"
«Wir haben Anfragen der Bevölkerung», sagt Hauri. Er glaube allerdings nicht, dass die Ängste das Ziel verhinderten.
14:50
"Kann die Schweiz mitmachen beim EU-Impfpass?"
«Ziel muss für alle sein, dass ein möglichst universeller Impfpass da ist», sagt Mathys. Das gäbe es bereits bei der Impfung zu Gelbfieber. Nationale Bemühungen müssten in ein europäisches und dieses in ein globales Umfeld eingebettet werden. «Sie können sich vorstellen, dass das schwierig werden dürfte.»
14:48
"Fehlen Tests und wer kann Tests liefern?"
«Wir sind in Kontakt mit Labors, ob die Test-Kits eintreffen», sagt Fosca Gattoni. Das sei Aufgabe aller Kantone, das zu kontrollieren. Diese seien auch beauftragt, die Koordination zu gewährleisten.
14:47
"Gibt es Pläne, wie man Lehrpersonen und Kinder besser schützen will?"
«Von etwa 8000 Getesteten in den vergangenen Wochen an Schulen waren 10 positiv», sagt Hauri. In unteren Klassen, Primarstufe, gäbe es auch Fälle. Dazu könne er keine genauen Zahlen nennen. Jedoch würden die Schutzkonzepte an Schulen gut eingehalten, sagt Hauri weiter. Mathys ergänzt: «Momentan laufen intensive Diskussionen zu Massnahmen an Schulen. Also: Ja, wir versuchen auch da entsprechend Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen.»
14:44
"Wie viel Prozent der Bevölkerung will sich impfen lassen?"
«Das kann ich nicht sagen», sagt Mathys.
14:43
"Können Sie einschätzen, wie hoch die Herdenimmunität der neuen Variante sein wird?"
«Die ursprünglich Variante hat eine Übertragungszahl von 3-3 bis 5 Prozent», sagt Mathys. «Wir gehen davon aus, dass eine Person etwa vier Personen ansteckt. So müssten etwa zwei-drittel der Bevölkerung immun sein.»
14:41
"Was spricht gegen Negativ-Resultate für Kinos oder Restaurants?"
«Diese Überlegungen machen wir uns auch», sagt Fosca Gattoni. Aber momentan liege der Fokus darauf, die Zahlen zu reduzieren.
14:40
"Wie lange müssen wir die Massnahmen mittragen?"
«Es kommt darauf an, wie viele Leute immun sind aufgrund einer Erkrankung», sagt Mathys. Je grösser der Anteil der Nicht-Geschützten sei, desto grösser sei die Möglichkeit, dass es zu neuen Ausbrüchen oder Wellen komme.
14:37
"Wie realistisch ist es, dass man das Impfziel erreicht?"
«Wir erachten das Ziel als realistisch», sagt Mathys. Die Rahmenbedingungen könne man nur zum Teil beeinflussen. Hauri fügt an: «Aber wir verfolgen das Ziel mit all unseren Mitteln. Es braucht das Mitmachen der Bevölkerung.» Es sei eine Herkulesaufgabe. Aber: «Wir wollen, dass alle Impfwilligen bis im Juli geimpft sind. »
14:35
"In Graubünden: Wie viele Ausbrüche hat man in Hotels entdeckt?"
Martin Bühler: «Wir hatten einen Ausbruch in St. Moritz». Dort habe man Massnahmen eingegriffen und konnte so den Infektionsbereich regional halten.
14:33
"Wie schätzen Sie Lage ein?"
«Nochmals: Es ist nicht an mir zu entscheiden, welche Öffnungsschritte geeignet sind», sagt Mathys. Die Situation sei aber sicher nicht die günstigste, um grosse Öffnungen zu machen.
14:32
"Was werden Sie dem Bundesrat raten: Öffnen oder nicht öffnen?"
«Es gibt keine Empfehlungen diesbezüglich», sagt Mathys.
14:31
"Werden die Grenzkontrollen zunehmen?"
«Massnahmen an Grenzen machen Sinn, wenn das epidemische Geschehen deutlich in den Ländern voneinander abweicht», so Mathys. Das sei momentan nicht der Fall, der Bundesrat würde das entscheiden.
14:29
Fragerunde beginnt: "Hat die 3. Welle begonnen?"
«Nein, eindeutig kann man das nicht sagen», meint Patrick Mathys. Es sei aber durchaus möglich, viele Modelle würden darauf hindeuten. Die Frage sei, ob wir jetzt am Wendepunkt stünden.
14:27
Hauri geht halbwegs auf Frage nach Impfsicherheit ein
Frage nach der Sicherheit der Impfung: Die Kantonsärzte würden in dieser Frage auf Strategie verweisen, was von betroffenen Personen nicht immer verstanden werde. Umstände führten dazu, dass trotz einheitlicher Strategie Unterschiede in den Kantonen entstehen würden. Es brauche weitere Absprache zwischen den Kantonen.
14:24
Kantonsarzt Hauri übernimmt das Wort
Nun spricht Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte.
14:21
142 von 149 Bündner Schulen machen an Massentests mit
Aktuell werden im Kanton Graubünden an 142 Schulen regelmässig über 21'600 Personen getestet. Insgesamt gibt es im Bergkanton 149 Schulen. «Ein grosser Teil der Bevölkerung will ein aktiver Teil zur Bekämpfung der Pandemie beitragen», sagt Bühler.
14:19
Bündner Fallzahlen stagnieren
Das Resultat der Bündner Strategie: Die Fallzahlen stagnieren, obwohl sie den Erwartungen zufolge sinken müssten. An was das liegt, kann Bühler nicht sagen.
14:17
Bühler äussert sich zu Bündner Teststrategie
Martin Bühler übernimmt das Wort. Der Amtsleiter für Militär und Zivilschutz äussert sich zu den Massentests in Graubünden. Mitte Januar 2021 hat die Bündner Regierung eine umfassende Strategie mit zehn Bausteinen angenommen.
14:12
Gattoni eue Test-Strategie
Bei der Eindämmung des Coronavirus setzt das BAG auf vermehrtes Testen. Auch asymptomatische Personen sollen getestet werden. Ziel ist, 40 Prozent der Bevölkerung wöchentlich zu testen.

Wenn man sehr viel teste, könne man Infektionsketten früh eindämmen, sagte Fosca Gattoni, Stellvertretende Leiterin Sektion Heilmittelrecht, beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dabei setzt das BAG auf drei Pfeiler.
14:10
Fazit der Lage: Sie ist fragil
Das Fazit der aktuellen Lage: «Sie ist fragil und wir müssen Sorge tragen.» Erfreulich sei der Stand der Impfungen in den höchsten Alterskategorien, so Mathys. «Wir rechnen damit, dass im Mai deutlich mehr Impfungen verabreicht werden können.»
14:08
1,1 Millionen Impfdosen verabreicht
Bisher seien in der Schweiz 1,1 Millionen Impfdosen verarbreicht worden. «Rund 395'000 Personen sind zweimal geimpft und damit vollständig geschützt.»
14:07
Hospitalisationen und Todesfälle nehmen nicht ab
«Aktuell sind 67 Prozent der verfügbaren Intensivplätze in den Spitälern belegt», so Mathys. Auch bei Todesfällen sei kein weiterer Rückgang beobachtbar.
14:05
Virusvarianten sind dominant
Die Virusvarianten seien dominant. «80 Prozent der nachgewiesenen Infektionen sind auf diese Varianten zurückzuführen». Die britische Variante mache den grössten Teil davon aus.
14:03
Patrick Mathys über aktuelle Lage
«Die Entwicklung ist äusserst unsicher und es fragt sich, ob die Schweiz an Schwelle zur dritten Welle steht», sagt Patrick Mathys. Die Laborfälle würden aktuell wieder steigen, so der Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit.
14:00
Die Point de Presse des BAG beginnt
Der Informationsbeauftragte Andreas Ledergerber begrüsst zur Pressekonferenz.
13:41
Corona-Effekt: Deutschland schafft doch noch Klimaziel 2020
Deutschland hat seine Klimaziele für 2020 doch noch geschafft - vor allem infolge der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr wurden 70 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase freigesetzt als 2019, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Umweltbundesamtes hervorgeht.

Das bedeutet ein Minus von 8,7 Prozent. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Europas grösster Volkswirtschaft um 40,8 Prozent. Damit wurde das Ziel von 40 Prozent leicht übertroffen. Es bleiben aber grosse Baustellen.

Umweltexperten sehen keinen Grund zur Entwarnung beim Klimaschutz. Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner sagte, der coronabedingte kurzfristige Erfolg drohe zu verpuffen, sobald das Virus besiegt sei. Der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen, sagte, für die Jahre 2021/22/23 sei zu befürchten, dass die Treibhausgasemissionen wieder steigen. Grund seien «Corona-Nachholeffekte» und der fehlende Ausbau von Wind- und Solaranlagen: «Wir brauchen dringend ein Klima-Sofortprogramm, um das Risiko steigender Emissionen abzuwenden.» (sda/dpa)
13:33
BAG meldet 1438 neue Corona-Fälle bei 24'866 Tests – Positivitätsrate 5,8 % – 19 Todesfälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von 24 Stunden 1438 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 neue Todesfälle und 85 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei den PCR-Tests bei 4,8 Prozent und bei den Antigen-Schnelltests bei 5,2 Prozent.


13:21
Aargau ist gegen Corona-Sondersteuer für Unternehmen
Thierry Burkart, FDP-AG, rechts, diskutiert mit Hans Wicki, FDP-NW, an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 3. Maerz 2021 im Staenderat Bern. Burkart traegt eine Schutzmaske mit dem Aargauer Wappen. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Im Kanton Aargau müssen Unternehmen mit einem Jahresgewinn von mehr als 250'000 Franken keine Corona-Sondersteuer bezahlen. Der Grosse Rat hat am Dienstag in Spreitenbach AG die SP-Forderung mit 100 zu 30 Stimmen abgelehnt.

Zwei SP-Grossrätinnen forderten in einer Motion eine Erhöhung um drei Prozentpunkte auf 11,5 Prozent für die Dauer von fünf Jahren. Die Steuererhöhung hätte gemäss Angaben des Regierungsrats wohl zu Mehreinnahmen von 90 Millionen Franken für den Kanton und 42 Millionen Franken für die Gemeinden geführt.

Die beiden Aarauer SP-Grossrätinnen Lelia Hunziker und Silvia Dell'Aquila begründeten die Forderung damit, dass der Aargau zur Bewältigung der Corona-Krise aussergewöhnliche Ausgaben tätigen müsse. Es sei nur fair, wenn sich diejenigen Unternehmen, die ihre Gewinne während der Krise erhalten könnten oder die daraus zusätzliche Gewinne erzielt hätten, an den gemeinsamen Anstrengungen beteiligen würden.

Im Grossen Rat sprachen sich SVP, FDP, Die Mitte, GLP und EVP gegen die Forderung aus. Diese schiesse über das Ziel hinaus, betonten die Gegner. Firmen dürften nicht zusätzlich belastet werden. Es gehe darum, Arbeitsplätze zu erhalten. Es handle sich um einen Vorstoss zur «Förderung der Neidkultur», hiess es bei der SVP. Der Regierungsrat lehnte die Motion ebenfalls ab.

Ausserdem sprach sich der Regierungsrat dagegen aus, angesichts der Krise jene Unternehmen zu belasten, die weiterhin in der Lage sind, Gewinne zu erwirtschaften. Diese Unternehmen trügen massgeblich zur Krisenbewältigung im Kanton bei. (sda)
12:01
Besuchsverbot in St. Galler Spitälern soll gelockert werden
Einfahrt zur Notfall-Aufnahme am Kantonsspital St. Gallen. (Archivbild)
In einem Vorstoss der SP aus dem St. Galler Kantonsrat wird eine Lockerung des Besuchsverbots in Spitälern verlangt, das seit Oktober gilt. Die einschneidende Massnahme beeinflusse die mentale Gesundheit vor allem von älteren Menschen, heisst es dazu.

Die St. Galler Regierung habe am 31. Oktober ein Besuchsverbot in Spitälern und Kliniken beschlossen, führte SP-Kantonsrat Dario Sulzer in seiner Anfrage vom 16. März aus. Am 12. Dezember sei es auf unbestimmte Zeit verlängert worden. Zwar könnten Ausnahmen bewilligt werden, dies werde aber von den Institutionen sehr unterschiedlich gehandhabt.

Das Besuchsverbot sei nun bald fünf Monate alt. Die epidemiologische Lage erlaube eine Lockerung mit entsprechenden Schutzmassnahmen. Sulzer will von der Regierung wissen, ob geplant sei, das Besuchsverbot bald zu lockern.


Am Montag hatte die St. Galler Regierung in einer Mitteilung vom Bundesrat auf den 22. März diverse Lockerungen verlangt. Es ging dabei um die Aussen- und Innenräume von Restaurants, aber auch um kulturelle Veranstaltungen oder um Gottesdienste. Eine Lockerung eigener Massnahmen, etwa des Besuchsverbots in Spitälern, wurde dabei nicht erwähnt. (sda)
11:56
Nato-Staaten steigern Verteidigungsausgaben trotz Corona
epa09076192 NATO Secretary General Jens Stoltenberg (on screen) takes part in videoconference during a  Subcommittee on Security and Defence, jointly with the Committee on Foreign Affairs and in association with the Delegation for relations with the NATO Parliamentary Assembly at the European Parliament in Brussels, Belgium, 15 March 2021.  EPA/STEPHANIE LECOCQ
Die Nato-Staaten haben 2020 trotz massiver Steuerausfälle durch die Corona-Pandemie rund 1,1 Billionen US-Dollar für Verteidigung ausgegeben.

Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem realen Anstieg um 2,7 Prozent, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hervorgeht.

In den USA lag der Zuwachs sogar bei 3,9 Prozent. Dies ist relevant, da die Vereinigten Staaten seit Jahren eine ausgewogenere Lastenteilung innerhalb des Bündnisses fordern. Mit rund 785 Milliarden US-Dollar gaben sie im vergangenen Jahr rund 2,4 Mal so viel Geld für Verteidigung aus wie alle anderen 29 Nato-Partner zusammen und hatten mit 3,7 Prozent auch den mit Abstand höchsten Anteil der Verteidigungsausgaben an der nationalen Wirtschaftsleistung.

Konkret verlangen die USA, dass alle Bündnisstaaten so schnell wie möglich jährlich mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. 2020 erreichten den aktuellen Nato-Zahlen zufolge lediglich zehn andere diese Zielvorgabe. (sda/dpa)
11:45
Point de Presse des BAG um 14 Uhr
Folgende Fachleute nehmen teil:

Fosca Gattoni, Stv. Leiterin Sektion Heilmittelrecht, Bundesamt für Gesundheit BAG

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG

Martin Bühler, Amtsleiter, Amt für Militär und Zivilschutz, Chef des Kantonalen Führungsstabes, Kanton Graubünden

Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte
Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, Praesident der Vereinigung der Kantonsaerztinnen und Kantonsaerzte, spricht an einem Point de Presse mit Fachexperten des Bundes zur Corona-Pandemie Covid-19, am Dienstag, 2. Maerz 2021. (KEYSTONE/Anthony Anex)
11:41
Stadt Zürich erzielt im Coronajahr doppelt so viel Gewinn wie erwarte
Die Stadt Zürich schliesst das Jahr 2020 mit einem Plus von 54,6 Millionen Franken ab. Damit fällt der Gewinn doppelt so hoch aus, wie erwartet. Ursprünglich budgetiert war ein Überschuss von 27,1 Millionen Franken, wie die Stadtkanzlei am Dienstag bekanntgibt.

Die Stadt Zürich nahm im vergangenen Jahr 2,974 Milliarden Steuern ein. Das sei 39,8 Millionen Franken weniger als budgetiert, heisst es. Aber auch die Nettoinvestitionen gingen mit 919,4 Millionen gegenüber 1,1 Milliarden im Vorjahr zurück. Insgesamt belaufen sich die finanziellen Auswirkungen der Coronapandemie auf 172 Millionen.

Zum deutlichen Plus hätten unter anderem ein besseres Ergebnis beim Finanz- und Lastenausgleich und Wertberichtigungen beigetragen sowie Buchgewinne von Liegenschaften. Zudem habe der überwiegende Teil der Dienstabteilungen besser abgeschlossen als budgetiert und nicht alle coronabedingten Nachtragskredite hätten voll ausgeschöpft werden müssen. (ch media)
Oasen in der Betonwüste: Wie Bäume an Hitzetagen die Schweizer Städte kühlen sollen
In der rot/grünen Stadt Zürich spannenden sie ja lieber Sonnensegel oder stellen Sonnenschirme in den neugestallten Plätzen auf. 😂 Ein Baum währe der künstlerischen Anspruch der Linken Stadtregierung wohl ein Dorn im Auge.
11:21
Biontech liefert zehn Millionen Dosen früher an die EU
Vials of the newly arrived Pfizer-BioNTech vaccines against the new coronavirus are seen at the Public Health Department of the Bacs-Kiskun County Government Office in Kecskemet, Hungary, Wednesday, March 3, 2021. (Sandor Ujvari/MTI via AP)
Die Europäische Union kann vom Hersteller Biontech/Pfizer kurzfristig im zweiten Quartal weitere 10 Millionen Dosen Corona-Impfstoff bekommen.

Damit seien allein von diesem Hersteller für die Zeit von April bis Juni insgesamt 200 Millionen Impfdosen für die 27 EU-Staaten zu erwarten, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel mit.

«Ich weiss, wie wichtig das zweite Quartal für die Impfstrategien der Mitgliedstaaten ist», erklärte von der Leyen. «Diese vorgezogenen 10 Millionen Dosen werden die Gesamtzahl der Dosen von Biontech/Pfizer auf mehr als 200 Millionen bringen. Das ist eine gute Nachricht. Es gibt den Mitgliedsstaaten Spielraum, um mögliche Lücken bei den Lieferungen zu stopfen.»

EU zieht Option auf 100 Millionen Impfdosen

Die EU-Kommission hatte zwei Verträge mit Biontech/Pfizer abgeschlossen: einen über bis zu 300 Millionen Dosen im vergangenen Jahr; und einen weiteren über 200 Millionen Dosen mit der Option auf noch einmal 100 Millionen Anfang dieses Jahres. Diese Option auf 100 Millionen solle nun gezogen werden, hiess es aus der EU-Kommission.

Das Unternehmen habe sich bereit erklärt, daraus 10 Millionen Dosen vorzuziehen, die sonst erst im dritten oder vierten Quartal bereit gestanden hätten. Die EU-Staaten müssen nun noch zustimmen, dass die Option gezogen wird. Auch über die Verteilung der zusätzlichen Menge müssen sie sich einigen. (sda/dpa)
11:16
Schaffhauser Kantonalbank erzielt knapp zehn Prozent weniger Gewinn
The logo of the cantonal bank of Schaffhausen, photographed in Schaffhausen, Switzerland, on May 15, 2017. (KEYSTONE)

Das Logo der Schaffhauser Kantonalbank, fotografiert am 15. Mai 2017 in Schaffhausen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) hat 2020 wie erwartet nicht an den rekordhohen Gewinn aus dem Vorjahr anknüpfen können. Unter dem Strich blieben 46 Millionen Franken, 9,8 Prozent weniger als 2019.

Die Kantonalbank zeigte sich in einer Mitteilung vom Dienstag dennoch sehr zufrieden: Es sei der dritthöchste Gewinn in der Geschichte der Bank. Von diesem Ergebnis will SHKB bewusst einen höheren Anteil als im Vorjahr an den Kanton ausschütten, um einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen im Kanton zu leisten. Schaffhausen erhält damit eine rekordhohe Ausschüttung von 36,9 Millionen Franken, eine Million mehr als im Vorjahr.

Überhaupt sei das Jahr im Zeichen der Pandemie gestanden, so die Bank. Beispielsweise hätten bis Ende 2020 mehr als 430 KMU aus der Region Covid-19-Kredite im Gesamtumfang von rund 50 Millionen Franken gesprochen bekommen.

Für das laufende Jahr zeigt sich die Bank vorsichtig. Die allgemeinen Unsicherheiten liessen tiefere Gewinne erwarten, schreibt sie. Das anhaltende Negativzinsumfeld werde den Druck auf die Margen weiter verstärken, während das Wachstum im Kreditgeschäft weiter abflachen werde. Dies aufgrund steigender Ausfallrisiken in Zusammenhang mit der Pandemie und des kompetitiven Umfelds im Immobilienmarkt. (sda/awp)
11:12
Luzern belässt Schwellen für Härtefallmassnahmen
Der Luzerner Kantonsrat hat am Dienstagmorgen die Härtefallmassnahmen zu Gunsten von Unternehmen von 25 Millionen Franken auf 46,7 Millionen Franken aufgestockt, mit 116 zu 0 Stimmen. Er entschied zudem, dass die Hürden für gesuchstellende Unternehmen nicht gesenkt werden.
Die Geschaefte aller Art sind in der Altstadt von Luzern wieder geoeffnet, wie hier die American Boutique Bijou, anlaesslich der Wiedereroeffnung der Geschaefte, am Montag, 1. Maerz 2021, in Luzern. Kleiderlaeden duerfen in der ersten Etappe zur Lockerung aus dem Lockdown durch den Bundesrat am 1. Maerz wieder oeffnen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Wer Härtefallhilfe erhält, muss einen Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent erlitten haben. Der Rat lehnte es mit 75 zu 32 Stimmen ab, diese Schwelle auf 30 Prozent zu senken.

David Roth (SP) wollte im Dekret festschreiben, dass Luzern die 40-Prozent-Schwelle senke, falls der Bund dies mache. Armin Hartmann (SVP) lehnte einen solchen Automatismus ab, weil erst auch die zusätzlichen Mittel dafür gesprochen werden müssten.

Die anderen bürgerlichen Fraktionen sahen dies gelassener und unterstützten den SP-Antrag, weil der Regierungsrat ohnehin jeweils die Bundeslösung übernehme. Inhaltlich, aber nicht formal, unterstützte auch der Regierungsrat den Antrag, der mit 82 zu 29 Stimmen angenommen wurde.

Kurzarbeitsentschädigung gehört zum Umsatz

Zudem wird eine Kurzarbeitsentschädigung, die ein Unternehmen erhält, weiterhin zum massgeblichen Umsatz gezählt. Die vorberatende Kommission wollte, dass die Kurzarbeitsentschädigung nicht mehr in den Umsatz eingerechnet wird.

Die bürgerlichen Fraktionen befürchteten dagegen, dass die Änderung nur eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für die Verwaltung sei, weil dann mehr Unternehmen ein Härtefallgesuch stellen würden.

Chancenlos war auch ein Antrag der SP, mit dem Unternehmen, die Härtefallhilfe beziehen, stärker zum Erhalt von Lehrstellen verpflichtet werden sollen. Finanzdirektor Wyss sagte, den Betrieben müsse in der jetzigen Situation auch eine gewisse unternehmerische Flexibilität gewährt werden. (sda)
10:58
Uri fordert vom Bundesrat schnellere Öffnung
Die Urner Landraete waehrend der Urner Landratssitzung vom Montag, 18. Mai 2020 im Uristiersaal der Daetwyler AG in Altdorf waehrend der Corona-Pandemie. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Urner Regierung kritisiert die vom Bundesrat vorgeschlagenen Lockerungen der Corona-Massnahmen für den 22. März als zu zögerlich. Unter anderem fordert sie, die Homeoffice-Pflicht aufzuheben und Restaurants vollständig öffnen zu lassen.

Die Obergrenze für privaten Treffen im Innern will der Urner Regierungsrat zudem auf 15 erhöhen, statt auf 10, wie es der Bundesrat vorschlägt. Halte dieser an seiner Variante fest, sollten Kinder und geimpfte Personen nicht mitzuzählen werden, teilte die Urner Staatskanzlei am Dienstag mit.

Verzerrtes Bild

Der Regierungsrat fordert zudem spezifische Erleichterungen im Hinblick auf Ostern, Weisser Sonntag und Pfingsten. Weiter soll die Homeoffice-Pflicht zu Gunsten einer Empfehlung aufgehoben werden. Auch solle die Maskentragpflicht in Mehrpersonenbüros entfallen, wenn die Mindestabstände eingehalten werden.

Als unrealistisch und nicht umsetzbar stuft die Urner Regierung schliesslich die Beschränkung des Präsenzunterrichts an Hochschulen auf maximal 15 Personen ein. Die neue Teststrategie verzerre das Bild, da diese zu mehr positiven Coronafällen führen dürfte. Entsprechend seien die Richtwerte, die massgebend für weitere Lockerungen sind, zu korrigieren.
(sda)
10:52
Schweizerinnen und Schweizer haben im zweiten Lockdown weniger gespart
Geld Regen Sparen
Spare in der Zeit, so hast du in der Not: das altbekannte Sprichwort kam bei Schweizerinnen und Schweizer in der Coronakrise genau umgekehrt zum Tragen. Vor allem während des ersten Lockdowns wurde viel weniger konsumiert und daher Geld zur Seite gelegt. Im aktuellen, zweiten Lockdown hat sich dieser Effekt jedoch klar abgeschwächt.

«Die erzwungene Konsumpause mit geschlossenen Restaurants und Läden brachte den durchschnittlichen Haushalt dazu, im ersten Lockdown zusätzliche 3000 Franken auf die Seite zu legen», sagte Credit Suisse-Ökonom Claude Maurer, Mitautor des am Dienstag publizierten «Monitor Schweiz» zu den Medien.

Normalerweise würden Schweizer im Schnitt rund 15 Prozent ihres Einkommens freiwillig zur Seite legen. «Im ersten Lockdown waren es zeitweise 30 Prozent», so Maurer. Die vier Millionen Haushalte hätten in den drei Monaten Lockdown somit insgesamt ungefähr 12 Milliarden Franken zusätzlich gespart.

Nach Öffnung der Läden und Restaurants im Sommer hätten die Konsumenten das gesparte Geld dann wieder rege ausgegeben. «Wir sahen nach Lockdown-Ende eine markante Zunahme der Wirtschaftsleistung», führte Maurer aus.

Weniger sparsam in der zweiten Welle

Ganz anders sah es hingegen in der zweiten Welle aus. Hier lag der zusätzliche Sparbetrag laut den CS-Experten wegen den weniger restriktiven Massnahmen nur noch bei etwa 880 Franken pro Haushalt. «Entsprechend ist das Polster für den Nachholkonsum deutlich dünner als in der ersten Welle», sagte Maurer. (awp/sda)
10:47
Coronapandemie führt zu Umsatzeinbruch bei Gastro-Zulieferer Pistor
Die Pistor AG mit Sitz in Rothenburg hat im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie einen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Der Ertrag schmolz um 17,1 Prozent. Trotzdem erwirtschaftete die Firma, die Bäckereien, Gastronomie und die Pflege beliefert, einen Betriebsgewinn.
Der CEO von Pistor Markus Loetscher bei einer Pressekonferenz zur groessten Solarstromanlage der Zentralschweiz. Der Gastro Zulieferer Pistor praesentierte am Montag, 22. November 2010, auf den Daechern des Hauptsitzes und Lagerhallen in Rothenburg im Kanton Luzern die groesste Solarstromanlage der Zentralschweiz. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der Umsatz belief sich auf 535,4 Millionen Franken und sank damit um 110,6 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Am stärksten war der Rückgang im Bereich der Gastronomie.

Positiv entwickelten sich dagegen Heime, Spitäler und öffentliche Betriebe. Dank der ausgewogenen Kundenstruktur bleibe «ein kleiner Betriebsgewinn», den das Unternehmen nicht näher beziffert.

Keine Entlassungen

Zudem habe man als Folge der Pandemie Kurzarbeit angemeldet sowie Projekte und Investitionen zurückgestellt. Die 545 Arbeitsplätze hätten so gesichert werden können. Während die ersten Monate des Jahre 2021 anspruchsvoll blieben, sieht das Unternehmen Wachstumschancen nach Abklingen der Pandemie. (sda)
10:15
Auch Schweden setzt Astrazeneca-Impfungen vorübergehend aus
Nach mehreren EU-Ländern setzt auch Schweden die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich aus. Man pausiere den Einsatz des Impfstoffs des britisch-schwedischen Unternehmens, bis die Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zu vermuteten Nebenwirkungen des Mittels abgeschlossen sei, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag mit.

Brisant an dem Beschluss ist, dass Astrazeneca teils schwedisch ist: Der Pharmakonzern ist 1999 aus dem Zusammenschluss des schwedischen Unternehmens Astra und dem britischen Konzern Zeneca entstanden. Seinen Hauptsitz hat Astrazeneca im englischen Cambridge. (dpa)
epa09038094 A vial containing 10 doses of the Oxford Astra-Zeneca COVID-19 vaccine in Paris, France, 26 February, 2021. France begins vaccination of people aged 50 to 64 with Astrazeneca anti-covid19 vaccine as allowing doctors to vaccinate in their doctor's offices as the country is in the midst of a new wave of coronavirus (COVID-19) infections as the number of cases is increasing day by day.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
9:00
Suva registriert weniger Unfälle im Corona-Jahr 2020
Weil im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie weniger gearbeitet wurde, gab es weniger Berufsunfälle. Und weil viele Aktivitäten nicht mehr möglich waren, auch weniger Freizeitunfälle: Insgesamt meldeten die Versicherten der Suva rund 430'000 Unfälle, wie diese am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Berufsunfälle nahm um 9,8 Prozent ab, jene der Freizeitunfälle sogar um 10,9 Prozent.

Die Zahl der Unfälle bei den als arbeitslos gemeldeten Personen nahm hingegen zu. Und zwar um 4,9 Prozent. Die Suva führt dies hauptsächlich auf den Anstieg der Arbeitslosenzahlen während der Corona-Pandemie zurück.

Besonders während des Lockdowns ab Mitte März vergangenen Jahres seien die Unfallzahlen stark zurückgegangen. Teilweise registrierte die Suva nur noch halb so viele Unfälle wie im Vorjahr. Mit dem Abklingen der ersten Pandemie-Welle stiegen die Zahlen im Juli bis September vielerorts wieder auf das Niveau des Vorjahres. (sda)
8:32
Weniger Schweizer Patente im Corona-Jahr angemeldet
Die Schweiz hat 2020 erstmals seit der Finanzkrise in einem Jahr weniger Patente beim Europäischen Patentamt (EPA) angemeldet. Laut den Zahlen des EPA gingen die Patentanmeldungen 2020 im Vergleich zum Jahr vor der Corona-Pandemie um 1,9 Prozent zurück. Besonders deutlich ist der Rückgang im Bereich Messtechnik und Medizintechnik.

Konkret wurden 2020 noch 8112 Patente angemeldet, wie aus dem am veröffentlichten Patent Index 2020 des EPA hervorgeht. Besonders deutlich fiel der Rückgang in zwei bedeutenden Technologiefeldern aus: Der Bereich Messtechnik verzeichnete ein Minus von 14,4 Prozent und die Medizintechnik einen Rückgang von 13,1 Prozent. Neu auf Platz eins der meisten Patentanmeldungen platzierte sich der Konsumgütersektor. Hier registrierte das EPA ein Plus von 16 Prozent.

«Das ändert aber nichts daran, dass die Schweiz ein herausragender Innovationsstandort ist», erklärte EPA-Präsident António Campinos. Denn die Schweiz sei immer noch das Land mit den meisten Patentanmeldungen pro Kopf. Genau sind es 966 Anmeldungen pro Million Einwohner. Das zweitplatzierte Schweden kommt auf einen Wert von 434 Anmeldungen pro Million Einwohner. (awp/sda)
7:33
Norwegens Hauptstadt rüstet sich für die 3. Welle
Oslo führt angesichts wachsender Neuinfektionszahlen seine bislang striktesten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Unter anderem dürfen die Einwohner der norwegischen Hauptstadt vorübergehend nicht mehr als zwei Gäste im Eigenheim begrüssen.

Alle Schüler ab der achten Klasse und in den weiterführenden Schulen stellen komplett auf Digitalunterricht um, viele Schüler der fünften bis siebten Jahrgänge müssen ebenfalls auf Homeschooling ausweichen. Kindergärten bleiben in der Osterwoche geschlossen. Alle bestehenden Massnahmen, darunter die geschlossenen Geschäfte und Restaurants, werden weitergeführt. (chm)
3:50
Bolsonaro tauscht erneut Gesundheitsminister aus
FILE - In this Sept. 16, 2020 file photo, wearing masks to curb the spread of COVID-19, Brazil's President Jair Bolsonaro, right, greets Health Minister Gen. Eduardo Pazuelo, left, during a ceremony at the Planalto Presidential Palace, in Brasilia, Brazil. President Bolsonaro confirmed Monday, March 15, 2021, that he will replace Pazuello as COVID-19 deaths and hospitalizations rise dramatically. (AP Photo/Eraldo Peres, File)
Jair Bolsonaro,Eduardo Pazuelo
Inmitten der Corona-Krise wechselt der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erneut seinen Gesundheitsminister aus. Interims-Minister Eduardo Pazuello (im Bild mit Bolsonaro) werde sein Amt verlieren, auf ihn solle Marcelo Queiroga folgen, sagte Bolsonaro am Montag bei einem Treffen mit Anhängern im Präsidialpalast. Bis zur Amtsübernahme würden noch zwei bis drei Wochen vergehen.

Queiroga ist Präsident der kardiologischen Gesellschaft Brasiliens. Sein Vorgänger Pazuello war zuvor General und verfügte über keine Erfahrung aus dem medizinischen Bereich. Es ist bereits der vierte Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums während der Präsidentschaft des rechtspopulistischen Staatschefs.

Pazuello hatte kurz vor der Bekanntgabe seiner Entlassung erklärt, die brasilianische Regierung habe 100 Millionen Dosen des Vakzins von Pfizer und Biontech sowie 38 Millionen Dosen des Mittels von Johnson & Johnson bestellt. Brasilien ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Die Krankenhäuser können kaum noch neue Patienten aufnehmen, die Zahl der täglichen Corona-Toten überschritt zuletzt mehrmals die Marke von 2000. (sda/afp)
23:46
Auch Spanien setzt Impfungen mit Astrazeneca vorsorglich aus
Nach Deutschland und anderen Ländern hat am Montag auch Spanien die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt. Der Impfstoff werde nicht eingesetzt, bis die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) und der Sicherheitsausschuss der Behörde (PRAC) einen detaillierten Bericht über die gemeldeten Fälle von Thrombosen der Hirnvenen nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat vorgelegt habe, sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias.

Dass die Fälle von Thrombosen nach Impfungen gemeldet und entsprechende Vorsichtsmassnahmen ergriffen worden seien, unterstreiche die Sicherheit des Impfsystems, betonte Darias.

Bisher haben mehr als sieben Prozent der 47 Millionen Bürger Spaniens mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten, mehr als drei Prozent auch die zweite Dosis. Auch in Spanien gibt es viel Kritik am langsamen Fortschritt der Impfkampagne. Die Regierung hofft, dass bis zum Sommer etwa 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden können. (sda/dpa)
22:49
Astrazeneca Schweiz reagiert auf die Impf-Stopps in Europa
Infolge der jüngsten Aussetzungen des Astrazeneca-Impfstoffes durch mehrere europäische Staaten, reagiert das Unternehmen. «Sicherheit steht an oberster Stelle und das Unternehmen überwacht die Sicherheit seines Vakzins kontinuierlich», schreibt die Medienstelle von Astrazeneca Schweiz in einer Mitteilung.
epa09065198 A health personnel of the Police prepares a vial of the AstraZeneca covid-19 vaccine, at the hub number 1 of the COVID vaccination center set up at the Pietro Ilardi Police Station in Genoa, Italy, 10 March 2021. Italian Police officers are vaccinated against covid-19  by the health personnel of the Police in Genoa. Italian Health Minister Roberto Speranza has pledged that everyone in Italy who wants to be vaccinated against COVID-19 will be able to do so by the end of the summer.  EPA/LUCA ZENNARO
Bisher seien für die gesamte EU und Grossbritannien 15 Fälle von tiefer Beinvenenthrombose (TVT) und 22 Ereignisse von Lungenembolie bei den insgesamt 17 Millionen Geimpften gemeldet worden, schreibt Astrazeneca Schweiz. , Das seien viel weniger Fälle als natürlicherweise in der Allgemeinbevölkerung dieser Grösse zu erwarten wären. Die Anzahl der Fälle sei vergleichbar mit anderen zugelassenen COVID-19-Impfstoffen.

Es gebe laut Hersteller keine Hinweise auf vermehrte Blutungen bei den über 60'000 eingeschriebenen Studienteilnehmenden. Die Pandemie habe zu einer erhöhten Aufmerksamkeit bei einzelnen Fällen geführt: «Das Unternehmen verfolgt dieses Thema aufmerksam, aber aus der vorhandenen Evidenz kann nicht bestätigt werden, dass der Impfstoff die Ursache dafür ist.»
21:51
Estlands Regierungschefin positiv auf Corona getestet
Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Staatskanzlei in Tallinn habe die Regierungschefin des baltischen EU- und Nato-Landes leichtes Fieber, zeige bislang aber keine anderen Symptome und fühle sich im Allgemeinen gut. «Ich beobachte meine Gesundheit genau und bleibe zu Hause, bis ich genesen bin. Ich werde weiterhin meine Aufgaben als Regierungschef von zu Hause aus wahrnehmen», wurde sie am Montagabend in einer Mitteilung zitiert.
Die 43-jährige Regierungschefin rief ihre Landsleute dazu auf, sich an die Vorsichtsmassnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu halten und wenn möglich, zu Hause zu bleiben, da sich das Virus stark verbreite. Das 1,3-Millionen-Einwohner-Land weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. (sda/dpa)
21:07
Österreich will gesamteuropäisches Vorgehen bei Astrazeneca
Österreich sieht die nationalen Entscheidungen zum vorsorglichen Impfstopp mit Astrazeneca kritisch. Nötig sei vielmehr eine «raschestmögliche, klare Stellungnahme von den Europäischen Behörden für ein gemeinsames gesamteuropäisches Vorgehen», sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montagabend in Wien. «Wir haben uns bei den Impfungen auf ein gemeinsames europäisches Vorgehen geeinigt. Nationale Einzelgänge sind in diesem Zusammenhang weder effektiv noch vertrauensbildend», so Anschober.
epa09073941 Vaccinations against Covid-19 are underway with AstraZeneca n the Hub of Ulss 3 Serenissima (local health agency), inside the Terminal 103 of the Venice maritime station, in Venice, northern Italy, 14 March 2021.  EPA/Andrea Merola
Derart weitreichende Entscheidungen müssten durch fundierte Daten und Fakten eindeutig belegt sein. Derzeit gebe es keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von Astrazeneca und den aktuell diskutierten gesundheitlichen Ereignissen, die auch bei ungeimpften Personen auftreten könnten.

Am Montag hatte unter anderem Deutschland vorsorglich die Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt. Bei mehreren Menschen waren Thrombosen aufgetreten. Die Weltgesundheitsorganisation sieht nach bisherigen Erkenntnissen keinen kausalen Zusammenhang mit der Impfung. (sda/dpa)
20:23
Oslo führt bislang strikteste Corona-Massnahmen ein
Oslo führt angesichts wachsender Neuinfektionszahlen seine bislang striktesten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Unter anderem dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner der norwegischen Hauptstadt vorübergehend nicht mehr als zwei Gäste im Eigenheim begrüssen, wie der Vorsitzende der städtischen Regierung, Raymond Johansen, am Montagabend auf einer Pressekonferenz im Osloer Rathaus bekanntgab.

Alle Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse und in den weiterführenden Schulen stellen komplett auf Digitalunterricht um, viele Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Jahrgänge müssen ebenfalls auf Homeschooling ausweichen. Kindergärten bleiben in der Osterwoche geschlossen. Alle bestehenden Massnahmen, darunter die geschlossenen Geschäfte und Restaurants, werden weitergeführt.
epa08353229 A fruit and vegetable supermarket at Gronland has set up a queue scheme in accordance with contagion rules during the COVID-19 pandemic, in Oslo, Norway, 03 April 2020 (issued 09 April 2020).  EPA/Thomas Brun  NORWAY OUT
Insgesamt betrachtet handele es sich um die am stärksten eingreifenden Massnahmen, die in Oslo während der Corona-Pandemie eingeführt worden seien, sagte Johansen. «Das ist hart, das ist schwierig, und das ist notwendig.» Die Zahl der Infektionen sei noch nie so hoch gewesen wie in der vergangenen Woche, die Ansteckungen stiegen in allen Stadtteilen. «Es besteht kein Zweifel, dass wir uns in einer dritten Infektionswelle befinden», sagte Johansen. (sda/dpa)
19:24
Drive-in für Corona-Impfung in Mailand eröffnet
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat in Italien der erste Impf-Drive-in in der norditalienischen Metropole Mailand eröffnet. Auf einem 20'000 Quadratmeter grossen Parkplatz können sich die Menschen in ihren Autos das Vakzin spritzen lassen, wie das Verteidigungsministerium am Montag mitteilte.
epa09076680 Army health personnel work at a mass vaccination site against Covid-19 at the Italian Army drive through set up at Via Novara Parco di Trenno, in Milan, Italy, 15 March 2021.  EPA/Paolo Salmoirago
Betrieben wird das Areal vom italienischen Militär. Die Streitkräfte mit ihrer Spezialisierung und ihrer logistischen Kapazität stünden der Gemeinde zur Verfügung, um mit Ernst, Engagement und ohne viele Worte zu arbeiten, sagte Verteidigungsminister Lorenzo Guerini.

Die Fahrspuren zum Impfen sind von Montag bis Samstag rund acht Stunden geöffnet. Dort arbeiten Ärzte und Pflegepersonal der Armee. Nach rund fünf Minuten ist es mit der Impfung getan. Danach sollen die Menschen noch 15 Minuten vor Ort in ihren Autos bleiben, um mögliche Nebenwirkungen abzuwarten. 600 Impfungen an einem Tag sind derzeit geplant. Die Kapazität solle aber auf 2000 erweitert werden. (sda/dpa)
18:55
WHO sieht sieht Vorteile von Astrazeneca Risiken «bei weiten» überwiegen
Das Aussetzen von Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca in verschiedenen Ländern ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch kein Alarmzeichen. Die Vorfälle seien nicht notwendigerweise auf das Impfen zurückzuführen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. «Es ist eine Routine-Praxis, das zu untersuchen.» Ausserdem zeige es, dass das Überwachungssystem funktioniere und wirksame Kontrollen stattfänden, so der WHO-Chef. Eine WHO-Fachgruppe zur Impfstoffsicherheit analysiere die Daten und werde sich am Dienstag mit Vertretern der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beraten.
Nach den bisher vorliegenden Daten gebe es keine Häufung schwerwiegender medizinischer Vorfälle, hiess es. «Bisher haben wir keine Verbindung zwischen den Ereignissen und den Impfungen gefunden», sagte WHO-Expertin Soumya Swaminathan. Unter den weltweit bisher verabreichten 300 Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller gebe es bisher keinen dokumentierten Fall eines kausalen Zusammenhangs mit tödlichen Vorfällen. Der Vorteil einer Impfung überwiege nach aktuellem Stand das Risiko bei weitem.

Wegen Meldungen über Thrombosen in Hirnvenen hatte Deutschland wie zuvor andere Staaten auch die Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca ausgesetzt. (sda/dpa)
18:37
Zalando gewinnt im Corona-Jahr viele Neukunden und legt mächtig zu
Der Online-Modehändler Zalando hat im Corona-Jahr 2020 kräftig zugelegt und erwartet auch im laufenden Jahr deutliche Zuwächse. Der Umsatz habe 2020 um 23 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro zugelegt, weil die Zahl der Neukunden ausserordentlich stark gestiegen sei, teilte das Berliner Unternehmen am Montag mit.
Angestellte der Post packen angelieferte Pakete der Firma Zalando auf ein Laufband im Paketzentrum Haerkingen, am Mittwoch, 9. Dezember 2020, in Haerkingen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Für 2021 peilt Zalando ein Umsatzwachstum von 24 bis 29 Prozent auf 9,9 bis 10,3 Milliarden Euro an. Analysten hätten zuletzt im Schnitt mit einem Zuwachs von 21 Prozent gerechnet, hiess es in der Mitteilung. Das Ebit werde – unter anderem wegen hoher Investitionen in Logistik und Technik – mit 350 bis 425 Millionen Euro aber allenfalls an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die durchschnittlichen Expertenprognosen hätten zuletzt bei 361 Millionen Euro gelegen. (awp/sda/reu)
18:11
Lonza darf in Visp Moderna-Impfstoff herstellen
Swissmedic hat dem Pharmazulieferer Lonza die Betriebsbewilligung zur Herstellung des Covid-19 Wirkstoffs von Moderna am Standort Visp erteilt. Damit kann Lonza den Wirkstoff im eigenen Stammwerk nun auch im grossen Massstab herstellen.
ARCHIV
Die Bewilligung sei letzte Woche nach einer Inspektion der Anlagen in Visp erfolgt, teilte Swissmedic am Montag mit. In Visp sei aktuell eine Produktionslinie vollständig in Betrieb, zwei weitere Linien sollen bald verfügbar sein. (awp/sda)
17:18
Astrazeneca in Deutschland nach sieben Thrombosefällen ausgesetzt
Die Aussetzung des Impfstoffs von Astrazeneca in Deutschland geht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf sieben Krankheitsfälle zurück. «Es ist sehr selten aufgetreten», sagte Spahn am Montag in Berlin.
epa09076648 German Health Minister Jens Spahn gives press conference conference about AstraZeneca vaccine in Berlin, Germany, 15 March 2021. Germany joined some European nations in suspending the AstraZeneca vaccine amid reports of a possible adverse side effect. Both the World Health Organization (WHO) and the European Medicines Agency (EMA) said that there is no evidence linking the reported effects to the vaccine, and advised the countries to continue their vaccination efforts.  EPA/FILIP SINGER
Zuvor hatte sein Ministerium mitgeteilt, dass die Impfungen mit dem Vakzin vorerst aus Vorsicht gestoppt seien, weil es Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegeben habe. «Bis jetzt gibt es sieben berichtete Fälle, die im Zusammenhang mit einer solche Hirnvenenthrombose stehen bei mittlerweile über 1,6 Millionen Impfungen in Deutschland», sagte Spahn. «Es geht um ein sehr geringeres Risiko – aber falls es tatsächlich im Zusammenhang mit der Impfung stehen sollte, um ein überdurchschnittliches Risiko.»

Laut dem zuständigen Paul-Ehrlich-Institut solle man sich in ärztliche Behandlung begeben, wenn man sich mehr als vier Tage nach der Impfung unwohl fühlen sollte, etwa mit starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, sagte Spahn. (sda/dpa)
16:56
Auch Frankreich setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff aus
Auch Frankreich setzt Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorerst aus.
Frankreich wolle bis zur Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff erstmal nicht mehr einsetzen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag beim französisch-spanischen Gipfel mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez im südwestfranzösischen Montauban. Es handle sich um eine «Vorsichtsmassnahme», und es bestehe die Hoffnung, dass die Impfungen mit Astrazeneca schnell wieder aufgenommen werden könnten. Macron gab an, Astrazeneca bis mindestens Dienstagnachmittag aussetzen zu wollen.

Zuvor hatte Deutschland die Impfungen mit dem Impfstoff ausgesetzt. Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Es handele sich um einen vorsorglichen Schritt, dem eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorangegangen sei, sagte ein Sprecher. Auch in anderen Ländern waren die Impfungen mit Astrazeneca vorerst ausgesetzt worden. (sda/dpa)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Coronavirus: So trägst du die Schutzmaske richtig

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter