Schweiz
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Die aktuellen Corona-Zahlen aus der Schweiz und den Kantonen

Diese Grafiken sollen dir einen Überblick ĂŒber die Corona-Situation in der Schweiz geben. Hier erfĂ€hrst du, wo die Ansteckungskurve wieder nach oben zeigt und wo die Ausbreitung des Coronavirus vorerst gestoppt wurde.



Stand: 17. Januar, 09:30 Uhr

Die Corona-Zahlen in diesem Artikel wurden am 17. Januar zuletzt geupdatet und werden tÀglich aktualisiert.

Die Massnahmen zur BekĂ€mpfung des neuen Coronavirus haben einschneidende Auswirkungen auf den Alltag aller. Trotzdem ist die Bedrohung durch Corona fĂŒr viele sehr abstrakt. Genau hier können Zahlen, Statistiken und Daten helfen. Sie liefern uns Anhaltspunkte zur EinschĂ€tzung der aktuellen Lage in der Schweiz.

Nehmen die Fallzahlen ab? Wie entwickeln sich die Hospitalisierungen und TodesfĂ€lle? NĂŒtzen die Massnahmen oder drohen uns weitere VerschĂ€rfungen oder gar ein Lockdown? Damit du die epidemiologische Lage hierzulande besser einschĂ€tzen kannst, haben wir hier die wichtigsten Corona-Zahlen fĂŒr die Schweiz (ohne Liechtenstein) zusammengestellt:

Aktuelle Corona-Zahlen aus der Schweiz

Die Datenerfassung und Ausgabe durch die Kantone oder das Bundesamt fĂŒr Gesundheit hinken den aktuellen Entwicklungen stets einige Tage hinten nach. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns nicht auf einen Wert verlassen, sondern uns alle wichtigen Kennzahlen anschauen.

Die bekannteste Zahl ist wohl diejenige der Neuansteckungen, die sogenannte Fallzahl. Sie gibt an, wie viele Neumeldungen von Corona-Infektionen beim BAG eingegangen sind. Hierbei gilt zu beachten, dass die tĂ€glich gemeldeten Fallzahlen nicht den Ansteckungen an genau diesem Tag entsprechen. Oft beinhalten die gemeldeten FĂ€lle noch Nachmeldungen fĂŒr die letzten drei bis vier Tage. Zudem hĂ€ngt diese Zahl nicht zuletzt davon ab, wie ausfĂŒhrlich getestet wird. Deshalb ist in diesem Zusammenhang auch die Reproduktionszahl (R-Wert) und die PositivitĂ€tsrate wichtig.

Die Daten zu Hospitalisationen und TodesfĂ€llen zeigen ebenfalls eindrĂŒcklich, wie sich die Situation entwickelt. Zu berĂŒcksichtigen gilt es in diesem Zusammenhang, dass es einige Tage dauert, bis eine angesteckte Person in den Spital muss oder sogar stirbt. Deshalb entsteht eine Verzögerung von zwei bis vier Wochen, bis man den Einfluss allfĂ€lliger Massnahmen auf die Statistik spĂŒrt. Die freien Spitalbetten beziehen sich dabei jeweils auf die Zahlen von icumonitoring.ch.

Übersterblichkeit in der Schweiz

Corona-Skeptiker fĂŒhren gerne an, dass hĂ€ufig Personen als Corona-Tote gezĂ€hlt werden, die nicht an, sondern lediglich mit der Lungenkrankheit Covid-19 verstarben. Die Daten zur Übersterblichkeit in der Schweiz widerlegen diese Behauptung. Der graue Bereich der Grafik zeigt die erwarteten TodesfĂ€lle fĂŒr das Jahr 2020 an.

VerlĂ€sst die Kurve diesen Bereich, spricht man von Über- oder Untersterblichkeit. FĂŒr das Jahr 2020 zeigt sich, dass deutlich mehr Über-65-JĂ€hrige gestorben sind als in den vorherigen Jahren. Zudem ĂŒbertrifft diese Kurve auch jene der schlimmen Grippejahre 2015 und 2017.

Auslastung der Spitalbetten

So sieht die Spitalbelastung auf den Intensivstationen in der Schweiz aktuell aus:

Dabei muss beachtet werden, dass die SpitĂ€ler einige Eingriffe verschieben können, um die Intensivstationen zu entlasten. Deshalb nahm die Zahl der ĂŒbrigen Patienten jeweils ab, sobald jene der Corona-Patienten anstieg. Zu sehen in dieser Grafik:

Die SpitalkapazitĂ€t wird gesamtschweizerisch erfasst. Stösst ein Spital an seine Grenzen, kann es die Patienten in weniger ĂŒberlastete Einrichtungen ĂŒberliefern. Welche Kantone im Moment an der KapazitĂ€tsgrenze arbeiten, siehst du in dieser Grafik:

Corona-Situation in den Kantonen

Die 7-Tage-Inzidenz zeigt dir, ob sich das Coronavirus in einem Kanton verbreitet oder ob die FĂ€lle zurĂŒckgehen. Dieser Grafik liegen die Fallzahlen im VerhĂ€ltnis zur Bevölkerung zugrunde. So können die Zahlen aus den unterschiedlichen Kantonen miteinander verglichen werden, obwohl sie bevölkerungstechnisch unterschiedlich gross sind.

So hat sich das Coronavirus in den einzelnen Kantonen ausgebreitet:

PositivitÀtsrate und Anzahl Tests

Anzahl durchgefĂŒhrter Tests in der Schweiz pro Tag

Die Fallzahlen alleine können die RealitĂ€t verzerren. Wird weniger getestet, ergeben sich dadurch offensichtlich auch tiefere Fallzahlen. Deshalb muss berĂŒcksichtigt werden, wie viele Tests in dieser Zeit durchgefĂŒhrt wurden.

PositivitÀtsrate in der Schweiz pro Tag

Aus dem VerhĂ€ltnis der durchgefĂŒhrten und der davon positiven Tests ergibt sich die PositivitĂ€tsrate. Liegt diese ĂŒber fĂŒnf Prozent, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, (WHO) mehr zu testen. Nur so lange die PositivitĂ€tsrate tief gehalten wird, kann die Entwicklung der Pandemie verlĂ€sslich nachverfolgt werden. Ein rasanter Anstieg der PositivitĂ€tsrate weist in jedem Fall auf eine verstĂ€rkte Corona-Ausbreitung hin.

R-Wert in der Schweiz und den Kantonen

Der R-Wert sorgt in der Schweiz immer wieder fĂŒr Diskussionsstoff. Der Grund dafĂŒr ist, dass es bei der Reproduktionszahl um eine Modellrechnung und nicht um einen konkret gemessenen Wert handelt. Er weist bei kleinen Kantonen einen hohen Unsicherheitsbereich auf.

Der R-Wert zeigt an, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Da nicht alle Ansteckungen auch tatsÀchlich entdeckt werden, wird der Wert in einem komplexen Modell der ETH errechnet.

Das Modell zeigt: Befindet sich der R-Wert ĂŒber dem Wert 1, befinden wir uns bereits im exponentiellen Wachstum neuer Ansteckungen. Der Wert muss unter 1 liegen, damit die FĂ€lle zurĂŒckgehen. Deshalb ist diese Kennzahl besonders wichtig. Sie zeigt an, ob strengere Massnahmen getroffen werden sollten oder ob der Bundesrat bereits ĂŒber Lockerungen nachdenken kann.

Mitarbeit: Lea Senn, Reto Fehr (beide watsonData), Leo Helfenberger (SEO), megan silberbauer (UX), Marius Egger

Feedback und Kontakt: ZustĂ€ndig fĂŒr die Visualisierung und Aufbereitung der Zahlen ist das watsonData-Team. Wir freuen uns ĂŒber Hinweise, VerbesserungsvorschlĂ€ge und Ideen per Mail unter data@watson.ch.

Datenquelle: FĂŒr die Grafiken (Diagramme und Karten) verwenden wir die maschinenlesbaren Daten, die uns vom Bundesamt fĂŒr Gesundheit, vom Bundesamt fĂŒr Statistik, vom Open-Data-Portal des Statistischen Amtes des Kantons ZĂŒrich sowie vom European Centre for Disease Prevention and Control (via WHO und den liefernden LĂ€ndern) zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Verarbeitung und Datenschutz: Wir nutzen zur Visualisierung der Grafiken die d3js-Bibliothek, die vom Content Delivery Network (CDN) von cdnjs (via Cloudflare) zur VerfĂŒgung gestellt wird. Wir nutzen diesen Service, damit wir effizient und schnell deinem Browser mitteilen können, wie er die Grafiken darstellen soll (fĂŒr die Jurist‱innen unter euch: berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 (1) (f) DSGVO). Cloudflare (Cloudflare, Inc., 101 Townsend St, San Francisco, CA 94107, USA) erlangt gemĂ€ss der DatenschutzerklĂ€rung beim Abruf dieser Seite Kenntnis ĂŒber deine IP-Adresse. Im ĂŒbrigen gilt auch hier unsere eigene DatenschutzerklĂ€rung.

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