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Street Parade 2022: 900'000 Gäste, acht Needle-Spiking-Vorfälle

Die Street Parade 2022 ist Geschichte. 900'000 Personen feierten bei Sonnenschein und wummernden Bässen. Die Bilanz im Überblick.
15.08.2022, 12:1715.08.2022, 12:18

Rückblick zur Street Parade 2022:

In Zürich sind am Samstag, 13. August 2022, bei viel Sonnenschein rund 900'000 Menschen sowie zahlreiche Love-Mobiles mit wummernden Bässen durch die Strassen gezogen. Überschattet wurde das Tanzfest von einem tödlichen Badeunfall.

Nach zwei Corona-Sommern ohne Tanzdemo war die überschwängliche Lebensfreude entlang der Umzugsroute spürbar, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort feststellte. Auch aus dem Ausland trafen zahlreiche Party-Busse ein, und an den Zürcher Bahnhöfen kamen viele Extrazüge und noch mehr reguläre Züge an, aus denen in einem konstanten Strom gut gelauntes und fröhliches Partyvolk ausstieg.

Um 13 Uhr legten die ersten nationalen und internationalen DJs auf den acht Bühnen entlang der Umzumgsroute auf und sorgten bis Mitternacht für Stimmung. Eine Stunde später rollte das erste von 26 Love-Mobiles vom Utoquai über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz zum Hafendamm Enge. Begleitet wurden die laut dröhnenden Musik- und Tanz-Trucks von hunderttausenden ausgelassen Feiernden.

Glitzernde Kleidung und viel nackte Haut

Wie bei früheren Ausgaben war das Publikum auch an der 29. Street Parade wieder bunt gemischt; zu den lauten Beats bewegten sich Jugendliche, Familien mit Kindern und auch viele grau melierte Personen durch die grosse Masse. Einige von ihnen hatten sich kostümiert, etwa als Superheld, Einhorn, Schmetterling oder Schlumpf. Andere präsentieren glitzerbestückte Kleidungsstücke – oder viel Haut. «Spass haben und feiern», das gaben die meisten von ihnen als Motivation für die Reise nach Zürich an.

Wegen der hohen Temperaturen wurden die aufgestellten Nebelduschen stark frequentiert. Viele Street-Parade-Besuchende nutzten für eine Abkühlung auch den nahen See. Allerdings endete das Baden für einen 27-jährigen Mann tödlich. Der Mann war beim Theatersteg im Bereich des Utoquai ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Obwohl ihn die Rettungskräfte sofort zu reanimieren versuchten, starb er noch vor Ort. Bei einem weiteren Badeunfall habe die Person dank eines anderen Besuchers reanimiert und in ein Spital gebracht werden können, schreibt die Organisation Schutz und Rettung Zürich.

Auch sonst hatten die Einsatzkräfte von Schutz und Rettung Zürich an der Street Parade viel zu tun. Ebenfalls reanimiert und in ein Spital gebracht werden musste ein Patient, der unbestimmte Substanzen konsumiert hatte. Insgesamt seien 72 Patientinnen oder Patienten zur weiteren Behandlung oder Kontrolle in ein Spital gebracht worden.

Acht Personen mit Nadeln attackiert

Acht Personen wurden zudem offenbar von Unbekannten mit Nadeln gestochen. Beim sogenannten «needle spiking» handelt es sich gemäss Schutz und Rettung Zürich um «mysteriöse Nadelstiche», die Unbekannte ihren Opfern unvermittelt zufügten. Daneben waren die Sanitätsposten insbesondere damit beschäftigt, Personen nach einem übermässigen Alkohol- oder Drogenkonsum zu betreuen – konkret in fast der Hälfte der rund 620 medizinischen Behandlungen.

Fast 200 Personen mussten wegen Schnittverletzungen behandelt werden. Rund vierzig Personen erlitten Prellungen, Stauchungen oder Knochenbrüche und 29 Personen mussten aufgrund des heissen Wetters wegen Herz- und Kreislaufproblemen oder einem Sonnenstich behandelt werden. Gemäss Schutz und Rettung hat es aber «entgegen den Erwartungen» insgesamt etwas weniger Behandlungen gegeben als bei der letzten Ausgabe vor drei Jahren (654). Im Vergleich zur letzten Ausgabe doppelt so hoch (26) war die Anzahl der Insektenstiche. Acht Personen benötigten eine Augenbehandlung wegen Reizstoffen.

36 Festnahmen und Hunderte Pillen

Doch auch dieses Jahr kam es wieder zu tätlichen Auseinandersetzungen mit Verletzten. Ein Mann wurde mit einer Stichwaffe und ein anderer mit einer Flasche verletzt. Ein weiterer wurde bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und mehrere Frauen wurden sexuell angegriffen.

Insgesamt wurden 36 Personen – darunter ein Jugendlicher – festgenommen, unter anderem wegen eines Sexualdelikts, Raub- oder Diebstahlsdelikten, Körperverletzungen, Gewalt und Drohung gegen Beamte oder Sachbeschädigung. Zudem wurden bis zu tausend Ecstasytabletten sowie geringe Mengen an weiteren harten und weichen Betäubungsmitteln sichergestellt. (sda/pit)

News-Ticker zur Street Parade 2022 zum Nachlesen:

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12:44
36 Festnahmen
Die Stadtpolizei Zürich ist an der Street Parade wegen mehrerer Auseinandersetzungen mit Verletzten ausgerückt. Ein Mann wurde mit einer Stichwaffe und ein anderer mit einer Flasche verletzt. Ein weiterer wurde bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und zwei Frauen wurden sexuell angegriffen. 36 Personen wurden festgenommen.

Eine Stichverletzung erlitt ein 33-jähriger Gambier, der sich kurz vor 21 Uhr am Utoquai mit einem 38-jährigen Iraner stritt, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Die beiden seien aufeinander losgegangen, wobei der Gambier mit einer Stichwaffe erheblich verletzt worden sei. Er sei ins Spital gebracht und der Iraner festgenommen worden.

In der Nähe des Bahnhofs Stadelhofen hat ausserdem ein 18-jähriger Afghane einem Kontrahenten mit einer Flasche Verletzungen am Kopf zugefügt, worauf das Opfer ebenfalls ins Spital eingeliefert werden musste. Bei der Festnahme habe der 18-Jährige zudem noch einen Polizisten verletzt.

Bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt
Gegen 4 Uhr wurde ein 30-jähriger Schweizer von einem Unbekannten angegriffen und mit Faustschlägen und Fusstritten verprügelt, bis er das Bewusstsein verlor. Er musste mit unbestimmten Kopfverletzungen zur stationären Behandlung ins Spital gebracht werden. Dieser Täter konnte gemäss Mitteilung nicht gefasst werden.

Anders beim Angriff auf einen 19-jährigen Standangestellten, der am General-Quisan-Quai von mehreren Personen geschlagen worden war: Die Stadtpolizei nahm die zwei mutmasslichen Täter, einen 23-jährigen Schweizer und einen 22-jährigen Nordmazedonier, fest. Der Standangestellte musste ins Spital gebracht werden.

Ausserdem meldete die Polizei zwei Frauen, die sexuell bedrängt worden waren. Eine 31-Jährige wurde in der Umgebung des Bürkliplatzes von einem Unbekannten zu Boden gerissen und sexuell bedrängt. Die Frau habe sich so heftig gewehrt, dass der Angreifer geflüchtet sei. Die Frau wurde leicht verletzt. Gegen 03:15 Uhr wurde ausserdem eine 17-Jährige auf der Blatterwiese von einem Unbekannten sexuell angegangen. Der mutmassliche Täter, ein 32-jähriger Afghane, wurde noch vor Ort festgenommen.

36 Festnahmen und hunderte Pillen

Insgesamt nahm die Stadtpolizei Zürich 35 Männer und einen Jugendlichen fest, unter anderem wegen eines Sexualdelikts, Raub- oder Diebstahlsdelikten, Körperverletzungen, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Drohung, Sachbeschädigung, Betäubungsmittelhandels sowie Vergehen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz sowie Hinderung einer Amtshandlung.

Rund ein Dutzend Personen erstatteten zudem Anzeige, weil ihnen Schmuck gestohlen worden war. Zudem wurden insgesamt bis zu tausend Ecstasytabletten sowie geringe Mengen an weiteren harten und weichen Betäubungsmitteln sichergestellt.

Detektive der Verwaltungsabteilung nahmen ausserdem zehn Verzeigungen wegen Lärms, illegalen Partys sowie illegalen Alkoholverkäufen vor. Zudem wurden mehrere Drohnen-Pilotinnen und -Piloten verzeigt. (sda)
11:49
Bilanz: Acht Fälle von «Needle Spiking»
Die Einsatzorganisation Schutz und Rettung Zürich hat an der Street Parade in Zürich alle Hände voll zu tun gehabt. Eine Person starb bei einem Badeunfall, zwei Personen mussten reanimiert werden. Acht Personen wurden offenbar von Unbekannten mit Nadeln gestochen.

Beim sogenannten «Needle Spiking» handelt es sich gemäss Schutz und Rettung Zürich um «mysteriöse Nadelstiche», die Unbekannte ihren Opfern unvermittelt zufügen. In den vergangenen Monaten sei dies auch vermehrt in verschiedenen Ländern geschehen, die Motive und Hintergründe seien bisher ungeklärt, schreibt die Organisation.

Überschattet wurde die Street Parade von einem Badeunfall, bei dem ein 27-jähriger Mann ums Leben kam. Obwohl ihn die Rettungskräfte sofort zu reanimieren versuchten, starb er noch vor Ort. Bei einem weiteren Badeunfall habe die Person dank eines anderen Besuchers reanimiert und in ein Spital gebracht werden können, schreibt die Organisation. Ebenfalls reanimiert und in ein Spital gebracht werden musste ein Patient, der unbestimmte Substanzen konsumiert hatte. Insgesamt seien 72 Patientinnen oder Patienten zur weiteren Behandlung oder Kontrolle in ein Spital gebracht worden.

Daneben waren die Sanitätsposten insbesondere damit beschäftigt, Personen nach einem übermässigen Alkohol- oder Drogenkonsum zu betreuen. Von den insgesamt 621 medizinischen Behandlungen hätten über die Hälfte solche Fälle betroffen, schreibt Schutz und Rettung. 101 Personen seien zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle gebracht worden. Entgegen den Erwartungen habe es insgesamt etwas weniger Behandlungen gegeben als bei der letzten Ausgabe vor drei Jahren (654).

Schwere Verletzungen seien weitgehend ausgeblieben. Fast 200 Personen mussten wegen Schnittverletzungen behandelt werden. Fast vierzig Personen erlitten Prellungen, Stauchungen oder Knochenbrüche und 29 Personen mussten aufgrund des heissen Wetters wegen Herz- und Kreislaufproblemen oder einem Sonnenstich behandelt werden. Im Vergleich zur letzten Ausgabe doppelt so hoch (26) war die Anzahl der Insektenstiche. Acht Personen brauchten eine Augenbehandlung wegen Reizstoffen.

Insgesamt seien rund 500 Mitarbeitende aus allen Bereichen von Schutz und Rettung Zürich im Einsatz gewesen. Das sind rund 360 zusätzliche Einsatzkräfte im Vergleich zur täglichen Grundversorgung. (sda)
4:36
Auch bei Dunkelheit geht die Party weiter
epa10119462 Hundreds of thousands of participants dance through the streets during the 29th Street Parade, in the city center of Zurich, Switzerland, 13 August 2022. The annual dance music event Street Parade runs this year under the motto 'THINK'.  EPA/ENNIO LEANZA
Bild: keystone
20:01
900'000 feierten mit
Nach Schätzungen der Organisatoren fanden sich am Samstag rund 900'000 Personen ein, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Abend hiess. Das sind 50'000 Personen mehr als bei der letzten Austragung 2019.

Die Zahl der Besuchenden ist den Veranstaltern aber nicht das Wichtigste, wie sie festhalten: «Viel wichtiger ist, dass alle Freude an der Street Parade haben und sich die Freude jedes Einzelnen auf die Masse überträgt.» Dies dürfte bei der 2022er-Auflage erreicht worden sein.
19:10
Friedliche Stimmung
Die Stimmung an der 29. Street Parade war bisher friedlich. Von Zwischenfällen ist bislang nichts bekannt. Schutz & Rettung Zürich (SRZ) twitterte aber bereits gegen 14:30 Uhr, dass deren Einsatzkräfte die ersten Patientinnen und Patienten behandeln würden.

Es dürfte sich dabei aber mehrheitlich um Bagatellen gehandelt haben; denn SRZ empfahl den Raverinnen und Ravern in ihrem Tweet, «bei diesen Temperaturen genügend Wasser zu trinken und sich vor der Sonne zu schützen».

Im Bereich des Utoquais kam es gegen 13:30 Uhr zu einem tödlichen Badeunfall, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Ob ein Zusammenhang zur Street Parade besteht, ist jedoch unklar. (sda)

Mehr zum Badeunfall:
19:05
Abfall gibt's auch in rauhen Mengen ...
Trash during the 29th Street Parade in the city center of Zurich, Switzerland, Saturday, August 13, 2022. The annual dance music event Street Parade runs this year under the claim "THINK". (KEYSTONE/Ennio Leanza).
Bild: keystone
19:00
Bunt, bunter, Street Parade!

avatar
User Input
18:30 Uhr:
von In per tuts, tuts per in
Nicht nur wums, wums, wums…
Tolle Stimmung in Zürich! Hätte gerne Minivideo als „Beweis“ hochgeladen… 😀
16:47
Wasser, aber keine Wasserpistolen!
Wie jedes Jahr empfiehlt das Organisationskomitee dem Partyvolk, geeignetes Schuhwerk zu tragen. Wer mit Sandalen oder Stoffschuhen unterwegs ist, riskiert Schnittwunden. Diese machen die häufigsten Sanitätsfälle am Anlass aus, auch wenn an den offiziellen Ständen Getränke nur in Pet- und Alubehältern verkauft werden.

Angesichts der Wetterprognosen weisen die Veranstaltenden auch darauf hin, dass die Teilnehmenden genügend Wasser trinken sollen. Von Wasserpistolen raten sie aber ab: «Unfreiwillig geduscht zu werden, macht keine Freude.» Und wer gar auf Love Mobiles mit ihren technischen Anlagen ziele, oute sich «als Schwachstrom-Hirnzelle».
16:39
Love is the message 😍

15:42
Ukraine-Flaggen an der Street Parade

15:39
Stadtpolizei empfiehlt dringend, den ÖV zu nutzen
14:21
Letztes Love Mobile gegen 18 Uhr
Seit 13 Uhr legen DJs und DJanes auf den acht Bühnen entlang der Umzugsroute auf. Und das erste von 26 Love Mobiles hat sich um 14 Uhr laut wummernd auf den Weg rund um das Zürcher Seebecken aufgemacht.

Die dröhnenden Tanz- und Musikwagen benötigen für die rund zwei Kilometer lange Strecke vom Seefeld über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz zum Hafendamm Enge rund vier Stunden. Das garantiert den mehreren hunderttausend erwarteten Personen ein stundenlanges Partyvergnügen im Freien. Denn das letzte Love Mobile wird sich gemäss Programm erst kurz vor 18 Uhr in Gang setzen – und gegen 22 Uhr in der Enge eintreffen.

Auf den acht Bühnen werden die nationalen und internationalen DJs, die an der Tanzdemo ohne offizielle Gage auftreten, bis Mitternacht für Stimmung sorgen. Zudem finden rund um den Grossanlass von Freitag bis Sonntag mehrere Dutzend Partys in verschiedenen Locations in der Stadt statt. (sda)
14:04
Bilder von der Street Parade
Falls du an der Street Parade bist und uns deine tollsten Bilder zeigen willst: Wir freuen uns über deinen Input. Oberhalb dieses Newstickers findest du einen grünen Knopf, über den du uns deine fotografischen Kunstwerke zusenden kannst. Die besten Fotos und Videos der User, unserer Reporterinnen und Journalisten sowie externer Fotografen zeigen wir im Newsticker oder in der Bilder-Story zur Street Parade.
13:54
Beat macht «Nz Nz Nz»
Die Konkurrenz-Medien sind sich nicht einig, wie man einen Techno-Beat aufschreibt. Eine Boulevard-Zeitung schreibt «Endlich wird wieder losgetanz-nz-nz-nzt!», bei «Züri Today» wird der Lärm mit «Nz! Nz! Nz!» transkribiert. Letztere Schreibweise kommt bei euch am besten an – auf Platz zwei kam der Newcomer «Umz! Umz! Umz!».
13:32
Seebecken füllt sich
13:16
Stau am Zürich HB
Der Startschuss für die Street Parade ist gefallen. Die Love Mobiles beim Zürcher Seebecken haben ihre Lautsprecher aufgedreht und werden voraussichtlich bis Mitternacht ordentlich Lärm machen. Hören wollen das sehr viele: In den vergangenen Stunden und Minuten sind tausende Menschen am Zürcher Hauptbahnhof angekommen. Wer keine Lust auf die Street Parade hat, dem- oder derjenigen sei deshalb geraten, die Innenstadt zu meiden. Den anderen wird an dieser Stelle viel Spass und vor allem viel Wasser gewünscht. Es wird heiss heute!

12:24
Twint-Störung möglich
Falls du heute Störungen mit den Postfinance-Apps hast, dann bist du vermutlich nicht die einzige Person mit diesem Problem: Das Unternehmen hat ausgerechnet für dieses Wochenende Wartungsarbeiten angekündigt.

Heissen tut dies: Wer ins E-Banking will, um Geld vom Konto auf die Kreditkarte aufzuladen, scheitert. «E-Finance steht am Samstag von 4:00 bis 17:00 Uhr nur im Lesemodus zur Verfügung. Sie können Ihren Saldo und Ihre Kontobewegungen sehen sowie Dokumente herunterladen. Es ist jedoch zum Beispiel nicht möglich, Zahlungen zu erfassen, Daueraufträge zu bearbeiten oder Überträge auf ein anderes Konto zu machen», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Aufgefallen ist diese Mitteilung zuerst dem «Blick». Dort liest man auch, dass auch die Postomaten von der Störung betroffen sein könnten. Konkret könnten es sein, dass zwischen 1 und 2 Uhr keine Bargeldbezüge mehr möglich sind.

Beim Schnellzahlservice Twint sind keine konkreten Störungen angekündigt. Die Twint-Lösung von Postfinance «sollte grundsätzlich normal funktionieren». An diesem Wochenende könnten dennoch Einschränkungen auftreten. Gegenüber dem «Blick» sagt die Medienstelle: «Zum Glück sind neben Twint auch alle gängigen Kredit- und Debitkarten sowie die wichtigsten Bezahl-Apps akzeptiert.» (pit)
12:08
Noch eine Stunde
Ein Blick auf die Uhr zeigt: In einer Stunde ist es so weit. Um 13 Uhr werden die Lautsprecher auf den sogenannten Love Mobiles an der Street Parade beim Zürcher Seebecken aufgedreht. Das Wetter spielt gut mit: Das Thermometer kletterte inzwischen auf über 23 Grad, der Himmel ist praktisch wolkenlos.

Wer wie die beiden diensthabenden watson-Journalisten nicht an die Street Parade darf oder will (bei beiden Personen gilt wohl Letzteres): Man kann auch digital dabei sein. Entweder bei uns hier im Newsticker. Oder auf dem Sofa: TeleZüri berichtet ab 15 Uhr live aus Zürich.
10:23
Vorsicht vor Überdosis MDMA
Es ist ein offenes Geheimnis, dass an der Street Parade auch Partydrogen konsumiert werden. Dabei wird nicht nur gekifft, sondern auch zu Koks, MDMA (auch bekannt als Ecstasy) oder Amphetaminen gegriffen. Dominique Schori, Teamleiter von Saferparty Streetwork, warnt nun in einem «Blick»-Artikel vor hoch dosierten MDMA-Pillen.

Diese würden teilweise über 200 Milligramm des Wirkstoffs Midomafetamin enthalten. Das könne sehr schnell gefährlich werden, vor allem dann, wenn man die genaue Zusammensetzung der Pille nicht kenne. Die gefährlichen Rezepturen können aber nicht einfach erkannt werden. So habe eine Tablette in blauer Farbe und mit der Comicfigur Punisher mal 271,9 Milligramm des Wirkstoffs enthalten, ein paar Monate später dagegen «nur» 166 Milligramm.
Wer sichergehen wolle, kann seine Stimmungsaufheller bei den Ständen von Saferparty Streetwork testen lassen. Sie stehen ab 13 Uhr bis Mitternacht auf dem Marktplatz beim Bürkliplatz (Höhe Nationalbank). Unterstützt wird das Projekt durch die Stadt Zürich, die folgende Tipps für Drogenkonsumentinnen und -konsumenten gibt:

– Grossevents eignen sich nicht für Drogenexperimente. Und illegale Substanzen enthalten oft nicht das, was beim Kauf deklariert wurde.
– Durst mit nicht-alkoholischen Getränken löschen und 3 dl Wasser pro Stunde trinken.
– Grundsätzlich möglichst keinen Alkohol trinken, wenn andere Substanzen konsumiert werden.
– Bei Unwohlsein einen ruhigen und schattigen Ort aufsuchen, im Notfall Rettungskräfte (Telefon 144) alarmieren.
– Getränke immer im Auge behalten und sich an Bekannte oder Security wenden, wenn man sich unwohl fühlt.
8:18
Schönes Wetter bei 28 Grad
Je näher der offizielle Start der Street Parade kommt, desto genauer werden die Wetterprognosen. In den vergangenen Stunden war schon klar, dass der heutige Samstag ein sonniger Tag wird. Nun können wir anhand von MeteoSchweiz-Daten aufzeigen, was Zürich heute erwartet:

Wetter an der Street Parade: Es bleibt den ganzen Tag sonnig bei angenehm sommerlichen Temperaturen über 25 Grad. Der Höhepunkt wird gegen 16 Uhr erwartet. In Zürich sollte es dann bis zu 28 Grad heiss werden. Lokale Gegebenheiten (dunkler Asphalt, wenig Wind) können jedoch dazu führen, dass sich die Strassen und Gassen noch stärker aufheizen.

UV-Index: Die Meteorologinnen und Meteorologen geben für den heutigen Samstag einen Wert von 5 an. Bei diesem ist ein Sonnenschutz geboten: Wer sich länger draussen aufhält, sollte einen Hut, ein T-Shirt, eine Sonnenbrille und viel Sonnencreme tragen.

Die Nacht: Der Sonnenuntergang in Zürich ist um 20:41 Uhr, bei Temperaturen knapp über 21 Grad. Danach dürfte das Thermometer auf kühle 11 Grad fallen.

6:11
Party ab 13 Uhr am Seebecken
26 rollende Love Mobiles, acht stationäre Bühnen, 100 zusätzliche WC-Anlagen, durch die ganze Nacht verkehrende Busse und Züge sowie viele dröhnende Bässe: In Zürich findet heute Samstag nach der langen Pandemiepause die Street Parade statt.

Wie viele Personen der Grossanlass anlocken wird, können die Organisatoren im Vorfeld nicht beziffern. Da der Event gratis ist, fehlt es beispielsweise an Signalen aus dem Vorverkauf.

So wird einerseits gemutmasst, dass der starke Franken allenfalls Gäste aus dem Ausland fernhalten könnte. Es wird andererseits aber auch vermutet, dass die seit Tagen positiven Wetterprognosen und das lange Warten auf den Tanz-Event nach den Absagen 2020 und 2021 nun besonders viele zu einem Gang ans Zürcher Seebecken verleiten werden.

Es braucht Freude, keinen Rekord

Die genaue Zahl der Besucherinnen und Besucher ist den Veranstaltern grundsätzlich aber gar nicht wichtig: Es gehe ihnen nicht darum, neue Rekorde aufzustellen, heisst es beim Organisationskomitee.

«Viel wichtiger ist, dass alle Freude an der Street Parade haben und sich die Freude jedes Einzelnen auf die Masse überträgt.» Der Anlass sei keine Show, bei der den Teilnehmenden etwas geboten werde. «Es ist ein Anlass zum Mitmachen.»

In den vergangenen Jahren waren es bei Schönwetter-Durchführungen jeweils zwischen 750'000 und einer Million Personen, die rund ums Seebecken tanzten, feierten oder dem Treiben zuschauten.

Ein Love Mobile rollt vier Stunden

Die 29. Street Parade startet kurz nach dem Mittag. Um 13 Uhr werden auf den Bühnen entlang der Umzugsroute die Lautsprecher angestellt. Bis Mitternacht werden nationale und internationale DJs auflegen.

Um 14 Uhr setzt sich das erste von 26 Love Mobiles am Utoquai im Zürcher Seefeld in Bewegung, um langsam rollend und laut wummernd über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz bis zum Hafendamm Enge zu fahren.

Der letzte Tanz- und Musikwagen sollte gemäss Programm um 21:37 Uhr in der Enge eintreffen. Für die rund zwei Kilometer lange Umzugsstrecke benötigen die Love Mobiles jeweils vier Stunden.

Wasser, aber keine Wasserpistolen

Wie jedes Jahr empfiehlt das Organisationskomitee dem Partyvolk, geeignetes Schuhwerk zu tragen. Wer mit Sandalen oder Stoffschuhen unterwegs ist, riskiert Schnittwunden. Diese machen die häufigsten Sanitätsfalle am Anlass aus, auch wenn an den offiziellen Ständen Getränke nur in Pet- und Alubehältern verkauft werden.

Angesichts der Wetterprognosen weisen die Veranstaltenden auch darauf hin, dass die Teilnehmenden genügend Wasser trinken sollen. Von Wasserpistolen raten sie aber ab: «Unfreiwillig geduscht zu werden, macht keine Freude.» Und wer gar auf Love Mobiles mit ihren technischen Anlagen ziele, oute sich «als Schwachstrom-Hirnzelle».

Die 29. Street Parade steht unter dem Motto «Think!». Nur wer denke, könne sein Handeln und seine Vorurteile bestätigen, abhaken oder neu justieren, schreibt das Organisationskomitee. (sda)
16:34
Schutzkräfte: Viel Wasser trinken!
Die Schutzkräfte der Stadt Zürich (Schutz & Rettung) haben sich auch am Tag vor der Street Parade gemeldet. Sie präsentierten in einer Mitteilung ihr Aufgebot: Rund um das Seebecken werden sechs Behandlungsstellen geschaffen, zudem seien 13 zusätzliche Rettungswagen im Einsatz. Für jene, die es mit dem alkoholischen Durst zu gut meinten, werde zudem eine Notunterkunft zwecks Ausnüchterung geschaffen.

Die Blaulichtorganisationen richten sich in der Mitteilung auch an das partylustige Volk: Aufgrund der prognostizierten hohen Temperaturen sei regelmässiges Trinken von Wasser und alkoholfreien Getränken sehr wichtig. Ausrufezeichen. Ausserdem empfehle die Sanität aufgrund der Verletzungsgefahr durch Glasscherben (Schnittverletzungen) das Tragen von festem, geschlossenem Schuhwerk. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit würden zeigen, dass die meisten Behandlungen aufgrund von Flüssigkeitsmangel, Schnittwunden an den Füssen und übermässigem Konsum verschiedener Substanzen erfolgen.
13:18
Polizei rät: S-Bahn und Tram nutzen
Die Stadt Zürich hat zahlreiche Fahr- und Halteverbote angeordnet. Die zuständige Stadtpolizei teilt mit, dass eine grosse Anzahl Parkflächen auf den Umleitungsrouten «im Interesse einer möglichst reibungslosen Verkehrsabwicklung vorübergehend aufgehoben» werden mussten. Die Stadtpolizei Zürich empfiehlt deshalb dringend, auf die Benützung privater Motorfahrzeuge zu verzichten und stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.

Der Fahrzeugverkehr wird durch Angehörige der Stadtpolizei Zürich umgeleitet und geregelt. Die Verkehrsbeschränkungen sind signalisiert und sind auf der folgenden Karte rot schraffiert:
11:23
Zugsausfälle am Wochenende bei Bern
Wegen Bauarbeiten an der Entflechtung Wylerfeld ist am Wochenende die Bahnstrecke zwischen dem Berner Hauptbahnhof und Bern-Wankdorf nur beschränkt befahrbar. Reisende müssen im Fern- und im Regionalverkehr mit Fahrplanänderungen und Zugausfällen rechnen.

Wie die SBB am Donnerstag mitteilten, fährt etwa der Intercity-Zug 8 (Romanshorn-Zürich-Bern-Brig) in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag nur bis Zollikofen BE. Dort gilt es umzusteigen auf einen Ersatzzug. Auch bei anderen Intercity- und RegioExpress-Zügen kommt es zu Änderungen – beispielsweise auch zu verfrühten Abfahrten.

Sie betreffen unter anderem Personen, welche am Samstag an die Street Parade nach Zürich reisen wollen, wie die SBB weiter schreiben. Bei der Entflechtung Wylerfeld handelt es sich im Wesentlichen um den Bau eines Tunnels, der drei Bahntrassees unterquert und so den Bahnknoten Bern-Wankdorf entlastet.

Dort laufen die viel befahrenen Bahnstrecken Olten–Bern, Biel–Bern und Thun–Bern zusammen. Rund 900 Züge verkehren dort täglich; teilweise überschneiden sich ihre Fahrwege. Es kommt immer wieder zu Kreuzungskonflikten, welche heute die Kapazität des Netzes einschränken. (sda)

Betroffene Linien im Fernverkehr:
– Die IC6/61 Basel SBB – Bern – Brig/Interlaken Ost fallen am Freitagabend ab 22:15 Uhr bis Betriebsschluss zwischen Bern und Thun aus oder verkehren ab/bis Zollikofen.
– Der IC 8 Zürich HB–Bern mit Abfahrt um 1:02 Uhr in Zürich verkehrt in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag nur bis Zollikofen. Es besteht Anschluss auf die S8 (RBS) nach Bern.
– Die Frühverbindungen ab Bern nach Zürich HB bzw. Zürich Flughafen verkehren ab Zollikofen. Es verkehren Extrazüge (RBS) bis nach Zollikofen mit früherer Abfahrt in Bern.
11:12
Stadt Zürich warnt vor Affenpocken und fordert Bund zum Handeln auf
Die Stadt Zürich warnt die Besucherinnen und Besucher der Street Parade vor einer Ansteckung mit Affenpocken. Sie sollen sich selbst schützen. Die Stadt fordert den Bund zudem auf, dringend Impfstoff zu besorgen.

In einer Mitteilung vom Freitag hat Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP) den Bund aufgefordert, rasch den Impfstoff zu beschaffen. Dieser ist in der Schweiz bis heute nicht erhältlich. «Angesichts weiter steigender Ansteckungszahlen und nachdem die WHO die Verbreitung des Affenpocken-Virus als internationalen Gesundheitsnotstand eingestuft hat, ist dies unverständlich», wird Andreas Hauri (GLP), Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, in der Mitteilung zitiert. (sda)
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