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ZUR KONTROLLE DES LUFTVERKEHRS AM FLUGHAFEN ZUERICH STELLEN WIR IHNEN HEUTE DONNERSTAG, 29. MAI 2014, NEUES BILDMATERIAL ZU SKYGUIDE ZUR VERFUEGUNG -- Ein Mitarbeiter von Skyguide kontrolliert die Monitore, bei Skyguide im Tower des Flughafen Zuerich Kloten, aufgenommen am 10. April 2014. Im Tower am Flughafen Zuerich ueberwachen Flugverkehrsleiter der Skyguide die Rollmanoever, Starts und Landungen und den Verkehr in unmittelbarer Naehe des Flughafens Zuerich, in der Kontrollzone mit einem Radius von etwa 20 km um den Flughafen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Schweiz hat laut Skyguide «den komplexesten und am dichtest beflogenen Luftraum Europas». Bild: KEYSTONE

Beinahe-Kollisionen

Skyguide warnt vor Sicherheitslücken im Schweizer Luftraum



Als Folge von zwei Beinahe-Kollisionen auf dem Flughafen Bern-Belp und in der Nähe von Waldshut (D) im Jahr 2012 fordert die Schweizer Flugsicherung Skyguide vereinfachte Luftraumstrukturen. Besonders der riskante Mischverkehr zwischen Instrumenten- und Sichtflügen sei zu entflechten.

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) veröffentlichte am Freitag die Schlussberichte zu zwei Vorfällen, die sich im Sommer 2012 zugetragen hatten. Damals war es auf dem Flughafen Bern-Belp zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einem Regionalverkehrsflugzeug der SkyWork und einem Helikopter der Firma Mountain Flyers 80 gekommen. Rund zwei Monate später kam es in der Nähe von Waldshut fast zu einer Kollision zwischen einem Langstreckenflugzeug der Swiss und einem privaten Segelflugzeug. 

«Risiken entstehen insbesondere, wenn Luftfahrzeuge im Instrumentenflug und im Sichtflug gleichzeitig den gleichen Luftraum benützen.»

Zwar hätten die aus den beiden Vorfällen gewonnenen Erkenntnisse bereits zu einzelnen Verbesserungen geführt. Trotzdem warnt Skyguide vor Sicherheitslücken im Schweizer Luftraum: «Risiken entstehen insbesondere, wenn Luftfahrzeuge im Instrumentenflug und im Sichtflug gleichzeitig den gleichen Luftraum benützen», teilte die Flugsicherungsbehörde am Freitag mit. Es gehe hier um «grundsätzliche Probleme».

Dieser Mischverkehr müsse künftig entflechtet werden, fordert Skyguide. Weiter erwartet die Flugsicherungsbehörde, dass auch nichtmotorisierte Luftfahrzeuge standardmässig über eine Sicherheitsausstattung – einen so genannten Transponder – verfügen. Mit diesem technischen Warnsystem könnten gefährliche Annäherungen im Schweizer Luftraum deutlich reduziert werden.

Am dichtest beflogener Luftraum Europas

Die Schweiz hat laut Skyguide «den komplexesten und am dichtest beflogenen Luftraum Europas». Die Aufgaben für die Piloten seien sehr anspruchsvoll. «Fehlende Standards oder Luftfahrzeuge ohne Transponder stellen Risiken dar, die im Interesse der Sicherheit zu eliminieren sind.»

Die SUST untersuchte rund zehn weitere Vorfälle, die sich seit 2012 zugetragen haben. Beispielsweise kam es Ende März dieses Jahres am Flughafen Zürich beinahe zu einer Kollision zwischen zwei Flugzeugen, die in entgegengesetzter Richtung auf die gleiche Landebahn zusteuerten. «Diese Vorfälle haben in den vergangenen Jahren offensichtlich zugenommen», schreibt Skyguide.

Die Ereignisse beschränkten sich nicht auf die Umgebung von Flughäfen, sondern seien überall dort möglich, wo dichter und gemischter Flugverkehr herrsche. Skyguide arbeitet mit Schweizer Flugverkehrsbehörden, Aviatikverbänden, Fluggesellschaften, Flughäfen und der Luftwaffe an Verbesserungen. (whr/sda)

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