Schweiz
Luftfahrt

Swiss zu Sitz ohne Lehne: «Bei uns würde ein Flugzeug so nie abheben»

EasyJet fliegt ohne Sitz
Einer Easyjet-Passagierin wurde auf einem Flug von London nach Genf beim Boarding ein Sitz ohne Lehne zugewiesen. Bild: keystone/twitter.com/mattiasharris

«Bei uns würde ein Flugzeug so nie abheben»: Das sagt die Swiss zum Sitz-Fail von Easyjet

07.08.2019, 14:3808.08.2019, 06:16

Da reiben sich selbst Vielflieger verwundert die Augen: Am Dienstag fehlte auf dem Easyjet-Flug von London nach Genf bei einem Sitz die Lehne. Ja, du hast richtig gelesen.

Ein Passagier knipste ein Bild und stellte es auf Twitter – sein Post wurde inzwischen über 20'000 Mal geteilt. Easyjet setzte sich gleich selbst noch in die Nesseln: Der Social-Media-Manager bat den Passagier, das Bild zu löschen. Und löste damit einen Shitstorm aus.

Stellt sich die Frage: Würde auch eine Qualitätsairline wie die Swiss mit defekten Sitzen abheben? Die Antwort von Swiss-Sprecher Stefan Vasic ist unmissverständlich: «Das würde bei uns unter keinen Umständen vorkommen.» Man habe nur Maschinen im Flugbetrieb, die sich technisch wie komfortmässig in einwandfreiem Zustand befänden.

Die Swiss verfügt für Europastrecken über sechs Reservemaschinen, die bei Unregelmässigkeiten zum Einsatz kommen. «Für den Fall, dass keine Ersatzmaschine zur Verfügung steht, würden wir den entsprechenden Flug annullieren und unsere Fluggäste auf die nächstmögliche Verbindung umbuchen», so Vasic weiter.

Die Easyjet-Passagierin musste den Flug zwar letztendlich nicht auf ihrem halben Sitz verbringen. Sie wurde auf einen anderen, freien Sitz umplatziert.

Wie Easyjet auf watson-Anfrage schreibt, sind die Sitze in der in Grossbritannien registrierten Maschine inzwischen repariert worden. «Das Flugzeug ist derzeit nicht für weitere Flüge geplant», heisst es weiter. Sicherheit habe oberste Priorität.

(amü)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Selbstbedienungsladen Ruag: So liefen die Geschäfte mit den Leopard-Panzern
Millionenschäden, dubiose Deals und jahrelanges Kontrollversagen: Ein neuer Untersuchungsbericht zeigt das Ausmass der Ruag-Panzeraffäre – und legt weitere Machenschaften offen.
Fast drei Jahre lang lief die externe Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei, welche die Ruag auf Druck der damaligen Verteidigungsministerin Viola Amherd eingeleitet hatte. Am Freitag wurden die Karten zum Panzerskandal des bundeseigenen Rüstungsbetriebs auf den Tisch gelegt. Von «schwerwiegenden Verfehlungen, die dem Vertrauen der Öffentlichkeit in das Unternehmen schaden», sprach der aktuelle Verteidigungsminister Martin Pfister, der am Freitagnachmittag, 30. Oktober, vor die Medien trat.
Zur Story