Bürgenstock-Gipfel für Flughafen-Chaos in Zürich verantwortlich
Nach der Panne zog der Flughafen Zürich Bilanz: 12 Ankünfte und 14 Abflüge wurden annulliert, mindestens 60 Flüge waren verspätet. Dies teils bis zu zwei Stunden, wie eine Sprecherin am Sonntagmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.
Sperrzone für Konferenz als Auslöser
Ausgelöst worden war die technische Störung durch die Einspeisung der Visualisierung einer Sperrzone über dem Bürgenstock. Diese musste wegen der Friedenskonferenz kurzfristig eingerichtet werden.
Betroffen von der Störung waren das Radarbild im Kontrollzentrum in Dübendorf und im Tower Zürich. Skyguide leitete als Vorsichtsmassnahme ein sogenanntes «Clear the Sky»-Verfahren ein und schloss den Luftraum östlich von Bern für mehrere Stunden.
Die Massnahme diene dem Schutz von Passagieren und Besatzungen, hiess es seitens Skyguide am Morgen. Die Sicherheit im Luftverkehr habe oberste Priorität. Um die Störung zu beheben, wurde ein Krisenstab mit Spezialistinnen und Spezialisten einberufen.
Flugzeuge im Anflug auf Zürich sowie Delegationen der Friedenskonferenz waren davon ausgenommen. Die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen.
Überflüge weiter reduziert
Noch vor dem Mittag lief der Flugbetrieb am Flughafen Zürich wieder ohne Einschränkungen. Für Überflüge will Skyguide vorsorglich noch bis Montagmorgen 08.00 Uhr eine leicht reduzierte Kapazität beibehalten. Diese Einschränkung sei im Betrieb aber kaum spürbar, da zusätzliche Luftraumsektoren geöffnet würden. (sda)
