Schweiz
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epa04102274 Carnival participants pose for pictures during the carnival procession (Fasnacht), in the historic center of Lucerne, Switzerland, 27 February 2014.  EPA/SIGI TISCHLER

Die Fasnacht beginnt im Kanton Luzern am 4. Februar.
Bild: EPA/KEYSTONE

Sexuelle Übergriffe: Kanton Luzern lanciert vor Fasnacht Benimm-Kampagne für Migranten



Nach Übergriffen auf Frauen in Deutschland plant der Kanton Luzern vor der Fasnacht in seinen Asylunterkünften eine Aufklärungskampagne. Darin sollen sexuelle Übergriffe thematisiert und Migranten über den korrekten Umgang mit Frauen und Mädchen aufgeklärt werden.

Der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf hat die Ausarbeitung von entsprechendem Informationsmaterial in Auftrag gegeben. Eine Sprecherin seines Departements bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA Informationen des Onlineportals zentralplus.ch.

Keine Toleranz

Mit Flyern oder Aushängen sollen vor allem männliche Flüchtlinge und Asylbewerber in den Unterkünften informiert werden, wie mit Frauen umgegangen werden soll, was erlaubt sei und was nicht, erklärte die Sprecherin. Es würde verdeutlicht, dass sexuelle Gewalt nicht toleriert werde.

Der Kanton wolle mit der Aktion keine Ängste schüren, sagte die Sprecherin weiter. Die Behörden wollten aber ihr Möglichstes tun, um sexuelle Übergriffe zu vermeiden.

Obligatorische Kurse

Anlass für die Aktion sind laut Sozialdepartement Berichte über die jüngsten Übergriffe auf Frauen in deutschen Städten in der Silvesternacht. Dabei herrsche gemäss Rückmeldungen von Bürgern eine gewisse Verunsicherung, erklärte die Sprecherin.

Derzeit wird das Informationsmaterial produziert. Es soll in den nächsten Wochen verteilt werden. Die Fasnacht beginnt im Kanton Luzern am 4. Februar.

Im Kanton Luzern werden Migranten in Asylzentren in obligatorischen Kursen über Gesetze, Sitten und Gebräuche aufgeklärt. Auch der Bund informiert Asylsuchende in seinen Zentren über allgemeine Verhaltensregeln. (shr/sda)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gianna 13.01.2016 18:28
    Highlight Highlight Die Kampagne kann man gleich an alle Männer richten, die an der Fasnacht (oder allgemein im Ausgang) unterwegs sind. Sexismus ist ein globales Problem.
  • Miss_Ann_Thropist 13.01.2016 17:47
    Highlight Highlight Und die nicht Migranten dürfen Frauen weiterhin begrapschen?
    • BananaJoe 13.01.2016 18:36
      Highlight Highlight logischerweise nicht, war ja noch nie erlaubt.
    • demokrit 13.01.2016 23:48
      Highlight Highlight Naja, BananaJoe, wir sprechen immerhin von der Luzerner Fasnacht..
  • Luca Brasi 13.01.2016 16:34
    Highlight Highlight Toll, vorher wussten die nicht mal, was Fasnacht ist und jetzt erklärt ihnen der Kanton, das dort normalerweise zu viel getrunken wird und Frauen begrabscht werden, sie das aber nicht tun sollten.
    Gibt es auch einen Kurs, wo diese Leute lernen, nicht während der Fasnachtszeit mit FC Luzern-Fans in andere Städte rumzuhängen und antisemitischen Quatsch von sich zu geben? Das wäre auch mal nötig...
  • EU-1984-Sektenstaat 13.01.2016 16:08
    Highlight Highlight Ich habe eine Sendung gesehen über einen Deutschen- Verführungs
    Trainer. Kann Luzern nicht den Herrn Maximiliam Pütz engagieren damit sie einen Leitifaden bekommen wie man am Besten auf Frauen zugeht, damit man auch bekommt was man will!

    Mal im ernst, sind die Flüchtlinge nur hier um unsere Frauen anzubaggern ;-) hmm seltsam aber so stehts doch geschrieben;-) überspitzt, wirklich überspitzt und aus dem Kontext gerissen und nichts böse denkent mal von dieser Seite betrachtet: Gebt denen doch grad einen 1:1 leitfaden he he, aha ich verstehe die sollen so unser demographisches problem lösen
  • Alex23 13.01.2016 15:32
    Highlight Highlight Ist ja gut und schön.
    Und was ist mit den Nicht-Migranten? Bei denen alles in bester Butter, was den Umgang mit Frauen betrifft?
    • atomschlaf 13.01.2016 15:34
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism
  • atomschlaf 13.01.2016 15:17
    Highlight Highlight Und wie gedenkt man in Luzern, die im Artikel erwähnte Nulltoleranz durchzusetzen, bzw. Verstösse zu ahnden?
    Ausschaffen bzw. Asylantrag ablehnen geht ja bei der gegenwärtigen Gesetzeslage wohl nicht.
    Ein hiesiges Gefängnis ist vermutlich komfortabler als viele Asylunterkünfte und dürfte somit auch nicht abschreckend wirken.
    Vielleicht ganz ganz fest mit dem Übeltäter schimpfen?
    • AdiB 13.01.2016 16:32
      Highlight Highlight luzern hat da seine methoden. viele linke luzerner kennen diese.
      leider finde ich den artikel nicht mehr.
    • SKH 13.01.2016 18:07
      Highlight Highlight Naja, ich als Luzerner kann dir lieber atomschlaf nur eines mitgeben. Auch ohne den Flüchtlingen wird gegrabscht, was das Zeug hält. Der Guido ist ein Populist, der gerne die Gelegenheiten packt um auf Stimmenfang zu gehen. Dabei scheint es, dass du auch auf seine Masche reinfällst. Seit er in der Regierung ist, hat er nichts zustande bekommen und mit seinen Ratskollegen den Kanton fast ruiniert. Zudem haben wir wirklich schwerwiegendere Probleme, die gelöst werden müssen. Der Guido sollte sich lieber zuerst um diese Probleme kümmern, als auf Probleme hinzuweisen, die nicht vorhanden sind.
  • Bijouxly 13.01.2016 15:07
    Highlight Highlight eigentlich ist ja sowieso alles erlaubt, da es keine wirklichen konsequenzen gibt. siehe täter uster. traurig aber wahr.
  • demokrit 13.01.2016 14:15
    Highlight Highlight Allgemein reicht es nicht, nur den (übrigens nicht einmal obligatorischen!) Deutschkurs anzubieten. Es ist völlig klar, dass man auch Sittenlehre und Staatskunde lehren müsste.
    • Bijouxly 13.01.2016 15:05
      Highlight Highlight Das stimmt. Am besten denke ich müsste man hier meiner Meinung nach bereits gut integrierte Bürger desselben Kulturkreises aufbieten. Dieser würde beide Seiten kennen und könnte so eine Art Mentor sein. Ich denke, das würde besser funktionieren als irgend ein Kurs.
    • demokrit 13.01.2016 15:20
      Highlight Highlight Das wäre eine Möglichkeit. Ich gebe auf freiwilliger Basis Deutschkonversation. Derzeit sind die Sprachhürden meistens noch zu hoch für solche Elemente. Allerdings war ich sehr überrascht, als mir gestern ein Kurde gesagt hat, er besuche den offiziellen Deutschkurs nicht. Ich dachte eigentlich, die Kurse seien obligatorisch.
    • Bijouxly 13.01.2016 15:49
      Highlight Highlight Nein, die Kurse sind tatsächlich nicht obligatorisch, da habe ich mich ebenfalls schon gewundert. Eigentlich sollte das an die Sozialleistungen geknüpft werden. Ohne Sprache, keine Integration.
  • Yelina 13.01.2016 13:53
    Highlight Highlight Meiner Erfahrung nach hätte es diese Verhaltensregeln schon vor über 12 Jahren gebraucht und nicht für die Ausländer...
    • trio 13.01.2016 14:09
      Highlight Highlight Stimmt, aber immerhin ein Schritt in die Richtung. Nämlich Übergriffe verhindern.
    • trio 13.01.2016 14:12
      Highlight Highlight Richtige Richtung natürlich 😉

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