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«Prügelnacht» der Hells Angels: Luzerner Jungparteien wehren sich

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Bei der «Prügelnacht» in Littau LU sind Kämpfe nach dem «Last Man Standing»-Prinzip geplant, ohne Punktebewertung und bis zum Knockout.Bild: EPA/DPA

«Prügelnacht» der Hells Angels: Luzerner Jungparteien wehren sich

08.01.2025, 17:07
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Fünf Luzerner Jungparteien haben sich in einem offenen Brief gegen die im Zentrum St. Michael in Littau geplante Kampfsport-Veranstaltung ausgesprochen. Laut Recherchen des Blick steht hinter dem Event die Rockergruppe Hells Angels und teilnehmen soll auch ein mutmasslich Rechtsextremer. Die Jungparteien fordern die Kirchgemeinde St. Theodul-Littau nun auf, der rechtsextremen Szene keine Plattform zu bieten und den Anlass abzusagen.

Für die Institution der Kirche sei es unumgänglich, Haltung zu zeigen, schreiben die Jungparteien – ausgenommen der Jungen SVP – in einer gemeinsamen Stellungnahme vom Mittwoch. Sie fordern eine klare Distanzierung gegenüber von Personen mit rechtsextremen Ideologien. Es gelte geschlossen dagegen zu halten und keine Toleranz dafür wachsen zu lassen.

Die Jungparteien kritisieren, dass der Hauptkampf von einem Mann bestritten werden soll, der jahrelang Mitglied der in Deutschland verbotenen rechtsextremen Gruppierung «Hammerskins» gewesen sein soll. Sein Körper soll mit rechtsextremen Botschaften tätowiert sein.

Am Dienstag hatte die Betriebskommission des Seminar-, Kultur- und Begegnungszentrums St. Michael den Organisatoren der Kampfnacht grünes Licht erteilt. Die Kommission erklärte, ähnliche Kickbox-Veranstaltungen hätten bereits mehrfach in den Räumen des Zentrums stattgefunden. Zudem stehe der Anlass unter der Aufsicht der International Sport Kickboxing Association (Iska).

Die Veranstalter der «Prügelnacht» distanzierten sich in der Mitteilung von politischen oder religiösen Ansichten. Rechtsextremismus habe bei der Veranstaltung keinen Platz, betonten sie.

Der Kampfanlass findet am 25. Januar statt. Gemäss der Berichterstattung des «Sonntagsblicks» sind Kämpfe nach dem «Last Man Standing»-Prinzip geplant, ohne Punktebewertung und bis zum Knockout. Es finden Dopingkontrollen statt und ein Ärzteteam ist ebenfalls vor Ort. (sda/nzu)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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arecho
08.01.2025 17:35registriert Januar 2021
Lasst sie doch in diesem Rahmen aufeinander losgehen. Alle wissen auf was sie sich einlassen.
Und es ist deutlich besser wie alle Fussballchaoten oder die die auf der Straße wahllos auf Leute einprügeln.
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Phrosch
08.01.2025 18:39registriert Dezember 2015
Wie kommt eine Kirchgemeinde dazu, ihre Räume für eine solche Veranstaltung herzugeben? Auch wenn das Mieteinnahmen bringt, dass passt einfach nicht.
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Steibocktschingg
08.01.2025 19:06registriert Januar 2018
Natürlich macht die JSVP mal wieder nicht mit, wer hätte was anderes erwartet?
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