Schweiz
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ARCHIV - ZUR NO BILLAG-INITIATIVE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The building in which the studio Leutschenbach of the Swiss Radio and Television broadcaster SRF is stationed, photographed in Leutschenbach, Zurich, Switzerland, on December 20, 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Womöglich der zukünftige Arbeitsort vieler SRF-Mitarbeiter aus Bern: Die SRF-Studios in Zürich Leutschenbach. Bild: KEYSTONE

«Salamitaktik ist durchschaubar» – SRG beginnt mit Umsiedlung von Sendern nach Zürich

Bei den Umzugsplänen von Schweizer Radio SRF sind erste Pflöcke eingeschlagen worden. Der Nachrichtensender SRF 4 News soll nach Zürich verlegt werden. Der Verein Pro Idée Suisse bezeichnet die Pläne der SRG als «Salamitaktik».



Im September 2018 kam die Hiobsbotschaft aus dem Leutschenbach: Der SRG-Verwaltungsrat entschied, das SRF Radiostudio in Bern mit seinen 180 Vollzeitstellen nach Zürich zu verlegen. Nach harscher Kritik und politischem Druck krebste SRF-Direktorin Nathalie Wappler zurück: Im Juni dieses Jahres hiess es, dass lediglich ein Teilumzug stattfinden werde.

Als erstes trifft es nun vermutlich den 24-Stunden-Nachrichtensender SRF 4 News. Die Innovationsabteilung und das Newsteam, das unter anderem die Sendung «Heute Morgen» produziert, sollen laut einer gut informierten Quelle nach Zürich verlegt werden. Davon betroffen sind zwischen 30 und 70 Mitarbeiter. Definitiv entschieden wird laut SRF-Angaben bis Ende Jahr.

«Die Salamitaktik der SRG ist durchschaubar. Hoffentlich lässt sich die Politik von der SRG-Spitze nicht für dumm verkaufen.»

Béatrice Wertli, Verein Pro Idée Suisse

Pro Idée Suisse kritisiert Salamitaktik

Für Béatrice Wertli vom Verein Pro Idée Suisse, der sich für eine vielfältige Schweizer Medienlandschaft einsetzt, ist der Fall klar: «Die Salamitaktik der SRG ist durchschaubar. Hoffentlich lässt sich die Politik von der SRG-Spitze nicht für dumm verkaufen.» Für Wertli versucht die SRG den Umzug von Bern nach Zürich nun «unter dem Deckel» durchzubringen. «Die Medienvielfalt leidet. Zudem ist die Morgenzeit wohl die zukunftsträchtigste Radiozeit. SRF 4 macht genau diese Morgensendungen – Bern wird mit dem Wegzug die Radiozukunft abgeschnitten.»

Wertli fordert, dass die Politik nun genug Druck macht, dass sich die SRG-Spitze «wirklich und nicht nur pro forma und halbherzig zum Radiostandort Bern bekennt.»

Ungewisse Zukunft

Auch die Stimmung bei den SRF-Mitarbeitern in Bern ist gedrückt. Man wolle endlich Gewissheit, heisst es aus gut informierten Kreisen. Viele hätten zudem Angst vor dem schleichenden Abbau in Bern. Obwohl die Hintergrundsendungen «Echo der Zeit», «Rendez-vous» und das Tagesgespräch weiterhin in der Bundesstadt produziert werden, fürchte man sich in Bern vor der Bedeutungslosigkeit.

Die Mehrheit sei zwar erleichtert, dass nicht alles nach Zürich verlegt werde, doch man blicke ungewiss in die Zukunft. Bis 2024 will die SRG 50 Prozent ihrer Mittel in den digitalen Bereich stecken. Dafür baut sie extra ein digitales Audiozentrum in Zürich Leutschenbach. Die Leutschenbacher Radio Hall wird gemäss SRF-Audiostrategie zum zentralen Entwicklungs- und Produktionsstandort für digitale Angebote. Welche Bedeutung der Standort Bern dann noch hat, bleibt offen.

Mit Material von der sda

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 08.11.2019 22:49
    Highlight Highlight Man will, das der SRF spart weil angeblich zu aufgeblasen. Der SRF will sparen, wo liegt das Problem?

    Entweder man will möglichst tiefe Kosten, oder man anerkennt den sozialen Wert einer Firma und sorgt dafür, dass die Strukturen dezentral sein können. Beides zusammen geht nicht, entscheidet euch bitte.

  • ujay 08.11.2019 16:13
    Highlight Highlight Ist doch kein Problem. Höchstens für die Kantönligeist und Röstigraben- Fraktion!
  • bruder klaus 08.11.2019 01:24
    Highlight Highlight wir sollten eine neue abstimmung kontra srg starten, das ganze halte ich sowieso für einen betrug und täuschung. wir könnten locker auf die srg erzichten, und es würde jeden bürger 365.- weniger kosten im jahr!
    • Steckenpferd 08.11.2019 07:52
      Highlight Highlight Eine "No Billag Initiative" sozusagen? Das wär ja mal öppis ganz Neus!
  • Chrisiboy 07.11.2019 23:42
    Highlight Highlight Es macht doch keinen Sinn, ums Verrecken einen zweiten Standort aufrecht zu erhalten, wenn alles effizienter an einem Standort produziert werden kann.

    Es reicht völlig, wenn in Bern noch ein kleines Büro für Regionalnachrichten und Bundeshauskorrespondenten sind, alles Andere ist unnötig.
  • Chrigi-B 07.11.2019 22:20
    Highlight Highlight Das ganze Radio & TV der Deutschschweiz soll gefälligst in Zürich untergebracht werden.

    Es kann nicht sein, dass da auf die Befindlichkeiten der Mitarbeiter geschaut wird. Es geht um die Steuergelder der Allgemeinheit und die Ausgaben sollen gefälligst möglichst effizient und so tief wie möglich ausfallen.


    Es ist sowiso höchste Zeit, dass wir einen "Digitalisierungstätschmeister" in alle staatlichen & halbprivaten Unternehmen sowie allen Bundesämtern reinhauen!

    Zentralisierung + Digitalisierung + Personalabbau = Weniger verschwendetes Steuergeld.
  • Ökonometriker 07.11.2019 20:45
    Highlight Highlight So lange der Verein noch Geld hat um die Mieten und Löhne in Zürich zu bezahlen, geht es ihnen zu gut. Es gäbe in der Schweiz noch einige Regionen wo sowohl Mieten wie auch Lohnkosten bedeutend günstiger sind. Manche davon sind sogar in Pendeldistanz von Zürich - beispielsweise Olten.
    Der Zentralisierungswahn kostet am Ende mehr als er einspart...
  • kEINKOmmEnTAR 07.11.2019 18:37
    Highlight Highlight Wenn die SRG sparen sollte dann muss sie auch Büros zusammenlegen, Jobs streichen und das Angebot verkleinern dürfen (unter Berücksichtigung des gesetzliche Auftrages).
  • Garp 07.11.2019 16:51
    Highlight Highlight Ja, warum Zürich? Weil da SRF bereits, die grösste bestehende Infrastruktur hat. Ein Neuaufbau in St.Gallen, Luzern, Zug oder wo auch immer, würde Unsummen verschlingen.
    • Ökonometriker 07.11.2019 20:54
      Highlight Highlight Das Gebäude in Zürich liesse sich für noch grössere Unsummen verkaufen.
  • Frances Ryder 07.11.2019 16:32
    Highlight Highlight Höre kein Radio und hab noch nie von SRF 4 gehört. Dachte zuerst wir kriegen jetzt so einen behämmerten 24h News Sender à la FOX News🙈
  • ubu 07.11.2019 15:42
    Highlight Highlight Mit dem Argument, Kosten senken zu wollen ausgerechnet alles in der teuersten Stadt des Landes zu zentralisieren, ist hirnrissig. Würden es die SRG-Bosse ernst meinen (und könnten sie rechnen) zögen sie beispielsweise nach Biel.
    • Eisvogel 07.11.2019 23:17
      Highlight Highlight @ubu
      Genau, wie die UBS, die eine adm. /IT-Abteilung in Biel angesiedelt hat - die können rechnen. Für den Journalismus hätte Biel zudem die Zweisprachigkeit, die Nähe zur Romandie als Vorteil. Es erweitert automatisch den Horizont, wenn mehrere Sprachen gesprochen werden, es kulturelle Angebote in zwei Sprachen gibt - man bekommt so automatisch mit, was in anderen Sprachregionen aktuell ist, was die Menschen kümmert. Einfach so, gratis und franko bekommt man es mit.
      Und wenn im Journalismus nebst dem Handwerk etwas zählt, dann der weite Horizont.
  • TanookiStormtrooper 07.11.2019 14:37
    Highlight Highlight Mir schmeckt die zürichlastige Berichterstattung des SRF allgemein nicht so. Klar, ZH ist dicht besiedelt und deshalb ist es natürlich wahrscheinlicher, dass dort was gröberes passiert. Unsinn wie die jährliche Berichterstattung zum Sächseläuten kann man aber z.B. gerne Tele Zürich überlassen, für andere Regionen wurde die Berichterstattung solcher anlasse nämlich schon lange abgeschafft. Die Konzentrierung der Medien auf Zürich ist allgemein nich wirklich gut, aber fürs SRF bezahlt jeder, da müssen auch Interessen ausserhalb von ZH berücksichtigt werden.
    • Garp 07.11.2019 17:43
      Highlight Highlight Die Luzerner Fastnacht wird, z.B. auch immer übertragen.
    • Gianni48 07.11.2019 17:56
      Highlight Highlight Es werden auch Volksfeste aus andere Landesteilen gesendet und Live übertragen (Genf, Basel usw.). Es ist also nicht nur das Sächsilüüte!
    • TanookiStormtrooper 07.11.2019 18:17
      Highlight Highlight Die Fastnacht findet aber zur gleichen Zeit auch in anderen Kantonen statt, man ist dann also auch dort in Fastnachtsstimmung. Ausserdem sind auch die Motive immer wieder anders. Ich fände es aber auch schön, würde man nicht jedes Jahr nur Luzern und Basel zeigen und auch andere Kantone berücksichtigen.
      Das Sächseläuten ist aber wirklich jedes Jahr dasselbe. Zünfter reiten um einen "Schneemann" rum und alle warten bis dieser explodiert, einmal gesehen reicht für den Rest deines Lebens.
      Wie gesagt gibt es auch die Regionalsender, wer das sehen will kriegt es auch dort (ich empfange die alle).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leon1 07.11.2019 13:37
    Highlight Highlight Echt spannend wie die Bundesstädter jeweils lamentieren wenn irgendetwas aus Bern wegzieht. Als ob da nicht noch genügend Stellen in Bundes- und Bundesnahen Organisationen bestünden. Prinzip des Föderalismus ist es, auch andere Standorte zu berücksichtigen. Das Theater um das Radiostudio oder damals der Umzug des Bundesverwaltungsgerichts nach St.Gallen sind aus Sicht eines Ostschweizers wirklich nicht nachvollziehbar.

    Wenn es operativ Sinn macht das Studio nach Zürich zu verlegen, dann bitte! Was die Medienvielfalt angeht, so gibt es doch auch noch private Regionalradiosender.
    • Heinz Schmid 07.11.2019 13:55
      Highlight Highlight Journalisten, Produzenten, Moderatoren, Juristen, SBB-Mitarbeiter, Postmitarbeiter sind i.d.R. unterschiedliche Berufsgruppen.
    • Leon1 07.11.2019 16:02
      Highlight Highlight Ja richtig. Und?

      Wer heute in der Bundesverwaltung, Post, Swisscom, Bahn, etc. hoch hinaus möchte muss nach Bern. Analog als Journalist & Produzent eher nach Zürich. Ist aus wirtschaftlichen Gründen nunmal so - aber kein Grund für ein Drama staatspolitischen Ausmasses, zu dem es die Berner gerade heraufbeschwören.
    • ubu 07.11.2019 17:45
      Highlight Highlight Das sind nicht nur die Berner, Leon1. Die Medienkonzentration in Zürich finden jenseits von Oerlikon alle problematisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eisenhorn 07.11.2019 13:30
    Highlight Highlight Die SRG gibt anscheinend zu viel Geld aus und die Leute wollen keine BILAG zahlen. Aber gleichzeitig soll die SRG in allen Kantonen Leute anstellen? 26/23x Miete, Strom, Infrastruktur, Anbindung etc. . Man kanns den Leute echt nicht recht machen. Wenn Sie Bern ausbauen kommt wohl die nächste Schlagzeile "SRF Mitarbeiten reisen erste Klasse Täglich von Bern nach Zürich auf kosten der Steuerzahler" oder "Extrawurst for Chef von X, teure Büro's in Bern, obwohl in Zürich alles vorhanden wäre".

    Catch 22.

    • dan2016 07.11.2019 14:49
      Highlight Highlight nun, es geht glaub nicht darum, Bern auszubauen, sondern dass die SRG zum Sparen alles am teuersten Standort konzentriert.
    • Chrisiboy 07.11.2019 23:55
      Highlight Highlight Das hat doch nichts mit "teuersten Standort" oder "Zürich" zu tun. Leutschenbach hat die grösste Infrastruktur und den wichtigsten Standort, also zieht man es dort zusammen weil es sinnvoll ist, Aussenstandorte bleiben, mit dem für den Auftrag nötigen Personal, erhalten, alles Andere ist Geldverschwendung. Zudem hat die SRG bis jetzt nichts an die Stadt Zürich für das Baurecht bezahlt. Also so teuer kann's nicht sein.

      https://www.stadt-zuerich.ch/fd/de/index/das_departement/medien/medienmitteilungen/2019/oktober/191023a.html
    • dan2016 08.11.2019 07:49
      Highlight Highlight @Leutschenbach hat nicht zufällig die 'grösste' Infrastruktur, sondern es wurde - die Öffentlichkeit angelogen - beinahe heimlich gebaut (ich gehöre zu den verarschten Genossenschaftsmitgliedern). Gebaut, obwohl die Infrastrkutur bereit vorhanden war. Und die Baurechtzinse mögen erheblich sein (und noch teuer werden) aber sind definitiv nicht der wesentlichste Standortfaktor, der einen Standort teuer macht.
  • Vecchia 07.11.2019 13:20
    Highlight Highlight ja logisch,
    weil Staats-TV/Radio für die Berichterstattung aus Bundes-Bern verantwortlich sind, muss nach Züri gezügelt werden...
    und weil mit neuesten digitalen Technologien ortsunabhängig gearbeitet werden kann, wird jetzt zentralisiert und der Pendlerstrom vergrössert...




    • Leon1 07.11.2019 15:39
      Highlight Highlight Die Bundeshausredaktion bleibt so oder so in Bern.
      Nächstes Argument?
    • Vecchia 07.11.2019 17:20
      Highlight Highlight "Nächstes Argument?"

      Der Kanton Bern ist am Röschtigraben und die vorwiegend deutschsprachige Verbindung zur Romandie.
      Durchschnittszürcher haben null Ahnung wie die Westschweiz tickt, während die Berner nahe am Geschehen in dieser Region sind.

      Zentralisierung ist Gift für die kulturelle Vielfalt und den Föderalismus. Fehlt nur noch, dass sie RSI nach Chur rufen um die Ticinesen dann mit RTR uf Züri zu zügeln. (Les Romands würden wahrscheinlich mit RTS gleich nach Frankreich, wenn sie Leutschenbach sie ebenfalls holen möchte)


      (um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin Zürcherin)
    • Leon1 07.11.2019 17:53
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber das ist reine Polemik.
      Die SRG hat weiter ihren Sitz in Bern. Wir reden von Vorgängen innerhalb der SRG-Deutschschweiz. RSI, RTR und RTS haben damit gar nichts zu tun. Ebenso die Verbindung zur Romandie?! Wenn so argumentiert werden soll, dann höchstens, dass Bern die Verbindung ins Oberwallis ist.

      Wenn hier das Regionalstudio Bern zur Achillesferse des Zusammenhalts der Schweizer Sprachregionen hochstilisiert wird muss ich mir echt an den Kopf fassen. Und das Stichwort Föderalismus vs Zentralismus ist bei Bundesnahen Organisationen eher ein Argument FÜR einen Wegzug...
  • Sandro Lightwood 07.11.2019 13:19
    Highlight Highlight Kostet hat viele Standorte zu haben. Und die SRG soll doch sparen? Immer dr 5er und ds Weggli welle ha...
    • sigma2 07.11.2019 15:17
      Highlight Highlight Absolut, die SRG soll sparen und alles in Zürich konzentrieren. Ich möchte, dass die Steuer halbiert wird.
  • Roblock 07.11.2019 13:11
    Highlight Highlight Es ist also eine Hiobsbotschaft nach Zürich zu müssen? So schlimm finde ich das jetzt nicht. Die Leute vom Bundesgericht mussten nach St. Gallen. Die hat es viel schlimmer erwischt.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 07.11.2019 17:04
      Highlight Highlight Nichts da! Die Bundesverwaltungsrichter sind Glückspilze!

      Wer bitte will nicht nach St. Gallen?
    • Bruuslii 07.11.2019 18:52
      Highlight Highlight sangallää!
  • Supermonkey 07.11.2019 13:10
    Highlight Highlight Die SRG soll sparen und schrumpfen, eine kostensparende Zentralisierung will man aber nicht. Da ist die SRG im Clinch und man kanns den Kritikern wiedereinmal nicht recht machen... http://N
    • Heinz Schmid 07.11.2019 13:49
      Highlight Highlight Kritikern der Kosten und den Kritiker der Zentralisierung sind gegenüberstehende Lager und keine Schnittmenge.
    • Herr J. 07.11.2019 14:56
      Highlight Highlight Dass Zentralisierung Kosten spart, glauben auch nur noch Hardcore-Optimisten.
      Die SRG wirbt mit Idée suisse und zelebriert das Staatstragende, lebt dem aber nicht mehr nach. Das darf man durchaus kritisieren. Gegen Züri habe ich nix, aber gegen blinden Zentralisierungsfuror.
    • Neruda 07.11.2019 15:43
      Highlight Highlight Föderalismus funktioniert nicht mit Zentralisierung. Oder wenn man dann schon zentralisieren muss, nicht immer nach Zürich rennen. Gibt noch andere attraktive Kleinstädte. Würde auch der Berichterstattung gut tun, würde die Perspektive nicht aus einem der grossen Centren kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 07.11.2019 13:06
    Highlight Highlight Einmal mehr zeigt die Führung der SRG wenig Fingerspitzengefühl für ihre Entscheidungen und man fragt sich schon, mit welchen Mehrheiten solche Entscheide im Gremium getroffen werden oder wird einfach mal die Finger in die Luft gehalten um zu sehen wie der Wind drehen könnte. Auf die Mitarbeitenden und deren Familien wird, wie auch in anderen Betrieben oft zu sehen, kaum Rücksicht genommen. Wahrlich, eine traurige Geschichte, welche hier geschrieben wird und man könnte nicht meinen, dass diese Damen und Herren VR auf all diese Angestellten angewiesen wären.


    • sigma2 07.11.2019 15:20
      Highlight Highlight Die Mitarbeiter der SRG hatten bis jetzt einen Schoggi Job mit irre hohen Löhnen und Sozialleistungen. Jetzt dürfen sie auch mal was für die SRG tun.
    • rmsb 07.11.2019 16:49
      Highlight Highlight Woher willst du das wissen?
    • sherpa 08.11.2019 09:18
      Highlight Highlight An Sigma, neidisch oder was? Wenn denn dem so wäre wie Sie behaupten fragt man sich schon mal, weshalb Sie denn nicht bei der SRG arbeiten,oder kann es sein, dass Sie dazu eher nicht prädestiniert sind?
  • P. Silie 07.11.2019 13:00
    Highlight Highlight Logisch wehrt man sich in Bern, hat man ja bislang das Monopol auf Staatsstellen sowie Semi-Privatisierte Firmen gehabt (Swisscom, Postfinance, SBB und wie sie alle heissen). Man sieht da wohl bereits die Felle davon schwimmen, wenn plötzlich marktwirtschaftliche Kriterien Einzug halten würden.
    • danilo87 07.11.2019 14:03
      Highlight Highlight Jaja, so einfach ist die Sache dann doch nicht, gell. Mann muss auch sehen, dass in Bern etliche Standorte an absoluter Toplage einem steuerbefreiten Unternehmung (nämlich dem Bund) zur Verfügung gestellt werden muss.
      Mal abgesehen davon tut die Stadt mit ihrer destruktiven Inselpolitik (z.B. Velostadt) nicht gerade viel für einen attraktiven Standort (siehe z.B. auch SRF), das stimmt schon. Aber das Problem ist vielschichtig.
    • michiOW 07.11.2019 17:10
      Highlight Highlight @dani
      Aber die meisten dieser Jobs an ausserordentlich guter Lage werden von Berner Steuerzahler ausgeführt.
    • danilo87 07.11.2019 17:28
      Highlight Highlight Ich arbeite (noch) beim Bund. Einige wohnen hier, viele sind aber von extern. Benachbarte Kantone wie Solothurn oder Freiburg.
  • PHM 07.11.2019 12:27
    Highlight Highlight Es ist mir klar, dass Einzelschicksale dahinterstecken und der eine oder andere Mühe mit dem neuen Arbeitsweg haben wird. In Bern und Umgebung (bspw. BAKOM Biel, BFS Neuchâtel) sind Bundessstellen und bundesnahe Stellen aber sowieso extrem übervertreten. Das liegt zum Teil in der Natur einer 'Bundes'-Stadt. Es kann aber sicher nicht schaden wenn mehr als nur der TV-Teil von SRF in Zürich wäre. Sage ich als Nicht-Zürcher. So werden diese Stellen nicht nur für Zürcher, sondern auch für Zentral- und Ostschweiz erschlossen, und für die meisten Berner wäre es dank der Bahn 2000 Strecke keine Sache.
    • Neruda 07.11.2019 12:43
      Highlight Highlight Ehm, in Zürich konzentrieren sich dafür die Schweizer Medien. Sicher gut für eine ausgewogene Berichterstattung, wenn alle grossen Redaktionen in Zürich sitzen.
    • El Vals del Obrero 07.11.2019 12:46
      Highlight Highlight Die Bahn 2000 fährt in beide Richtungen und auch andere Städte haben genau so ein Umland.
    • Dewar 07.11.2019 12:57
      Highlight Highlight Das stimmt einfach nicht. Gerade in den betroffenen News-Sparten verrichten die Radioleute oft 24h-Schichtarbeit, die auch ohne langes Pendeln schon anspruchsvoll ist - also wenig Flexibilität, Beginn z.T. frühmorgens und spätabends, das Sozialleben leidet. Wenn dann noch gegen 2h Pendeln (und das muss man rechnen von Bern-Agglo bis Leutschenbach) pro Weg hinzukommen, ist es schlicht unmöglich, denn auch die Bahn 2000 fährt nicht um 3 Uhr morgens. Klar kann man jetzt sagen, die Leute sollen halt umziehen, oder sich einen anderen Job suchen. Aber wo denn, wenn sich alles in Zürich zentriert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 07.11.2019 12:26
    Highlight Highlight Für den Landeszusammenhalt, den die SRG laut Auftrag doch fördern soll,ist es wohl ziemlich kontraproduktiv, wenn die nicht-Zürcher eine Abneigung gegen Zürich und Zürcher entwickeln, weil diese Stadt irgendwie alles in der Schweiz "aufsaugt" und praktisch ein Monopol über die Berichterstattung aus der Deutschschweiz hat.

    Etwa so wie bei Paris in Frankreich,nur ist Frankreich traditionellerweise ein zentralistisches Land.

    Dass Konzentrationen finanziell unvermeidbar sind, ist wohl so Aber wenn schon die Printmedien und die privaten Medien alle nach ZH gehen,könnte doch die SRG woanders hin.
    • Warumdennnicht? 07.11.2019 13:00
      Highlight Highlight "nicht-Zürcher eine Abneigung gegen Zürich und Zürcher entwickeln"

      Das muss sich nicht entwickeln. Das ist ja heute schon so.
    • hallerph 07.11.2019 13:38
      Highlight Highlight Eure Abneigung ist nicht gegen Zürcher, sonder gegen die Zugezogenen, die nun Zürich verstopfen.
      Züricher, z.B.. Oder die, die am Wochenende hier mit dem Auto shoppen kommen.
      So.
  • landre 07.11.2019 12:25
    Highlight Highlight Scheint effektiv eine perfide Salamitaktik seitens der SRG zu sein, aber Zürich hat nun der idealste Nährboden für Digitalisierung und anderes in der Schweiz. Also hat Bern geschlafen? Und ist Inhalt im 21. Jahrhundert nicht so oder so viel gewichtiger als Standort?

    Und warum soll die CH-Medienvielfalt darunter leiden?
    • El Vals del Obrero 07.11.2019 12:38
      Highlight Highlight Egal, wie viel Mühe man sich gibt, mit der Zeit werden halt trotzdem die meisten Mitarbeiter von Zürich kommen. Klar wird es weiterhin Regionalberichterstattung von anderen Orten geben, aber bei allem anderen gibt es dann halt nur noch die zürcher Sicht. Oftmals geht es da um Details, bei denen es einem vielleicht gar nicht bewusst ist, dass sie in anderen Regionen anders sind.

      Und wenn der Standort nicht so gewichtig ist, warum ist dann trotzdem "Zürich der ideale Nährboden für die Digitalisierung"? Das ist doch irgendwie ein Wiederspruch.
    • landre 07.11.2019 12:51
      Highlight Highlight @El Vals

      Jein, denn durch sachliche Differenzierung von Politik und Technik/ Technologie, kann zwischen "politischem Standort" und oder "technischem Standort" differenziert werden.

      Dasselbe Prinzip kann auch auf Inhalt bezogen werden.

      (Falls sich Zürich zukünftig als politischen un nicht technischen Standort profilieren will, so wie den Inhalt politisch definieren und dominieren will, dann wird die nächste "No-Billag" Initiative wahrscheinlich vom Souverän angenommen...)
    • El Vals del Obrero 07.11.2019 12:58
      Highlight Highlight Die Arbeitswege, die mit der Zeit über die Mitarbeiterzusammensetzung entscheiden, sind aber vom "technischen" und nicht vom "politischen" Standort abhängig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gardiner 07.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Ich habe Verständnis dafür, dass wir alle nur ungern aus unserer Comfortzone bewegt werden. Und trotzdem höre ich aus dieser Ecke immer bloss "Mimimi". Wenn man bedenkt, wieviel Zuckerguss es auf einer Anstellung beim SRF hat, welche Vorzüge Mitarbeitende dort geniessen und wie sehr der Grossteil der restlichen Arbeitnehmenden unter Leistungsdruck, Sorge um Arbeit im Alter, Anstellungen nur noch auf befristeter Basis und, und, und leiden - macht mal einen Realitycheck und seid froh, überhaupt einer Arbeit nachgehen zu können, welche euren Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Gopferdeckel.
    • Dewar 07.11.2019 13:09
      Highlight Highlight Ähm, das ist ja genau das, worum die Mitarbeitenden jetzt fürchten? Es geht hier nicht um Zückerli, sondern viele werden vor die Wahl gestellt, ob sie ihren Job verlieren oder nach Zürich ziehen wollen. Ein Jobwechsel löst das Problem aber auch nicht unbedingt, weil sich auch andere Medienstellen immer mehr zentrieren. Gerade für ältere Arbeitnehmer ist ein Umzug u.U. schwierig, und Pendeln ist je nachdem unmöglich. Klar kannst du sagen, dass das andernorts auch passiert und dass sich die Leute zusammenreissen sollen, aber das Ganze als ungerechtfertigtes Gejammer abzutun finde ich nicht okay.
    • rmsb 07.11.2019 13:36
      Highlight Highlight Welche Vorzüge? 🤔
    • Vecchia 07.11.2019 13:43
      Highlight Highlight "....Wenn man bedenkt, wieviel Zuckerguss es auf einer Anstellung beim SRF hat...

      Das war einmal, diese Aussage trifft nur noch für tiefste Vergangenheit zu.

      Ausserdem reicht es ja, wenn "der Grossteil der restlichen Arbeitnehmenden" durch die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt krank werden und steigende Gesundheitskosten verursachen. Extremer Leistungsdruck und schlechte Arbeitsbedingungen sollten eigentlich nicht das Mass aller Dinge sein...











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Dieses nukleare Grab im Pazifik droht gerade auszulaufen – Klimawandel und USA sei Dank

Auf den Marshallinseln wurden im Kalten Krieg mehr als 60 Atombomben getestet. Die radioaktiv verseuchte Erde wurde in ein Loch geschüttet und mit einer Betonkuppel versiegelt. Nun droht «The Tomb» jedoch auszulaufen.

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