Hochnebel
DE | FR
1
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Medien

Affäre Hildebrand: Staatsanwaltschaft sagt, Weltwoche-Journalist Engeler wurde nicht überwacht

Affäre Hildebrand: Staatsanwaltschaft sagt, Weltwoche-Journalist Engeler wurde nicht überwacht

05.04.2016, 16:4605.04.2016, 17:19
Urs Paul Engeler.
Urs Paul Engeler.
screenshot srf

Es gibt eine weitere Strafanzeige in der «Affäre Hildebrand»: Der Journalist Urs Paul Engeler hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, weil er telefonisch überwacht worden sei. Die Zürcher Staatsanwaltschaft weist den Vorwurf zurück.

Im Visier habe er unter anderem die Zürcher Staatsanwaltschaft, sagte Engeler am Dienstag in einem Interview mit der Kommunikationsplattform «Persönlich». Aber auch Drittpersonen, welche «die Inhalte meiner Kommunikation einer Zeitung zugetragen haben», sollen allenfalls überprüft werden.

Engeler, der in der «Weltwoche» über den «Fall Hildebrand» schrieb, stösst sich daran, dass er von der Staatsanwaltschaft telefonisch überwacht worden sein soll: «Ich fühle mich nicht nur in meiner Privatsphäre verletzt, sondern vor allem in meiner journalistischen Arbeit behindert.»

Deshalb habe er nach Konsultation mit einem Anwalt die Strafanzeige wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses und des Amtsgeheimnisses eingereicht.

«Engeler ist als Kommunikationspartner im Verfahren gegen Lei aufgetaucht»

Der «Tages-Anzeiger» hatte in der vergangenen Woche aus Verfahrensakten zur Affäre Hildebrand berichtet: Er zitierte aus telefonischen Kontakten und aus dem SMS-Verkehr verschiedener involvierten Personen.

Demnach hatte Engeler unter anderem dem Thurgauer SVP-Kantonsrat Hermann Lei aufs Tonband gesprochen: «Si hend jo villecht no Informatione für mich. Ich wär erreichbar.»

Der Journalist sei aber nicht überwacht worden, hiess es bei der Zürcher Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Weder ist Herr Engeler telefonisch überwacht noch ist gegen ihn eine rückwirkende Randdatenerhebung angeordnet worden», teilte Sprecherin Corinne Bouvard mit.

Vielmehr sei er als «Kommunikationspartner im Verfahren gegen Lei aufgetaucht». Dieser habe ausdrücklich das Einverständnis zur Auswertung der Daten und deren Verwendung durch die Strafverfolgungsbehörden abgegeben. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
64-Jähriger sieht Polizei-Kontrolle auf A1 im Aargau und wendet – verhaftet

Ein 64-jähriger Falschfahrer auf der Autobahn A1 bei Neuenhof AG ist in der Nacht auf Donnerstag von der Polizei aus dem Verkehr gezogen und in Handschellen gelegt worden. Der Schweizer war gemäss Polizeiangaben verwirrt. Die Staatsanwaltschaft liess den Lenker festnehmen.

Zur Story