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Plagiat: NZZ kündigt «Nebelspalter»-Journalisten noch vor Stellenantritt

Dominik Feusi spricht in einem Youtube-Video über Taktik der SP bei der Abstimmung zur 13. AHV-Rente.
Dominik Feusi spricht in einem Youtube-Video über Taktik der SP bei der Abstimmung zur 13. AHV-Rente. Bild: screenshot youtube

NZZ kündigt «Nebelspalter»-Journalisten noch vor Stellenantritt — wegen einem Plagiat

30.05.2026, 17:4730.05.2026, 19:03

Eigentlich hätte der stellvertretende Chefredaktor und Bundeshauschef «Nebelspalters», Dominik Feusi, eine neue Stelle im Wirtschaftsressort der «NZZ» antreten sollen.

Einem Bericht des Blicks zufolge kündigte ihm die Zürcher Tageszeitung noch vor dem geplanten Start am 1. Juli. Der Grund: Feusi habe im Herbst 2024 über 90 Prozent einer Nahost-Analyse der britischen Tageszeitung «Telegraph» abgeschrieben und im «Nebelspalter» publiziert.

Blick auf auf die Fassade des Verlags Neue Zuercher Zeitung, an der Falkenstrasse in Zuerich, am Freitag, 11. April 2003. Die NZZ-Gruppe ist letztes Jahr mit 50 Millionen Franken in die roten Zahlen a ...
Die Fassade des Verlags Neue Zürcher Zeitung, an der Falkenstrasse in Zürich.Bild: KEYSTONE

In besagtem Artikel in der konservativen britischen Zeitung «The Telegraph» machte der Autor Allister Heath Stimmung für einen israelischen Angriff auf den Iran. Dominik Feusi übersetzte diesen Text und verkaufte die Gedanken seines britischen Berufskollegen im «Nebelspalter» als seine eigenen.

«Es gibt keine Entschuldigung»

«Wir können Sie darüber informieren, dass Dominik Feusi die Stelle bei der NZZ nicht antreten wird», erklärte ein Sprecher der «NZZ» nach der Konfrontation des «Blicks». Zum Zeitpunkt der Anstellung sei der Sachverhalt den zuständigen Personen noch nicht bekannt gewesen. Der Fall sei mit den publizistischen Grundsätzen des Hauses nicht vereinbar. «Vor diesem Hintergrund hat die NZZ entschieden, den Vertrag mit Dominik Feusi vor seinem Stellenantritt zu kündigen», so der Sprecher weiter.

Feusi selbst antwortete dem «Blick»: «Es gibt überhaupt keine Entschuldigung für das, was ich gemacht habe. Das ist ein klares Plagiat, so etwas darf nicht passieren.» Der «Nebelspalter» hätte an jenem Tag dringend noch eine Geschichte gebraucht, und er sei allein für die Website verantwortlich gewesen. Deshalb habe er auf Notizen zurückgegriffen, in denen auch die Analyse des «Telegraph» enthalten gewesen sei.

Als Mitglied der Geschäftsleitung trägt Dominik Feusi beim rechtsbürgerlichen «Nebelspalter» seit 2021 viel Verantwortung. Zusammen mit dem Verleger Markus Somm moderierte er den Polit-Podcast «Bern einfach». Davor arbeitete er als Wirtschaftsredaktor im Hause Tamedia. (val)

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    26 Kommentare
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    Gurgelhals
    30.05.2026 18:03registriert Mai 2015
    Lol, Feusi. Den hab ich noch in Erinnerung, als er beim Tagi regelmässig dieser oberpeinlichen Meinungsstücke raushaute. Vorher war er meines Wissens Lobbyist in Bundesbern und man könnte auch sagen, dass er dies zeitlebens geblieben ist. Dann verschwand er zum Glück bei der Nebelwoche. Und dass Gujer den nun unbedingt noch bei der NZZ haben wollte, bestätigt (neben zahlreichen weiteren zweifelhaften Neuanstellungen und gewichtigen Abgängen in der letzten Zeit) ja auch nur, dass dieser den Umbau zum ultrarechten Schundblatt vor seiner Pensionierung unbedingt noch vollenden will.
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    Chuchichäschtli
    30.05.2026 18:24registriert März 2022
    NZZ und Nebelspalter wären ja ansonsten der perfekte Match.
    Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der eine vom anderen geschluckt wird und Somm endlich in Rente geht oder sein Gnadenbrot bei der NZZ verdient.
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    The litterbox incident
    30.05.2026 18:30registriert März 2025
    "«Es gibt überhaupt keine Entschuldigung für das, was ich gemacht habe.» ... Der «Nebelspalter» hätte an jenem Tag dringend noch eine Geschichte gebraucht ..."

    1. "Dafür gibt es keine Entschuldigung."
    2. "Hier ist die Entschuldigung: ..."
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