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HANDOUT -  SVP-Nationalrat Thomas Aeschi mit Kindern in Mendefera, einem Dorf in Eritrea, im Februar 2016. Waehrend rund zweier Wochen waren die gruene Aargauer Regierungsraetin Susanne Hochuli sowie die Nationalraete Thomas Aeschi (SVP/ZG), Claude Begle (CVP/VD), Christian Wasserfallen (FDP/BE) und Yvonne Feri (SP/AG) in Eritrea unterwegs. Die Reise loeste eine Kontroverse aus. Kritiker halten sie fuer eine Propaganda-Offensive des diktatorischen Regimes. Aeschi erklaerte am Mittwoch, 10. Februar 2016, gegenueber der Nachrichtenagentur sda, er wuerde sich nicht anmassen, nun die Menschenrechtssituation in Eritrea zu beurteilen. Doch er habe sich in den sechs Tagen

Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi unterwegs in Eritrea: Die Lage in der ostafrikanischen Diktatur sei viel besser, als in der Schweiz dargestellt.
Bild: THOMAS AESCHI

Nach Treffen mit Sommaruga: Jetzt schweigt die Eritrea-Reisegruppe

Mehrere Politiker forderten nach einer Ostafrika-Reise ein Treffen mit Justizministerin Sommaruga. Dieses hat stattgefunden. Die Beteiligten wollen aber nicht darüber sprechen.

Lorenz Honegger / Nordwestschweiz



Ein offener Brief, eine Pressekonferenz, zahllose Interviews in Zeitungen und Fernsehen: Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne) sowie die Nationalräte Christian Wasserfallen (FDP), Claude Béglé (CVP) und Thomas Aeschi (SVP) liessen diesen Februar nichts unversucht, um ihre Reise nach Eritrea medial zu inszenieren.

Ihr Tenor war stets derselbe: Die Situation in der ostafrikanischen Diktatur sei viel besser, als sie vom Departement von Asylministerin Simonetta Sommaruga dargestellt werde.

Eine brisante Feststellung, wenn sie den Tatsachen entspräche: Aus keinem anderen Land verzeichnet die Schweiz mehr Asylgesuche als aus Eritrea.

In einem Schreiben verlangte die Reisegruppe ein Treffen mit Sommaruga, um der Bundesrätin ihre Forderungen vorzutragen:

Gestern Abend hat das Treffen mit Sommaruga stattgefunden, wie Nationalrat Aeschi bestätigt. Doch darüber sprechen wollen die Beteiligten nicht: «Wir haben Stillschweigen vereinbart.»

Über die Gründe der plötzlichen Verschwiegenheit lässt sich nur spekulieren. Fakt ist: In den Augen Sommarugas und ihrer Experten ist die Reisegruppe mit allzu idyllischen Vorstellungen nach Hause gekehrt. Eritrea mag auf Touristen ein ordentliches Bild abgeben. Die Menschenrechtslage in der Diktatur gilt bis heute als prekär. (aargauerzeitung.ch)

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