Schweiz
Migros

Migros streicht Stellen von Delica-Tochter in Deutschland

delica migros
Die Fabrik von Delica in Buchs AG.Bild: screenshot / google maps

Migros streicht Stellen von Delica-Tochter in Deutschland

18.12.2025, 11:0018.12.2025, 11:29

Das Unternehmen Delica produziert zahlreiche Eigenmarken für die Schweizer Detailhändlerin Migros. Dazu gehören Snack- oder Kaffeemarken.

Delica hat ebenfalls Büros und Produktionen in Deutschland. Diese hat die Migros nun drastisch gekürzt, wie der «Blick» berichtet. Fast drei Viertel der deutschen Belegschaft wurden im Jahr 2025 entlassen.

Ende dieses Jahres sind noch 26 Angestellte bei Delica in Deutschland beschäftigt, Ende 2024 sollen es noch 98 gewesen sein. Dies bestätigt die Migros auf Anfrage des «Blick». Grund für die Entlassungen sei eine Neuausrichtung.

ARCHIVBILD ZUM UMSATZ DER MIGROS IM GESCHAEFTSJAHR 2021, AM DIENSTAG, 18. JANUAR 2022 - Das Migros Logo beim Ladeneingang, fotografiert am Samstag, 17. Februar 2018, am Flughafen Zuerich. (KEYSTONE/Me ...
Um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, verabschiedete sich Migros vor Kurzem auch von Hotelplan oder Micasa. Bild: keystone

Der Standort in Berlin wurde Ende Juli 2025 geschlossen. Die beiden verbliebenen Standorte in Müllheim und Düsseldorf bleiben vorerst weiter in Betrieb.

Die von den Veränderungen betroffenen Mitarbeiter seien vor allem aus dem Verkauf und Marketing.

Neuer Chef für weniger Mitarbeiter

Auch der ehemalige Chef von Delica, Xerxes Shahparast, musste gehen. Der Grund dafür ist laut der Migros, dass sich die Anforderungen an diese Position verändert hätten. Shahparast ist mittlerweile Chef der Konkurrenz-Kaffeemarke Segafredo Zanetti.

Der neue Delica-Chef heisst Veith Bös. Begründet wird die Übernahme von Bös damit, dass man sich bei Kaffeebohnen, Schokolade und Biskuits in Deutschland aus dem stationären Handel zurückgezogen habe.

Auch Marken betroffen

Auch Marken sind von diesem Rückzug aus dem deutschen Markt betroffen, dazu gehören unter anderem Café Royal oder Schwiizer Schüümli. Und auch die Schokoladenmarke Frey gibt es nicht mehr in den deutschen Regalen, sondern nur noch Online.

Illy setzt neuerdings auf das Coffee-B-System der Migros.
CoffeeB sind kompostierbare Kaffeekapseln.Bild: Michael Buholzer / AP

Das wichtigste Standbein im Nachbarland hingegen sei CoffeeB. Deutschland sei neben der Schweiz der wichtigste Absatzmarkt für das Kaffeesystem, wie eine Sprecherin der Migros sagt.

Deutsche Kunden können Produkte aus der Migros weiterhin online bestellen. Um die Logistik und den Kundendienst kümmern sich die verbliebenen 26 Angestellten. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Migros-Produkte mit Lieferunterbruch
1 / 7
Migros-Produkte mit Lieferunterbruch

Von Kellog's,

quelle: benjamin weinmann
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So eine Migros-Filiale hast du (vermutlich) noch nie gesehen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
100'000 Franken für Brandschutz – dieser Gastronom sieht die hohen Kosten anders
Im Herbst investierte Joel Ibernini rund eine Viertelmillion Franken in den Ausbau seiner Badener Weinbar, ein grosser Teil davon floss in Brandschutzmassnahmen. Damals habe er deshalb «die Faust im Sack gemacht» – jetzt sagt er, wo aus seiner Sicht die Kantone ansetzen könnten.
Wie so viele ist auch Gastronom Joel Ibernini von der Katastrophe in Crans-Montana erschüttert. «Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas Schockierendes in der Schweiz passieren kann», sagt der Badener, der seit fünf Jahren an der Weiten Gasse erfolgreich das «Armando’s Pane e Vino» führt. Inzwischen hat er zwei weitere Weinbars in Zürich eröffnet sowie eine im bündnerischen Klosters. Einen weiteren Ableger plant er in diesem Jahr in Aarau. «Wenn so etwas in einem meiner Betriebe passiert wäre, weiss ich nicht, wie ich damit leben könnte», fügt er hinzu.
Zur Story