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Schweiz steht vor einem leichten Rechtsrutsch – zeigt eine neue Umfrage

Die Schweiz steht vor einem leichten Rechtsrutsch – zeigt eine neue Umfrage

26.08.2022, 06:0012.01.2023, 14:47
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Die GLP und die FDP legen leicht zu, die Grünen büssen trotz Hitze-Sommer Wähleranteile ein: Grosse Veränderungen sind bei den nationalen Wahlen 2023 laut einer neuen Umfrage aber nicht zu erwarten.

ARCHIV --- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM SONNTAG, 20. OKTOBER 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES HISTORISCHES BILDMATERIAL ZUM THEMA WAHLKAMPAGNE UND WAHLPLAKATE ZUR VERFUEGUNG --- Sandwich-Maenne ...
Diese zwei Männer werben 1975 in Genf für die Parlamentswahlen.Bild: KEYSTONE

Bei SP, SVP und Mitte sind die erwartbaren Wählerverschiebungen bei den Nationalratswahlen 2023 kleiner als 1,1 Prozentpunkte und damit innerhalb des Fehlerbereichs der am Freitag publizierten Umfrage von Tamedia und «20 Minuten». In der Tendenz würde indes die SVP leicht zulegen, während SP und Mitte Wähleranteile einbüssten.

Wenn also aktuell Nationalratswahlen stattfänden, käme es laut der Umfrage zu einem leichten Rechtsrutsch. Die FDP erhielte 16,4 Prozent (plus 1,3 Prozentpunkte) und die GLP 9,2 Prozent (plus 1,4 Prozentpunkte) der Wählerstimmen. Die Grünen verlören im Gegenzug 1,4 Prozentpunkte und hätten noch einen Wähleranteil von 11,8 Prozent.

Bereits im Dezember 2021 führten Tamedia und «20 Minuten» die identische Umfrage durch. Damals deuteten die Ergebnisse neben der GLP auf die SVP als Wahlgewinnerin hin. Die Grünen schlossen schon bei der Dezember-Umfrage leicht schlechter ab als bei den Wahlen 2019. Allerdings liegt die Partei noch immer deutlich über dem Ergebnis der Wahlen 2015.

In der Umfrage wurden auch Einkommen und Bildungsniveau erfragt und mit der Parteienpräferenz verglichen. Während die SP bei Menschen mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss am beliebtesten war, stiegen die Zustimmungswerte der SVP, je geringer Einkommen und Bildung der Befragten sind. Bei Menschen mit einem Einkommen von über 11'000 Franken pro Monat schnitt die FDP am besten ab.

Für die Umfrage wurden Mitte August etwas mehr als 26'000 Personen befragt. Die Ergebnisse wurden für die Analyse nach demographischen, geographischen und politischen Variablen modelliert. Die Umfrage sei damit repräsentativ, sagte Politologe Fabio Wasserfallen, der in die Durchführung der Umfrage involviert war, zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (sda)

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360 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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mrmikech
26.08.2022 06:51registriert Juni 2016
"...die Zustimmungswerte der SVP stiegen, je geringer Einkommen und Bildung der Befragten..."

Ausbildung verbessern, und löhne hoch. Wäre gut für alle.
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Beta Stadler
26.08.2022 06:59registriert Mai 2020
Ich befürchte weit mehr als einen leichten Rechtsrutsch. Und dafür können wir uns dann bei den woken Wohlstandskindern bedanken welche meinen, Gesetz und Verfassung müsse man noch mit ihrer persönlichen Shitstorm-Agenda ergänzen. Reaktionärer Populismus oder woke Ideologien - alles andere dazwischen geht unter. Dabei gäbe es dringend grosse Probleme zu lösen. Bad times.
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rumpelpilzli
26.08.2022 07:04registriert November 2015
Ich verstehe nicht warum es die linke nicht schafft die bildungsärmeren und weniger Vermögenden zu erreichen. Sie machen ja genau Politik bei der diese Menschen profitieren. Die svp macht Politik für die Reichen
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