Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die grosse No-Billag-Doku: Das passiert, wenn das SRF über das SRF berichtet



Vier Tage ist es her, dass ein kollektiver Seufzer der Erleichterung durchs Land ging. Und zwar nicht nur, weil die radikale No-Billag-Initiative von mehr als 70 Prozent der Stimmenden und von allen Ständen abgelehnt wurde. Gegnern wie Befürwortern der Initiative war am Abstimmungssonntag anzumerken, dass auch sie genug hatten. Der monatelange Abstimmungskampf zehrte an den Nerven, den Portemonnaies und am Zusammenhalt eines ganzen Landes.

Nun ist bei den Befürworter das Wundenlecken langsam vorbei, die siegreichen Gegner haben sich hämische Kommentare weitgehend gespart  – man ist rundum zum courant normal zurückgekehrt. 

Und jetzt schon wieder No Billag. Zur besten Sendezeit. Auf dem Billag-Sender SRF 1. 

Too much too soon? Im Gegenteil.

Bild

Bild: screenshot/srf

Die gut einstündige SRF-Dokumentation «Im Kreuzfeuer» beleuchtet, wie eine derart radikale Vorlage wie die No-Billag-Initiative überhaupt erst an die Urne kommen konnte. Was die Vorbedingungen waren und wer die zentralen Akteure. Wer wann wie und wo eingespurt hat, damit wir am Schluss über die Abschaffung der Fernseh- und Radiogebühren abstimmen mussten oder durften.

Damit wird auch der Mythos der Bieridee entkräftet, den viele Medien bereitwillig bewirtschaftet hatten: Vier Studenten, die sich eines Abends eine Idee antranken und damit den medialen Service Public an den Rand des Kollapses brachten. Die libertären Initianten waren klassische Trittbrettfahrer, sie sprangen auf einen Zug auf, der sich schon lange mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit durch die Fernseh- und Radiolandschaft pflügte. 

Die Macher haben den historischen Rückblick in vier Sequenzen aufgeteilt. 

  1. Den politischen Beschluss, das SRF vor ausländischem Einfluss zu schützen in den frühen 90ern.
  2. Die Weigerung in den 90ern, private Konkurrenz im TV-Bereich zuzulassen.
  3. Das Expansionsstreben des SRF Ende der 90er- und Anfang der 00er-Jahre unter Generaldirektor Armin Walpen.
  4. Die heftige Kritik, die der als «Moloch» empfundenen SRG ab Mitte der 00er-Jahre entgegenbrandete.

Das alles kulminierte schliesslich in der Abstimmung vom 4. März 2018.

«Im Kreuzfeuer – wie die SRG unter Druck kam»

Ehemalige SRG-nahe Akteure wie Roger de Weck, Moritz Leuenberger und Armin Walpen kommen im Film zu Wort. Die Rolle der «Aktion Medienfreiheit» um SVP-Nationalräte Natalie Rickli und Gregor Rutz, die schon 2009 erste Schritte unternahmen, um der SRG die Flügel zu stutzen, wird beleuchtet. Und der Medienwissenschafter Matthias Künzler ordnet die Zusammenhänge ein. 

«Im Kreuzfeuer» ist ein Dokumentarfilm der besseren Sorte. Die Befürchtung, dass ein von SRF-Journalisten produzierter Film, der die eigene Geschichte kritisch aufarbeiten soll, am eigenen blinden Fleck scheitert, hat sich nicht bewahrheitet.

Im Gegenteil.

Die Selbstkritik ist umfassend und schonungslos, das Aufrollen der eigenen Geschichte und das Entstauben des eigenen Archivs wohltuend erfrischend. Und als Zuschauer wird einem in manchen Szenen klar, wieso die SRG in den letzten Jahren derart polarisierte.

SRF Dok im Kreuzfeuer

Armin Walpen, Ex-Generaldirektor. Bild: srf

Wenn sich Armin Walpen im Interview etwa partout weigert, die Expansionstrategie des SRF unter seiner Ägide kritisch zu hinterfragen oder wenn Ex-Medienminister Moritz Leuenberger die heftigen Lobbyversuche durch die damalige SRF-Chefetage beklagt, fragt man sich, wieso man bei den Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erst dann erkannte, als es fast zu spät war.

SRF Dok im Kreuzfeuer

Moritz Leuenberger, Ex-Bundesrat. Bild: srf

Manchmal sind es aber auch vermeintlich nebensächliche Szenen, die entlarvend wirken. Von der Publikumsführung durch das TV-Gebäude am Leutschenbach – «zusammengehalten durch unzählige lange Gänge» – bleibt vor allem in Erinnerung, wie eine SRG-Mitarbeiterin die grauen Wände im Sportpanorama-Studio preist, die bei Bedarf wunderbar beleuchtet werden könnten.

SRF im Kreuzfeuer

Graue Wände im Studio. Bild: srf

Brimborium, das wahrscheinlich viel Geld gekostet hat. Geld, das hätte eingespart werden können – oder aber in besseren Journalismus investiert.  

Ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich «Im Kreuzfeuer» ebenfalls nicht absprechen. Die Szene etwa, als SP-Nationalrätin Jacqueline Badran vor laufender Kamera einen No-Billag-Flyer zerreisst, hat jetzt schon Kultstatus.

Badran vs. No Billag

abspielen

Quelle: SRF. Video: streamable

Oder der Einspieler aus der Vergangenheit, als ein Sepia-Mann einem Kamerateam ins SF-Mikrofon hechelte: «Kä Ziit, mues go Fernseh luege.» Ein Satz, den man lange nicht gehört und wohl auch nie mehr hören wird. Nostalgisch stimmt das nicht, aber es ist nicht schlecht, sich daran zu erinnern.

Zumindest erhellend ist eine Szene, die im Nachgang der zweiten No-Billag-Arena für reichlich Diskussionsstoff und Dutzende Beschwerden beim Ombudsmann gesorgt hat, die man aber bisher nur aus Schilderungen der Beteiligten kannte.

Der Dokfilm zeigt nun erstmals, was sich hinter den Kulissen genau abgespielt hatte. No-Billag-Architekt Oliver Kessler versuchte kurz vor der Sendung, Moderator Jonas Projer davon zu überzeugen, Bundesrätin Doris Leuthard von einem der No-Billag-Unterstützer interviewen zu lassen – dies sei ausgewogener und authentischer. Projer lehnt dezidiert ab – und bietet stattdessen an, die «Übung abzubrechen».

Kessler vs. Projer

abspielen

Quelle: SRF Video: streamable

Wenn man den Regisseuren einen Vorwurf machen kann, dann vielleicht der, dass Gilles Marchand eine etwas gar prominente Rolle einnimmt. Der neue SRG-Generaldirektor wird im Zug befragt, wird auf Podiumsdiskussionen gefilmt, im Büro interviewt – bis er in der Schlussszene flankiert von Jean-Michel Cina und einem Mitarbeiter durch die dunkle Bundesgasse stapft. Anderseits begleitete die Kamera auch die No-Billag-Befürworter. Die Ausgewogenheit ist gegeben, aber hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

Kritische Stimmen werden das der SRG  zum Vorwurf machen. Andere würden sich wünschen, der Film wäre etwas früher ausgestrahlt worden. Für die Meinungsbildung, für die Diskussionskultur – und fürs Gemüt.

Alles zur No-Billag-Initiative

No Billag ist gebodigt – doch nun drohen der SRG diese 5 Attacken

Link zum Artikel

«Sind Sie eine schlechte Demokratin?» – So windet sich SVP-Rickli nach No Billag

Link zum Artikel

Diese 3 Veränderungen kündigt die SRG nach dem No-Billag-Nein an

Link zum Artikel

Warum der Billag-Streit der Schweiz gut getan hat

Link zum Artikel

So lief der Abstimmungssonntag – das grosse Protokoll

Link zum Artikel

Das war der heutige Abstimmungstag in Videos

Link zum Artikel

«Muss Christoph Blocher jetzt unglücklich sterben?» – der Abstimmungs-Sonntag in 11 Tweets

Link zum Artikel

Zum Totlachen: Wenn Gegner und Befürworter von «No Billag» ehrlich wären ...

Link zum Artikel

Ombudsmann stellt sich hinter Projer: No-Billag-Arena war neutral

Link zum Artikel

So oft arbeiten SRG-Mitarbeiter fremd – nun liegen erstmals Zahlen vor

Link zum Artikel

Grüne sagen Unterbrecher-Werbung bei der SRG den Kampf an

Link zum Artikel

Hier sind 11 gute Gründe, warum du NICHT abstimmen musst

Link zum Artikel

Du denkst, das Nein zu No Billag ist geritzt? Dann schau dir diese 5 Umfrage-Fails an!

Link zum Artikel

Wie No-Billag-Kessler der BaZ ein Interview gab – und weshalb es nicht gedruckt wird

Link zum Artikel

Was die Gebührenzahler wirklich wollen – und warum das nicht funktionieren wird

Link zum Artikel

Gubrist-Tunnel, Brüttiseller Kreuz & Co.: Gefährdet «No Billag» die Staumeldungen?

Link zum Artikel

«Es wird keine Tabus geben» – SRG-Präsident Jean-Michel Cina verspricht Reformen

Link zum Artikel

Diese 13 legendären TV-Momente hätten wir ohne die SRG nicht erlebt

Link zum Artikel

No-Billag-Gegner liegen laut Umfrage weiterhin in Führung

Link zum Artikel

Matthias Hüppi: «Es wäre arrogant zu behaupten, die SRG hätte keine Fehler gemacht»

Link zum Artikel

Das No-Billag-Bullshit-Bingo (damit die «Arena» heute Abend ein bisschen spannender wird)

Link zum Artikel

«Ich kusche nicht» – es gibt sie doch, die No-Billag-Gegner in der SVP

Link zum Artikel

Der «Plan B» des No-Billag-Komitees im Faktencheck – und was die Swisscom davon hält

Link zum Artikel

Neue Umfrage zeigt: No-Billag-Initiative würde im Moment abgeschmettert

Link zum Artikel

No-Billag-Initianten präsentieren ihren Plan B – und so sieht er aus

Link zum Artikel

Von wegen «neue Zensurpolitik»: Seit einem Tag steht DAS auf der No-Billag-Facebookseite

Link zum Artikel

Stier in Lauerstellung: Warum Red Bull die neue SRG werden könnte

Link zum Artikel

Warum es bei der No-Billag-Debatte eigentlich um Facebook und Google geht

Link zum Artikel

Der Kampf um No Billag – Ja, so was gibt's in Kanada auch 

Link zum Artikel

Liebe No-Billag-Befürworter, liebe No-Billag-Gegner ...

Link zum Artikel

Wie die Armee im Kalten Krieg: Die SRG ist die «heilige Kuh» von Mitte-links

Link zum Artikel

Hat sich die No-Billag verrechnet? Biglers «Plan B» im Faktencheck

Link zum Artikel

SRF-Promis blamieren sich mit No-Billag-Shitstorm gegen angebliche Fake-Mitarbeiterin

Link zum Artikel

Leuthard zu No Billag: «Was sich via Pay-TV finanzieren lässt, sind Sport, Filme und Sex»

Link zum Artikel

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Link zum Artikel

Darum lehnt der Bundesrat «No Billag» ab – die 5 wichtigsten Argumente im Überblick

Link zum Artikel

So wird «Wilder» aussehen, wenn dem SRF das Geld ausgeht

Link zum Artikel

NZZ-Chef wettert gegen die SRG – die Reaktion der «No Billag»-Gegner ist heftig

Link zum Artikel

Sendeschluss-Blues vs Fake-Filmtitel: Der Billag-Streit wird immer schräger

Link zum Artikel

Die «Arena» ist in der No-Billag-Falle – doch dann macht Student Christian alles klar

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Der Kampf um No Billag – Ja, so was gibt's in Kanada auch

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Kriessern SG: Jugendlicher stirbt bei Badeunfall

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

29
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der_Mario 11.03.2018 07:08
    Highlight Highlight Eine sehr gute und ausgewogene Doku, mein grosses Kompliment an die Macher. Die Doku zeigt klar auf, dass es an der Zeit war sich mit dem Konstrukt SRG auseinanderzusetzen. Das Schweizer Volk hat sich klar zu einer unabhängigen SRG bekannt, die SRG selbst ist Reformwillig. Ich hoffe, dass der SRG nun auch die Zeit eingeräumt wird um Reformen ohne Einmischung der Politik durchzuführen. Ich hoffe, dass sich all die Möchtegerninitianten zurückhalten und erst mal abwarten wie die SRG in die Zukunft gehen will.
    Freie und unabhängige Medien sind nicht selbstverständlich.
  • Markus Hofstetter 09.03.2018 19:42
    Highlight Highlight Badrans Auftritt hat eher Prolo-Status.
  • JaneSodaBorderless 09.03.2018 17:35
    Highlight Highlight Apropos Bots im Zusammenhang mit NoBillag - hier ein Artikel aus der Tageswoche vom 9.3.18:

    https://tageswoche.ch/politik/roboter-dominierten-die-no-billag-debatte-im-netz/
  • rodolofo 09.03.2018 13:08
    Highlight Highlight Dieser Bericht der SRG über die SRG und ihr Medienpolitisches Umfeld ist wiederum die beste Eigenwerbung, welche die SRG für sich selbst machen konnte!
    Journalistisch hervorragende Arbeit!
    Ein Thema aus allen relevanten Blickwinkeln heraus betrachten und abhandeln, indem Verfechter dieser Blickwinkel und Interessen ausführlich zu Wort kommen.
    Der Dok-Film der SRG zeigt mir auch, dass die Schweiz mit ihrem "Dualen Weg" (Öffentlich-Rechtliche, Gebührenfinanzierte Programme plus Privat- und Spartenprogramme als ERGÄNZUNG) auf dem Weg "Qualität statt Quantität" unterwegs ist.
    Wunderbar! http://)
  • Paddiesli 09.03.2018 11:58
    Highlight Highlight Auch am Abstimmungssonntag gab es diverse Dokumentationen zwischen den Abstimmungsresultaten zu den Themen Schweizer Radio, Fernsehen und Service Public, die ich sehr informativ fand und auch etwas Nostalgiegefühlte weckte. Da hatte ich mich auch gefragt, warum das nicht schon vorher ausgestrahlt wurde. Aber ja, ein Bigler hätte es wieder angeprangert. Er will ja sowieso am Liebsten den ganzen Staat abschaffen.
    Übrigens hat sogar arte eine Doku über unseren Billag-Zwist ausgestrahlt.
  • mostlyharmless 09.03.2018 10:54
    Highlight Highlight Genau – ich kann mich noch gut daran erinnern, dass unter Walpen DRS3 so unerträglich geworden ist, dass ich aufgehört habe, Radio zu hören. Zum Glück hatte ich kurz darauf Zugang zu Couleur3.
  • Capslock 09.03.2018 10:40
    Highlight Highlight Erstaunlich ist ja schon wie Kessler & Co. dieses Abstimmungsdesaster als "Erfolg" für sich in Anspruch nehmen wollen indem sie einfach mal sagen, nur dank ihnen, hätte man über die Billag-Tarife gesprochen. Stimmt so nicht, denn diese Preise sind seit Jahren ein Gesprächsthema, nur haben die Befürworter dies bis heute nicht bemerkt.
    • rodolofo 09.03.2018 13:13
      Highlight Highlight Ebenso oft passiert etwas Anderes:
      Wenn Du Dich diesen knallhart verhandelnden Ego-Shootern mit der gleichen Hartnäckigkeit in den Weg stellst, dann wirst Du mit denen auf die gleiche Stufe gestellt!
      Dann heisst es jeweils: "Aber was willst Du denn? Das sind doch unwichtige Peanuts! Reg Dich doch nicht auf!"
      Das ist nichts Anderes als Verrat!
      Ich rege mich auf, weil ich noch Gefühle habe und am Leben bin! Eure Schwachstrom-Sterbehilfe will ich nicht!
  • dorfne 09.03.2018 10:36
    Highlight Highlight Bis dahin nicht gesehen: Kessler verlangt von Projer vor der Arena-Sendung, dass ein no-billag-Befürworter die Bakom-Chefin Leuthard interviewen sollte, weil das ausgewogener sei. Mit dieser Forderung unterstellt Kessler Projer im voraus, parteiisch zu sein und stellt gleichzeitig dessen Fähigkeiten als Journalist und Moderator in Frage. Das ist Manipulationsversuch, Respektlosigkeit und dreiste Selbstüberschätzung in Einem. Da hätt ich wie Projer gesagt, entweder läuft es wie von uns geplant oder wir blasen die Sendung ab.
    • Shabina 09.03.2018 13:05
      Highlight Highlight @Abbaio
      Das Projer parteiisch und nicht der richtige Moderator war, hat er ja dann in der Sendung eingehend demonstriert!
      Kessler hat es nur kommen sehen.
      Als bestes Anschauungsbeispiel ist der Vergleich "Heisser Stuhl Leuthard" und Heisser Stuhl Kessler. Leuthard wird niht unterbrochen, Kessler andauernd...
    • Warumdennnicht? 09.03.2018 14:24
      Highlight Highlight @Shabina
      Wenn Kessler in die Sendung gekommen wäre ohne Projer in Frage zu stellen, dann hätte er auch mehr Respekt erwarten können.

      "Wie du mir, so ich dir"
    • mostlyharmless 09.03.2018 14:26
      Highlight Highlight Ich wiederhole mich ungern, aber: einen Moderator, der bei Lügen und Ausweichungen nicht unterbricht, kann man nicht ernst nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • So en Ueli 09.03.2018 10:17
    Highlight Highlight Gute Dok, Für solche Sendungen, die auch einmal selbstkritisch sein können, feiere ich das SRF.
  • Aussensicht 09.03.2018 09:36
    Highlight Highlight Guter Artikel Herr Stern!
  • Beggride 09.03.2018 09:00
    Highlight Highlight Genau das schätze ich an der SRG! Selbstkritisch und offen die Sache so zeigen, wie es ist. Trotzdem werden einige Leute wieder das Ganze als Taktik der "linken SRG" sehen...
    • dorfne 09.03.2018 12:04
      Highlight Highlight @Danyboy.Es ist für Einige schon "links" wenn z.B. die Qualität und der Preis von Konsumgütern neutal aber kritisch betrachtet wird, oder wenn Steuerhinterziehung und Korruption beim Namen genannt werden. Neutral heisst für den Neoliberalen Geldadel folgendes: wir dulden keine Kritik an unserem Tun! Folglich sind z.B. Sendungen wie "Schweizerzeit" und "Teleblocher" neutral. Ende Ironie.
    • Shabina 09.03.2018 13:08
      Highlight Highlight Sorry, aber die Journalisten definieren sich selber ja schon als Links oder zumindest als eher Links...
      https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/fast-drei-viertel-aller-srgjournalisten-sind-links/story/17411512
    • rodolofo 09.03.2018 13:19
      Highlight Highlight @ Danyboy
      Für gewisse Leute ist eben die "Wahrheits-Suche" ein "Linkes Projekt" und Ehrlichkeit ist etwas für alternaive Gutmenschen, die einfach nicht kapieren wollen, wie das auf dieser Welt läuft.
      Für diese Leute hat sich die Presse in den Dienst der Macht zu stellen und Propaganda zu verbreiten.
      Diese Kriegspropaganda wäre nach der eigenen Logik dieser Leute "Rechte Presse"...
      Meine Fresse!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 09.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Ausser der Mär, dass Swiss Jazz, Swiss Pop, Swiss Classic und swissinfo.ch in der Ära Walpen aus dem Boden gestampft worden sein sollen, war es eine sehenswerte Dok. Die besagten Programme gehen auf den Telefonrundspruch und Schweizer Radio International zurück: Seit den 30er bzw. 40er Jahren des 20. Jh. von der SRG betrieben.
  • fadnincx 09.03.2018 08:31
    Highlight Highlight Und wäre die Dok vor der Abstimmung ausgestrahlt worden, hätte es sicher geheissen, die SRG wolle nur Stimmung machen...
  • dan2016 09.03.2018 08:26
    Highlight Highlight ich finde nicht nur einer der besseren Dokumentationen, sondern eine der besten Dokumentationen. Und warum man nicht früher 'reagierte'. Weil die Zeichen, die Aussagen im Rückblick immer sehr klar sind, vor allem, wenn diese so gut aufbereitet sind.
  • D(r)ummer 09.03.2018 08:23
    Highlight Highlight "fragt man sich, wieso man bei den Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erst dann erkannte, als es fast zu spät war." Das gab mir auch zu denken.

    Aber eines muss man sagen.
    Merci für die Diskussion Herr Kessler!

    War eine ziemlich durchtriebene Sache die nur sehr selten vorkommt.

Kommentar

SwissCovid ist ein Intelligenztest – und die Zwischenresultate sind, nun ja...

Wie überzeugt man Menschen, etwas freiwillig zu tun, von dem sie fälschlicherweise glauben, es bringe ihnen keinen Nutzen? Und was braucht es, damit Jung und Alt in Krisenzeiten solidarisch sind?

Die Corona-Krise spaltet das Land. Und lässt viele kalt.

Wie sonst ist zu erklären, dass Millionen Bürgerinnen und Bürger bewusst auf die nationale Warn-App verzichten, die zur Eindämmung der Seuche lanciert wurde?

Erhebungen des Bundes zeigen, dass die im Juni lancierte SwissCovid-App inzwischen auf 1,2 Millionen Smartphones läuft. Das ist wenig für ein aufgeklärtes, wohlhabendes Land mit über 6 Millionen kompatiblen iPhones und Android-Smartphones. Viel zu wenig.

Dem Bundesamt für Gesundheit …

Artikel lesen
Link zum Artikel