Schweiz
People

Bekannter Schweizer Strafrechtsprofessor Stefan Trechsel gestorben

Bekannter Schweizer Strafrechtsprofessor Stefan Trechsel gestorben

Der Schweizer Strafrechtsprofessor und ehemalige Präsident der Europäischen Menschenrechtskommission, Stefan Trechsel, ist am 22. Dezember im Alter von 88 Jahren gestorben.
31.12.2025, 05:0731.12.2025, 05:07

Er war ein «national und international sehr bekannter und engagierter Strafrechtler», schrieb die Universität St.Gallen in einer Todesanzeige vom Mittwoch.

Both defenders of the Mossad's spy, Lawyer Ralph Zloczower, left, and professor Stefan Trechsel, right, answer to medias after the Swiss Federal Court's sentence on an Israeli secret service ...
Stefan Trechsel war einer der bekanntesten Strafrechtler der Schweiz.Bild: KEYSTONE

Trechsel war von 1995 bis 1999 Präsident der Europäischen Menschenrechtskommission, wie die Universität St.Gallen in der in der «Neuen Zürcher Zeitung» publizierten Todesanzeige schrieb. Im Jahr 2005 wurde er demnach von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Ersatzrichter am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien gewählt.

Die Universität St.Gallen – für die der Berner rund 20 Jahre lang als ordentlicher Professor tätig war – lobte seinen «unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte» sowie seinen Humor und seine Menschlichkeit.

Nach seiner Tätigkeit in St.Gallen wechselte Trechsel im Jahr 1999 an die Universität Zürich, wie aus einer Todesanzeige der Zürcher Hochschule hervorging. Der Strafrechtsprofessor bleibe als «geistreicher, stets humorvoller Intellektueller sowie als engagierter Forscher und inspirierender Lehrer» in Erinnerung.

Seinen Humor und sein positives Wesen hoben auch die Angehörigen von Trechsel in einer Todesanzeige hervor. Die Beisetzung erfolgt demnach im engsten Familienkreis. Eine Abdankungsfeier findet im Januar in Bern statt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schnee im Übermass: Angefangen hat es mit Nils
Bis zu 1,30 Meter Schnee sind in Teilen der Schweiz in den letzten drei Tagen gefallen - höchste Gefahrenstufe. Diese aussergewöhnliche Lawinengefahr kommt nur sehr selten vor.
Angefangen hat es vergangene Woche mit dem Sturmtief Nils. Nils zog über die Beneluxstaaten weiter ostwärts und führte auch zu Sturmböen in Südfrankreich bis in die Schweiz. Nebst viel Wind sorgte das Sturmtief Nils auch für grosse Niederschlagsmengen, dies insbesondere in den westlichen Landesteilen sowie am Nordrand der Schweiz.
Zur Story