Schweiz
Migration

Waadtländer Polizei jagt Flüchtlingshelfer von «Collectif R»

Des refugies sont assis sous une banderole "Les bateaux coulent... La Suisse refoule !" dans l'auditoire de l'UNIL occupe par le collectif R ce lundi 23 novembre 2015 au batiment G ...
Flüchtlinge an einer Veranstaltung von «Collectif R».Bild: KEYSTONE

Waadtländer Polizei jagt die Flüchtlingshelfer von «Collectif R»

17.09.2016, 11:4817.09.2016, 13:56

Aktivisten beherbergen in Lausanne Asylsuchende, denen die Abschiebung droht. Sie wollen sie ins nationale Asylverfahren bringen. Jetzt ist die Polizei eingeschritten. Sie hat Häuser von Flüchtlingshelfern durchsucht, bei denen sie Asylsuchende vermutet – darunter die Wohnungen der Lausanner Grünen-Präsidentin Léonore Porchet und des Sekretärs der Linkspartei SolidaritéS, Pierre Conscience. Bei keiner der beiden Personen wurde die Polizei fündig.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bezichtigen die Betroffenen die Polizei «gezielter Einschüchterungsversuche» und zeigen sich dennoch unbeeindruckt: Sie seien zu zivilem Ungehorsam bereit, «weil sie das Abkommen für eine Fehlkonstruktion halten und Flüchtlinge schützen wollen», sagt Porchet.

Leonore Porchet, candidate au Conseil National pour les Verts, Rebecca Ruiz, candidate au Conseil National pour le parti Socialiste, Isabelle Moret, candidate pour le Conseil National pour le PLR, et  ...
Léonore Porchet.Bild: KEYSTONE

Die Jungpolitiker gehören zu «Collectif R», ein 200 Personen zählendes Netzwerk, das sich mit zivilem Ungehorsam gegen das Dublin-Abkommen und die Praxis der Rückschaffungen wehrt. Diesen Frühling hat das Kollektiv rund 25 prominente Politiker, Künstler und Intellektuelle zusammengetrommelt, die sich um die Fälle kümmern. Sie bringen Flüchtlinge während der Rückschaffungsfrist von sechs Monaten so unter, dass die Behörden sie nicht als untergetaucht registrieren. (dwi)

Haben es nicht in die Schweiz geschafft: Hunderte Flüchtlinge harren in Como aus

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Hunderte Flüchtlinge stranden am Bahnhof von Como (I)
Touristen passieren am Boden schlafende Flüchtlinge, welche sich am Bahnhof von Como niedergelassen haben und auf eine Weiterreise in die Schweiz warten.
quelle: keystone/ti-press / francesca agosta
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