Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Putin-Gegner und Wahlschweizer Chodorkowski in Russland wegen Auftragsmord auf Fahndungsliste



Die russische Justiz hat den früheren Ölmanager und Kremlkritiker Michail Chodorkowski zu einer Vernehmung in einem Mordfall nach Moskau vorgeladen. Das teilte Chodorkowski über den Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstag mit.

Eine Sprecherin sagte der Agentur Interfax, Chodorkowski werde «bei dieser Farce» nicht mit den Behörden zusammenarbeiten. «Er hat mit ihnen schon zehn Jahre gespielt.» Nach fast zehn Jahren Lagerhaft war Chodorkowski Ende 2013 begnadigt worden. Seitdem lebt der 52-jährige politische Gegner des Präsidenten Wladimir Putin in der Schweiz.

Mikhail Khodorkovsky smiles during his  news conference  in Berlin, Sunday, Dec. 22, 2013. The former oil baron and prominent critic of Russian President Vladimir Putin, Mikhail Khodorkovsky, was reunited with his family in Berlin on Saturday, a day after being released from a decade-long imprisonment in Russia. (AP Photo/Michael Sohn)

Der 52-jährige Chodorkowski in der Schweiz.
Bild: AP

Auftragsmord an Bürgermeister

Chodorkowski sei in Russland zur Fahndung ausgeschrieben, verlautete aus Justizkreisen. Er wird verdächtigt, die Ermordung eines Bürgermeisters in der sibirischen Kleinstadt Neftejugansk 1998 in Auftrag gegeben zu haben. Der Funktionär Wladimir Petuchow soll Streit mit Chodorkowskis – mittlerweile zerschlagenem – Ölkonzern Yukos gehabt haben. Petuchow war damals von Auftragskillern auf offener Strasse erschossen worden.

Der Fall galt eigentlich als abgeschlossen. Chodorkowski und seine Ex-Partner hatten eine Beteiligung zurückgewiesen. Im Juni hatte die russische Justiz die Ermittlungen überraschend wieder aufgenommen. Die Behörden drohten nun mit einem internationalen Haftbefehl. (whr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Russen-Milliardär Vekselberg kämpft vor Gericht in Bern um sein Postfinance-Konto

Das Berner Handelsgericht hat sich am Dienstag mit der Frage beschäftigt, ob Postfinance dem russischen Investor Viktor Vekselberg die Eröffnung eines Kontos verweigern darf. Ein Entscheid ist noch nicht gefallen.

Vekselberg reichte vergangenes Jahr eine Klage gegen das Schweizer Finanzinstitut ein. Dies nachdem ihm - das sagte am Dienstag in Bern ein Richter des Berner Gerichts - Postfinance zuerst ein Konto eröffnet hatte, dieses aber gleich wieder schloss.

Der Anwalt des in der Schweiz …

Artikel lesen
Link zum Artikel