Schweiz
SBB

SBB-Züge sollen Strecke Schaffhausen-Zürich pünktlicher machen

SBB-Züge sollen Strecke Schaffhausen-Zürich pünktlicher machen

31.10.2025, 10:5731.10.2025, 12:19

Die SBB wollen zwischen Schaffhausen und Zürich eigene Ersatzzüge anbieten, wenn die Deutsche Bahn stark verspätet ist. Jeder zweite Zug auf der Strecke Stuttgart-Zürich soll zudem nur bis Singen fahren. Die SBB gehen so teilweise auf Forderungen der lokalen Politik ein.

Mit den Massnahmen soll sichergestellt werden, dass die IC-Züge von Stuttgart über Schaffhausen nach Zürich zuverlässig verkehren, teilten SBB und Deutsche Bahn (DB) am Freitag gemeinsam mit. Auch die Einführung eines Ersatzzugs im Juli habe die Situation bisher nicht verbessert.

Laut Mitteilung seien die häufigen Verspätungen auf «infrastrukturelle und betriebliche Herausforderungen sowie Baustellen» in Deutschland zurückzuführen.

Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember endet jeder zweite Zug aus Stuttgart in Singen, von wo ein neuer DB-Zug bis Zürich fährt. Sind die Direktzüge stark verspätet, fährt ab Schaffhausen der SBB-Ersatzzug. Vorerst gelten die Änderungen bis Juni 2026. Ziel bleibe es, dass sämtliche IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich durchgehend und pünktlich verkehren könnten.

Schaffhauser Politik beschwerte sich

Mit den Massnahmen soll sichergestellt werden, dass zwischen Schaffhausen und Zürich jede halbe Stunde pünktlich eine Direktverbindung fährt. Jeder zweite Zug ist ein RegioExpress der SBB. Zwischen Zürich und Stuttgart soll weiterhin ein IC pro Stunde bis Stuttgart fahren.

Die unpünktlichen Züge beschäftigten auch schon die Politik. Kanton und Stadt Schaffhausen schrieben im September einen offenen Brief an SBB-Chef Vincent Ducrot. Darin bezeichneten sie die Situation als nicht akzeptabel.

Sie verlangten, dass die SBB für Schaffhausen das gleiche machen wie im April für Basel. Die Verbindung Stuttgart-Zürich solle in zwei Teile aufgeteilt werden: eine Strecke von Stuttgart bis ins grenznahe Singen und eine zweite Strecke von Singen via Schaffhausen nach Zürich - betrieben von den pünktlichen SBB.

Verständnis für den Unmut

Auch in Basel kappten die SBB bereits zwei DB-Verbindungen in die Schweiz. Wegen den notorischen Verspätungen aus Deutschland enden die Verbindungen aus Hamburg und Dortmund seit April in Basel. Wer von Deutschland her nach Zürich oder Interlaken Ost weiterreisen will, muss in einen Zug der SBB umsteigen.

Die SBB zeigten damals Verständnis für den Unmut der Schaffhauser und kündigten an, Verbesserungen zu prüfen. Den Schaffhauser Pendlerinnen und Pendlern empfahlen sie, den jeweils zur anderen halben Stunde fahrenden RegioExpress zu nehmen, da dieser pünktlich und zuverlässig verkehre. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit
1 / 25
24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit
Am 1. Januar 1902 wurden die SBB gegründet. An diesem Tag fuhr auch der erste SBB-Zug, der eigenhändig von der SBB-Generaldirektion geführt wurde. Bis dahin wurde der Betrieb zwar im Auftrag der Bundes, aber noch in der Organisation der Privatbahnen geführt. Sukzessive wurden von 1901 bis 1909 die fünf grössten Privatbahnen verstaatlicht und in die SBB überführt. Die Männer tragen schicke Doppelreiher und posieren vor dem allerersten SBB-Zug. Er ist gerade im Bahnhof Bern eingetroffen. ... Mehr lesen
quelle: foto service sbb / str
Auf Facebook teilenAuf X teilen
SBB und Mobility kooperieren bei E-Autos
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16
Kanton Wallis verweigert Freigabe von Crans-Montana-Akten – die Sonntagsnews
Die Auslieferung eines mutmasslichen Menschenhändlers in dessen Freiheit und die Zurückhaltung von Akten zu Crans-Montana aus Angst vor Druck auf die Staatsanwaltschaft: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Das umstrittene Cardioband ist nach Angaben der «NZZ am Sonntag» nicht nur in der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich (USZ) eingesetzt worden. Am Inselspital Bern wurde es insgesamt 36 Mal implantiert, wie die Zeitung schrieb. Das Inselspital habe interne Abklärungen eingeleitet. Auffällige Todesfälle habe man nicht festgestellt. Zu möglichen Komplikationen äusserte sich das Spital nach Angaben der Zeitung nicht. In Luzern sei das Band zweimal verwendet worden, als längst kritische Berichte dazu erschienen waren. Komplikationen seien keine bekannt, teilte das Spital der Zeitung mit. Am Tessiner Herzzentrum werde das Cardioband weiterhin als Behandlungsmethode aufgeführt. Das Herzzentrum sowie das Spital in Mailand, wo der ehemalige Herzchirurg des USZ, Francesco Maisano, arbeite, antworteten laut der Zeitung nicht auf eine Anfrage.
Zur Story