DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zu der Entgleisung kam es am 25. April gegen 3 Uhr morgens in&nbsp;Daillens VD&nbsp;bei einem Gütertransport zwischen Basel und Lausanne.<br data-editable="remove">
Zu der Entgleisung kam es am 25. April gegen 3 Uhr morgens in Daillens VD bei einem Gütertransport zwischen Basel und Lausanne.
Bild: KEYSTONE

Nach Zugunglück in der Schweiz: 1300 Radsätze müssen europaweit kontrolliert werden

01.12.2015, 16:4801.12.2015, 17:21

Nach dem Bahnunglück von Daillens VD und der Aufdeckung eines latenten Sicherheitsproblems beim Unterhalt von Güterwagen ist nun klar, dass in ganz Europa potenziell bis zu 1300 Radsätze kontrolliert werden müssen. Dies zeigen Zahlen des Bundesamtes für Verkehr.

Im Mitte November veröffentlichten Zwischenbericht zur Entgleisung von sechs Tanklastwagen in Daillens VD zog die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) die Alarmglocke und sprach von einem «latenten Sicherheitsproblem».

Die SUST war zum Schluss gekommen, dass Mängel bei der Montage von Achslagerbuchsen zum Unglück geführt haben könnten. Die Untersuchungsstelle verlangte Sofortmassnahmen beim deutschen Unternehmen, das auch für die Montage und Wartung der Radachsen des Bahnwagens zuständig war, der in Daillens entgleist war.

Zugunfall: Mängel bei Achslagerbuchsen-Montage Grund für Unglück von Daillens
Das «Mea culpa» der SBB: Nach dem Zugunfall in Daillens VD werden 10'000 Tageskarten verschenkt
    SBB
    AbonnierenAbonnieren

13 Kunden, 1300 Radsätze

Die SUST empfahl dem Bundesamt für Verkehr (BAV) zudem, alle Bahnwagenbesitzer zu informieren, die ihre Wagen am gleichen Ort warten liessen und ebenfalls von Sicherheitsmängeln betroffen sein könnten.

Demnach handelt es sich um «13 Kunden (europaweit) und um 1300 möglicherweise betroffene Radsätze». Der Zeitraum konnte auf Arbeiten an Radsätzen zwischen Januar bis Ende Oktober 2015 eingegrenzt werden. Das Unternehmen habe umgehend erste Sofortmassnahmen veranlasst, «so dass bereits Ende Oktober die Situation teilweise entschärft war», schreibt das BAV.

Zu der Entgleisung kam es am 25. April gegen 3 Uhr morgens bei einem Gütertransport zwischen Basel und Lausanne. Die Komposition umfasste insgesamt 22 Wagen. Sechs Tankwagen entgleisten, worauf 25 Tonnen Schwefelsäure und drei Tonnen Natronlauge ausliefen. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Maskenpflicht, Mieten, Arbeitslosengeld – das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen

Mit den Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus bewegen sich wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum.

Ein erhebliches Ansteckungsrisiko besteht, wenn die Distanz von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dies kann vor allem im öffentlichen Verkehr jederzeit der Fall sein, wie der Bundesrat mitteilt. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni steigenden Fallzahlen führt der Bundesrat in allen öffentlichen Verkehrsmitteln per …

Artikel lesen
Link zum Artikel