Schweiz
SBB

Bei den neuen SBB-Zügen streikt die Software

Un ouvrier de Bombardier marche a cote du nouveau train lors de la premiere presentation du nouveau train a deux etages de Bombardier pour les CFF ce lundi 8 juin 2015 a Villeneuve. (KEYSTONE/Jean-Chr ...
So sehen die neuen Bombardier-Züge aus. Doch momentan verursachen sie noch einige Probleme. Bild: KEYSTONE

Bei den neuen SBB-Zügen streikt die Software

05.02.2018, 06:5205.02.2018, 08:10

1.9 Milliarden Schweizer Franken: So viel zahlte die SBB für 62 neue Bombardier-Züge. Einsatzbereit wären bereits sechs davon. Für diese hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Bewilligung erteilt. Doch die SBB zögert aufgrund von nicht zufriedenstellenden Testfahrten, wie ein Bericht von Radio SRF zeigt. 

Bei einer Testfahrt mit einem neuen Bombardier-Zug Ende letzten Jahres in Rohrschach, wollte die Test-Crew wieder zurückfahren. Doch die Crew musste sich in Geduld üben. Erst nach rund 40 Minuten rollte der Zug wieder zurück. Grund dafür: Die Software streikte und brauchte extrem lange, um wieder hoch zu fahren. Dies berichtet ein SBB-Lokomotivführer gegenüber Radio SRF.  

Die Softwareprobleme seien kein Einzelfall. Zwar ist es normal, dass die Züge alle paar Tage, ähnlich wie bei einem Computer, neu hochgefahren werden müssen. In der Regel dauert ein Neustart aber nur kurz. Und nicht 40 Minuten. 

Denn wenn es so lange dauert, um die Software neu zu starten, sei an einen pünktlichen Taktfahrplan kaum zu denken, sagte ein Lokführer, der anonym bleiben will. 

Auf Anfrage von Radio SRF antwortete die SBB schriftlich: «Es ist die genuine Natur von Testfahrten, dass man die Fahrzeuge auf Herz und Nieren prüft, und dass man dabei Hinweise erhält, wo man was verbessern kann.» Und weiter: «Bekannt ist auch, dass der Zug zur Zeit noch nicht in allen Punkten auf dem Stand ist, wie wir ihn gemäss SBB-Anforderungskatalog bestellt haben.» Heisst also konkret: Bis die Züge tatsächlich in den Einsatz kommen, ist noch einiges an Geduld gefragt. (ohe)

Pascal über egoistische Pendler

Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kein Ausweg im Ausland: Bund rechnet UBS-Umzug durch
Ein Umzug ins Ausland würde die UBS wohl ähnlich viel kosten wie die neuen Schweizer Kapitalregeln. Zu diesem Schluss kommt eine interne Analyse des Finanzdepartements, die Reuters einsehen konnte.
Nach dem Fall der Credit Suisse will der Bund, dass die UBS ein grösseres Sicherheitspolster aus eigenem Geld hält: rund 18 Milliarden Dollar mehr. Die Bank wehrt sich und schliesst einen Wegzug nicht aus.
Zur Story