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Gefährliche Aktion: Sprayer stoppen Zug in Basel mit Stahlfass



ARCHIVBILD ZUR MK DES BUNDESRATES UEBER DEN BAHNAUSBAUSCHRITT 2035, AM MITTWOCH 31. OKTOBER 2018 - Ein Zug faehrt auf den Geleisen vor dem Bahnhof Basel SBB, fotografiert in Basel am Montag, 28. August, 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Unbekannte stoppten am Freitagabend einen Zug mit einem Stahlfass, um Sprayereien anzubringen (Symbolbild). Bild: KEYSTONE

Ein auf die Schienen gelegtes leeres Stahlfass hat am Freitagabend beim Basler Bahnhof St. Johann einen Zug beschädigt und den Bahnbetrieb beeinträchtigt. Als der Zug wegen des unter die Lokomotive geratenen Fasses anhielt, wurde der hintere Zugteil versprayt.

Die Saboteure schlugen zwischen 19.00 und 19.30 Uhr zu, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Der Lokführer eines TER Alsace-Regionalzuges, der von Frankreich her in Richtung Basel SBB unterwegs war, bemerkte vor dem Bahnhof St. Johann einen Gegenstand auf den Schienen und leitete eine Vollbremsung ein.

Die Kollision des Zuges, in dem wenige Passagiere sassen, mit dem Gegenstand war dennoch nicht mehr zu vermeiden. Der Zug entgleiste aber nicht, und verletzt wurde niemand. Es stellte sich heraus, dass der Gegenstand unter der Lok ein grösseres Stahlfass war, das mit Absicht auf die Schienen gelegt worden war.

Kurz nach dem Anhalten des Zuges brachten Unbekannte am hinteren Zugteil Sprayereien an. Hinweise auf die Täterschaft gebe es noch keine, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seines Wissens sei noch nie in Basel ein Zug extra für Sprayereien mit einer dermassen gefährlichen Aktion gestoppt worden.

Kurz darauf fand die Polizei auf der anderen Seite des Bahnhofs St. Johann ein zweites Fass auf den Schienen. Zudem hatte die Täterschaft dort ein Kabel einer Achsenzählanlage aus der Verankerung gerissen und über die Gleise gelegt. Dieses war bereits von einem anderen Zug überrollt und durchtrennt worden.

Fahndung ohne Erfolg

Eine sofortige Fahndung nach der Täterschaft blieb erfolglos. Nun werden Zeugen gesucht. Der Bahnhof St. Johann liegt nur rund 500 Meter von der Landesgrenze zu Saint-Louis (F) entfernt; daneben liegen Wohn- und Industriequartiere.

Nach der Sabotageaktion, die als Störung des Eisenbahnverkehrs strafrechtlich verfolgt wird, wurde ein Teil der Gleisanlagen am Bahnhof St. Johann für rund drei Stunden für den Bahnbetrieb gesperrt; die Züge mussten über andere Gleise geschlauft werden. (wst/sda)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Randalf 12.01.2019 23:48
    Highlight Highlight Leider bin ich schon zu alt um die "message" dieser Sprayer zu verstehen. Oder, es gibt gar nichts zu verstehen, ausser das ein Unfall provoziert wurde.

    Es wäre interessant zu wissen was den überhaupt gesprayt wurde das so wichtig ist?
  • amazonas queen 12.01.2019 22:06
    Highlight Highlight Das ist wie bei den Vollidioten, die die Notbremse in Fussball Zügen ziehen. Wir "brauchen" scheinbar echt mal einen schlimmen Unfall, bis da eine Reaktion kommt. Stellt euch vor, das Fass wäre wegespickt und gegen einen Menschen geflogen.
  • davekon 12.01.2019 21:08
    Highlight Highlight Absolut bescheuert.
  • caoimhin22 12.01.2019 14:53
    Highlight Highlight Ich weiss es ist ein Symbolbild, aber immerhin der richtige Bahnhof dürfte es schon sein. Das Bild zeigt Basel SBB und nicht Basel St. Johann. Das ist als würde man wegen einem Vorfall im Bahnhof Zürich Enge das Gleisfeld von Zürich HB zeigen.
    • @schurt3r 12.01.2019 18:19
      Highlight Highlight Tchuligom!
      Benutzer Bildabspielen
    • Grenzgänger 12.01.2019 19:10
      Highlight Highlight Ich will zwar nicht auch noch weiter drauf hauen, aber der Hinweis sei mir erlaubt, dass eigentlich ein SNCF-Regionalzug die Tonne überfahren hat und nicht ein SBB-Zug, wie das Symbolbild suggeriert.
    • caoimhin22 13.01.2019 11:36
      Highlight Highlight @schurt3r: Haha, danke und sorry fürs Grummeln. 😅
  • Bündn0r 12.01.2019 14:28
    Highlight Highlight Sollten sie gefasst werden (was ich fest hoffe), sollen sie doch einige duzend Sozialstunden leisten, während denen sie mit Zahnbürsteli bewaffnet Jagd auf solche "Kunst" in Basel machen müssen. Vorzugsweise Tags ihrer eigenen "Gang"/Gesinnung.
  • aglio e olio 12.01.2019 13:30
    Highlight Highlight Ich finde, für so eine Aktion sollte man schon mal 3 Jahre in die Kiste.
  • derEchteElch 12.01.2019 13:25
    Highlight Highlight Art. 238 StGB
    Störung des Eisenbahnverkehrs

    Für dieses Offizialdelikt droht entweder eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe und ist eine sehr ernste Sache..

    Keine Tatverdächtigen? Die Täter sind mit relativ grosser Wahrscheinlichkeit in der Wasserstrasse zu finden. Liegt ja nur ein paar Meter entfernt davon..
    • VAVAV 12.01.2019 16:04
      Highlight Highlight Was ist das für eine dreiste Unterstellung?

      a) Kennst du alle Bewohner der Wasserstrasse?
      b) Hast jemanden vor Ort gesehen und auf frischer Tat ertappt?

      Nein? Dann lass deine polemischen Kommentare.
    • El Vals del Obrero 12.01.2019 16:29
      Highlight Highlight Könnten genau so gut auch Gilet Jaune-Trittbrettfahrer sein. Oder die Typen, die in Saint-Louis auch beim Tram immer wieder randalieren.
    • JaneSodaBorderless 12.01.2019 21:52
      Highlight Highlight Geht‘s noch, Elch - du bist absolut polemisch!
  • demian 12.01.2019 12:51
    Highlight Highlight Die Dummheit mancher Menschen ist grenzenlos...
  • dmark 12.01.2019 12:45
    Highlight Highlight Es gibt immer mehr Idioten hierzulande, welche sich für "cool" halten - ob solcher oder anderer schwachsinnigen Aktionen.
    • welefant 12.01.2019 23:55
      Highlight Highlight immer mehr? come on, vor 15 jahren wars nicht besser... wo lebst du
  • Asmodeus 12.01.2019 12:33
    Highlight Highlight Wie absolut bescheuert muss man sein um Menschenleben zu riskieren um seine hässlichen Tags anzubringen?

    Wenn sie ihr Revier markieren wollen sollen sie an Bäume pinkeln wie alle anderen Hunde auch.
    • DaniSchmid 12.01.2019 19:51
      Highlight Highlight Preis des Jahres für den zweiten Absatz! 🎉🙌
  • Der Kritiker 12.01.2019 12:17
    Highlight Highlight Gibt's auf Spraydosen keine Warnhinweise, dass bei Gebrauch Hirnmasse in grossem Umfang zerstört wird?
    • Alnothur 12.01.2019 16:07
      Highlight Highlight Naja, es hat Warnhinweise wegen der giftigen Dämpfe drauf, aber das ist den Benutzern wohl meist zu hoch.
  • niklausb 12.01.2019 12:12
    Highlight Highlight Was geht in solcher Leute Köpfen vor? Abgesehen von der gefahr der sie sich selbst aussetzen werden Passagiere und Bahnpersonal für solchen Blödsinn auch noch gefährdet. Oder was wenn das Fass davon Spickt und jemanden ausserhalb der Bahnstrecke trifft?
    • niklausb 12.01.2019 15:59
      Highlight Highlight Sind jetzt stand 15:56 12.01.19: 5 Blitze (wozu? Was ist jetzt hier Blitzenswert? Seid ihr selber Zugssprayer und findet solche Aktionen cool oder tut ihr sowas gefährliches als Leichtsinn ab oder was läufft sonst so schief mit euch?)
  • miarkei 12.01.2019 12:07
    Highlight Highlight Ich sags kurz und knapp, was für Volldeppen...
    • Jein 12.01.2019 16:31
      Highlight Highlight Volldeppen? Kriminelle
  • Knut Knallmann 12.01.2019 11:56
    Highlight Highlight Was für Idioten... - Mehr muss man dazu nicht sagen... - Hoffentlich werden Sie erwischt...
  • Güsäheini 12.01.2019 11:55
    Highlight Highlight Sind nur Künstler.
    Sorry aber sowas darf einfach nicht toleriert werden! Das ganze ist viel zu gefährlich. Und übrigens die SBB muss die Graffitis entfernen 1. Die Farbe kann Gummiteile am Zug angreifen. 2. Es ist ja völlig logisch das eine Firma ihre Produkte nich von „Künstlern“ zur eigenwerbung veruntreuen will!
  • Petoman 12.01.2019 11:37
    Highlight Highlight Was für Idioten!

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