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EPFL: Forschende stellen Plastik aus Maiskolben her

Lausanner Forschende stellen Plastik aus Maiskolben her

18.03.2024, 10:3518.03.2024, 10:35

Plastik aus Maiskolben: Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) haben eine neue Methode entwickelt, mit der landwirtschaftliche Abfälle in Plastik verwandelt werden können.

Der so hergestellte Plastik habe einen um bis zu 75 Prozent geringeren CO₂-Fussabdruck als herkömmliche Kunststoffe, teilte die EPFL am Montag mit.

Das Forschungsteam um Jeremy Luterbacher stellte die Methode zur Herstellung von sogenannten Polyamiden im Fachblatt «Nature Sustainability» vor. Polyamide sind eine Klasse von Kunststoffen, zu der etwa Nylon gehört. Den Hauptrohstoff dafür liefert Erdöl.

Maiskolben liegen am Freitag, 25. Jan. 2008, auf der Gruenen Woche 2008 in Berlin an einem Stand. Auf der internationalen Leistungsschau praesentieren 1.610 Aussteller aus 52 Laendern bis zum 27. Janu ...
Nicht nur fein, sondern auch praktisch: Mais.Bild: AP

Zucker-Struktur

Die Lausanner Forschenden nutzen als Hauptrohstoff die chemische Zucker-Struktur aus landwirtschaftlichen Abfällen wie Holz oder Maiskolben. Der Prozess erreicht laut der EPFL eine Atom-Effizienz von 97 Prozent, was bedeutet, dass fast das gesamte Ausgangsmaterial im Endprodukt verwendet wird.

Der so entstandene Plastik weise Eigenschaften auf, die mit denen seiner fossilen Gegenstücke konkurrieren können, schrieben die Forschenden in der Studie. Auch die Kosten für die Herstellung des neuen Bio-Plastiks schätzen die Forschenden ähnlich hoch ein wie diejenigen für die Herstellung des heute weit verbreiteten Nylon 66. (rbu/sda)

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