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Schafe sind im Kanton Solothurn verschwunden – nicht zum ersten Mal in diesem Jahr. Bild: Katntonspolizei Solothurn

Schafe weg, Schafe wieder da, Schafe weg: Solothurner Polizei steht vor einem Rätsel



Zugegeben, bei dieser Vermisstmeldung ist es schwierig, sich ein Lachen zu verkneifen. Dies liegt aber nicht daran, dass für einmal nicht ein Mensch, sondern vier Schafe gesucht werden. Lustig ist viel mehr der Text des Zeugenaufrufs. Denn die Medienmitteilung der Kantonspolizei Solothurn liest sich so:

«Es handelt sich dabei um zwei braune, zirka 1-jährige Bergschafböcke und jeweils um ein weisses und ein braunes Bergschafweibchen – beide zirka 2-jährig. Sie verfügen über keine speziellen Eigenheiten und wogen, gemäss Besitzer, jedes rund 40 Kilogramm.»

Medienmitteilung Kantonspolizei Solothurn

Inwiefern es mir hilft, zu wissen, dass die Schafe je rund 40 Kilogramm wiegen, erschliesst sich mir nicht ganz (meistens habe ich keine Wage in meinem Rucksack). Gut, wenn ich einem ganz fetten Schaf auf der Strasse begegne, kann ich es getrost seine Wege ziehen lassen. Es ist nicht das Gesuchte. Aber ganz ehrlich: Zu sagen, die Tiere verfügten über keine speziellen Eigenheiten, ist schon ein wenig fies. Arme Schafe. Mähh.

Auch das Fahndungsbild ist amüsant

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Quelle: Kantonspolizei Solothurn

Dazu schreibt das Korps

«Auf dem beigefügten Foto sind nur zwei von vier vermissten Schafen (die beiden rechts) abgebildet. Von den beiden weiteren Vermissten steht kein Foto zur Verfügung.»

Medienmitteilung Kantonspolizei Solothurn

Das erschwert natürlich die Sache. Aber jetzt zum Kern der Geschichte. Die verschwundenen Schafe in Flumenthal sind ein merkwürdiger Fall. Weil damit sind bereits zum zweiten Mal im Kanton Solothurn Schafe verschwunden – innert weniger Monate. Das letzte Mal passierte dies im September, in Mümliswil-Ramiswil.

«Die ganze Geschichte ist absolut mysteriös»

Schafzüchter

Es wird noch merkwürdiger: Damals tauchten fünf der sieben verschwundenen Schafe nach einigen Tagen wieder auf – auf der Weide, von der sie verschwunden waren. Dazu mussten sie einen Zaun überqueren – er stand unter Strom.

«Die ganze Geschichte ist absolut mysteriös», sagte der damals betroffene Züchter zum «Regionaljournal Aargau Solothurn». Er geht trotz der Rückkehr der Schafe von Diebstahl aus. Ein mulmiges Gefühl bleibe dennoch, gab er zu.

Ob auch diesmal die Schafe plötzlich wieder auf der Weide auftauchen (oder zumindest einige von ihnen), wird sich zeigen. Derzeit gehen die Behörden nicht von einem Zusammenhang aus, wie die Sprecherin der Kantonspolizei zur Solothurner Zeitung sagte. 

Ausgeschlossen wird auch, dass der Wolf, der sich im Schwarzbubenland herumtreibt, etwas mit dem Verschwinden zu tun hat. Geographisch liegt Flumenthal zu weit weg. Und ausserdem: Es wurden keine Wolfsspuren gefunden.

Es bleibt mysteriös. Wer zur Lösung des Rätsels beitragen kann, soll sich bei der Kantonspolizei Solothurn melden.

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