Schweiz
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Zahl der Sozialhilfebeziehenden steigt 2016 leicht



ARCHIV – ZUR UEBERDURCHSCHNITTLICHEN ZUNAHME DER SOZIALFAELLE IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A sign which reads 'Sozialversicherung' (English: social insurance) and people pictured talking at a counter in the counter hall of the social center Albisriederhaus on Albisriederstrasse in Zurich, Switzerland, on March 31, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

2016 haben in der Schweiz 273'000 Personen oder 3.3 Prozent der Wohnbevölkerung Sozialhilfe bezogen. Zusätzlich wurden 81'000 Asylbewerber und Flüchtlinge finanziell unterstützt. Für den Asylbereich liegen erstmals detaillierte Zahlen vor.

Gegenüber 2015 hat die Sozialhilfequote in der ständigen Wohnbevölkerung erstmals nach drei Jahren wieder leicht zugenommen, und zwar um 0.1 Prozent. Die Zahl der Empfänger erhöhte sich um 7600 Personen oder 2.9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Die wirtschaftliche Sozialhilfe wird von den Kantonen und Gemeinden, jene des Asyl- und Flüchtlingsbereichs vom Bund finanziert. Die Ergebnisse werden deshalb separat präsentiert. 2016 bezogen demnach 85.8 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz Sozialhilfe, was rund 25'500 Personen entspricht.

Im Asylbereich wurden 55'500 Personen unterstützt. Die Sozialhilfequote erreichte dort gemäss der zum ersten Mal durchgeführten Erhebung 88.4 Prozent. Bisher wurde der Sozialhilfebezug von Asylsuchenden aufgrund einer Stichprobe geschätzt.

Das BFS weist darauf hin, dass es für Flüchtlinge und Personen im Asylbereich besonders schwierig sei, eine Arbeit zu finden, die finanzielle Autonomie ermögliche. Dies sei teilweise auf unzureichende Sprachkenntnisse, eine nicht anerkannte Ausbildung, den Gesundheitszustand oder das fehlende Netzwerk zurückzuführen.

Steigende Sozialhilfequoten

Im Bereich der wirtschaftlichen Sozialhilfe wiesen 2016 die städtischen Kantone Neuenburg, Basel-Stadt, Genf, Waadt und Bern die höchsten Quoten aus. Zürich registrierte als einziger städtischer Kanton einen unterdurchschnittlichen Wert. Die tiefsten Sozialhilfequoten waren in ländlichen Kantonen zu beobachten.

Im Flüchtlingsbereich stieg die Sozialhilfequote in 20 Kantonen an. Lag sie 2015 noch bei 81.8 Prozent, erreichte sie 2016 bereits 85.8 Prozent. Die stärksten Zunahmen verzeichneten die Kantone Luzern, Basel-Stadt, Schwyz und Solothurn. Im Asylbereich lagen die kantonalen Quoten zwischen 60.8 (Obwalden) und 94.9 Prozent (Basel-Stadt).

Zur Hälfte Schweizerinnen und Schweizer

Die Ergebnisse nach Nationalität zeigen, dass die wirtschaftliche Sozialhilfe mehr als zur Hälfte an Schweizerinnen und Schweizer geht. Die ausländischen Empfänger stammen hauptsächlich aus europäischen Ländern, deren Auswanderer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich (Italien, Spanien, Portugal, Deutschland) oder politisch motiviert waren (Ex-Jugoslawien).

Die Zahlen zum Asyl- und Flüchtlingsbereich widerspiegeln die aktuelle Migrationssituation. Zwei Drittel der Beziehenden des Asylsektors stammen zu ähnlichen Teilen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan. Im Flüchtlingsbereich machen die Personen aus Eritrea den grössten Anteil (53 Prozent). Darauf folgen Syrerinnen und Syrer (17.2 Prozent).

In allen drei Bereichen der Sozialhilfe ist jede dritte Person ein Kind von 0 bis 17 Jahren. Auf die 18- bis 35-Jährigen entfällt bei Flüchtlingen und Asylsuchenden nahezu die Hälfte, in der wirtschaftlichen Sozialhilfe aber lediglich ein gutes Viertel. In der Wohnbevölkerung ist der Anteil der Bezüger über 46 Jahren deutlich höher als in den anderen beiden Bereichen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 19.12.2017 14:05
    Highlight Highlight "2016 bezogen 85.8 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz Sozialhilfe"

    Tendenz steigend und die Migranten strömen ungebremst in,s Land.

    "...dass es für Flüchtlinge besonders schwierig sei, eine Arbeit zu finden. Dies sei auf unzureichende Sprachkenntnisse, nicht anerkannte Ausbildung, den Gesundheitszustand oder das fehlende Netzwerk zurückzuführen".

    Ärgerlich, wenn ich dann höre, das sich viele der sog. Flüchtlinge um den Deutschkurs foutieren.
    Ihre Mission ist ja erfüllt. Sie bekommen soviel Sozhilfe, das sie locker Geld nach Hause schicken können.
    Für was sich noch anstrengen?
  • Posersalami 19.12.2017 13:56
    Highlight Highlight "Dies sei teilweise auf unzureichende Sprachkenntnisse, eine nicht anerkannte Ausbildung, den Gesundheitszustand oder das fehlende Netzwerk zurückzuführen"

    Gut, jetzt ist also offiziell festgestellt was jeder weiss, der 2min mit Flüchtlingen geredet hat. Und was macht der Bund / Kantone nun dagegen? Ist mit 2018 endlich mit griffigen Integrationsmassnahmen zu rechnen oder bewirtschaftet die bürgerliche Regierung das Problem weiterhin auf äusserst stümperhafte Art und Weise? Das aktuelle Gekleckere nützt einzig den Xenophoben zum Wählerfang.

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