Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rudolf Strahm Philipp Löpfe

Nach dem Abgang des Freiburgers Levrat an der Parteispitze muss nach Ansicht von Strahm eine Deutschschweizer Person das Präsidium übernehmen.

Ex-SP-Sekretär Strahm schlägt Badran und Wermuth für SP-Spitze vor



Der frühere SP-Zentralsekretär, Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm hat sich in die Diskussion um die Neubesetzung der SP-Parteispitze eingeschaltet. Er schlägt die Nationalräte Jacqueline Badran (ZH) und Céderic Wermuth (AG) für den Vorsitz vor.

Beide hätten «eine Strahlkraft über die SP-Stammwählerschaft hinaus», sagte der 76-jährige Parteikenner in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Samstag. Innerhalb der SP würden beide ein breites politisches und altersmässiges Spektrum abdecken. Der Parteikenner billigt ihnen «Originalität, Kreativität und Führungspotenzial» zu. Badran (58) und Wermuth (33) wollten sich gegenüber der Zeitung nicht zu ihren Ambitionen äussern.

Von den Frauen, die derzeit als Favoritinnen für das Präsidium genannt würden, «drängt sich aufgrund ihrer bisherigen Leistungen keine auf - zurzeit», meinte der Berner Ökonom Strahm. Als mögliche Nachfolgerinnen von SP-Parteichef Christian Levrat (49) wurden bislang etwa die Nationalrätinnen Mattea Meyer (ZH), Flavia Wasserfallen (BE), Samira Marti (BL), Min Li Marti (ZH) oder Barbara Gysi (SG) genannt. Bei den Männern gilt neben Wermuth auch Beat Jans (BS) als möglicher Kandidat.

Nach dem Abgang des Freiburgers Levrat an der Parteispitze muss nach Ansicht von Strahm eine Deutschschweizer Person das Präsidium übernehmen. Es gebe in der Deutschschweiz ein «Führungsvakuum». In den vergangenen Jahren habe in der Deutschschweiz ein Ansprechpartner gefehlt, eine präsente Führungsfigur.«Das gab skurrilen Selbstläufern und Selbstdarstellern eine viel grössere Bühne.» Es brauche ein starkes Zentrum, um die Flügel zu balancieren.

Strahm war sieben Jahre lang Zentralsekretär der SP Schweiz. Von 1991 bis 2004 sass er im Nationalrat, danach war er bis 2008 Preisüberwacher.

SP-Parteichef Christian Levrat will nach zwölf Jahren an der Spitze im Frühling 2020 abtreten. Bewerber um seine Nachfolge müssen sich bis am 19. Februar melden. Einen Entscheid fällen soll schliesslich die Parteiversammlung am 4. und 5. April in Basel. (kün/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Zur späten Stund' im Hotel Bellevue …

Präsident der SP gibt Amt ab

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

«Eine Gesellschaft, die auf Dauer eingesperrt wird, ist keine Gesellschaft mehr»

Mit Corona werden wir alle zu «Gefährdern». Der Philosoph und Wirtschaftsethiker Andreas Brenner sieht diese Entwicklung sehr kritisch. Im Interview spricht er über das Versagen von Politik und Medien und die verheerenden Folgen unserer Corona-Massnahmen für die armen Länder.

In Basel sind seit Montag Restaurants und weitere Einrichtungen geschlossen. Was denken Sie über solche Massnahmen? Andreas Brenner: Die Politik orientiert sich meiner Meinung nach hier wie überall zu stark an den Empfehlungen der Virologen. Das hinterlässt ein ungutes Gefühl und ist gesellschaftspolitisch hoch problematisch.

Was kritisieren Sie daran? Dieser Ablauf scheint logisch. Wir haben es seit dem Frühjahr mit gravierenden Einschnitten in die Gesellschaft zu tun, orchestriert von einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel