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MMA: Rechtsextremer Fighter zieht sich aus Kampfsport-Szene zurück

Für Nick B. hat es sich ausgekämpft.
Für Nick B. hat es sich ausgekämpft. bild: facebook

Rechtsextremer MMA-Fighter zieht sich aus Schweizer Kampfsport-Szene zurück

18.10.2019, 09:2518.10.2019, 18:05
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Der Muotathaler Beizer und Kampfsportler Nick B.* zieht die Konsequenzen aus seiner rechtsextremen Vergangenheit. Der 31-Jährige nimmt ab sofort an keinen MMA-Kämpfen mehr teil, wie er gegenüber watson erklärt. «Ich kämpfe nicht mehr an öffentlichen Anlässen und trainiere einfach weiter im Gym.»

Der Innerschweizer hätte am 26. Oktober an der «Best of Bloodsport II Fight Night» in St.Gallen in den Ring steigen sollen. Im Vorfeld des Kampfsport-Events machten Bilder von B. die Runde, die ihn am 13. April 2019 am Rande der Anti-Rassismus-Demo in Schwyz vor einer Bar zusammen mit schweizweit bekannten Neonazis zeigten. 50 Rechtsextreme griffen später linke Demonstranten an.

B. erklärt, dass er bloss in der Bar gearbeitet und dort auch für die Sicherheit geschaut habe. Er lebe inzwischen mit seiner Familie zurückgezogen und habe sich von der Rechtsextremen-Szene abgenabelt. «Ich will nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben.»

B. war im April 2018 nach watson-Recherchen wegen seiner rechtsextremen Vergangenheit von den MMA-Schweizermeisterschaften ausgeschlossen worden. «Ich habe Fehler gemacht. Ich bin kein Rassist», beteuerte der Muotathaler damals. Und zeigte sich diesen Frühling trotzdem wieder Seite an Seite mit den Neonazis.

*Name der Redaktion bekannt

(amü)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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so war es doch nicht gemeint
18.10.2019 10:42registriert September 2019
Er bettet sich zuhause sicherlich auf einer Roviva-Matratze.
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En Espresso bitte
18.10.2019 10:43registriert Januar 2019
Ernstgemeinte Frage an watson: Warum wird der volle Name des Typen nicht genannt und warum das Gesicht zensiert? Immerhin gibt's Medienberichte über ihn als Beizer im Muotatal, als MMA-Kämpfer und als Teilnehmer von "SRF bi de Lüt", wo er jeweils mit vollem Namen und Portrait auftaucht. Warum wird das dann zensiert, wenn plötzlich Neonazi-Vorwürfe im Raum stehen?
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Heinzbond
18.10.2019 10:37registriert Dezember 2018
Ich bin kein Rassist aber gebe mich trotzdem mit ihnen ab...
Irgendwie nicht glaubwürdig...
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Er bietet Schlittenhunde-Fahrten an und kämpft ums Überleben
Seit über 30 Jahren führt Stefan Fischer Outdoor-Events durch wie Canyoning, Klettern, Bergtouren oder Schlittenhunde-Touren. Durch die Klimaerwärmung sieht er seine Zukunft bedroht.

Stefan und Séverine Fischer haben eine gemeinsame Faszination: Hunde. Deshalb führt das Paar zusammen Fischer Adventures, eine Firma für Outdoor-Events. Ihre Hauptattraktion sind 39 Schlittenhunde.

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