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Knallharter Punch: So präsentiert sich Nick B. als Kampfsportler.  bild: facebook 

Veranstalter wirft rechtsextremen MMA-Fighter aus Zürcher Turnier

Rassisten fliegen aus dem Ring: Der Muotathaler Beizer und Kampfsportler Nick B. ist bekannt aus «SRF bi de Lüt». Jetzt holt ihn seine braune Vergangenheit ein. 



In der Schweizer Kampfsport-Szene sorgt ein rechtsextremer Kämpfer für Wirbel. Der 30-jährige Nick B.*, bekannt aus der TV-Serie «SRF bi de Lüt», hätte am 28. April in Schlieren bei den Schweizermeisterschaften in Mixed Martial Arts (MMA) in den Ring steigen sollen. Als «motiviert bis in die Haarspitzen» beschrieb ihn etwa «20 Minuten» bei seinem letzten MMA-Fight in Basel. Auch der «Bote der Urschweiz» berichtete mehrfach über den Fighter. 

Jetzt zeigen Recherchen von watson, dass B. zumindest eine rechtsextreme Vergangenheit hat. Auf Twitter kursieren Bilder, auf denen der Zentralschweizer eine Jacke mit dem Logo des rassistischen und gewalttätigen Ku-Klux-Clans trägt. Ebenso war B. Vizepräsident des Rednex Clubs Muotathal, der völkisches und rassistisches Südstaaten-Gedankengut verbreitet. Laut einem Insider gehörte er zudem dem Waldstätterbund an, einer nationalistischen Vereinigung der Zentralschweiz. Weiter beinhaltet ein Tattoo auf seinem linken Ellbogen rechte Symbole. «Er ist der rechtsextremen Szene zuzuordnen», sagt auch  Extremismus-Experte Samuel Althof. 

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B. trägt auf seiner Kutte das Logo des Ku-Klux-Clans.   twitter

Rechte in der Kampfsport-Szene

Kenner der Schweizer Kampfsportszene sehen Anzeichen, dass Nationalisten vermehrt in den Fighter-Kreisen Fuss fassen wollen. Die Organisatoren der MMA-Schweizermeisterschaften ziehen nun die Notbremse. Sie haben B. von der Fightcard gestrichen und somit vom Turnier ausgeschlossen. «Rassismus ist für uns ein No-Go, wir wollen keine Rechtsextremen bei uns kämpfen lassen», sagt der Veranstalter zu watson. Man habe in den letzten Tagen verschiedene Hinweise wegen B.'s Gesinnung erhalten.

Der 30-jährige Nick B. gibt auf Anfrage von watson unumwunden zu, dass er früher in rechtsextremen Kreisen verkehrte. Vor drei Jahren habe er sich von der Szene abgewandt. «Ich habe Fehler gemacht. Aber ich bin kein Rassist und habe nichts gegen Menschen anderer Herkunft». In seinem Lokal in Muotathal veranstalte er einmal jährlich sogar einen Anlass mit afrikanischer Musik

Reue als Schutzbehauptung?

Seine Erfahrung zeige, dass die Reue bei Rechtsextremen oftmals nicht aufrichtig sei, meint hingegen Extremismus-Experte Althof: «Vielmehr ist es wohl eine Schutzbehauptung». Echte Reue wäre etwa, einschlägige Tattoos zu verändern. Das habe B. nicht gemacht. 

So oder so finden die MMA-Fights künftig wohl ohne den Muotathaler statt.  «Es ist wichtig, dass Rechtsextreme als präventive Handlung keine öffentliche Plattform mehr erhalten», so Althof. 

Wie steht es in der Schweiz um die Menschenrechte?

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Video: srf

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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 14.04.2018 11:51
    Highlight Highlight Allein aufgrund der Informationen im Beitrag bedeuted das: Wenn irgendwer jemals vom "richtigen Weg" abkommt, dann vergesst das nie, erinnert ihn stets daran und gebt ihm niemals eine zweite Chance. Hoffen wir, dass sich die wenigsten daran halten.
  • Mensgi 14.04.2018 08:44
    Highlight Highlight Wenn er das Tattoo abdecken würde und keine rechtsextreme Propaganda während dem Kampf macht, sollten sie ihn auftreten lassen. Wir sind ja nicht mehr im kalten Krieg wo jemandem alles genommen wurde (Beruf,Hobby...) nur weil er eine andere politische einstellung hatte.
  • leykon 13.04.2018 21:13
    Highlight Highlight Warum schreibt ihr nicht den ganzen Namen?
    Eine Person, die öffentlich Auftritt, u.a. im Fernsehen und in 5 Sekunden auf google gefunden wird....
    Verletzt das seine Gesinnung? 😂😂😂
    • gege 14.04.2018 17:33
      Highlight Highlight Dann google doch einfach, wenn dich dein Name interessiert. Wo ist das Problem?
  • Randy Orton 13.04.2018 20:36
    Highlight Highlight „Weiter beinhaltet ein Tattoo auf seinem linken Ellbogen rechte Symbole“ 😄
    • Neemoo 14.04.2018 11:03
      Highlight Highlight Was ist denn so lustig daran?
  • KING FELIX 13.04.2018 20:25
    Highlight Highlight Wie sagt voltaire “ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein leben einsetzten dass du es sagen darfst“
    Ein schritt in die falsche richtung. Mit dieser scheinbar sicheren lösung geben wir wieder ein stück unserer freiheit auf.
    Und die schafe findens gut....
    • Shlomo 13.04.2018 21:05
      Highlight Highlight Kein fussbreit dem Faschismus
    • Mutzli 13.04.2018 21:35
      Highlight Highlight Ist zwar schön blumig das Zitat, aber erstens nicht von Voltaire (https://quoteinvestigator.com/2015/06/01/defend-say/) und zweitens recht irrelevant. Seine Meinungsfreiheit wurde auf keine Weise verletzt, denn Meinungsfreiheit≠Recht auf eine Plattform. Ihrer Logik nach müsste z.B. auch jede Art von Verleumdung etc. straffrei sein. Oder das gute alte "Feuer!" rufen in einem geschlossenen Raum mit vielen Menschen...

      Oder, um beim Zitatformat zu bleiben: "Un bon mot ne prouve rien." - Voltaire
    • Astrogator 13.04.2018 22:04
      Highlight Highlight @King Felix: Voltaire war auch nicht mit diesem Dreck konfrontiert..
    Weitere Antworten anzeigen
  • KnechtRuprecht 13.04.2018 20:04
    Highlight Highlight Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Wir hatten in der Schule Typen die mit Springerstiefel und Bomberjacke aufgetaucht sind. Heute sind sie teilweise mit Äusländerinnen verheiratet.
    Ich möchte seine Vergangenheit keinesfalls schönreden, aber hat nicht jeder eine 2. Chance verdient?
    Der Mann betreibt Leistungssport! Sonst wäre er nicht zur SM eingeladen gewesen!
    Und noch ein Wort zum „Experten“. Der kennt den Typen und seine Lebensgeschichte doch nicht. Wie kann der sich ein Urteil bilden? Aufgrund von Tatoos? Weil er sein Tattoo nicht verändert hat?
    Betreibt mal richtigen Journalismus! Macht mich hässig so öpis!
    • Mutzli 13.04.2018 21:53
      Highlight Highlight Zweite Chancen sind schön und gut, doch der Punkt des Artikels ist ja auch, dass es eben nicht Vergangenheit für ihn ist. Seine Beziehungen und Verbindungen zu Neonazis sind ja anscheinend hinlänglich bekannt und die Tattoos sind nicht nichts. Gut zu erkennen sind ja die rassistische Konförderietenflagge und wenn Sie denn Artikel von 20min anschauen kommen da noch zig andere dazu, wie etwa mehrere eiserne Kreuze. Wenn das alles abgeschlossene Vergangenheit wäre und er aufrichtig reuig, würde er wohl kaum mit so offensichtlichen Symbolen rumlaufen...Zeit genug hätte er ja gehabt.
    • äti 13.04.2018 22:12
      Highlight Highlight Ich habe gehört, im MMA kennt man sich allerbestens.
    • Geophage 13.04.2018 22:41
      Highlight Highlight Cover ups sehen echt dufte aus, wenn sie richtig gemacht wurden. Wer solche Symbole jedoch behält lebt noch in der eigenen Vergangenheit. Sprich, der Kopf ist noch derselbe.
  • derEchteElch 13.04.2018 19:35
    Highlight Highlight „..dass die Reue bei Rechtsextremen oft nicht aufrichtig sei, meint Althof: Vielmehr ist es wohl eine Schutzbehauptung..“

    Nicht „nur“ bei Rechtsextremen. Generell bei allen Kriminellen, Sozialhilfebetrügern und besonders bei Schwarzfahrern im ÖV.

    Man muss eben nicht nur blind glauben, wenn jemand sagt, er/sie wird beim neuen Asylantrag keine falschen Daten angeben.

    Jaa ich weiss, die Wahrheit schmerzt..
    • mostlyharmless 13.04.2018 19:50
      Highlight Highlight Sagen Sie mal, Herr Elch… wollen Sie nicht mal versuchen, über eine Sache etwas tiefer nachzudenken und erst dann über eine völlig andere? Wenn dazwischen noch der eine oder andere Kommentar ausgelassen wird, würde sich ganz sicher etwas Zeit dafür freischaufeln lassen.
    • Mutzli 13.04.2018 20:03
      Highlight Highlight Ach du lieber Whataboutismus! Besonders die garstigen Schwarzfahrer, Plage unserer Zivilisation, schön dass sie die auf die gleiche Stufe wie Rechtsextreme gehoben haben, ist ja praktisch genau das gleiche, gell?
      Auch nett, wie Sie uns auch ein bisschen gute alte Asylpanik nicht vorenthalten wollen. Oder erwähnen Sie die nur, weil die alle permanent ohne Billet im Tram am Sozialhilfebetrügen sind, versteckt unter KKK-Kutten? /i
    • nödganz.klar #161 13.04.2018 21:04
      Highlight Highlight Ach Elch, ich würde manchmal echt gerne den Mensch hinter solchen Kommentaren kennen lernen. Ich möchte verstehen, warum jemand Angst hat vor kulturell Fremden, warum jemand Sozialhilfebetrüger und Schwarzfahrer auf eine Stufe stellt mit Menschen, welche zum Ziel haben, die weisse Rasse über andere zu erheben.
      Rechtsextremismus versteckt sich in der Gesellschaft, demonstriert nicht, macht keinen Sachschaden und baut Strukturen auf, welche nicht einsehbar sind. Und trotzdem kämpfen sie für ein System, welches äusserst menschenverachtend und gefährlich ist. Für jeden von uns.
    Weitere Antworten anzeigen
  • a-n-n-a 13.04.2018 19:17
    Highlight Highlight Das ist mal ein Statement!

    #KeinFussbreitDemFaschismus
    • Tschüse Üse 13.04.2018 21:00
      Highlight Highlight Sollte aber auch für Alle extremen Ansichten gelten.
  • Schnapphahn 13.04.2018 19:03
    Highlight Highlight "Recherche" im heutigen Journalisten-Sprech: Twitter Bilder anschauen. Journalismus Quo Vadis?
    • Mutzli 13.04.2018 20:06
      Highlight Highlight Wenn solche Extremisten schon so nett bzw. blöd genug sind um sich öffentlich auf Twitter zu outen, wäre es ja schon beinahe unhöflich das Angebot nicht zu nutzen, oder?
      Zudem wird im Artikel ja erwähnt, dass Watson noch weitere Recherchen angestellt hat, wie z.B. das Gespräch mit dem Insider oder seine Vorgeschichte im Konförderiertenclub etc. Kommentarschreiber Quo Vadis? ;-)
  • Dogbone 13.04.2018 18:40
    Highlight Highlight Gute Arbeit, Watson!

    Wie seid ihr überhaupt darauf gekommen, zu recherchieren?
    • dickmo 14.04.2018 06:23
      Highlight Highlight Reporter-Standardprogramm: Morgens die Fightcard aller aktuellen Fight-Nights googeln. Sie versuchen es immer wieder.
    • Mutzli 14.04.2018 09:11
      Highlight Highlight @Dickmo Finde ich in dem Fall umso besser, wenn ihr das standardmässig macht. Ist ja direkt ein Service Public! ;-)
    • John Carter 14.04.2018 16:02
      Highlight Highlight @dickmo - habt ihr da einen Auftrag oder ist das für Eure Leser sehr Medienwirksam und erhaben. Interessant was ihr Euch da alles antut.

      Warum nicht auch mal über die Reitschule recherchieren. Auch da mal ein Standardprogramm aufsetzen. Aber das sind ja die Lieben die nur Sachschaden verursachen und die Kapitalisten umbringen wollen.
  • El Vals del Obrero 13.04.2018 18:28
    Highlight Highlight "Seine Erfahrung zeige, dass die Reue bei Rechtsextremen oftmals nicht aufrichtig sei"

    Bei ihm ist das wohl so, wie ja auch durch das erwähnte nicht entfernte Tattoo zeigt.

    Denoch sollte man aber auch in anderen Fällen aufpassen, dass Menschen, die sich wirklich geändert haben, nicht in alle Ewigkeit für frühere Fehler gemieden werden. Denn das würde nur dazu führen, dass der Ausstieg und der Aufbau eines neuen Umfelds nur schwieriger würde.
    • dickmo 14.04.2018 06:24
      Highlight Highlight Deshalb das verpixelte Bild und der abgekürzte Name.
  • el heinzo 13.04.2018 18:22
    Highlight Highlight “In seinem Lokal in Muotathal veranstalte er einmal jährlich sogar einen Anlass mit afrikanischer Musik.”

    Das nennt sich dann “Feigenblatt“. Man will ja nicht völlig nackt dastehen...
    • giguu 14.04.2018 08:25
      Highlight Highlight Afrikanische Musik? Mit Dodo und so?
  • TheDan 13.04.2018 18:20
    Highlight Highlight Was ist denn das Problem wenn ein vielleicht immer noch rechtsexremer am Turnier mitkämpft?

    Schlagen rechte stärker zu als linke oder hat man Angst dass er im Ring sein Gedankengut verbreitet?
    • el heinzo 13.04.2018 18:31
      Highlight Highlight Es ist ganz einfach: Wer Intoleranz lebt kann nicht toleriert werden. Ist das denn so schwer zu begreifen?
    • Mutzli 13.04.2018 18:55
      Highlight Highlight Die Befürchtung, dass er die Arena als Mittel zur Verbreitung dieses Gedankenguts benützen würde ist wohl definitv ein Faktor. Sei es als Mittel um mit seiner Bekanntheit andere zu rekrutieren oder schon nur als wandelnde Propagandaplattform, wenn man sich die zig eindeutigen Tatoos von ihm anschaut.

      WIchtiger ist jedoch: Die Veranstalter des Matches sind sowohl aus Profit- und PR-Gründen sehr gut beraten sich genau zu überlegen, mit wem sie sich als Organisation und Promoteren des Sports assoziieren möchten. Neo-Nazis gehören da anscheinend glücklicherweise nicht dazu.
    • Mode!? 13.04.2018 20:39
      Highlight Highlight Sympathisant?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gähn on the rocks änd röll 13.04.2018 18:19
    Highlight Highlight gut so!
  • Legaschtenie 13.04.2018 18:08
    Highlight Highlight Hatte die zweifelhaft Ehre diesen Mann in meiner Jugend zu kennen und er ist weitaus nicht der einzige aus dieser Umgebung die offen zu ihren verklärten Weltanschauung stehen. Leider wird das stillschweigend akzeptiert oder sogar gutgeheißen. Vergleichbar mit der (ehem.) Szene im Berner Oberland.
  • Neoderjaoderne 13.04.2018 18:07
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