Schweiz
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22.08.2020, Sachsen, Leipzig: Probanden eines Großversuchs der Universitätsmedizin Halle/Saale verfolgen in der Arena Leipzig ein Konzert des Popsängers Tim Bendzko. Rund 2200 Besucher beteiligen sich an dem Versuch unter dem Titel «Restart-19». Die Wissenschaftler wollen mit Sensoren und anderen Hilfsmitteln deren Laufwege überwachen und fluoreszierendes Desinfektionsmittel soll sichtbar machen, welche Flächen besonders oft angefasst werden. Auch der Flug der Aerosole - kleinste Partikel-Mischungen, die das Virus tragen können - soll nachvollzogen werden. Ziel ist ein mathematisches Modell, mit dem das Risiko eines Coronaausbruchs nach einer Großveranstaltung in einer Halle bewertet werden kann. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB +++ dpa-Bildfunk +++

Sitzend und mit Maske: So könnten in der Schweiz ab dem 1. Oktober Konzerte und Theateraufführungen wieder stattfinden. Bild: keystone

«Es bleiben drastische Einschränkungen»: So reagiert die Eventbranche auf Bersets Auflagen

Am Mittwoch gab der Bundesrat weitere Details zu den Auflagen für Grossveranstaltungen preis. Doch aufatmen kann man in der Branche noch lange nicht. Vier Stimmen von Betroffenen.



Ab dem 1. Oktober sind Events mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt. Bewilligen müssen diese aber die Kantone. Am Mittwoch gab der Bundesrat weitere Details zu den Auflagen für die Grossveranstaltungen bekannt.

Für jede Veranstaltung muss beim jeweiligen Kanton ein Schutzkonzept und eine Risikoanalyse vorgewiesen werden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen sitzen, in den Stadien gilt eine Kapazitätsbegrenzung, Personenströme müssen klar geregelt werden und bei Eishockey und Fussballspielen gilt eine Maskenpflicht. Zudem sei der Alkoholausschank so zu beschränken, dass die «Einhaltung des Schutzkonzepts nicht gefährdet wird», sagte Bundesrat Alain Berset an der Pressekonferenz.

Absolute Planungssicherheit kann der Bund den Veranstaltern aber nicht versprechen. Wenn sich die epidemiologische Lage verschlechtert, können die Kantone eine Bewilligung jederzeit widerrufen. Eine Entschädigung gebe es dabei für die Veranstalterinnen nicht.

«Stimmung wird nicht die gleiche sein»

Der CEO des Berner Young Boys, Wanja Greuel, zeigt sich auf watson-Anfrage «sehr erfreut» über den Entscheid des Bundesrates. «Die Fans können die Mannschaft auch mit einer Maske anfeuern», sagt er. Man habe Verständnis für die strengen Auflagen und die Zuschauerbeschränkungen. Natürlich werde die Stimmung nicht die gleiche sein wie in den letzten Jahren. «Das Gemeinschaftserlebnis im Wankdorf wird künftig anders ausfallen als in der Vergangenheit.» Man appelliere an alle Fussballfans, sich an die Vorgaben des Bundes und des Kantons zu halten.

«Es bleiben drastische Einschränkungen, die zu herben finanziellen Verlusten führen werden.»

Patrick Lengwiler, CEO EV Zug

Gelten die Vorgaben für den Alkoholkonsum auch vor dem Stadion? Solche und viele weitere Fragen gilt es in den nächsten Tagen und Wochen zu klären. «Wir machen uns jetzt mit Hochdruck daran, das Sicherheitskonzept den neuen Rahmenbedingungen anzupassen», sagt Greuel. Detaillierte Auskünfte könne man derzeit aber noch nicht geben.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Kritischer äussert sich Patrick Lengwiler, CEO beim EV Zug. «Insgesamt bleiben es drastische Einschränkungen, die zu herben finanziellen Verlusten führen werden», schreibt er in einer Mitteilung. Der Bundesratsentscheid bedeute, dass man von den knapp 6000 Saisonkarteninhabern nur noch 3800 Plätze zur Verfügung stellen könne. Man werde sich in den nächsten Tagen intensiv damit auseinandersetzen, wie die Aufteilung der Plätze vernünftig zu regeln ist. «Das macht uns keinen Spass und das Ergebnis wird niemanden befriedigen, denn es wird nicht eine beste Lösung geben, sondern nur noch die am wenigsten schlechte.»

Der einzig positive Aspekt für ihn sei, dass nach Monaten der Ungewissheit und Planungsunsicherheit man jetzt wenigstens wisse, unter welchen Voraussetzungen im Oktober die Saison 2020/21 starte.

Etwas hoffnungsvoller klingt es aus Zürich: «Wir sehen Licht am Ende des Tunnels», sagt der Zürcher Hallenstadion-Chef Philipp Musshafen. Am 2. Oktober ist das erste Heimspiel des ZSC Lions geplant. «Natürlich liegt bis dann noch einiges an Arbeit vor uns.» Zusammen mit den Veranstaltern werde man Schutzkonzept und Risikoanalyse erarbeiten. Das Zusammenspiel mit den Behörden sei noch unklar, man wisse beispielsweise noch nicht, wer Ansprechperson für die Bewilligungen ist. Alles in allem sieht es Musshafen positiv. «Ich bin der Meinung, dass es Kultur und Sportevents in unserer Gesellschaft braucht, vor allem jetzt, wo die Tage wieder dunkler werden und der Herbst naht.»

«Der Aufwand steigt in allen Phasen massiv an.»

Christoph Bill, Präsident SMPA

Für die kulturellen Veranstaltungen sieht es weiterhin düster aus

Weniger rosig sieht es Christoph Bill, Präsident vom Branchenverband der professionellen Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter (SMPA). «Der Schaden ist bereits angerichtet», sagt er. «Wir erfuhren am 2. September, wie es ab dem 1. Oktober weitergeht. Das ist eine absolute Minimalvorlaufzeit für Grossveranstaltungen.» Bill fordert, dass ein kurzfristiger Bewilligungsentzug durch die Kantone nicht möglich sein soll oder die öffentliche Hand ein abgesagter Event mitversichern muss. «Der Aufwand steigt in allen Phasen massiv an, namentlich auch vor Ort. Hinzu kommt das wirtschaftliche Risiko aufgrund der Ungewissheit, ob in dieser Situation überhaupt genügend Gäste kommen», so Bill.

Festival-goers are waiting in front of the separate entrance in two parts, at the ?Swiss Mountain Roadshow?, during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Steffisburg, Switzerland, Thursday, July 30, 2020. The Swiss Mountain Roadshow brings the entire infrastructure, including artists, to the event locations. The mobile stage, the bars, the catering are arranged in such a way that the requirements of the federal and cantonal authorities in the fight against the spread of the corona virus can be followed. The audience is in two strictly separated sectors and a maximum of 2×300 day passes are sold per day. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Festivalbesucherinnen der Swiss Mountain Roadshow in Steffisburg warten auf den Einlass. Bild: keystone

Auch der Präsident des Schweizer Verbands technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe, Jörg Gantenbein, zeichnet für die Branche ein düsteres Bild. Die Situation bleibe schwierig, solange die Planungssicherheit fehle, sagt er.

«Unserer Branche drohen weitere Entlassungswellen, nicht wenige stehen bereits jetzt auf der Strasse.»

Jörg Gantenbein, Präsident Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe

«Die Kantone haben das Recht, eine Veranstaltung kurzfristig abzusagen. Das ist ein grosser Unsicherheitsfaktor. Unter diesen Voraussetzungen sind kulturelle Grossveranstaltungen weiterhin nicht durchführbar.» Für ihn und seine Berufskolleginnen bedeute dies, dass es mindestens bis Ende Jahr viel weniger Arbeit gibt. Ob sich die Lage ab 2021 entspannen wird, ist ungewiss. Gantenbein sagt, bereits seien mehrere Grossevents, die nächsten Sommer hätten stattfinden sollen, abgesagt worden. «Unserer Branche drohen weitere Entlassungswellen, nicht wenige stehen bereits jetzt auf der Strasse.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 04.09.2020 05:29
    Highlight Highlight Die Schweiz hat die schnellsten Lockerungen überhaupt und die moderatesten Einschränkungen und die Fussballclubs, Clubs und Veranstalter sind immer noch nicht zufrieden ? Habt Ihr nicht mitbekommen wie es ist wenn alles wochenlang dicht ist und gar kein Geld fliesst ? Wollt Ihr das nochmals erleben müssen ?
  • Don Alejandro 03.09.2020 18:58
    Highlight Highlight Es wird leider so oder so nur ein paar Wochen dauern bis die ganze Übung abgebrochen wird.
  • Lowend 03.09.2020 13:21
    Highlight Highlight Die meisten Politiker denken wohl, das Volk braucht nur Brot und Spiele. Darum werden Sport und Kommerz tatkräftig und mit viel Aufwand gestützt.

    Bei Kunst und Kultur dagegen scheint das Spitzweg Bild "Der armen Poet" Vorbild zu sein.

    Kunst und Kulturschaffende sollen darben und selber schauen, wie sie sich in der Pandemie präsentieren und es scheint keinen zu interessieren, ob es noch Künstler und Kulturschaffende, geschweige denn die Firmen und Fachleute geben wird, die einst dafür sorgten, dass sich die arbeitende Bevölkerung nach Feierabend auch mit Kunst und Musik vergnügen konnten.
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  • Meierli 03.09.2020 12:22
    Highlight Highlight "Bill fordert, dass ein kurzfristiger Bewilligungsentzug durch die Kantone nicht möglich sein soll oder die öffentliche Hand ein abgesagter Event mitversichern muss."

    Sonst noch alle Tassen im Schrank? Mit Steuergelder das Geschäftsrisiko absichern? Sicher nicht. Diese elende Vollkaskomentalität hat mittlerweile System in der Schweiz.
    • fidget 03.09.2020 14:42
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass die Kantone eine erteilte Bewilligung einfach leichtfertig wieder entziehen. Da wird ganz genau abgewogen. Aber wenn es die Situation nicht zulässt, dann muss die Bewilligung entzogen werden, und zwar ohne Abdeckung durch die öffentliche Hand. Denn dadurch gäbe es eine gewisse Beeinflussung der entscheidenden Behörden.
    • Booker 04.09.2020 05:31
      Highlight Highlight Eigentlich sollte ja der Veranstalter selbst Verantwortung übernehmen und die Situation abschätzen. Wenn sich die Lage zuspitzt und die Besucher/Teilnehmer gefährdet sind, dann sollte er den Event von sich aus absagen. Aber mans schiebt es gerne lieber auf andere ab, dann hat man auch einen Buhmann.
  • Peter R. 03.09.2020 11:26
    Highlight Highlight Na ihr Sportveranstalter, Clubchefs und Eventmanager - hört endlich auf zu jammern. Dieses ewige Gestürm nervt, macht endlich etwas und seid innovativ.
  • Tschowanni 03.09.2020 11:01
    • NeitherHitchNorCock 03.09.2020 13:35
      Highlight Highlight Schweden hatte übrigens über die gesamte Zeit ein Verbot von öffentlichen und privaten Anlässen mit über 50 Personen. Ich finde unsere Lösung ist da einiges liberaler
    • wasps 03.09.2020 13:36
      Highlight Highlight @Tschowanni, Netter Versuch. Die WHO lobt Schweden, weil sie eine Kommission einsetzt, welche die Strategie der Regierung unter die Lupe nimmt. Und nicht wegen der Corona Politik der Schweden! Kleiner, aber feiner Unterschied.
  • Qui-Gon 03.09.2020 10:59
    Highlight Highlight Rock-/Metalkonzert im Sitzen, scho nöd so geil...
    • fidget 03.09.2020 14:43
      Highlight Highlight Aber vermutlich immer noch geiler, wie wenn gar kein Konzert statt findet, oder?
    • Qui-Gon 03.09.2020 14:52
      Highlight Highlight Findet man nur im Selbstversuch raus ;-)
  • Vanessa_2107 03.09.2020 09:49
    Highlight Highlight ...und nun diese Lockerungen gegen Herbst und Winter, wo wir wieder mehr drinnen sind....und täglich 200-400 Neuansteckungen haben...also ich weiss nicht🙄?? Dazu Viele benehmen sich, wie der Virus gar nicht mehr existieren würde...oder je existiert hat. Was soll man von all dem halten?
    • Chloetira 03.09.2020 10:44
      Highlight Highlight Es wird immer von Neuansteckungen gesprochen. Fakt ist, dass kein PCR Test eine Infektion nachweisen kann. Der Test kann lediglich beweisen, das Virenteile vorhanden sind. Diese müssen aber nicht lebendig sein, es reicht aus, wenn Virentrümmer von früheren Infektionen oder durch das Immunsystem abgetötete Virenteile vorhanden sind. Deshalb ist die Aussagekraft eines positiven Tests bei asymptomatischen Personen gleich Null. Trotzdem werden diese Personen in Quarantäne gesteckt, obwohl praktisch keine Ansteckungsgefahr von ihnen ausgeht.
    • Tschowanni 03.09.2020 11:20
      Highlight Highlight Ganz ehrlich Vanessa? Wir erheben Zahlen anhand PCR Tests die nichts aussagen, wir lesen täglich die Zahlen der Neuinfektionen, anstatt der prozentzahl positiver/Spitalbelegung/Corona Opfer, wir tragen Masken deren Schutz gegen Covid 19 noch immer nicht bestätigt ist, wir sollen Kleinkinder gegen Grippe impfen, was eigentlich Aufgabe des Immunsystems ist (man kann sich die zukünftigen Risikopatienten auch gleich selber züchten), wir werden tagtäglich durch Schlagzeilen in Angst und Panik versetzt. Wer gegen die aktuellen Massnahmen steht, wird umgehend in eine negative Schublade gesteckt
    • Vanessa_2107 03.09.2020 12:34
      Highlight Highlight Tschowanni - anstatt alles so unterschwellig und zwischen den Zeilen anzuzweifeln, was genau willst du sagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eiswalzer 03.09.2020 09:48
    Highlight Highlight Na ja, ich bin einverstanden, dass die Klubs nun aktiv werden müssen. Dennoch gibt es natürlich auch Punkte, die einer Diskussion wert sind. Wurden die Grenzen so festgelegt, dass es den Fussballklubs zugute kommt? Die werden praktisch keine Einschränkungen mehr haben was die Zuschauerzahlen angeht (YB und Basel können 20000-25000 reinlassen). Ob systemrelevant oder nicht: Finden denn nun im ÖV effektiv viele Ansteckungen statt oder nicht? Oder reichen die Masken dort zur Eindämmung? Dennoch: Die Klubs sollten nun am besten gemeinsam eine 20-30% Lohnkürzung beschliessen.
  • drüber Nachgedacht 03.09.2020 09:20
    Highlight Highlight Die Ansteckungszahlen steigen, bei Clubs werden die Schrauben angezogen, immer mehr wird Maskenpflicht in Läden eingeführt und dann werden Grossveranstaltungen für mehr als 1000 Personen zugelassen. Alle dürfen wieder dicht aneinandergedrängt miteinander in geschlossenen Räumen schreien.

    Ist das nicht der schnellste Weg zu einem neuen Lockdown?

    Besonders wenn man bedenkt, dass neuste Erkenntnisse zeigen, dass eine Coronainfektion bei Schwangeren schwerste bleibende Schäden an Ungeborenen auslösen kann.

    • GianniR 03.09.2020 10:12
      Highlight Highlight So ist es. Gerade lässt Israel - der frühere "Musterschüler" - grüßen. So schnell kann es gehen! Völlig unverständlicher Entscheid des BR!
    • Tschowanni 03.09.2020 11:24
      Highlight Highlight Meine Fresse. Jede Verordnung kann auch wieder rückgängig gemacht werden wenn es nötig sein sollte.

      Keiner weiss was aktuell die richtigen Massnahmen sind, trotzendem ist jeder genug "Experte" um zu kritisieren.
    • drüber Nachgedacht 03.09.2020 13:08
      Highlight Highlight @tschowanni
      Genau das ist das Problem.
      Niemand hat den Mut die Regeln wieder zu verschärfen.

      Um zu verstehen wie ein System funktioniert, kann man nicht an allen Rädern miteinander drehen. Da muss man ganz behutsam an einem Rad drehen und analysieren was passiert.
      Wir hatten bis die Grenzen und Clubs geöffnet wurden super Erfolg. Seither steigen die Zahlen.
      Nun sollte man dort die Schraube wieder anziehen, bis die Zahlen wieder besser werden.
      Danach kann man weitergehen.


  • fidget 03.09.2020 09:09
    Highlight Highlight Die Exponenten aus der Sportwelt scheinen sich damit arrangieren zu wollen und nehmen die Massnahmen so hin. Aber die Veranstalter, was wollen die eigentlich? Die möchten am liebsten alles so durchführen wie vor dem 16. März. Alles ohne Einschränkung, dann sind sie zufrieden. Ich halte die gestern präsentierten Massnahmen bereits für ein grosses Entgegenkommen. In Deutschland finden Grossevents bis Ende Jahr gar nicht statt.
    • Sandlerkönig Eberhard 03.09.2020 12:37
      Highlight Highlight Natürlich wollen sie das, weil alles andere schnell im finanziellen Selbstmord endet. Gerade die Musikbranche hat sich über Jahre hinweg in ein knallhartes Business verwandelt. Da gibt es je länger je mehr ein paar wenige grosse Player bei Veranstaltern und Managements, die Kohle machen, und sehr viele kleine und mittlere, die schon in normalen Zeiten zu kämpfen haben. Stell dir vor du produzierst ein Openair, hast im Voraus schon jede Menge finanzielle Auslagen rein mit Planung und Organisation, und eine Woche vor der Durchführung entzieht dir der Kanton die Bewilligung. Und nun?
    • fidget 03.09.2020 14:36
      Highlight Highlight Schon klar, dass das alles in Sachen Planung und Organisation scheisse ist. Das Virus lässt sich aber nicht wegdiskutieren, es ist da. Es ist finanziell zwar extrem schwierig, wenn einem die Bewilligung kurz vorher entzogen wird, aber ich denke, dass dies nicht leichtfertig geschehen wird. Es kann nicht sein, dass man einen Event durchstiert, nur weil schon viel Geld und Zeit in dessen Organisation floss.
    • Sandlerkönig Eberhard 03.09.2020 16:06
      Highlight Highlight Es kann aber ebensowenig sein, dass man Veranstaltern in irgendeiner Weise etwas vorwirft, aus eben genau den Gründen, die du genannt hast.
  • Eskimo 03.09.2020 08:54
    Highlight Highlight Beim ZSC sehe ich auch kein Problem. Dort ist die Halle sowieso selten zu 2/3 belegt. Genauso im Fussball.
    Für die anderen Hockeyclubs sind diese Massnahmen eine Katastrophe und vollig absurd.
  • Spellbinder 03.09.2020 08:34
    Highlight Highlight Das mit dem Konsumieren von Getränken und Lebensmitteln(?) finde ich echt noch zusätzlich doof.

    Denkt wirklich jemand der Fan mit dem Cola in der Hand singt dann nicht mit wenn er die Maske entfernt?

    Und wie soll so eine Maskentragpflicht durchgesetzt werden?
    Es kann ja nur noch ermahnt werden und nicht wirklich Bestraft.

    Zudem hält man bei offenen Getränken oder Lebensmitteln ja quasi einen Virenfänger in der Hand den man dann schön ins Maul stopft / giesst.
  • leu84 03.09.2020 08:08
    Highlight Highlight Die Branche sollte eigentlich wissen, das ein Normalbetrieb noch kaum möglich ist, ausser die Branche trägt die Verantwortung mit. Es geht sowieso nur Schrittweise weiter und das kann noch bis zum Frühling dauern. Es ist auch eine Chance, sich neu aufzustellen und die Branche weiterzuentwickeln. Neue Systeme im Ticketing einsetzen und und und .
  • Bananenrepublikaner 03.09.2020 07:51
    Highlight Highlight «Es bleiben drastische Einschränkungen, die zu herben finanziellen Verlusten führen werden.» Oooh mann!
    Der Bundesrat versucht hier Lösungen zu schaffen, um einerseits die Verbreitung des Virus einzudämmen und andererseits die Wirtschaft so geht es geht nicht einzuschränken. Aber von Vertretern diverser Branchen hört man immer nur wie schlecht die Massnahmen immer noch sind (haben dann aber meistens keine brauchbaren Gegenvorschläge). Wir können ja auch jegliche Schutzvorkehrungen sein lassen und schauen was dann passiert 🙄 Ich wage zu behaupten, dass niemand einen 2. Lockdown möchte....
    • Irene Adler 03.09.2020 10:30
      Highlight Highlight Für die Eventveranstalter ist momentan egal, ob nur sie nicht arbeiten dürfen, oder ein 2. Lockdown kommt.
    • invisible 03.09.2020 13:27
      Highlight Highlight Kann sein dass mehr gejammert wird als angemessen, aber was soll er denn machen? Eine Notlösung als die Erfüllung seiner grössten Träume verkaufen? Man kann froh sein dass überhaupt irgendwas geht UND gleichzeitig unzufrieden weil optimal nunmal ganz anders aussehen würde.
  • Maria Cardinale Lopez 03.09.2020 07:31
    Highlight Highlight Schöne Pläne welche hier immer gemacht werden vom Bund und den Kantonen.
    Mal schauen wie es dann ist wenn die Fans mit Emotionen und angetrunken ein Spiel schauen, wo in der 80min. 1 zu 1 steht und die Stimmung hochkocht. Mal schauen ob dann alle noch die Maske tragen und sitzen bleiben.
    Ich sehe ja bei den Fans in den Kurven schon schwarz.
    Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
    • Gigle 03.09.2020 09:59
      Highlight Highlight Die Fans in den Kurven werden garantiert nicht ins Stadion gehen ab Oktober. 1. Sitzplatzpflicht, 2. Alle Daten abgeben und 3. Choreoverbot. Die meisten CH Fussballclubs haben es auch vor Corona nicht geschaft, das Stadion zu 2/3 zu füllen und ohne Kurven ist das utopisch. So oft die Kurven in den Medien durch den Dreck gezogen werden sind sie es doch, die Stimmung machen und bei jedem Spiel dabei sind. Wenn sie fehlen wird wohl auch keine Stimmung aufkommen und va im Winter immer weniger Leute ins Stadion gehen.
  • Sagensturm 03.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Es ist einfach. Gesundheit versus Arbeitslosigkeit. Also Gesundheit.
    • Hier Name einfügen 03.09.2020 08:20
      Highlight Highlight So einfach ist es eben genau nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Grossteil der Infizierten gar nicht krank ist.
    • amazonas queen 03.09.2020 09:41
      Highlight Highlight Doch, genau deswegen ist es so einfach. Gerade weil die meisten gar nicht merken, dass sie andere infizieren können, müssen die Grossveranstaltungen verboten bleiben.
    • Rookie 03.09.2020 10:11
      Highlight Highlight Bist Du auch immer noch dieser Meinung wenn DU dadurch Deinen Job verlierst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meinung 03.09.2020 07:01
    Highlight Highlight Jetzt beginnt die Umsetzung und alle Teilehmenden werden an ihren taten gemessen.
    So soll es sein und das ist auch der einzige weg, wenn Veranstaltungen egal welche wieder möglich sein sollen.
  • Notabik 03.09.2020 06:55
    Highlight Highlight Und was passiert mit der Sport- und Event Branche, wenn wir diesen Herbst wieder 500, 600 Neuansteckungen haben werden pro Tag?
    • drüber Nachgedacht 03.09.2020 09:28
      Highlight Highlight Habt ihr alle vergessen was die Hauptauslöser für die enormen Coronainfektionen in Italien und Spanien waren.

      Wenn wirklich wieder Events in dieser Grösse eingeführt werden, werden wir im November wieder mehr als 1000 neue Infektionen pro Tag haben...
      Dann wird jeder Kanton mehrere hundert Personen fürs Contact Tracing einstellen müssen. Ob das wirklich günstiger kommt, als die paar Profi Sportler mit Kurzarbeit zu finanzieren.

    • nadasagenwirjetzteinfachmal 03.09.2020 09:33
      Highlight Highlight @Notabike..ob 400 oder 800 täglich ist nicht wichtig. Die Frage ist, wie viele von diesen 400 oder 800 machen schwere Verläufe und wie viele Intensivbetten werden belegt.
      Ich denke wir müssen wegkommen von dieser Konzentration auf die Fallzahlen.
    • Oly photographer 03.09.2020 09:46
      Highlight Highlight @nadasagenwirjetzteinfachmal, klar ist das wichtig. Wir werden bei solchen Zahlen bei den meisten Ländern wieder auf die Liste kommen. Dann geht das Geschrei wieder los, dass man nicht reisen kann und die Touris werden auch nicht mehr hier herkommen können/wollen, ausser alle sitzen zuerst mal in der Quarantäne.
  • Notabik 03.09.2020 06:50
    Highlight Highlight Welcher klar denkende Mensch besucht zur Zeit ein Konzert oder eine Sportveranstaltung? # Verantwortungs Bewusstsein.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.09.2020 07:31
      Highlight Highlight Die meisten Menschen funktionieren so: Wenn die Behörden sagen, es geht, dann geht's auch. Das wird nicht weiter hinterfragt. Wenn's Gösgen in die Luft jagt und die Behörden sagen, ab 10km Entfernung besteht keinerlei Gefährdung der Gesundheit, dann werden die meisten Menschen diese Behauptung glauben.
    • Dr. Unwichtig 03.09.2020 07:38
      Highlight Highlight Jeder, der gelernt hat, ein Risiko eigenverantwortlich einzuschätzen....
    • Shikoba 03.09.2020 07:38
      Highlight Highlight Ich würde eher an ein Fussballspiel gehen (ist an der frischen Luft, sicherer als Zug fahren) als in den Ausgang, mit Party, Disko, usw.,wo man sich total nah ist und ungeschützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 03.09.2020 06:29
    Highlight Highlight Es ist leider ein Gratwanderung und eine Pandemie lässt sich eben nicht planen.
    Anstelle der ewigen Jammerei (ja wir alle wissen, dass wenn nicht gearbeitet werden kann auch nichts reinkommt), mit Bund und Kantonen Lösungen gesucht werden. Wenn dies nichts fruchtet kann dann via Medien Druck aufgebaut werden!
    • sowhat 03.09.2020 07:24
      Highlight Highlight Na Druck wurde ja aufgebaut, sonst wären wir bestimmt nicht bei so grossen Möglichkeiten. Es hängt jetzt vom guten Willen der Vefanstalter ab ob daraus was wird oder ob nach den ersten 3-4 Veranstaltungen wieder alles dicht gemacht wird.
      Das Gejammer wie schwierig das alles ist, ist unnötig. Niemand hat erwartet, dass es einfach ist.
      Vielleicht muss man einfach mal überlegen, ob Massenveranstaltungen genau so sein müssen, wie sie es vor der Pandemie waren.
    • drüber Nachgedacht 03.09.2020 09:29
      Highlight Highlight Wie man sieht hat das gejammer geholfen. Wer am lautesten jammert bekommt am meisten.


      Egal ob vernünftig oder nicht.


  • bebby 03.09.2020 06:18
    Highlight Highlight Es ist halt wie immer eine Güterabwägung. Entweder werden Grossveranstaltungen nur ganz ganz vorsichtig durchgeführt oder alle über 60 isoliert. Letzteres ist definitiv eine grössere Einschränkung.
    Wir sind eh das einzige Land auf der Welt, das so grosszügig zu Veranstaltungen ist.
    • Sprachrohr 03.09.2020 07:06
      Highlight Highlight Covid-19 betrifft auch die Jungen, nicht bloss die Ü60. Die Leute schauen viel zu stark auf die Todesfallstatistiken, dabei klagen auch sehr viele junge Menschen über teils gravierende Spätfolgen einer Covid-19-Infektion!
    • Carl Gustav 03.09.2020 08:19
      Highlight Highlight Das Virus zirkuliert seit Februar. Die Spätfolgen werden im nächsten Sommer zu sehen sein, nicht jetzt.
    • Stinkstiefel 03.09.2020 08:33
      Highlight Highlight @Sprachrohr

      Quelle bitte!
      Oft behauptet, nie belegt.
      Und ich will keine Anekdoten und Einzelfallbeschreibungen, sondern einen Beleg für das „sehr viele“.
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