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76'500 Besucher, kein einziger Corona-Fall: Die «Sensation» von Salzburg

Besucher aus 39 Ländern, 110 Aufführungen, 1400 Mitwirkende – und 0 Corona-Fälle: Die Salzburger Festspiele haben gezeigt, dass Festivals auch in der Corona-Zeit möglich sind.
31.08.2020, 16:02

Die Salzburger Festspiele habe eine positive Bilanz des durch die Corona-Krise stark abgespeckten Festivals gezogen. Die Erwartungen des Direktoriums seien weit übertroffen worden, teilten die Festspiele mit. Das wegen des Coronavirus aufgelegte Sicherheitskonzept habe funktioniert.

Caroline Peters (in rot) während der Fotoprobe zum Schauspiel «Jedermann» von Hugo von Hofmannsthal in Salzburg.
Caroline Peters (in rot) während der Fotoprobe zum Schauspiel «Jedermann» von Hugo von Hofmannsthal in Salzburg.Bild: Getty Images Europe

«Dass bisher bei 1400 Mitwirkenden in der über zweimonatigen Vorbereitungs-, Proben- und Vorstellungszeit nur eine einzige Mitarbeiterin Anfang Juli infiziert wurde und dass kein einziger Fall unter den 76'500 Besuchern gemeldet wurde, ist eine Sensation», meinte der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz. Die 110 Aufführungen hätten eine Auslastung von 96 Prozent gehabt.

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Treue Stammgäste

Die Einnahmen betrügen 8.7 Millionen Euro. Die Treue hielten vor allem die Stammgäste: Gut zwei Drittel aller verkauften Karten gingen an diese Gruppe. Das Publikum kam aus 39 Ländern.

Das strenge Sicherheitskonzept habe international grosse Beachtung gefunden, erklärte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Intendant Markus Hinterhäuser sagte: «So wird das Signal, das von Salzburg ausgeht, das stärkste, vitalste und wesentlichste sein, das man an die Welt senden kann.»

Stühle mit viel Abstand.
Stühle mit viel Abstand.Bild: www.imago-images.de

3600 Corona-Tests

Insgesamt wurden im Rahmen des Sicherheitskonzepts rund 3600 Corona-Tests gemacht, darunter etwa 1000 noch am Wohnort der Künstler und temporären Mitarbeiter, 2355 Routine-Tests von Personen, die den Sicherheitsabstand nicht einhalten konnten und 154 Tests aufgrund eines Verdachts.

Anlässlich des 100-Jahr-Jubliäums des weltgrössten Musik- und Theaterfestivals wird erstmals eine Kinoreihe, die zehn Sternstunden der Salzburger Festspiele in Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentieren. Den Auftakt macht am 24./25. Oktober 2020 die legendäre «La Traviata» mit Anna Netrebko und Rolando Villazón aus dem Jahr 2005.

Zeichen der Zeit.
Zeichen der Zeit.Bild: www.imago-images.de

(sda/dpa)

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rolf_N
31.08.2020 17:15registriert Mai 2017
Die festspiele dauerten doch bis gestern? Ich würde mal noch mind. 2 wochen abwarten dann Bilanz ziehen.
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Thomas G.
31.08.2020 18:19registriert März 2019
Hm wie war das nochmal. Den Tag nicht vor dem Abend loben und so? Warten wir mal zwei drei Wochen ab....
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xPlorUm
31.08.2020 16:44registriert Juni 2015
Wenn niemand von diesen 76500 Leuten Corona hatten, dann konnte ja auch niemand angesteckt werden. Da kann man von Glück reden, aber nicht von einem funktionierenden Sicherheitskonzept. Auch wenn das ein schönes Zeichen ist, dass es noch immer Festivals gibt, wäre es viel Interessanter gewesen hätte sich vorher nur eine Person mit Corona infiziert und sonst niemanden angesteckt.
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