Schweiz
SRG

SRG-Ombudsstelle rügt Bildlegende zu Geste von Elon Musk

ARCHIVBILD ZUM ANGEKUENDIGTEN STELLENABBAU BEI SRG/SRF --- Das SRF Logo am Gebaeude von Schweizer Radio und Fernsehen, aufgenommen am Montag, 18. Maerz 2024 in Leutschenbach Zuerich. Es seien weitere  ...
Die Bildlegende kritisierte die Ombudsstelle als «unmündig und völlig deplatziert».Bild: keystone

SRG-Ombudsstelle rügt Bildlegende zu Geste von Elon Musk

05.03.2025, 18:4005.03.2025, 18:40

Die SRG-Ombudsstelle hat eine Bildlegende in einem Text von SRF zu Elon Musk bei der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident gerügt: Sie verstosse gegen das Sachgerechtigkeitsgebot. Im Bild wurde der gestreckte rechte Arm Musks gezeigt, der weltweit kontroverse Reaktionen auslöste. Gedeutet wurde er unter anderem als Hitlergruss.

Der Text zum Bild schreibt im Wortlaut: «Manche erkennen einen Hitlergruss. Oder ist es der Start einer Rakete?» Gegen diese Bildbeschreibung gingen laut einer Mitteilung der SRG vom Mittwochabend 48 Beanstandungen ein. Unter anderem wurde demnach gerügt, dass die Geste mit einem Witz verharmlost werde.

In ihrem Schlussbericht schreibt die Ombudsstelle, dass die Entscheidung der Redaktion, den Auftritt Musks in den Webartikel zur Inauguration einzubeziehen, nachvollziehbar gewesen sei. Das Bild sei um die Welt gegangen und vielseitig interpretiert und gedeutet worden.

Die einen hätten darin einen Hitlergruss gesehen, andere Mussolinis römischen Gruss und weitere einfach eine unbeholfene Geste. Die mündige Leserschaft von SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) habe sich eine eigene Meinung zur Aktion Musks machen können.

Die Bildlegende kritisierte die Ombudsstelle als «unmündig und völlig deplatziert». Diese Interpretation sei unsensibel und verharmlose die Ernsthaftigkeit der Frage, wie die potenziell faschistische Geste Musks ausgelegt werden könne.

Der Umstand, dass im Netz alternative Deutungen kursierten, rechtfertige keinerlei Vergleiche mit dieser historisch beladenen Geste. Erst recht nicht, wenn ein solcher «witzig» gemeint sei. Aus diesem Grund erkennt die SRG-Ombudsstelle nach eigenen Angaben einen Verstoss gegen das Sachgerechtigkeitsgebot. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
Jedes Jahr zweimal den Bielersee – so viel Wasser verbraucht die Schweiz
Ohne Wasser gibt es kein Leben. Es ist eine der wichtigsten Ressourcen für uns Menschen, unsere Umwelt und unseren Planeten, aber die Wasserquellen werden durch den Klimawandel immer knapper – auch in der Schweiz. Wie viel Wasser nutzen wir bereits und haben wir noch Reserven?
Zwei Milliarden Kubikmeter Wasser. Etwa diese Menge an Wasser wurde in der Schweiz im Jahr 2023 gemäss dem Schweizer Dachverband für Wasser, Gas und Wärme (SVGW) genutzt. Der Bielersee hat ein Volumen von rund 1,2 Milliarden Kubikmetern. Somit würde der schweizweite Wasserverbrauch den Bielersee also jährlich fast zweimal leeren. Dabei nicht eingerechnet ist der virtuelle Wasserverbrauch, sprich das Wasser, welches in Produkten wie Autos, Kleidern oder Mobiltelefonen steckt.
Zur Story