Schweiz
SVP

Walliser SVP zieht Wahlbetrug-Beschwerde zurück

Walliser SVP zieht Wahlbetrug-Beschwerde zurück

04.04.2017, 18:1206.04.2017, 17:45
Sigrid Fischer-Willa UDC, gauche, Oskar Freysinger UDC, centre, Nicolas Voide PDC, droite, photographies a Uvrier le mardi 17 janvier 2017 lors de la conference de presse pour presenter leur liste com ...
Streicht die Segel: Oskar Freysinger.Bild: KEYSTONE

Die Walliser SVP hat ihre zweite Beschwerde bezüglich des Verdachts auf Wahlbetrug am Dienstag zurückgezogen, nachdem sie von der Justizkommission des Grossen Rates abgelehnt wurde. Die Partei zeigte sich wenig überrascht über die Ablehnung.

Unter diesen Voraussetzungen sei es nicht nötig, den Grossen Rat für eine Sitzung einzuberufen, um über die Beschwerde zu befinden, teilt die SVP des französischsprachigen Wallis am Dienstag mit. Der Entscheid werde identisch sein mit jenem vom 27. März.

Mit der zweiten Beschwerden hatte zwei SVP-Mitglieder die Wahl des Staatsrates vom 19. März für ungültig erklären wollen. Bereits bei der Vereidigung der neuen Walliser Regierung hatte die SVP vergeblich versucht, die Validierung der Wahl zu verschieben.

Die Untersuchung der Walliser Staatsanwaltschaft zum Verdacht des Wahlbetrugs ist noch im Gang. Die Justizkommission konnte bei der Behandlung der SVP-Beschwerde Einsicht in die von den Gemeinden Brig, Naters und Visp sowie der Unterwalliser SVP eingereichten Strafanzeigen nehmen, wie sie am Dienstag mitteilte.

«Die Justizkommission hat bis dato von 119 Fällen Kenntnis und stützt ihren Entscheid auf die Akten, die von der mit dem strafrechtlichen Teil betrauten Staatsanwaltschaft übermittelt wurden», hiess es in der Medienmitteilung der Kommission.

Wahl nicht entscheidend beeinflusst

Es sei demnach «sehr unwahrscheinlich», dass diese Unregelmässigkeiten das Wahlresultat entscheidend beeinflusst haben könnten. Die Justizkommission beantragte dem Grossen Rat, die Beschwerde abzulehnen und die Wahlen definitiv zu validieren.

SVP

Beim zweiten Wahlgang für den fünfköpfigen Walliser Regierungsrat wurde der SVP-Staatsrat Oskar Freysinger abgewählt. Ihm fehlten knapp 2200 Stimmen auf Laurent Favre von der FDP, der auf dem fünften Platz landete. Kurz nach dem zweiten Wahlgang wurden die Wahlbetrugs-Fälle im Oberwallis bekannt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Diese Schülerin erobert gerade die Leinwand – und wird das neue Heidi
Die 12-jährige Neah Hefti startet durch. Ab dieser Woche ist sie in ihrer ersten Filmhauptrolle im Kino zu sehen, bald steht sie als Heidi für eine neue Serie vor der Kamera.
Wäre Neah Hefti an diesem Morgen nervös, wäre das nicht erstaunlich. Es ist ein Aprilsamstag in Zürich, wo sich vor den Arena Kinos eine Schlange gebildet hat. Die Leute sind da wegen der Premiere des Schweizer Kinderfilms «Plitsch Platsch Forever!», der diese Woche in die Kinos kommt und in dem die knapp 12-jährige Adliswilerin Hefti die Hauptrolle übernimmt.
Zur Story