Schweiz
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Die 28-jährige Hülya Emeç sitzt seit zwei Wochen am Flughafen Zürich fest. bild: facebook

Diese kurdische Journalistin flieht vor Erdogan und sitzt jetzt am Zürcher Flughafen fest

Weil sie für eine pro-kurdische Nachrichtenseite geschrieben hat, wollte Erdogan eine Journalistin sieben Jahre ins Gefängnis schicken. Sie floh in die Schweiz. Doch hier droht ihr die Ausschaffung.



Seit zwei Wochen sitzt die kurdische Journalistin Hülya Emeç am Flughafen Zürich fest und kommt nicht weiter. In der Türkei wird sie per Haftbefehl gesucht, weswegen sie Anfang Jahr untertauchte und aus dem Land flüchtete. Am 15. Januar reiste sie in die Schweiz ein und bat um Asyl. Doch weil auf ihr Gesuch nicht eingetreten wurde, befindet sie sich seither in der Asylunterkunft in der Transitzone des Flughafens und darf weder ein- noch ausreisen. Ab Mittwoch droht ihr die Ausschaffung.

In der Türkei sorgt der Fall in der kurdischen Gemeinschaft seit Tagen für Aufruhr. Die 28-jährige Emeç arbeitete als freie Journalistin unter anderem für die pro-kurdische Nachrichtenagentur Dicle Haber, deren Redaktion nach dem Putschversuch Ende 2016 verboten und geschlossen wurde. Ausserdem schrieb sie für die Nachrichtenseite Gazete Karinca und den Lokalsender «VanTV».

Emeç bittet ihre Freunde auf Facebook um Hilfe

Bereits 2009 ist sie während ihrer Arbeit als Journalistin in Istanbul von der türkischen Polizei festgenommen und zwei Jahre in Untersuchungshaft gesteckt worden. Der Vorwurf lautete: Unterstützung und Propaganda für eine terroristische Organisation – ein gängiger Vorwurf in der Türkei, wenn es um die Inhaftierung von politischen Gegnern von Präsident Recep Erdogan geht. Zahlreiche Kurden befinden sich deswegen in Haft. Der hierzulande bekannteste Fall ist jener vom «Welt»-Korrespondenten Deniz Yücel.

Laut Nesrin Ulu und Ahmet Tamer, Juristen des Vereins Migration Organisation Recht, welche Emeç in Sachen Rechtshilfe vertreten, sei es während der Untersuchungshaft zu Gewaltanwendungen und Folter gekommen. 

Ende des vergangenen Jahres wurde Emeç vom obersten Gerichtshof in Ankara zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Für Juristin Ulu irritierend sei, dass man sich in den Gerichtsakten auf Aussagen eines geheimen Zeugens stütze, der Emeçs Mitgliedschaft in der Kurdenpartei PKK bestätige. «Um wen es sich bei diesem Zeugen handelt oder weitere Beweise für die Vorwürfe gegen Emeç sind nicht ersichtlich», sagt Ulu. 

Als sie schliesslich zur Haft ausgeschrieben wurde, floh Emeç. Zuerst mit Hilfe von Schleppern nach Georgien, von dort aus weiter nach Brasilien. Ziel sei jedoch von Beginn weg die Schweiz gewesen, sagt Ulu. Weil sie hier Freunde und Bekannte habe.

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bild: facebook

Ausserdem stehe in der Schweiz die Chance auf Asyl verhältnismässig gut für türkische Staatsangehörige. Von 567 Gesuchen erhielten im vergangenen Jahr knapp 200 eine Aufenthaltsbewilligung oder eine vorläufige Aufnahme. Die Schutzquote lag Ende Jahr bei 38 Prozent.

Doch für die direkte Einreise in die Schweiz, hätte Emeç ein Visum benötigt. Ein solches konnte sie in ihrer Situation nicht beantragen. Also habe sie sich andere Wege suchen müssen, sagt Ulu. In Brasilien schliesslich gelang es ihr, ein Transitvisum für die Schweiz zu beantragen. 

Als sie am 15. Januar am Flughafen in Kloten landete, stellte sie sofort ein Asylgesuch. Doch schnell kam die Antwort des Staatssekretariats für Migration (SEM): Auf das Gesuch wird nicht eingetreten. Dies, weil «am Flughafen nicht auf Asylgesuche eingetreten werde, wenn Asylsuchende in einen Drittstaat zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben und der über ein funktionierendes Asylsystem verfügt», wie es auf Anfrage beim SEM heisst.

Juristin Ulu findet die Situation paradox. Sie fragt sich: «Wie hätte Emeç denn einreisen sollen, wenn nicht über einen Drittstaat?» Sie geht davon aus, dass die Kurdin Asyl erhalten hätte. Doch wegen dem Nichteintretensentscheid hatte sie gar keine Möglichkeit, ihre Asylgründe den Behörden zu unterbreiten.

«Wie hätte Emeç denn einreisen sollen, wenn nicht über einen Drittstaat?»

Juristin Nesrin Ulu

Beim Bundesverwaltungsgericht hat Ulu gegen den Entscheid des SEM Einsprache erhoben. Tritt das Gericht nicht auf die Beschwerde ein, droht Emeç ab Mittwoch die Ausschaffung nach Brasilien.

Das wolle man unbedingt verhindern, sagt Ulu. «Denn was in Brasilien mit ihr passiert, ist unklar. Die Situation für Flüchtlinge ist dort unzumutbar. Und sie könnte von dort aus in die Türkei zurückgeschoben werden, was für sie verheerend wäre.»

Türkei verhaftet Journalisten

Bei Anruf Erdogan - Bizarres Vorgehen in der Türkei

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donalf 30.01.2018 23:18
    Highlight Highlight Es wäre an der Zeit, dass die Schweiz endlich die Journalisten schützt und dass die Justiz in der Türkei keinerlei rechtsstaatlichen Normen mehr entspricht
    und somit deren Bürger ein Schutzrecht haben. Überhaupt muss das gesamte Verhältnis zwischen beiden Staaten einmal seriös geprüft wird.
  • tinak 30.01.2018 21:50
    Highlight Highlight Für Hülya Emeç läuft eine Petition:
    https://act.campax.org/petitions/asyl-fur-die-kurdische-journalistin-hulya-emec-1

    Jede Stimme zählt.
    • Gogl Vogl 02.02.2018 06:27
      Highlight Highlight So hier könnt ihr ganzen Grossschnurris mal zeigen, ob ihr wenigstens eure Tastatur gegen Ungerechtigkeit erheben könnt oder ob es bei heisser Luft bleibt meine lieben linken Kollegen.

      Bitte die Petition unterschreiben!
  • Bene86 30.01.2018 14:39
    Highlight Highlight Bitte hierbehalten und ein paar pro osmanische Erdo-Fanboys dafür ausweisen.
  • Turi 30.01.2018 12:26
    Highlight Highlight Da hätte man Assange auch aufnehmen können.
  • Calisthenics 30.01.2018 12:14
    Highlight Highlight Ich denke wir sollten mittlerweile wissen das Erdogan solche Leute erbarmungslos verfolgt, überallhin.

    Angenommen sie kann nicht bleiben und als nächstes hören wir von ihrer Verhaftung und Auslieferung in die Türkei.
    Fühlen wir uns dann besser, wir haben ja nur das Gesetz befolgt....
    • Ludovigo 31.01.2018 14:56
      Highlight Highlight Sie hat sich ja nicht an die Gesetze gehalten. Ich sehe nicht ein, wieso sie nicht un Brasilien bleiben will, wohin sie schliesslich zuerst gegangen ist. Die Story mit den angeblichen Umweg der Schlepper stimmt überhaupt nicht. Denn sie kann bei de Schleppern aussuchen, wohin sie gehen will. Nimmt mich wunder, von wo sie das viele Geld für diese Dienste hat.
  • nass 30.01.2018 11:56
    Highlight Highlight Die Schweiz scheint den besseren Ruf im Asylwesen zu haben als Brasilien. Dann wirds vielleicht ENDLICH mal Zeit darüber nachzudenken warum. Und statt nur zu denken auch gleich zu handeln....
    • bokl 30.01.2018 12:51
      Highlight Highlight @nass
      Aber dann bitte gleich richtig handeln. Nicht Niveau Brasilien anvisieren, sondern gleich Nordkorea. Haben noch viel weniger Asylanten dort...
    • Mutzli 30.01.2018 14:07
      Highlight Highlight Soll das heissen, dass die Schweiz extra ihren Ruf im Ausland ruinieren soll, oder was? Komisches Verständnis von Heimatliebe das...
  • zaaxd 30.01.2018 10:41
    Highlight Highlight normalerweise schreien alle kriminelle Ausländer raus,und dann nimmt man solche rein, wie lustig ihr seid 😂😂
    • lily.mcbean 30.01.2018 11:22
      Highlight Highlight Hast du den Artikel überhaupt gelesen, Einstein?
    • Radesch 30.01.2018 11:28
      Highlight Highlight @zaaxd

      Ich hoffe, dass das nicht ernst gemeint ist, aber das was dieser Journalist gemacht hat, ist in einem Rechtsstaat nicht kriminell...

      Deswegen sollte er Asylanspruch haben...
    • Radesch 30.01.2018 11:38
      Highlight Highlight Journalistin Sorry ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 30.01.2018 10:21
    Highlight Highlight Sie hätte illegal und ohne Ausweis über die Tessiner Grenze einreisen müssen und ihr Gesuch wäre bewilligt worden.

    Krank, dieses System.

    Frau Hülya Emeç, was hier am Flughafen gerade abläuft muss ihnen ähnlich schlimm vorkommen, wie die Folterungen in türkischen Gefängnissen. Ja, die Schweiz hält sich kaltherzig an ihre Bestimmungen.

    Wir sollten uns schämen.

    Dafür behalten wir Schlägertypen hier. Oder weisen bestens integrierte Kinder nach Kasachstan aus.

    Man könnte die Wände rauf..
    • fcsg 30.01.2018 10:48
      Highlight Highlight Nein, dann wäre sie ziemlich sicher in Italien registriert und nach Italien zurückgeschafft worden, aufgrund des Schengen-Abkommens. Es geht hier ja gar nicht darum, dass sie in die Türkei zurückgeschafft wird, sondern nur darum, welches Land zuständig ist für die Behandlung des Asylgesuches.
    • Calisthenics 30.01.2018 12:17
      Highlight Highlight @ElDiablo

      Glaubst Du wirklich "wir Linken" sind die einzigen die hier gesunden Menschenverstand walten lassen wollen?
      Links/Rechts Denken bringt uns nicht weiter.
    • Alex_Steiner 30.01.2018 13:52
      Highlight Highlight @ElDiablo: Was glaubst du eigentlich für was Gesetze da sind? Warum bist du für Gesetze die sich gegen das "Richtige" stellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PrivatePyle 30.01.2018 10:10
    Highlight Highlight Verstehe jetzt die Aufregung nicht. Sie wird ja in ein sicheres Drittland abgeschoben und nicht in die Türkei. Da wird schlicht und einfach das Gesetz eingehalten. Und dass Brasilien für Flüchtlinge absolut unzumutbar sei ist für mich eine reine Behauptung. Oder kann man das durch Erfahrungsberichte belegen?
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 30.01.2018 09:37
    Highlight Highlight Bevor man nur mit dem Gedanken spielt, Hülya Emeç abzuschieben, sollte man alle in der Schweiz lebende Türken, welche Erdogan gewählt haben, zu ihrem geliebten Führer zurückschicken.

    So, jetzt dürft ihr blitzen.
    • Turi 30.01.2018 12:24
      Highlight Highlight Habe es eher andersrum gedacht: Bevor man mit dem Gedanken spielt, sie aufzunehmen, sollte man alle in der Schweiz lebenden Despoten-Anhänger abschieben. Aber wir sind ja neutral, wir machens mit allen...
    • Ludovigo 31.01.2018 15:12
      Highlight Highlight Es gibt genügend andere Schutzsuchende, für die du dich stark machen kannst. Sicher nicht für eine Verurteilte, die dazu noch finanziell beducht ist, hat sie ja Geld für teuere Schlepperdienste gehabt!
  • 1+1=3! Initiative 30.01.2018 09:35
    Highlight Highlight Gibt es eine (legale) Möglichkeit, sie als Privatperson aufzunehmen? Es darf nicht sein, dass sie zurück muss!
    • fcsg 30.01.2018 10:33
      Highlight Highlight Heiraten mit einem Schweizer...
    • WeischDoch 30.01.2018 10:54
      Highlight Highlight Dann möchte ich aber zur Hochzeit eingeladen werden :)
    • mAJORtOM95 30.01.2018 11:41
      Highlight Highlight Sie ist hübsch und klug, da würden wohl viele Männer nicht abgeneigt sein.😆
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 30.01.2018 09:23
    Highlight Highlight Und unsere Behörden schöpfen mal wieder aus dem Vollen. Gesunder Menschenverstand = 0. jeder weiss, dass die Frau gefährdet ist und ein echter Asylfall darstellt, aber unsere Behörden verstecken sich mal wieder hinter Paragraphen und Vorschriften. Es gibt auch Härtefall Regelungen!
    Wenn noch ein Politiker von der Humanitären Verpflichtung der Schweiz schwafelt, kommt mir langsam das Kotzen.
    • fcsg 30.01.2018 10:18
      Highlight Highlight Das hat nichts mit Menschenverstand in den Behörden zu tun, sondern allein mit unserer Gesetzgebung und die ist nunmal eindeutig, wenn Brasilien als Staat mit funktionierendem Asylsystem eingestuft wird. Der Behörde kann kein Vorwurf gemacht werden, daran ist allein der Gesetzgeber "schuldig". Eine Härtefallregelung könnte nur der Bundesrat verfügen...
    • Ludovigo 31.01.2018 15:16
      Highlight Highlight Bleib doch lieber beim Töfflifahren, von Politik scheinst du nichts zu wissen.
  • Eskimo 30.01.2018 09:11
    Highlight Highlight Das Asylwesen ist kein Wunschkonzert. Wenn sie an Leib und Leben bedroht wäre hätte sie in Brasilien oder Georgien Asyl beantragt.
    Aber im Schlaraffenland Schweiz ists halt schöner...
    • Alex_Steiner 30.01.2018 13:58
      Highlight Highlight Klar… dass sie in Brasilien niemand kennt und in der Schweiz schon hat nichts damit zu tun.

      Und überhaupt... ich würde auch in die Schweiz wollen. Warum sollte sie sich mit weniger als dem besten zufrieden geben? :)
    • Eskimo 30.01.2018 16:16
      Highlight Highlight @Alex_Steiner
      Wenn jeder der jemand in der Schweiz kennt einfach Asyl bekommen würde, hätten wir ein grosses Problem.
      Ich kann ja auch nicht einfach in Kanada einwandern weil ich dort jemanden kenne und erwarten dass mir alles bezahlt wird...
    • Ludovigo 31.01.2018 15:18
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur recht geben.👍
  • derEchteElch 30.01.2018 09:07
    Highlight Highlight weil «nicht auf Asylgesuche eingetreten werde, wenn Asylsuchende in einen Drittstaat zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben und der über ein funktionierendes Asylsystem verfügt»

    Freut mich, dass das SED so konsequent diese Regel anwendet, auch an den Aussengrenzen bei den Fuss-Flüchtlingen (Ironie Ende) 🤨
  • Henzo 30.01.2018 09:05
    Highlight Highlight Ich hoffe auch, dass sie rein darf. Allerdings gibt es da klare regeln. Sie ist bestimmt kein einzelfall und wäre auch nicht die erste, die zurück ins Drittland müsste. Wenn man sie rein lässt, was ist dann mit all den anderen fällen? Nur weil watson einen bericht darüber macht, sollte sie nicht über den anderen stehen und bevorzugt werden. Der titel sugeriert, dass sie ins gefängnis muss, wenn sie nicht hier bleiben darf, aber wie sicher ist es denn, dass sie von brasilien zurück in die türkei muss?
  • N. Y. P. D. 30.01.2018 08:36
    Highlight Highlight Da kommt einem wieder die Galle hoch. Sie ist eine kurdische Journalistin. Sie wurde bereits gefoltert und wäre nach sieben Jahren Haft eine gebrochene Frau. Uns sie darf nicht einreisen.

    "Wissen Sie, bei uns dürfen Sie nicht über den Flughafen einreisen. Auch wenn Sie beinahe zu Tode gefoltert wurden, müssen Sie ein Visum haben.."

    WTF

    Es ist zum schämen.

    Es wird so ausgehen. Die Schweiz wird sie ausliefern mit der Bedingung, sie einmal im Jahr besuchen zu dürfen.

    Solche Artikel machen ganz schlechte Laune.
    • rodolofo 30.01.2018 10:16
      Highlight Highlight Sehr viel Boshaftigkeit hat sich legale Wege organisiert, um sich auszutoben...
    • fcsg 30.01.2018 10:27
      Highlight Highlight Die Schweiz wird sie nicht in die Türkei ausliefern. Wenn dann erfolgt eine Auslieferung nach Brasilien, damit dort ein Asylverfahren durchgeführt werden kann. Dies funktioniert sowieso nur, wenn Brasilien bereit ist, sie wieder einreisen zu lassen, andernfalls kann sie in der Schweiz bleiben und es wird ein Asylverfahren hier durchgeführt werden.
  • walsi 30.01.2018 08:35
    Highlight Highlight Sollte die Schweiz auf das Gesuch eingehen würde man damit indirekt sagen, dass Brasilien ein unsicheres Land ist und kein funktionierendes Asylwesen hat. Was hätte die brasilianische Regierung wohl dazu zu sagen?
  • Baba 30.01.2018 08:19
    Highlight Highlight Seit zehn Tagen führt Erdogan einen ganz offenen Angriffskrieg gegen die Kurden in Syrien. Der Diktator vom Bosporus ist in Syrien einmarschiert!

    Was, wenn nicht dies ist denn ein Grund, diese Frau (mindestens vorläufig) aufzunehmen???
  • demokrit 30.01.2018 08:12
    Highlight Highlight Nachvollziehbar. Brasilien ist ein sicheres Land.
  • hävi der spinat 30.01.2018 08:06
    Highlight Highlight Etwas ist krank im Asylwesen.
    Wir haben offenbar kein Problem damit, tausende und abertausende von Eriteern aufzunehmen.
    Die in ihrer Heimat kaum bedroht sind.

    Wenn nun aber jemand kommt, der wirklich Schutz braucht, geht dies offenbar nicht.

    Danke Frau Sommaruga.
    • Idberg 30.01.2018 09:01
      Highlight Highlight Den meisten Eritreern droht in ihrer Heimat ziemlich dasselbe wie Frau Emeç. Nur haben sie im Gegensatz zu ihr keine so gute Lobby. Die Türkei und Eritrea sind beides zwar sichere Länder, in denen aber die Regierung die Rechte der Menschen mit den Füssen tritt. Was hier Erdoğan erst einführt, praktiziert dort Isaias schon lange. Nur die SVP behauptet das Gegenteil!
    • Tomjumper 30.01.2018 09:14
      Highlight Highlight Du weisst schon wer die Gesetze macht? Sonst müsstest du den Einbürgerungstest machen, um dein Wissen etwas zu erweitern. Dank deiner bevorzugten Partei wurde das Botschaftsasyl abgeschafft und die Asylbestimmungen verschärft.
    • rodolofo 30.01.2018 09:42
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass Frau Sommaruga etwas gegen die Asylgewährung für diese Kurdische Journalistin hat!
      Da sind vermutlich andere "Maulwürfe" aktiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 30.01.2018 07:51
    Highlight Highlight Die Frage lautet: hat Brasilien ein funktionierendes Asylwesen?
    • boeserkeinohrhase 30.01.2018 09:30
      Highlight Highlight Das ist eine gute Frage. Ich geh mal recherchieren. Kann aber nichts versprechen das ich was finde.
    • Nilda84 30.01.2018 09:44
      Highlight Highlight Als Brasilianerin würde ich jetzt mal behaupten - Definitiv nicht!
  • barbablabla 30.01.2018 07:48
    Highlight Highlight Und was überlegt die Schweiz noch. Sofort reinlassen. Ich denke jegliche Bedingungen für ein Asyl sind gegeben.
    • Wilhelm Dingo 30.01.2018 08:21
      Highlight Highlight @barbablabla: nein, sie ist aus einem sicheren Drittstaat eingereist.
    • barbablabla 30.01.2018 08:55
      Highlight Highlight Gehört Brasilien zum Dublin Vertrag? Würde es juristisch gelten? Weiss das Jemand?
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 30.01.2018 07:19
    Highlight Highlight Hoffe sie wird nicht Abgeschoben.

    Es wird Zeit das man dem Diktator aus Ankara die Grenzen aufzeigt

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