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Taiwan rät der Schweiz zu echter Neutralität – und bietet Support an

Taiwaner rät der Schweiz zu echter Neutralität – und bietet Cybersicherheits-Experten an

Taiwans Aussenminister hat ein freundliches Angebot für den Bund.
17.12.2022, 22:4317.12.2022, 22:44
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Der taiwanische Aussenminister Joseph Wu hofft auf intensivere Beziehungen zwischen Taiwan und der Schweiz. Davon würde Bern profitieren, ist er überzeugt: «Wir haben viele Expertinnen und Experten für Cybersicherheit und für die Bekämpfung von Desinformation.»

Taiwan sei weltweit wohl das meist attackierte Ziel hybrider Kriegsführung, so Wu in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit den Tamedia-Zeitungen.

«Ich weiss, dass viele europäische Länder, auch die Schweiz, unter Desinformationskampagnen und hybrider Kriegsführung gelitten haben.»
epa10321734 Taiwan Foreign Minister Joseph Wu speaks during a press briefing for foreign journalists in Taipei, Taiwan, 23 November 2022. Wu answers different issues regarding cross strait relations b ...
Joseph Wu ist seit 2018 Aussenminister.Bild: keystone

Taiwan und die Schweiz teilten die gleichen demokratischen Werte und pflegten umfangreiche wirtschaftliche Beziehungen, sagte der 68-jährige Politiker. Der wachsende Einfluss Chinas auf der Welt auf Kosten der Demokratien müsse auch die Schweiz beschäftigen, warnte Wu.

Die offizielle Schweiz unterstützt die Ein-Parteien-Diktatur

«Die Schweiz verfolgt seit langem eine Politik der Neutralität, und deshalb würde ich die Schweiz ermutigen, sich etwas neutraler zwischen Taiwan und China zu verhalten, anstatt auf der Seite Chinas zu kämpfen», so der taiwanische Aussenminister.

«Schliesslich ist China ein sehr autoritäres Land, das andere Länder bedroht. Sich auf die Seite dieses autoritären Chinas zu stellen, ist vielleicht nicht die beste Politik für Ihr Land.»

Die offizielle Schweiz sieht Taiwan als Teil Chinas, wie es auf der Website des Aussendepartements (EDA) heisst: «Die Schweiz anerkennt Taiwan (Chinesisches Taipei) nicht als eigenständigen Staat und folgt damit ihrer Ein-China-Politik.»

(dsc/sda)

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20 Kommentare
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B-M
17.12.2022 23:26registriert Februar 2021
Recht hat er.
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D.Enk-Zettel
18.12.2022 12:31registriert Oktober 2021
wann erkennt auch die Schweiz, dass Xi eigentlich in jede Suppe spuckt?...oder im Falle der Schweiz nötigenfalls auch in`s Fondue.
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_kokolorix
18.12.2022 09:15registriert Januar 2015
Seit die schweiz gefürchtete Söldner in die ganze Welt exportierte, hat sich nicht viel geändert.
Die schweiz dient dem Meistbietenden.
Wenn Taiwan von der schweiz anerkennt werden will, muss es nur mehr zahlen, als china es tut, damit die schweiz eben Taiwan nicht anerkennt.
So einfach ist das ☹️
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