Schweiz
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Kücken vor weissem Hintergrund.

Gack, gack, gack. Bild: shutterstock.com

Das Schreddern lebender Küken wird verboten



In der Schweiz soll es verboten werden, lebende Küken zu schreddern. Das will nach dem Nationalrat auch der Ständerat. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion ohne Gegenantrag angenommen.

Zwar werde das Verfahren schon heute nur noch bei einem kleinen Teil der Küken angewendet, sagte Ruedi Noser (FDP/ZH) im Namen der vorberatenden Kommission, welche unisono die Annahme der Motion empfohlen hatte. Trotzdem sei ein explizites Verbot sinnvoll, um den Fokus auf andere Methoden und auf die frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei zu legen.

Getötet und unter Umständen geschreddert werden Küken mit dem «falschen» Geschlecht. Unabhängig vom Schreddern wird der Trend kritisiert, Rassen nur fürs Eierlegen oder für die Fleischproduktion zu züchten. Beim Schreddern kommt hinzu, dass manche Küken überleben – beispielsweise mit abgeschnittenen Füssen.

Das Schreddern eines lebenden Tieres stehe nicht im Einklang mit Artikel 1 des Tierschutzgesetzes, lautete der Tenor im Parlament. Gemäss dem Artikel ist der Zweck des Gesetzes, die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen.

Im Ständerat sprach sich auch Innenminister Alain Berset für ein Verbot aus. Es gebe andere Tötungsmethoden, und die öffentliche Meinung sei gegen das Schreddern der Küken, sagte er. Die Verordnungsänderung sei bereits in Arbeit. Die Nationalratskommission hatte mit der Motion ein Anliegen aus einer Petition der Veganen Gesellschaft Schweiz aufgenommen. (sda)

Jährlich werden Millionen von männlichen Küken getötet

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Elina87 20.09.2019 06:40
    Highlight Highlight Ich kaufe wenn immer möglich "Zweinutzungseier" und hoffe, dass es sich so irgendeinmal durchsetzt, dass es nicht mehr zwei Sorten von Hühnern gibt. Das wäre doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
    • RAZZORBACK 21.09.2019 09:31
      Highlight Highlight Darf ich dich fragen was
      "Zweinutzungseier" sind?
      Noch nie gehört. Danke.
  • Hercanic 20.09.2019 01:59
    Highlight Highlight Ihr dürftet das Grauen schon zeigen.
    Benutzer Bildabspielen
  • Count Suduku 19.09.2019 21:20
    Highlight Highlight Wie schnell tritt der Tod nach Initialisierung des Schreddern ein. Es sieht zwar nicht schön aus aber was sind die Alternativen? Also ganz ehrlich, dauert das Schreddern unter 3 Sekunden, würde ich als Hinzurichtender dies einigen Hinrichtungsmethoden, welche heute noch Verwendung finden vorziehen.
  • Grabeskaelte 19.09.2019 20:25
    Highlight Highlight Haben die den Schuss nicht gehört? Es geht nicht nur ums Schreddern. Jegliches töten und selektieren von Lebewesen nach der Geburt gehört verboten. Es gibt genug andere Möglichkeiten die Tiere zu töten... Nicht ganz dicht?
  • Elmas Lento 19.09.2019 19:54
    Highlight Highlight Vorsicht, zynischer Kommentar, Leute mit sanftem Gemüt, einfach überspringen.

    Sicher sind da alle im Rat zufrieden, die einen sind stolz auf eine leichte Verbesserung, die anderen werden bei der nächsten Verschärfung des Tierschutzgesetzes wieder jammern das wir ja "schon das beste TSG haben"... Für die Küken selbst änder sich nicht viel, die werden dann halt nicht geschreddert sondern vergast, länger leben sie trotzdem nicht. Wenn man sich aber die Haltungsbedingungen der Masthühner anschaut haben die Eintagsküken wohl das bessere Los gezogen.
    • MeinAluhutBrennt 19.09.2019 23:13
      Highlight Highlight Bravo! Auf den Punkt gebracht!
  • El Vals del Obrero 19.09.2019 18:46
    Highlight Highlight Kommt aber auch drauf an, was als Alternative dann erlaubt ist. Über Minuten durch CO2 zu ersticken mag zwar "sauberer" aussehen, dürfte aber qualvoller sein, als in einer Bruchteilsekunde geschreddert zu werden.
  • hiob 19.09.2019 18:17
    Highlight Highlight jetzt kann man 30 jahre an einem gesetz arbeiten, dass sie nicht vergast werden dürfen. fortschritt!
  • Forest 19.09.2019 17:08
    Highlight Highlight Wer wirklich die schwachen und wehrlose Tiere gern hat und schützen will kann das ganz einfach tun. Es ist sogar ganz einfach: Keine Tiere essen!
    • goldmandli 19.09.2019 17:24
      Highlight Highlight Das heisst, im Prinzip muss ich ja sogar gar nichts tun? Das ist wirklich sehr einfach und schafft keinen Mehraufwand. Super vorschlag, Forest👍
    • bytheway 19.09.2019 23:13
      Highlight Highlight Willkommen im Club...!
    • MeinAluhutBrennt 19.09.2019 23:14
      Highlight Highlight lauf forest, lauf
  • Sonnenbankflavor 19.09.2019 15:48
    Highlight Highlight Hat aber lange gedauert, bis das endlich durchgesetzt wird! Dass jahrelang all diese gesunden Bibeli GESCHREDDERT wurden. Ich weiss nicht ob ich weinen oder kotzen soll. Die Menschheit ist einfach nur krank.
    • Frausowieso 19.09.2019 17:12
      Highlight Highlight Jetzt werden sie halt vergast. Sterben müssen sie eineweg. Darum essen wir nur selten Eier und wenn, dann von einem Hof mit Bruderhahnaufzucht. Leider gibt es keine Fertigprodukte , die Bruderhahneier verwenden. Auswärts essen ist auch schwierig.
    • tomtom1 19.09.2019 17:49
      Highlight Highlight Es werden weiterhin gesunde bibbeli getötet. Nur halt anders.
    • Sonnenbankflavor 19.09.2019 20:38
      Highlight Highlight So krass es auch tönt: Vergasen scheint etwas ethischer zu sein. Auch wenn wir verdammte Menschen unglaublicherweise das Recht nehmen zu entscheiden wer leben darf und wer nicht. Vor allem bei Tieren. Das ist einfach nur krank.
    Weitere Antworten anzeigen
  • loree_n 19.09.2019 15:09
    Highlight Highlight Schon auch irgendwie unglaublich dass es überhaupt zur Diskussion steht "Tiere" (bzw. Tierprodukte) zu produzieren. Und auch dass quasi die Produktion den Markt sättigen soll! Würde man Tiere nur artgerecht und fair halten dürfen, würden Tierprodukte nur nachhaltig entstehen und dann hätte sich der Konsum auch zu einem vernünftigen Mass anzupassen. Aber leider müssen die Regale immer voll sein und wir übersättigt.
    • ChillDaHood 19.09.2019 17:01
      Highlight Highlight Ich verstehe den Grundgedanken. Aber, ein artgerecht und fair gehaltenes Tier ist noch nicht nachhaltig (es stösst z.B. trotzdem Methan aus, respektive sein Futter könnte nicht nachhaltig sein). Artgerecht und Fair sind hehre Worte, wenns ins Detail geht, dann verstehen da schnell viele etwas anderes drunter. Artgerecht heisst muss nicht vorzeitig sterben versus artgerecht ist jetzt schon, da Minimalstandards eingehalten werden müssen.

      Das vernünftige Mass wird sich imho nur über politischen Konsens (zur Not mit Initiativen) und via Portemonnaie einstellen. Es gibt zu wenige Idealisten...
    • Funboy 19.09.2019 18:06
      Highlight Highlight Guter Gedanke. Ich glaube jedoch dass dann die Preise für tierische Produkte steigen würde, und so nur noch für wohlhabendere Familien bezahlbar wäre.
      Ich für mein Teil kann gut nur 1-2 mal in der Woche Fleisch essen.
  • Gipfeligeist 19.09.2019 15:09
    Highlight Highlight "Das Schreddern eines lebenden Tieres stehe nicht im Einklang mit Artikel 1 des Tierschutzgesetzes"
    -> Art.1: Zweck dieses Gesetzes ist es, die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen. [1]

    Ok, ihr wollt mir jetzt ernsthaft erklären, dass in den letzten 30 Jahren niemand gemerkt hat, dass das "Wohlergehen" des Tieres vieleicht unter dem Schredder etwas leidet? 🤦🏽‍♂️

    1) https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20022103/index.html
  • chnobli1896 19.09.2019 15:01
    Highlight Highlight [...] Gack, gack, gack. bild: shutterstock.com [...]

    Was für eine treffende Bildunterschrift :-)
  • tmeier 19.09.2019 14:57
    Highlight Highlight So traurig es ist, dass dies überhaupt diskutiert - geschweige denn getan - werden muss (und da sind wir uns wohl alle einig): Bildunterschrift 10/10.
  • JoJodeli 19.09.2019 14:54
    Highlight Highlight Oh, mein Kommentar wurde gar nicht aufgeschaltet, hätte gerne eine Antwort zu meiner Mistkratzerlifrage gehabt 🤷‍♀️
    • Madeleine Sigrist 19.09.2019 15:34
      Highlight Highlight Momoll. Wir sind grad nur etwas im Freischalte-Stress. :)
    • Ganesh LXIX 19.09.2019 15:43
      Highlight Highlight Kann ich verstehen, hole mir noch ein Bier!
    • JoJodeli 19.09.2019 15:44
      Highlight Highlight Oh, und ich bin so ungeduldig. Entschuldigung 🙈
  • Adumdum 19.09.2019 14:54
    Highlight Highlight Dass das überhaupt jemals erlaubt war macht mich fassungslos. Heißt dann aber auch nur dass sie vorher vergast werden, oder?
    • brudi 19.09.2019 18:23
      Highlight Highlight Nope. Lebendig geschreddert
  • tomtom1 19.09.2019 14:53
    Highlight Highlight Good news!
  • Bits_and_More 19.09.2019 14:49
    Highlight Highlight Es soll hier noch klargestellt werden, dass durch das Verbot kaum weniger Kücken geschreddert werden, sonder mit Co2 getötet.
    Nichtsdestotrotz landen die Kadaver nicht einfach in der Verbrennung, sondern werden häufig zu Tierfutter verarbeitet.
    • Krise 19.09.2019 15:33
      Highlight Highlight Da würde mich wunder nehmen welche Art Tierfutter du meinst.
    • Me:ish 19.09.2019 15:59
      Highlight Highlight Und nein, liebe Kinder, das tun wir nicht um CO2 abzubauen 😒
    • Bits_and_More 19.09.2019 16:22
      Highlight Highlight Vieles geht an Zoos (zumindest in DE). Die Kücken werden da als ganzes verfüttert.

      Aber ob 100% als Tierfutter verwendet wird, weiss ich schlussendlich auch nicht.

      "Ein Grossteil der Tiere wird tiefgefroren an Zoos, Reptilienhandlungen oder Heimtiermärkten geliefert."

      ...

      "Zudem rede der Federflaum die Verdauung der Tiere and und die Ganzkörper-Verfütterung löse ein arttypisches Beutefang- und Verzehrverhalten aus, so der Zoodirektor Michael Böer in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“."
  • Utschli 19.09.2019 14:43
    Highlight Highlight 🤢🤢🤢 einfach nur abartig
  • JoJodeli 19.09.2019 14:23
    Highlight Highlight Wieso kann man die männlichen Küken nicht etwas aufziehen und als Mistkratzerli verkaufen? Hab ich sowieso lieber wie die grossen Poulet... oder sind Mistkratzerli alle weiblich? Und falls ja, warum?
    • Büsi 19.09.2019 15:37
      Highlight Highlight Es gibt zwei verschiedene Züchtungen, wie bei Kühen. Die einen werden für Fleisch gezüchtet (die legen mehr zu) und andere als Legehennen. Mistkratzerli kommen also nur von "Poulet"-Hühnern, nicht von Legehennen. Auch werden die ausgestallten Legehennen nicht zum Verzehr verkauft weil sie meist nicht genug hergeben. Die landen auf dem Kompost oder werden Tierfutter.
    • Bits_and_More 19.09.2019 16:24
      Highlight Highlight Die Aufzucht ist in der Regel zu teuer. Die Kücken von Legehennen brauchen ca 4x mehr Futter als Masthennen. Eine Aufzucht wäre zwar prinzipiell Möglich, aber die Nachfrage bei dem erhöhten Preis fehlt.
    • JoJodeli 19.09.2019 16:45
      Highlight Highlight Traurig, denn wir Konsumenten könnten diese Nachfrage steuern. Wie mit dem Suppenhuhn, da reicht ein altes Legehuhn, aber das kocjt ja niemand mehr, dabei kommt jetzt die Grippesaison 🤗
      Fleisch sollte eben einfach teurer sein und versteht mich nicht falsch, ich liebe Fleisch. Aber es gibt für alles ein sinnvolles Mass 😒
    Weitere Antworten anzeigen
  • glüngi 19.09.2019 14:19
    Highlight Highlight längst überfällig...
  • Fiesekatzekratzetatze 19.09.2019 14:08
    Highlight Highlight Sehr gut! Das wurde aber auch Zeit! Ich hoffe die Frühbestimmung des Geschlechts wird sich durchsetzen. Noch besser wäre, wenn die Tiere überhaupt nicht mehr wegen uns ausgebeutet werden aber das ist momentan noch eine utopische Wunschvorstellung, leider.
  • Büsi 19.09.2019 14:00
    Highlight Highlight Das Tier als Abfallprodukt. Millionen getötete Küken jedes Jahr, nur damit wir unser Spiegelei bekommen... Ob nun Bio aus Freilandhaltung oder Massenhaltung spielt da keine Rolle: Männliche Küken werden vergast oder geschreddert und Legehennen nach 11 Monaten getötet wenn sie in die Mausern kommen und durch neue ersetzt. Das allein ist doch schon pervers und kein Umgang. Dass man auf das elendige Schreddern verzichtet ist mMe nach gesunder Menschenverstand... wie wir mit unseren Mitlebewesen umgehen ist einfach nur traurig!
    • Shura 19.09.2019 21:15
      Highlight Highlight Es macht sehr wohl einen Unterschied ob Bio oder zb Batteriehühner. Lies doch mal konkret die Unterschiede nach. Kennst du zb das Zweinutzungshuhn? Im Coop kannst du deren Eier kaufen.

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