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Nach Volks-Nein: Bundesrat will Wolfsschutz auf Verordnungsstufe lockern



HANDOUT - Eine automatische Wildtierkamera der lokalen Jagdgesellschaft hat am Freitag, 12. Maerz 2021 auf einer Waldlichtung im Raum Baeretswil einen Wolf fotografiert. (BAUDIREKTION ZUERICH) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Bild: keystone

Kantone sollen künftig bereits ab zehn gerissenen Nutztieren Wolfsbestände regulieren und Einzelwölfe abschiessen dürfen. Der Bundesrat will die Jagdverordnung entsprechend anpassen. Er hat die Vorlage am Mittwoch in die Vernehmlassung geschickt.

Nach dem Nein zum revidierten Jagdgesetz an der Urne im vergangenen September soll der Wolfsschutz nun auf Verordnungsstufe gelockert werden. Mit den vorgeschlagenen Änderungen setzt der Bundesrat zwei Vorstösse aus dem Parlament um.

Kantone sollen künftig bereits ab zehn gerissenen Nutztieren Wolfsbestände regulieren und Einzelwölfe abschiessen dürfen. Bisher lag die Schwelle bei 15 gerissenen Tieren. Zudem soll bei gerissenen grossen Nutztieren wie Rindern, Pferden und Lamas die Verordnung dahingehend präzisiert werden, dass drei Risse ausreichen, damit in ein Wolfsrudel eingegriffen werden kann.

Risse sollen wie bisher nur angerechnet werden, wenn zuvor zumutbare Herdenschutzmassnahmen ergriffen wurden. Für Gebiete, wo Wölfe bislang keine Schäden an Nutztieren angerichtet haben, soll die Schadenschwelle neu bei 15 statt 25 Nutztieren in einem Monat oder 25 statt 35 Nutztieren in vier Monaten liegen.

Die Zahl der Wölfe und der Rudel in der Schweiz steigt kontinuierlich an. Ende Februar 2021 wurden rund 110 Wölfe und 11 Rudel gezählt.

Die Vernehmlassung dauert bis am 5. Mai 2021. (aeg/da)

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