Schweiz
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epa08424378 Two horses of the  Polish primitive horse breed stand on a meadow near Lesko, in the West Pomeranian Voivodeship, Poland, 15 May 2020. The horses are bred in the Kliniska Forest District in Lesko and are said to be the only native horse breed that, according to EU breeding criteria, is threatened with extinction.  EPA/MARCIN BIELECKI POLAND OUT

Nicht alle Pferde haben so viel Auslauf wie dieses Duo in Polen. Bild: EPA

Wegen Drohbrief von Tierfreunden? Präsident der Pferdefleisch-Importeure tritt zurück



Auf Druck und nach Drohungen gegen seine Familie tritt der Präsident des Verbands der Schweizerischen Pferdefleischimporteure (VPI) zurück. In seinem Rücktrittsschreiben nennt Josef Pittino ausdrücklich den Tierschutzbund Zürich als Grund.

Der Tierschutzbund (TSB) veröffentlichte den Brief am Dienstag. Pittino schreibt, der Druck der Organisation habe in einem Drohbrief an seine Frau gegipfelt. In einem dem Rücktrittsschreiben beiliegenden anonymen Brief wird dem Ehepaar gewünscht, der Teufel oder das Coronavirus möge es holen.

Es sei Zeit, die Familie zu schützen. «Wer weiss, was der TSB noch gegen mich im Schilde führt», heisst es in Pittinos Schreiben weiter. Sein Rücktritt erfolgt per sofort. Pittinos Anwalt verbot dem TSB umgehend, seinen Mandanten weiterhin in Bild oder Text im Zusammenhang mit Pferdefleisch-Importen zu nennen.

Der TSB engagiert sich seit langem gegen Pferdefleisch-Importe aus Übersee. Er machte mehrmals auf unerträgliche Zustände bei Transport und Schlachtung von Pferden in Südamerika und andernorts aufmerksam. In der Mitteilung zum Rücktritt Pittinos drückte die Organisation ihre Hoffnung aus, dass es nun «zu ernsthaften Gesprächen mit dem VPI» kommt. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • So oder so 20.05.2020 08:18
    Highlight Highlight Heute gibt's Pferdefleisch und Morgen auch. Zumindest in der Schweiz Leben die Pferde einiges Besser als Menschen in anderen Ländern. Die Pferdchen sind halt en vogue bei der Besseren Gesellschaft - was ich da als Goldküstengärtner und Kleinbauer Erlebt habe - Ach das Pferdefleisch Bruzelt gleich Besser auf dem Grill.
  • Vanessa_2107 19.05.2020 20:02
    Highlight Highlight Der TSB hat leider Recht, das ist himmeltraurig was mit diesen Tieren abgeht und es muss darauf aufmerksam gemacht werden. Jedoch ist diese Drohung total daneben. Man wünscht Niemandem, der Teufel oder das Coronavirus möge ihn holen, sonst ist man fast keinen Deut besser.
    • caro90 20.05.2020 12:34
      Highlight Highlight Ich sehe es anders. Ich kann jedem wünschen was ich will - wäre er konkret bedroht worden, sähe es anders aus. Sorry, aber da wurde das Wort 'Drohung' auch sehr weit ausgelegt...

      Ich wünsche ihm jedenfalls auch, dass ihn der Blitz beim Kacken trifft. Könnte nicht schlafen, wenn ich meine Brötchen mit dem organisieren von Qualfleisch verdienen würde.
    • Coffeetime ☕ 21.05.2020 10:46
      Highlight Highlight @Caro90 dem Nick nach sind noch relativ jung. Aber trotzdem kenne ich Sie nicht, ist eine Vermutung, genauso kennen Sie den Herren wohl persönlich auch nicht. Jeder hat ein anderes Empfinden zu Situationen. Wenn Herr Pittino diese als bedrohlich findet, ist das zu respektieren. Drohbriefe und Beleidigungen sind kein Recht und sind auch nicht OK. Leider denken viele, Internet gibt Ihnen solche Rechte. Das Einzige, was Sie wirklich machen können, ist kein solches Pferdefleisch zu essen...
    • caro90 21.05.2020 14:03
      Highlight Highlight Danke fürs Kompliment, aber ich glaube nicht, dass mein Alter hier eine Rolle spielt. Diese Herleitung sagt viel über Sie. Nein, es geht schlicht darum, dass es zwar vielleicht nicht nett ist, jemandem etwas schlechtes zu wünschen - eine Drohung ist es allerdings wirklich nicht. Und nein, man darf das Personen, die einem fraglichen Handwerker nachgehen, auch sagen. Das ist keine Diskriminierung. Respekt muss ich so jemandem auch nicht zwingend zollen, es reicht, wenn ich das Gesetz einhalte. Das hat nichts mit Reife, sondern mit Wertvorstellungen zu tun.

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