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Tourismus

Overtourism in der Schweiz: Appenzell leitet Massnahmen ein

Wegen Overtourism: Kanton Appenzell Innerrhoden testet neues System

27.09.2024, 12:45
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Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat Massnahmen zur Bewältigung der zunehmenden Verkehrsprobleme an schönen Ausflugstagen ausgearbeitet. Mit einem Parkleitsystem sollen die Autofahrerinnen und Autofahrer gemäss einer Mitteilung vorerst auf freie Parkplätze im Kanton gelotst und dabei weitere Erkenntnisse gewonnen werden.

Wasserauen AI wird an schönen Tagen regelrecht überrollt. Auch aufgrund von Fotos in den sozialen Medien vom Berggasthaus Aescher strömen von hier Wanderer in Massen in den Alpstein. Weil die offiziellen Parkplätze nicht ausreichen, weichen sie mit ihren Fahrzeugen auf Wiesenparkplätze von Landwirtschaftsbetrieben aus. Ähnlich zeigt sich die Situation in Brülisau AI.

Aescher Hotel in Appenzellerland , Switzerland
Machen auf Social Media die Runde: Bilder des Berghaus Aescher. Bild: imgur

Nun habe die Innerrhoder Regierung erste Vorentscheide zur Lösung der zunehmenden Verkehrsprobleme an den Zugängen zum Alpstein gefällt, schrieb der Kanton am Freitag in einer Mitteilung. Die Parkmöglichkeiten auf den Landwirtschaftsflächen sollen mittelfristig wegfallen, sagte Roland Dähler, Vorsteher des Innerrhoder Volkswirtschaftsdepartements, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch mit Blick auf den Gewässerschutz stehen sie künftig nicht mehr zur Verfügung.

Statt vorerst einfach das Parkplatzangebot an den Ankunftsorten zu erhöhen, soll auf den Grundlagen von Daten aus Verkehrszählungen, Parkplatzsituationen und Bahnfrequenzen ein Konzept für ein Parkleitsystem ausgearbeitet werden. Damit sollen Automobilisten auf die verfügbaren Parkplätze im Kanton geleitet werden. Angedacht ist auch ein Reservierungssystem für Parkplätze von Gästen, die in Berggasthäusern übernachten, erklärte Dähler.

Künftig werde aber auch eine Aufstockung des Parkplatzangebots in Wasserauen und in Appenzell ins Auge gefasst. (sda)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bakunin
27.09.2024 13:27registriert März 2021
Die Appenzellerbahnen fahren bis Wasserauen und unterwegs kann man, in Ruhe den Blick aus dem Fenster geniessen und die Rückfahrt ist auch dann noch problem los, wenn man sich vor der Abfahrt noch etwas alkohlisches gegönnt hat.

Warum bitte muss man mit dem Auto dorthin fahren?
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insert_brain_here
27.09.2024 15:51registriert Oktober 2019
Man könnte ja einfach die Bahn nehmen, sind von Zürich HB 2:04 mit nur einmal umsteigen bis Wasserauen, damit ungefähr ein halbes Stündchen länger als mit dem Auto, dafür kann man unterwegs das wunderschöne Appenzellerland bewundern und sich auf der Rückweg mit Chnoblipantli, Käse und einem Schluck Appenzeller verköstigen.

PS: Wer im im Appenzell übernachtet bekommt die An- und Rückreise mit dem ÖV aus der ganzen Schweiz geschenkt
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Hans -würkli- Nötig
27.09.2024 16:48registriert Juli 2015
Das sind nicht Massnahmen GEGEN den Overtourism sondern zur OPTIMIERUNG.

Gegen den Overtourism helfen nur limitierte Kontinente. Damit bitte nicht warten bis es wie am Everest ein Anstehen beim Aufstieg ist.
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    Schon wieder Einschränkungen auf SBB-Strecken
    Zwischen Zürich und Aarau ist es am Freitagnachmittag zu mehreren Störungen im Bahnverkehr gekommen. Pendlerinnen und Pendler brauchten Geduld.

    Die SBB-Strecke zwischen Aarau und Olten war am Freitagnachmittag zwischenzeitlich nur eingeschränkt befahrbar. Mittlerweile verkehren die Züge auf dieser Strecke wieder normal. Grund dafür war laut SBB ein Fremdereignis.

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