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Live aus dem Casinotheater Winterthur wird am Sonntagmorgen «Persönlich» übertragen. Mit: Sonja Hasler (Moderatorin, links), Gardi Hutter (Clown), Ueli Maurer (Bundesrat)
Live aus dem Casinotheater Winterthur wird am Sonntagmorgen «Persönlich» übertragen. Mit: Sonja Hasler (Moderatorin, links), Gardi Hutter (Clown), Ueli Maurer (Bundesrat)bild: srf/oscar alessio

Naturkunde mit Ueli Maurer: Journalisten und Lehrer haben «Schpatzehirni»

Der Mann liest angeblich keine Zeitung, schaut kein Fernsehen, weiss aber genau, wie die Medien im Innersten aussehen: Bundesrat Ueli Maurer erzählte Erstaunliches in der Sendung «Persönlich».
11.04.2016, 13:5611.04.2016, 14:29

Die Radiosendung «Persönlich» feiert ihren 40. Geburtstag. Und dachte sich am vergangenen Sonntag wohl, es wäre originell, einen Gesprächsgast einzuladen, der ein etwas spezielles Medienverhalten an den Tag legt. Nämlich – wie es sich für einen ehemaligen Verteidigungsminister gehört – ein Medienabwehrverhalten. Dies gestand Bundesrat Ueli Maurer Gastgeberin Sonja Hasler:

«Ich ha föif oder zäh Tagesschaue gseh i mim Läbe.»

Und während er leutselig von seinen sechs Kindern und unzähligen Enkeln erzählte, für die er gerade mehrere Kinderbücher über die «drei Zwergli Stips, Stöps und Stups» zeichnet, rutschte ihm auch noch dies heraus:

«Ich lueg Zitige nie a.»

Okay, bleiben wir fair: Er schaut sich gelegentlich schon Zeitungen an, aber nur, wenn sie «Flughööchi» haben, und alles, was er über sich selbst geschrieben sieht, schmeisst er sofort weg. Weil das quasi ein göttlicher Befehl ist. Denn:

«Ich bin emol i somene Kurs gsi bimene Pater und dä hät gsäit: Lis nie öppis über dich, will susch fangsch a, dich z'verändere.»

Nämlich in diese Richtung:

bild: Screenshot blick

Weil ihm der Pater also so dringend dazu geraten hatte, sich selbst ernst zu nehmen und sich immerdar treu zu bleiben, verschmäht Ueli Maurer auch die satirischen Schmäh-Imitationen der Herren Giacobbo und Müller. Es würde ihm «weh» tun, sagte er am Radio. Er sei eben einer, der «Reschpäkt» über alles stelle (und vergisst darüber, dass er dies auf der Bühne jenes Theaters sagt, dessen Chef Viktor Giacobbo ist).

«Ich ha nie e Giacobbo-Sändig gseh.»

Also so eine:

Oder so eine:

Oder auch so eine: 

Deshalb ist es seinem Seelenheil sicher zuträglicher, sich ausserhalb des Regierens mit den drei Zwergli Stips, Stöps und Stups zu beschäftigen. Und die Schar seiner Kinder und Kindeskinder von den drei Säulen des Bösen zu bewahren:

«Wüsset Sie: Medie und Lährer und Erwachseni sind brutal ... die dänked gar nid witer mit ihrne Schpatzehirni mängisch.»

Jöh, ein Spatz!

Bild: AP

Auf diese Kritik hin gab es folgende Reaktionen:

Sonja Hasler: «Vorsicht, Vorsicht jetzt!»
Gardi Hutter (zweiter Studiogast): «Morn schtoht i dr Zitig: ‹Lehrer haben Spatzenhirne›, oder was?»
(Wir von der «Zitig» so: «Jaaaaaa!»)

Gemeinsam mit den Lehrern möchten wir Journalisten uns an dieser Stelle für das Spitzenkompliment eines wahren Auskenners bedanken: Im Verhältnis zur Körpergrösse ist ein «Schpatzehirni» nämlich fast doppelt so gross wie ein Menschenhirn.

Und hier geht es zur ganzen Sendung.

(sme)

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