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UBS-Hochhaus in Altstetten: Referendum der Jungen Grünen kommt zustande

«Keine Rücksicht auf die Bevölkerung» – Referendum gegen UBS-Hochhaus kommt zustande

Die Stadtzürcher Stimmberechtigen werden voraussichtlich am 24. November über das geplante UBS-Hochhaus in Altstetten abstimmen. Das Volksreferendum, ergriffen von den Jungen Grünen, ist zustande gekommen.
03.07.2024, 13:53
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Von den geprüften 2394 Unterschriften seien 2179 gültig, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Damit ist die nötige Zahl von 2000 gültigen Unterschriften erreicht und die Vorlage kommt vors Volk.

Die UBS plant in Altstetten unter dem Namen «Areal VZA1» ein Hochhaus mit Holzelementen, Solarpanels und begrünten Fassaden. Rund 2700 Angestellte sollen darin Platz finden. Die Jungen Grünen wollen den Bau in dieser Form verhindern und ergriffen deshalb das Referendum gegen den vom Gemeinderat genehmigten Gestaltungsplan.

Sie kritisieren vor allem, dass keine Wohnungen gebaut werden. Das UBS-Hochhaus zeige exemplarisch, dass die Standortförderung keine Rücksicht auf die Bevölkerung nehme, teilten die Jungen Grünen bei der Lancierung mit.

«20-Franken-Drinks in der Rooftop-Bar»

Zudem seien Hochhäuser ökologisch gesehen besonders problematisch, da sie wegen des grossen Fundaments und der Trägerstrukturen viele Ressourcen bräuchten. «Da ändern auch der Einsatz von Holz und ein paar Kletterpflanzen nichts.»

Dass «ausgerechnet die SP» dem Gestaltungsplan zustimmte, ärgert die Jungen Grünen besonders. «Die Partei, die am lautesten ist, wenn es um knappen Wohnraum geht.» Den SP-Parteikadern sei wohl aber nur wichtig, hoch über den Köpfen der Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher 20-Franken-Drinks in einer Rooftop-Bar schlürfen zu können. (sda)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Puki
03.07.2024 14:43registriert August 2019
Leider typisch Grüne Partei, viel Ideologie, wenig Lösungen. Einfach ein bisschen populistische Stimmung machen gegen die ungeliebte UBS.
Es dürfen dort gar keine Wohnungen gebaut werden. Auch wenn, wie wären sowieso die Ersten, die dagegen Einsprache erheben würden, von wegen Lärm usw. Ausserdem braucht es mehr Hochhäuser in der Stadt, damit auf dem Land nicht noch mehr Flächen mit 2- bis 3-Stöckigen Gebäuden zugebaut werden und es danach noch mehr teure Ausbauten für die Pendler braucht. Einfach gegen alles sein ist nicht zielführend. Ausserdem reicht eine Trötzeli-Partei im Land.
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Hierundjetzt
03.07.2024 14:09registriert Mai 2015
Es ist eine Gewerbezone, dort darf man keine Wohnungen bauen.

Das Hochhaus steht neben der 6 spurigen A1 und neben dem Bahnhof Altstetten, wer um Himmelswillen will neben eine 6 spurige Autobahn ziehn.

Gewerbezone steht im neuen Richtplan über den wir abgestimmt haben und der die Stadtbevölkerung zugestimmt hat.

Also Grüne, um was gehts den wirklich?
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Blaghund
03.07.2024 14:31registriert November 2023
Schon ulkig.

An die lieben Grünen:

Holzelemente, Solarpanels und begrünte Fassade.
Ist das nicht in eurem Interesse?

Weiter:
Hochhäuser sind besonders problematisch?
Komisch. Ich dachte EFH beanspruchen verhältnismässig zu viel Platz.

Bei eurer Haltung weiss ich echt nicht, wohin die Partei sich maövrieren will? Ins nix?
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