Schweiz
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BILDPAKET -- ZUM JAHRESRUECKBLICK 2018 SEPTEMBER, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Ice protecting blankets are pictured on the Rhone Glacier prior to a visit of the micro organism sample collection site of the Center for Changing Alpine and Polar Environments of the Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) in Obergoms, Switzerland, Thursday September 13, 2018. By collecting and analyzing micro organisms from some of the world's biggest glacier-fed streams in the upcoming years, the team of EPFL scientists aims to understand how the microbial life has adapted to extreme environments, additionally allowing to unravel some of the implications of vanishing glaciers as a result of climate change. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Der Rhonegletscher wird im September 2018 mit Planen vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Bild: KEYSTONE

Die Gletscher-Initiative will eine Schweiz ohne fossile Energie – 7 Fragen, 7 Antworten



Worum geht es bei der Initiative?

Mit der so genannten Gletscher-Initiative sollen der Klimaschutz in der Verfassung verankert werden und die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Null gesenkt werden. Sie verlangt, dass die Schweiz die Ziele des 2015 unterzeichneten Pariser Klima-Abkommens erreicht. Dieses fordert, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Bis heute sei die schweizerische Klimapolitik «weit davon entfernt».

Und wie soll das klappen?

Die Initiative verlangt eine Reduktion der CO2-Emissionen auf null, wie es auch das Pariser Abkommen vorsieht. Dieses Ziel soll mit dem neuen Verfassungsartikel 74a festgeschrieben werden. Er schreibt vor, dass es ab 2050 keine vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen mehr geben darf. Fallen solche Emissionen dennoch an, müssen sie «durch sichere Treibhausgassenkungen dauerhaft neutralisiert werden».

Ab 2050 sollen in der Schweiz keine fossilen Brenn- und Treibstoffe mehr in Verkehr gebracht werden, heisst es im Initiativtext weiter.

Ausserdem sollen sich Bund und Kantone «im Rahmen ihrer Zuständigkeiten im Inland und im internationalen Verhältnis» für die Begrenzung der Risiken und Auswirkungen der Klimaveränderung einsetzen. Die Klimapolitik sei «auf eine Stärkung der Volkswirtschaft und auf Sozialverträglichkeit» auszurichten und soll «namentlich auch Instrumente der Innovations- und Technologieförderung» nutzen.

Warum heisst es «Gletscher-Initiative»?

Das Verschwinden der Gletscher sei in der Schweiz eine der sichtbarsten Folgen des Klimawandels, begründen die Initianten ihre Namenswahl. In den Alpenländern erwärme sich das Klima rund doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Gletscher und Permafrost im Hochgebirge trügen zur Stabilität von Bergflanken bei, die instabil werden könnten. Als Beispiel wird der Piz Cengalo angeführt, von dem sich im Sommer 2017 drei Millionen Kubikmeter Fels gelöst und Teile des Dorfs Bondo zerstört hatten.

ARCHIV - ZUR MK ERGEBNISSE EXPERTENGRUPPE ZUM FELSSTURZ IN BONDO, AM FREITAG, 15. DEZEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Aufraeumarbeiten in Bondo, am Montag, 18. September 2017, in Bondo. Am 23. August war ein Bergsturz am Piz Cengalo mit Murgaengen nach Bondo niedergegangen. Acht Wanderer gelten seither als vermisst. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Blick auf das vom Felssturz teilweise zerstörte Dorf Bondo im Bergell. Bild: KEYSTONE

Wie geht es jetzt weiter?

Die Unterschriftensammlung für die Gletscher-Initiative soll Ende April starten, wenn sich bis dann 20'000 Unterstützer auf der Plattform «Wecollect» bereit erklären, je vier Unterschriften für die Initiative zu sammeln. Am Donnerstagnachmittag hatten sich bereits über 5'000 Personen dazu bereit erklärt. Sollte die Unterschriftensammlung Ende April definitiv gestartet werden, haben die Initianten 18 Monate Zeit – also bis Ende Oktober 2020 – um die benötigten 100'000 Unterschriften zu sammeln. 

Wer steckt dahinter?

Lanciert wird die Initiative vom unabhängigen Verein «Klimaschutz Schweiz». Er wurde 2018 gegründet, zählt laut eigenen Angaben 2000 Mitglieder und sei «breit abgestützt». Die Idee zur Initiative geht auf den Schweizer Umweltjournalisten Marcel Hänggi zurück, der den Vorschlag in seinem 2018 erschienen Buch «Null Öl. Null Gas. Null Kohle: Wie Klimapolitik funktioniert» skizziert hat.  

Im Initiativkomitee vertreten sind engagierte Bürger, Wissenschaftler, Kirchen-, Landwirtschafts- und Wirtschaftsvertreter. Der prominenteste Kopf ist wohl der Schweizer Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet.

Aus der Politik sitzen die Nationalräte Balthasar Glättli (Grüne), Claudia Friedl (SP), Isabelle Chevalley (GLP) und Rosmarie Quadranti (BDP) sowie die Ständeräte Stefan Engler (CVP) und Ruedi Noser (FDP) im Initiativkomitee. Auch die Umweltorganisationen Greenpeace, WWF, Klimaallianz und VCS werden Vertreter ins Initiativkomitee entsenden. Dieses sei noch nicht abschliessend zusammengestellt und werde von weiteren Organisationen und Parteien getragen werden, teilt der Verein «Klimaschutz Schweiz» auf Anfrage von watson mit.

Nationalrat Ruedi Noser referiert anlaesslich der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der FDP Kanton Zuerich, am Donnerstag, 22. Januar 2015, in Zuerich. Noser soll die Nachfolge des abtretenden Staenderats Felix Gutzwiller antreten. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bürgerlicher Supporter: FDP-Ständerat Ruedi Noser aus Zürich. Bild: KEYSTONE

Weshalb sind auch Bürgerliche für die Initiative?

«Der Klimawandel ist etwas, das die ganze Welt betrifft», begründete der Zürcher FDP-Ständerat Ruedi Noser seine Unterstützung gegenüber SRF. Die Gletscher-Initiative sei für die Innovation in der Schweiz und den Forschungsstandort eine Chance, nicht nur ein Problem.

Sein CVP-Ratskollege Stefan Engler aus Graubünden sagte: «Initiativen haben immer eine gewisse Radikalität, damit sie auch gehört werden.» Es gehe jetzt um das politische Bekenntnis und darum, die Übereinkunft des Klimaabkommens von Paris auch umsetzen zu wollen. Das solle in der Verfassung festgeschrieben werden.

Bedeutet das eine Wende für die Schweizer Klimapolitik?

Wohl kaum. Schliesslich wurde vor Monatsfrist in der Wintersession der bundesrätliche Vorschlag zum neuen CO2-Gesetz vom Nationalrat abgeschwächt – mit den Stimmen von FDP und SVP. Am Ende scheiterte das Gesetz in der Schlussabstimmung, weil nur die FDP und die CVP dafür stimmten. Der SVP ging das abgeschwächte Gesetz immer noch zu weit, für BDP, Grünliberale, Grüne und SP war der Vorschlag zu zahnlos. Nun wird als nächstes der Ständerat einen Anlauf machen, um das CO2-Gesetz zu behandeln.

Die Tatsache, dass einzelne Bürgerliche die Gletscher-Initiative unterstützen, dürfte an den Mehrheiten in der Klimapolitik im Parlament wenig ändern. Bis das neue CO2-Gesetz in beiden Räten fertig beraten worden ist, könnten sich diese Mehrheiten aber ohnehin verändert haben – schliesslich sind im Oktober 2019 eidgenössische Wahlen. Das CO2-Gesetz ist kaum vorher beschlussreif. (cbe/sda)

15-Jährige streikt, um die Zukunft zu retten

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Video: srf

Gletscher in Gefahr

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.02.2019 06:25
    Highlight Highlight Das ist eine reine Wahlkampf-Initiative der Grünen! Die wird nicht einmal eingereicht.
  • m. benedetti 01.02.2019 10:48
    Highlight Highlight Spannende Ansichten in den Kommentaren. Dazu zwei Dinge. Ohne CO2 kein Leben und mehr CO2 bedeutet stärkeres Pflanzenwachstum und damit auch grössere Erträge in der Landwirtschaft. Und dann, jedes atmende Wesen ist ein kleines Kohlekraftwerk und stösst etwa die 100fache Menge an CO2 aus, als es einatmet. Die gesamte Menschheit produziert mehr CO2, als der gesamte Verkehr. Um die Menschheit vor dem bösen CO2 zu retten, müsste man sie eigentlich abschaffen. Es gäbe noch viel mehr zu sagen, aber dazu reicht der Platz hier nicht aus.
  • 7immi 01.02.2019 08:49
    Highlight Highlight An alle die immer jammerten, die Hürde von 100‘000 Unterschriften sei zu niedrig: genau deswegen ist sie niedrig, damit auch kleinere Gruppen wie diese Initiativen lancieren können. Ansonsten können dies nur noch die Grossen oder es gäbe keine mehr. Wie zb. in der EU mit 1‘000‘000 Unterschriften aus mehreren Ländern - es kam nie eine zu stande.
  • fadnincx 01.02.2019 07:31
    Highlight Highlight Die Idee finde ich grundsätzlich positiv, doch ich glaube nicht an ein Ja, denn die Initiative hätte zu grosse Auswirkungen auf (fast) alle lebensbereiche welche die meisten nur ungern in Kauf nehmen und somit schlussendlich Nein Stimmen... Ähnlich der Zersiedelungsinitiative...
  • Raffael Kurt 01.02.2019 07:17
    Highlight Highlight Die Initiative und ihre Ziele sind utopisch. Die CH wird den Klimawandel nicht aufhalten. Bis 2050 sollen keine fossilen Brennstoffe mehr gebraucht werden. Was die Beschränkung der Mobilität für die Leute für Auswirkungen hat, lässt sich in FR sehen. Die Initiative würde besser daran anknüpfen, die Drittwelt-, Schwellen- und Industrieländer ausreichend weiterzubilden, damit in diesen das Bevölkerungswachstum sinkt und überhaupt erst ein Bewusstsein entsteht, wie man das Klima schützen kann. Es braucht globale Ansätze, die den Schiffs- und Flugverkehr immens verteuern. Sonst wird das nichts.
    • OSB1 01.02.2019 09:35
      Highlight Highlight Dass Menschen durch die Luft fliegen und in relativ kurzer Zeit an fast jeden Ort der Welt gelangen können, war auch mal utopisch. Ebenso wie die Geräte, die wir Leser gerade in unseren Händen halten und viele andere Dinge in unserem Alltag, die uns völlig normal und selbstverstädlich erscheinen.
      Nur mit grossen Visionen gibt es Fortschritt und ja, ich bin auch skeptisch, ob wir das schaffen können. Würde man weltweit das Geld, welches in die Rüstungsindustrie gesteckt wird, in zukunftsweisende Technologie investieren, wäre das ein grosser Schritt. Es ist eine Frage der Prioritäten.
  • amazonas queen 01.02.2019 07:07
    Highlight Highlight Das Traurige ist, dass solche wichtigen Themen mit Initiativen bearbeitet werden, dir an der Urne faktisch chancenlos sind. CO2 (und vor allem Methan!) auf Null ist ja richtig, aber wer sagt dann wirklich ja, wenn das gleichzeitig viele Risiken mit sich bringt? Was wird aus meiner Arbeitsstelle in der Industrie? Wie ist mein Dorf dann überhaupt noch angebunden? Wer stellt sicher, dass ... usw. etc. Ich fände es besser, dass Thema in verdaubare Happen zu unterteilen, die dann jeweils auch eine Chance haben.
  • WID 01.02.2019 05:50
    Highlight Highlight Ein weiterer Vorteil wäre das kein Geld mehr in Richtung Öl- und Gasregimes fliesst.
  • Matrixx 01.02.2019 05:49
    Highlight Highlight Und Skeptiker so:
    CO2-Ausstoss auf 0? Unmöglich!

    Also, mein Ja liegt schon so gut wie in der Urne.
  • Corrado 01.02.2019 03:15
    Highlight Highlight Es braucht mehr - - FLÄCHENDECKEND, NICHT NUR IN DER UNBEDEUTENDEN SCHWEIZ. Derzeit werden in Osteuropa mehr als 30 (DREISSIG) Kohlekraftwerke gebaut. Weshalb? Weil wir aus dem Atomstrom aussteigen wollen und AUCH DU Strom willst und brauchst.
  • Corrado 01.02.2019 03:15
    Highlight Highlight Seit wann ist Klimawandel nur ein Thema der Schweiz? Wenn viele aus der Atomenerigie aussteigen wollen - löblich - aber vergessen, dass die Alternativernerige WEIT weg von einem gescheiten Wirkungsgrad ist (für Jahre), wenn viele E-Autos wollen, aber vergessen, dass Lithiumabbau etwas vom Dümmsten auf der Welt ist (bitte mach dich gescheit über das, was in der Atacama läuft deswegen und bald auch in der Uyuni), dann liebe Leute habt ihr Klimawandel und -Politik nicht wirklich verstanden.
  • DJ77 01.02.2019 00:51
    Highlight Highlight Ich finde das eine sehr gute Idee und die ist bestimmt unterstützungswert. In der Schweiz haben wir immernoch genug finanzielle Mittel und Einfluss auf die Politik als in anderen Ländern, wo es Präsidenten gibt die das nur als Farce und Komik ansehen. Wir hätten mit sowas die Chance es allen anderen zu zeigen wie es geht!
  • Hiker 01.02.2019 00:14
    Highlight Highlight Offensichtlich ist es heute opportun das CO2 als Hauptursache für den Klimawandel verantwortlich zu machen. Das greift nach meiner Meinung zu kurz. Es spaltet die Menschen in glühende Befürworter und Gegner. Es gibt jedoch noch viele andere Faktoren die ebenfalls zum Klimawandel beitragen. Darüber wird kaum Diskutiert. Das abholzen der Regenwälder beispielsweise, der übermässige Fleischkonsum (indirekt). Der Flugverkehr. Oder die zunehmende belastung durch Weltraumschrott. Die intensive Landwirtschaft als Folge der Zersiedelung. Das lösen wir nicht mit unrealistischen CO2 Klimazielen.
    • D_M_C 01.02.2019 08:03
      Highlight Highlight Auf die Abholzung der Regenwälder haben wir nur indirekt Möglichkeiten dagegen zu stemmen.
      Ausserdem ist CO2 das Gas welches Hauptverantwortlich ist.
      Die Gletscherinitiative ist deshalb sehr wichtig.
  • Clife 01.02.2019 00:12
    Highlight Highlight Bin gespannt darauf, wer gegen die Initiative sein wird. Was hier gefordert wird klingt nicht nur gut sondern ist es auch. Ich tippe zwar auf die SVP und FDP aber genau die würden mit Gegenargumenten ihrer eigenen Partei nur Schaden, da wir es hier mit einem dringenden Problem zu tun haben.
  • Todesstern 31.01.2019 23:11
    Highlight Highlight Also Treibhausgase auf absolut 0 bringen? Was ist dann mit brötle? Oder was passiert den mit den Kühen welche Metan furzen? Oder Mensche wo furze?
    😁
  • Cosmopolitikus 31.01.2019 22:35
    Highlight Highlight Da mache ich auch mit. Nur schon deswegen, dass darüber gestritten, debattiert und diskutiert wird. Meinungsbildung ist immer auch ein Prozess, welcher gelebt werden will.
  • Nelson Muntz 31.01.2019 22:13
    Highlight Highlight Wenn die kleine Schweiz mit knapp 40‘000km2 etwas unternimmt, ist das nicht mal ein Tropfen auf dem heissen Stein. Ob wir alle nur noch Ökostrom betriebene ÖV fahren oder einen 5.0l Euro 3 Diesel ohne Partikelfilter, ändert genau nichts wenn China, USA etc. nicht mitmachen.
  • [CH-Bürger] 31.01.2019 21:41
    Highlight Highlight ... und für alle, die das Argument bringen "es gab schon vor der Industrialisierung Phasen einer Erderwärmung um mehrere Grad" empfehle ich folgende Grafik:
    https://xkcd.com/1732/
  • wasylon 31.01.2019 20:56
    Highlight Highlight Natürlich ist da der Glättli mit dabei. Der Politiker der mit Abstand am meisten warme Luft produziert.
  • Bynaus @final-frontier.ch 31.01.2019 20:40
    Highlight Highlight Die Idee ist gut, und ich werde das meinige dazu beitragen, dass sie zustande kommt. Ich befürchte allerdings, dass das Gesetz zur Umsetzung dann im Parlament verwässert wird, man blötlerlet dann ein paar Jahrzehnte vor sich hin und schiebt die Reduktion immer weiter hinaus. Die Schweiz braucht endlich ein Verfassungsgericht, sonst funktioniert das einzigartige System der Volksinitiativen bald nicht mehr.
  • whatthepuck 31.01.2019 20:38
    Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich ja dafür, dass was geht, und zwar so richtig, nicht nur Lippenbekenntnisse. Wenn man allerdings sieht, wie aktuell die Zersiedelungsinitiative - mit weit weniger extremem Inhalt - den Bach runter geht, frage ich mich, was solche Initiativen überhaupt noch bringen?

    Unter den aktuellen Kräfteverhältnissen in Volk und Regierung haben extreme Anliegen keine Chance, let's face it. Ein globales Problem kann man zudem nicht lokal lösen. Unsere Gletscher schmelzen auch bei 0 Schweizer Emissionen noch. 2050 wären die meisten Gletscher ohnehin schon weg. Leider.
  • René Obi 31.01.2019 20:12
    Highlight Highlight Umweltschutz ganz allgemein und Klimaschutz speziell müssen DRINGEND von der Links-Rechts-Diskussion abgekoppelt werden!
    • Rhabarber 31.01.2019 23:33
      Highlight Highlight Ich denke, Rechts-Links heisst sowieso nur noch so mangels anderer eingängiger Bezeichnungen.

      Geht's nicht längst nur noch immer und überall um Geld, Geld, Geld, Geld und nochmal Geld und immer wieder Geld und überall Geld und trotzdem Geld und immer noch Geld?
    • RandyRant 01.02.2019 00:05
      Highlight Highlight Ja dann hörem alle doch mal auf die die nicht auf Anweisung mitspringen als Hol...äh Klimaleugner zu denunzieren?
  • N. Y. P. 31.01.2019 20:07
    Highlight Highlight Mit der so genannten Gletscher-Initiative sollen die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Null sinken.

    Heisst das, dass 2049 die Treibhausgasemissionen noch so hoch sein können, wie sie wollen ?

    Falls nein, wie hoch ?

    Wie hoch 2040 ?

    Oder fangen wir einfach mal an und 2050 sind wir dann irgendwie bei Null ?
    • Tortejäger 31.01.2019 20:26
      Highlight Highlight Aus dem Initativtext:

      Übergangsbestimmungen zu Art. 74a
      Abs. 2 Das Gesetz legt den Absenkpfad für die Treibhausgasemissionen bis 2050 fest, und benennt Zwischenziele, die mindestens zu einer linearen Absenkung führen. Das Gesetz regelt auch die zur Einhaltung des Absenkpfades erforderlichen Instrumente.

      https://www.klimaschutz-schweiz.ch/#initiative
    • Resche G 31.01.2019 20:37
      Highlight Highlight Der Plan des Pariser Klimaabkommens währe 2020 den Wendepunkt zu erreichen und danach den Ausstoss alle 10 Jahre zu halbieren.
  • Resche G 31.01.2019 19:44
    Highlight Highlight Bin dabei!!! Ende Oktober 2020... denke die 100,000 Unterschriften werden viel schneller beisamen sein, denn dieses Thema brennt glaube ich vielen unter den Nägeln.

    Und eigentlich hat man ja das Klimaabkommen unterzeichnet, damit aber was passiert muss man dass wohl in die Verfassung schreiben.
    • RandyRant 01.02.2019 00:06
      Highlight Highlight Wird so enden wie die letzte extreme Grünen-Initiative und wir können alle (auch die vom einstürzenden Himmel Angst haben) froh sein darüber.
    • Resche G 01.02.2019 09:34
      Highlight Highlight Was ist an dieser Initiative extrem ?
      Wir haben das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und uns dazu verpflichtet diese Ziele zu erreichen. Ist also eigentlich nur eine art Durchsetzungsinitiative welche verlangt dies auch halbwegs seriös anzugehen.

      Aber ja wirklich ein umdenken wird wohl erst geschehen wenn uns der Himmel einstürzt. Und sollte dies nicht geschehen um so besser. Ich finde einfach wir sollten dieses Risiko nicht eingehen.
    • marcog 01.02.2019 16:42
      Highlight Highlight Hoffentlich reicht es, dies in die Verfassung zu schreiben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrXanyde 31.01.2019 19:43
    Highlight Highlight Eine Frsge stellt sich mir immer wieder: Wo warst du als wir noch Zeit hatten, uns zu Retten...?
    • Rhabarber 31.01.2019 23:30
      Highlight Highlight Hier! Ich kämpfe seit 50 Jahren und hab noch nicht aufgeben. Und das obwohl ich deswegen seit jeher als Freak bezeichnet werde.
      Und ich kenne viele wie mich. Nur hat man bisher kaum auf uns gehört. Langsam scheint sich das zu ändern.
  • diesdasananas 31.01.2019 19:19
    Highlight Highlight Super Initiative! Abgesehen von der Notwendigkeit dieser Initiative für unseren Planeten und damit für das menschliche Fortbestehen, lohnt es sich auch aus wirtschaftlicher Sicht voranzugehen. Ich werde min. vier Unterschriften beisteuern.
    • WID 01.02.2019 05:52
      Highlight Highlight @diesdasananas: genau, es geht um den Fortbestand der Menschen, der Planet geht sicher nicht unter.
  • äti 31.01.2019 18:42
    Highlight Highlight "Aus der Politik sitzen die Nationalräte ...." - niemand von der SVP? Kein Bock auf Natur und Heimat? Landwirte egal? Ah ja, ist klar, heute zählen für die Partei nur noch Saudis, Chinesen und Russen. Um die Heimat diesen zu verkaufen.
  • Tortejäger 31.01.2019 18:20
    Highlight Highlight Bevor wieder die gleichen Diskussionen losgehen:

    - Ja, es gibt natürliche Schwankungen, jedoch ist der durch Menschen verursachte Anstieg der CO2 Konzentration ist deutlich ersichtlich. Z.B.:

    https://www.climate.gov/news-features/understanding-climate/climate-change-atmospheric-carbon-dioxide

    - Ja, es herrscht Einigkeit in der Wissenschaft, dass die Menschen die Hauptschuld tragen. Z.B.:

    https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/11/4/048002/meta
    • blaubar 31.01.2019 22:36
      Highlight Highlight Amen.

      Die heutige Kollekte geht an den Hedgefonds der Klimabörse.
    • RandyRant 01.02.2019 00:16
      Highlight Highlight Allgemein ist es nicht wissenschaftlich mit Mehrheiten zu argumentieren. Die dauernd genannten 97% sind aber vor allem nicht unbestrittene Tatsache. Wer dies als "Diskussionskiller" Argument benutzen will, hat entweder keine Lust an einer ernsthaften Diskussion oder leidet am Dunning-Kruger Effekt.
      https://www.forbes.com/sites/uhenergy/2016/12/14/fact-checking-the-97-consensus-on-anthropogenic-climate-change/
    • DocShi 01.02.2019 05:58
      Highlight Highlight Oder mal auf youtube TerraX mit Prof. H. Lesch schauen. Kann mal viel lernen. Auch zum Klimawandel. Er erklärt es recht gut und einfach.

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