Schweiz
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Coop Seckli welches ab heute in zehn Coop Filialen im Rahmen einer Testphase fuer 5 Rappen verkauft werden, fotografiert am Montag, 24. Oktober 2016 im Coop Wiedikon in Zuerich. (KEYSTONE/Manuel Lopez)

Kostet bald überall fünf Rappen: Einwegplastiksack von Coop. Bild: KEYSTONE

Plasticksäckli kosten neu fünf Rappen – und prompt sinkt der Verbrauch markant



Bei Coop und Migros verzichten Kunden nach dem Einkauf mehrheitlich auf einen Einwegplastiksack, wenn dieser fünf Rappen kostet. Sie akzeptieren die neue Massnahme der Kostenpflicht als Beitrag zum Umweltschutz.

Bei Coop wurde die Kostenpflicht bereits vergangene Woche testweise bei zehn Filialen in Zürich eingeführt. «Die Abgabemenge der Plastiksäckli hat sich dort um rund 80 Prozent reduziert,» sagte Ramón Gander, der Mediensprecher von Coop, am Dienstag auf Anfrage.

Die Mehrheit der Kunden habe positiv auf die Neuerung reagiert. «Entweder fanden sie die Massnahme eine gute Sache oder sie verzichteten darauf, einen Plastiksack zu nehmen.» Bis im Frühling 2017 sollen die Raschelsäcke in allen Coop-Filialen kostenpflichtig sein.

Kunden äussern sich positiv

Bereits schweizweit kostenpflichtig sind die Plastiksäcke ab dem 1. November bei der Migros. Nach den ersten paar Stunden teilte Luzi Weber, der Mediensprecher der Migros, auf Anfrage mit, dass auch die Migros-Kunden die neue Kostenpflicht gut aufgenommen hätten.

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«Einige Kunden fragten beim Kassenpersonal zwar nach, wieso es keine Gratissäckchen mehr gäbe. Die meisten Kunden äussern sich aber positiv und anerkennen die Massnahme als Beitrag zum Umweltschutz», teilte Weber mit. Die neuen Plastiksäcke werden sowohl bei Coop als auch bei Migros aus Recycling-Plastik hergestellt.

Gemäss Coop-Sprecher Gander erfüllen diese ersten Resultate beim Verbrauch die Zielsetzung aus der Branchenvereinbarung des Detailhandels. Diese sieht vor, dass der Verbrauch der Gratis-Plastiktüten bis Anfang 2018 um 80 Prozent reduziert werden soll. Für das Abpacken von Früchten und Gemüse beispielsweise sollen jedoch weiterhin Plastiksäcke zur Verfügung stehen. (cma/sda)

Jetzt muss man nur noch den Fünfräppler zur Hand haben ...

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    Alle Leser-Kommentare
  • John M 02.11.2016 17:25
    Highlight Highlight Meine Liebste arbeitet in der M. Sie sagt sich das die meisten jetzt kein Säckli mehr mitnehmen. Das lustige dabei ist das die Hälfte der Kunden das damit begründet das sie diese Abzocke der M nicht unterstützen wollen 😅
  • unky 02.11.2016 12:07
    Highlight Highlight Ich sehe bereits die Schlagzeile des Tagesschau-Jahresrückblicks vor mir:

    "Erhebung von 5 Rappen-Gebühr auf Plastiksäcke war für die Schweizer das bewegendste Ereignis im Jahr 2016"

    😂😂😂
  • Ano Nym 02.11.2016 11:39
    Highlight Highlight Coole sache!
    Jetzt noch die unnötige plastikverpackunen bei den früchte und gemüse verzichten (meine nicht nur die Säckchen, auch das verpackte Gemüse) und dann bin ich vollends zufrieden
    • Maya Eldorado 02.11.2016 12:55
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass das Gemüse im Kühlschrank ohne, dass es in Plastik verpackt ist, schnell austrocknet.
      Das wurde eben in der Vorplastikzeit im kühlen feuchten Keller aufbewahrt. Und die gibt es inzwischen nicht mehr.
      Vorschläge bitte für eine optimale Lösung
    • Ano Nym 02.11.2016 14:43
      Highlight Highlight das wusste ich nicht, danke.
      aber wie geht es dann das ein bio-broccoli verpackt ist, sein non-bio-pendent gegenüber jedoch nicht?
  • Tiefstapler 02.11.2016 10:37
    Highlight Highlight Bitte Titel nochmals auf Rechtschreibfehler überprüfen… Danke. ;)
  • dääd 02.11.2016 10:34
    Highlight Highlight Jeder Rappen zählt...

    Die Säcklistory ist ein schönes Beispiel dafür, dass wir eben gar nicht so rational funktionieren, wie wir uns selbst gerne als "Krone der Schöpfung" sehen. Der Ärger z. B. 5 Rappen zu verlieren wiegt grösser als die Freude über 5 geschenkte Rappen (can you feel it?).

    Zusammengefasst vielleicht so: Menschen = Unbehaarte, sprechende und sinnsuchende Beziehungsaffen am Rande der Milchstrasse ;-)
    • Digital Swiss 03.11.2016 08:10
      Highlight Highlight Wir sind die Evolutionsstufe zwischen Urmensch und Mensch.
  • Olf 02.11.2016 09:42
    Highlight Highlight Ich habe immer mindestens 3 ineinander gestülpt damit sie besser halten.
  • Maya Eldorado 02.11.2016 09:27
    Highlight Highlight Ich nehme seit einiger Zeit die Säckli immer wieder von zuhause mit und verwende sie wieder, bis sie kaputt sind. Das mache ich auch mit denen, die bei den Früchten und dem Gemüse sind.
    Seither brauche ich nur noch einen Bruchteil von vorher.
    Also bei mir wird sich kaum was ändern, ausser vielleicht, dass ich in den Verkaufsregalen schaue, ob es etwas stabilere Säckli zum kaufen gibt. Das gibt es nämlich auch.
  • Amboss 02.11.2016 08:08
    Highlight Highlight Mir gehen Coop und Migros dermassen auf den Keks.
    Müssen von der Politik gezwungen werden und feiern sich dann selbst als "Ach-wie-super-umweltfreundlich".
    Machen dafür lieber diese unsäglichen "Generation M" oder was auch immer-Kampagnen, statt selbst mal einen Schritt vorwärts zu gehen, und eben zB diese Säckli freiwillig zu entfernen.

    Dass sie generall mal bei den Verpackungen ansetzen und diese aufs Minimum reduzieren, wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

    Ich geh zu Lidl. Ist zwar auch nicht besser, aber zumindest günstiger.
    • jjjj 02.11.2016 08:49
      Highlight Highlight mimimimimimi....
    • sonwat 02.11.2016 10:36
      Highlight Highlight Falls du dich tatsächlich richtig informiert hättest, wüsstest du, dass in diesem Fall unsere Politiker im Bundeshaus unfähig waren und sich zu keiner Lösung durchringen konnte.
      Daher haben sich die Detailhändler zusammengesetzt und diese Branchenvereinbarung ausgearbeitet. Jeder Detailhändler macht hier also freiwillig mit! Ja, jetzt ist dein Kommentar scho es bitzli peinlich gell?
    • Ano Nym 02.11.2016 11:27
      Highlight Highlight Falsch! Die politik hat auf ein plastiksackverbot verzichtet
    Weitere Antworten anzeigen
  • Prof.Farnsworth 02.11.2016 07:57
    Highlight Highlight finde das super, habe auch bereits auf einen sack verzichtet, nicht weil es mich etwas kostet, aber man wird indirekt darauf hingewiesen, dass es nicht gut für die umwelt ist und man s
    • Prof.Farnsworth 02.11.2016 08:24
      Highlight Highlight ...so wider daran erinnert wird! (zu früeh abgeschickt ;)
  • Ironiemand 02.11.2016 07:38
    Highlight Highlight «Entweder fanden sie die Massnahme eine gute Sache oder sie verzichteten darauf, einen Plastiksack zu nehmen.»

    Das klingt so als würden jetzt einige Leute extra ein Plastiksack kaufen, weil sie dadurch der Umwelt etwas gutes tun....so im Sinne von.."Ich brauch zwar keins, aber wenn es die Welt rettet und meinen ökoligischen Fussabdruck verkleinert kauf ich natürlich gerne eins."

    Ähnliches "Problem" bei der Energieversorgung:
    Viele fordern sauberen Strom (was ja auch gut und wichtig ist) vergessen aber, dass der beste Strom derjenige ist, der man erst gar nicht braucht --> Stromsparen.
    • Fumo 02.11.2016 11:22
      Highlight Highlight "Viele fordern sauberen Strom (was ja auch gut und wichtig ist) vergessen aber, dass der beste Strom derjenige ist, der man erst gar nicht braucht --> Stromsparen."

      Ja gut, ich "brauche" kein Kühlschrank, kein Herd und kein Warmwasser. Deswegen brauch ich mich nicht darum Gedanken zu machen ob es sauberen Strom ist oder nicht...
  • FliegenderTeppich 02.11.2016 07:26
    Highlight Highlight Ein kleiner Beitrag an unsere Umwelt, top!
  • Madison Pierce 02.11.2016 07:20
    Highlight Highlight Erstaunlich, wie fünf Rappen unser Verhalten ändern können. Oder sind es nicht die fünf Rappen, sondern ist es die "soziale Ächtung" der Plastiksäckli?
    • Madison Pierce 02.11.2016 08:25
      Highlight Highlight Mich nicht, ausser vielleicht unbewusst. Aber fünf Rappen würden mich nicht davon abhalten, ein Säckli zu nehmen. Bei einem Einkauf jede Woche sind das gerade mal 2.60 Fr. im Jahr.

      Deshalb staune ich, dass der Bezug der Plastiksäckli so extrem zurückgegangen ist.
    • Pascal Mona 02.11.2016 08:44
      Highlight Highlight Wieso erstaunt dich das? Wir haben (leider) in der Firma auch so einen Tisch mit Werbegeschenken, davon sind viele absolut nutzlos, trotzdem werden diese seeehr gern genommen (auch wenn dann vieles wohl im Müll landet). Stell ich da ein Schild auf mit "Pro Stück 5 Rappen" würde wohl mehr als die 80 % nicht mehr mitgenommen. Geiz ist geil, gratis ist am geilsten... sch....egal was man mitnimmt (leider die Meinung vieler)!
    • sonwat 02.11.2016 10:41
      Highlight Highlight Psychologisch ist der Unterschied zwischen gratis und es kostet was halt ein wesentlich grösserer als bspw. zwischen -.5 und -.10. Dennoch denke ich, dass diese "Brandmarkung" der Säckli auch ein minimales schlechtes Gewissen erzeugt, wenn man dann halt doch eins nimmt.

      Ich finds auf jeden Fall nicht schlecht, da es hilft die Abfallmenge pro Kopf zu reduzieren :)
  • michiOW 02.11.2016 07:01
    Highlight Highlight Sicher ein guter Anfang.
    Mir sind solche kleine Schritte lieber als als riesige, teure totale Änderungen des Systems.

    Auch wenn de Beitrag klein ist, ist es ein Beitrag.
    • oliversum 02.11.2016 07:50
      Highlight Highlight Hauptsache, das eigene Verhalten nicht ändern müssen, gell?
    • michiOW 02.11.2016 18:36
      Highlight Highlight Ich bin kein Vorreiter punkto Umweltschutz, dazu stehe ich.

      Aber ich ich achte darauf, wenn auch auf die kleinen Dinge.

      Jeder Beitrag zählt.
  • luckyrene 02.11.2016 06:47
    Highlight Highlight Und jetzt könnten alle die Aussenverpackungen noch dem viel kleineren Inhalt anpassen und dann würde noch viel, viel mehr für die Umwelt gemacht 🤗
  • Matrixx 02.11.2016 06:44
    Highlight Highlight Schweizer Mentalität eben. Gibts was gratis, nimm man soviel wie möglich. Kostet es, verzichtet man möglichst darauf.
    • Prof.Farnsworth 02.11.2016 07:47
      Highlight Highlight hat ja nun auch was gutes oder? ;) wenn man in so einem teuren pflaster wie der schweiz aufwächst muss man nehmen was man kriegt (ok mit den plastiksäcken etwas komisches beispiel, aber man weiss was ich meine!)
    • Einer Wie Alle 02.11.2016 08:27
      Highlight Highlight "Nimm was du kriegen kannst und gib es nie wieder zurück."
      - Jack Sparrow, Pirates of the Caribbean
    • Roaming212 02.11.2016 08:47
      Highlight Highlight @Matrixx
      Kann man am besten bei Verteilaktionen am Bahnhof beobachten, manche Leute sprinten förmlich auf die Verteilposten zu.
  • Digital Swiss 02.11.2016 06:38
    Highlight Highlight Super! Ich würde es bevorziehen wenn der Detailhandel alle Verpackungen reduziert und Plastik weitestgehend verdrängt. Ausserdem könnten die meisten Waren zum abfüllen angeboten werden.
    • Digital Swiss 03.11.2016 08:01
      Highlight Highlight @Elias Überspitzt gesagt mehr Verpackung bringt mehr Umweltschutz? So hab ich das noch nie betrachtet... 😂👍
  • Wilhelm Dingo 02.11.2016 06:19
    Highlight Highlight Säckli nehmen in der Gemüseabteilung...
    • Wilhelm Dingo 02.11.2016 12:53
      Highlight Highlight Ich lache mich krumm ab diesem schein-öko Aktivismus, das gleiche wie bei den Glühbirnen! Das gefährliche daran ist, dass die Leute tatsächlich glauben etwas relevantes für die Umwelt zu tun.
  • iNDone 02.11.2016 06:04
    Highlight Highlight Ja genau mit Glühbirnen verbieten und Plastiktüten kostenpflichtig machen werden wir die Welt retten.., NICHT! *facepalm*
    • 's all good, man! 02.11.2016 07:20
      Highlight Highlight Die Welt wird so vielleicht noch nicht grad gerettet, aber ein Facepalm ist das deswegen noch lange nicht. Veränderung beginnt im Kleinen und wenn der Detailhandel damit einen Beitrag leisten kann, ist das doch positiv zu werten. Keine Ahnung, was es da jetzt rumzumosern gibt.
    • gnp286 02.11.2016 07:31
      Highlight Highlight Anstatt zu maulen lieber mal froh sein dass überhaupt etwas passiert. Aber ich wette Du fliegst min. 1x im Jahr mit dem Flieger in die Ferien...
    • iNDone 02.11.2016 21:34
      Highlight Highlight Ja meine lieben ihr habt es nicht begriffen denn das einzige was unsere lieben Politiker noch zustande bringen sind solche lächerliche Regeln. Das ganze ist leider nicht zu Ende gedacht aber ist ja egal Hauptsache Zeichen gesezt ob Sinn oder Unsinn interessiert niemanden. Ob Elektroautos Glühbirnenverbot oder Plastiktütebezahlzwang alles nur augenwischerei aber die wirklichen Probleme sind zu kontrovers, da lässt man lieber die Finger von.
  • VittoriaVetra 02.11.2016 03:12
    Highlight Highlight Naja also nach meinen Amerika Ferien würde ich ja sagen, dass der Verbrauch bei Migros und Coop sicher nicht so sehr ins Gewicht fällt. Man sollte dies eher in Amerika einführen, wo man nach einem Walmart-Einkauf mit gefühlten 1000 Plastiksäckli aus dem Laden kommt. :S
    • rasca 02.11.2016 05:45
      Highlight Highlight Neben den Staaten fallen wir in praktisch keiner Statistik ins Gewicht. Trotzdem Change beginnt bei sich selbst
    • Toerpe Zwerg 02.11.2016 05:47
      Highlight Highlight In Kalifornien bereits geschehen...
    • maljian 02.11.2016 06:26
      Highlight Highlight Bei meinen Canada Ferien, war ich von dem Land begeistert, bis ich das erste mal einkaufen war, weil auch dort wie in den USA immer gratis Plastiksäckli mitgegeben werden.

      Das traurige daran ist, das nach 3-5 Argikeln ein neues genommen wird, egal wie schwer die Artikel sind.

      Es wäre schon gut, wenn das weltweit so umgesetzt werden würde, bin aber froh, das es hier jetzt soweit ist.
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