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Fahnenschwinger auf dem Rütli – so zelebrierten die Rechtsextremen ihre eigene Nationalfeier

Am Sonntag feierten rund 50 Rechtsextreme auf dem Rütli die Schweiz. Ein Gesuch für die Veranstaltung hatten sie dafür nicht eingereicht.



Eigentlich ist der 1. August ja schon länger vorbei und trotzdem versammelten sich am vergangenen Sonntag Rechtsextreme auf dem Rütli. 40 bis 50 Personen sollen gemäss Angaben der Urner Polizei auf der Wiese Fahnen geschwungen und patriotischen Reden zugehört haben. Aufmarschiert sind auch Leute von der PNOS und der PNS (Westschweizer Ableger der PNOS), wie auf Facebook nachzulesen ist.

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Auf der Facebook-Seite der PNS sind einige Fotos zu sehen. Auf diesen sieht man die Aktivisten zum Rütli wandern, Fahnen schwingen und in der rustikalen Bergbeiz ein Glacé verdrücken. Könnte glatt ein Ausflug eines beliebigen Jodlerchörlis sein, wären die Männer (und wenigen Frauen) nicht kahlgeschoren, in Camouflagehosen und mit Schweizerkreuz auf der Brust unterwegs – oder mit wehenden Riesenfahnen.

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Die PNS-Rütlifans beim Desserschlemmen in der Bergbeiz. Bild: Facebook/PNS

Kein Gesuch eingereicht

«Nach dem aktuellen Kenntnisstand ist es zu keinen Rechtsgutsverletzungen gekommen», sagt Gusti Planzer, Sprecher der Kantonspolizei Uri, gegenüber 20minuten.ch.

«Es ist bedauernswert, dass die Rütliwiese immer wieder als mythischer Ort für politische Zwecke missbraucht wird.»

SGG-Geschäftsleiter Lukas Niederberger

Fest steht aber, dass die Patrioten keine Erlaubnis für ihre Veranstaltung hatten. Wer auf dem Rütli eine Aktion plant, muss gemäss Benutzungsordnung des Verwalters – der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) – ein Gesuch einreichen. Der SGG-Geschäftsleiter Lukas Niederberger betont jedoch, dass die Rechten bereits in den vergangenen Jahren ohne vorheriges Gesuch aufmarschiert seien. Der SGG-Geschäftsleiter bedauert, dass die Rütliwiese immer wieder «als mythischer Ort» für politische Zwecke missbraucht wird. (rwy)

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