Schweiz
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CAPTION CORRECTION: KORREKTE BEZEICHNUNG FUER DEN GESICHTSSCHLEIER: NIQAB ---Der algerische Unternehmer Rachid Nekkaz  neben Nora Illi mit einem Niqab, am Freitag, 1. Juli 2016, in Locarno. Heute tritt im Tessin das sogenannte Anti-Burka-Gesetz in Kraft. Konkret ist es verboten, das Gesicht zu verhuellen. Zuwiederhandlungen sollen mit Bussen zwischen 100 und 1000 Franken geahndet werden. Nekkaz kuendigte an, alle anfallenden Bussen zu bezahlen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Öffentlichkeitswirksam: Nora Illi kassierte am ersten Tag des Verhüllungsverbotes im Tessin in Locarno eine Busse.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Burkaverbot im Tessin: Keine Busse, aber böse Blicke – ein Erfahrungsbericht

Ab gestern Freitag gilt im Tessin ein generelles Verhüllungsverbot. Während die Polizei bei der Pressekonferenz des Islamischen Zentralrats in Locarno medienwirksam eine Busse an Niqab-Trägerin Nora Illi verteilt, scheint das neue Gesetz in Lugano die Polizei weniger zu interessieren. Die Passanten jedoch sind empört. Ein Erfahrungsbericht. 



Ein Streifenwagen taucht an der Riva Vincenzo Vela direkt am Luganersee auf. Mein Puls geht hoch. Die Polizisten nehmen keine Notiz von mir. Ich rutsche ein wenig auf meiner Steinbank umher, widerstehe dem Bedürfnis, die Beine übereinander zu schlagen. Innert Minuten taucht der zweite Wagen auf.

Der Polizist auf dem Beifahrersitz starrt mich an, das Auto hält an der Ampel. Ich wappne mich, gleich eine Busse zu kassieren. Die Ampel schaltet auf Grün. Die Streife gibt Gas. Ich atme aus. Eine ältere Frau kommt auf mich zu: «Are you okay?».

Es ist das erste Mal an diesem Tag, dass überhaupt jemand mit mir spricht. Die Frage überrascht mich. Denn ganz okay bin ich tatsächlich nicht. Der Schweiss rinnt mir in kalten Tröpfchen den Rücken hinunter. Ich habe Durst und fühle mich wie ein Fremdkörper.

Als solchen werde ich an diesem Tag auch behandelt. Im Tessin trat am 1. Juli 2016 das Verhüllungsverbot in Kraft. Burka und Niqabs werden hier im öffentlichen Raum nicht mehr toleriert. Das haben die Tessiner per Volksabstimmung beschlossen. In diesem Teil des Landes ist meine Kleidung offiziell kriminell.

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bild: watson

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bild: watson

Ich bewege mich anders in diesen schwarzen Tüchern: Mein Sichtfeld ist eingeschränkt und wo auch immer ich hinsehe, spüre ich Blicke: Blicke in meinem Rücken, Blicke von der Seite, Blicke direkt in meine Augen. Alle schauen mich an in Luganos Fussgängerzone – Männer, Frauen, Kinder, ältere, jüngere, doch ihre Augen sind nicht immer dieselben. Die der Kinder sind voller Neugierde, andere mitleidig, viele musternd. Und dann gibt es jene, die ich kaum je von Fremden auf mir gespürt habe: Sie sind empört, wütend, einige sogar hasserfüllt.

So wie der des Mannes auf dem Trottoir, der mich mit seiner Schulter aus dem Weg rempelt. Oder die ältere Dame im Sommerkleid, die an mir vorbeigeht und mir auf Italienisch eine Beleidigung ins Ohr zischt. Oder die üppige Tessinerin, die mir ein «Aria!» in den Rücken schmettert – «raus»!

«Das ist pure Provokation»

Es gibt auch die Ängstlichen. So wie der Asiate, der seinen Rucksack schnell vom Boden neben sich auf die Bank zieht, als ich auf dem Weg zum Bahnhof Anstalten mache, mich neben ihn zu setzen. Oder die ältere Frau, die an meiner sonst leeren Bank vorbei geht und sich lieber auf eine voll besetzte quetscht, um auf ein Taxi oder den Bus zu warten. Ich bleibe alleine sitzen.

Der Burka-Test im Video

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Video: watson.ch

Einer älteren Tessinerin platzt der Kragen: «Das ist pure Provokation!», sagt sie eindringlich. «Jeder weiss, dass das ab heute verboten ist. Das könnte ein Mann mit einem Sprengstoffgürtel sein, ist doch klar, dass man da Angst hat.» Die Frau redet sich in Rage: «Ich bin froh, dass diese Vogelscheuchen verboten sind. Als ich so eine das erste Mal gesehen habe, habe ich laut aufgeschrien.» Es habe Juden in Lugano, gar Hare Krishnas, das gehe ja alles, aber die Muslime, die unbedingt auf ihren Traditionen beharren müssten, die gingen einfach zu weit.

«Die werfen dich in eine Zelle!»

Auf die Frage, ob sie denn Muslime kenne, sagt sie mit einer Selbstverständlichkeit: «Ja, die Putzfrau meiner Freundin ist Muslimin, und in meinem Haus lebt eine muslimische Familie. Die sind bestens integriert.» Doch Verhüllungen seien gar nicht in Ordnung, Integration hin oder her. Die Polizei solle ruhig dafür sorgen, dass Schleier verschwinden.

Davon sind die Luganesi offenbar überzeugt: «Du kannst das nicht mehr tragen», sagt mir ein älterer Herr, als ich mich gerade hinter einer Hausecke aus meinem Niqab schälen will. «Die werfen dich in eine Zelle!» Dort endete dieser Tag nicht, auch wenn Burkas und Niqabs im Tessin jetzt kriminell sind. Wohl weil die Empörung ungleich grösser ist als das Phänomen und die Durchsetzung nicht so einfach, wenn die Scheinwerfer nicht mehr an sind. (dwi/rar)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans der Dampfer 05.07.2016 13:55
    Highlight Highlight Na ja, mittlerweile habe ich auch begriffen das Watson vor allem auf Provokation aus ist. Auf der einen Seite lacht man über die Trumps und Farages & Co. aber selbst macht ihr nicht viel anders. Provokation = Klicks
  • Olaf! 05.07.2016 09:11
    Highlight Highlight Logisch wird man nicht angesprochen, mit dieser Aufmachung kommuniziert man ja auch, nicht angesprochen werden zu wollen. Weiss ja nicht ob ich da ein Sonderfall bin, aber in der Stadt werde auch ich. normalerweise nicht einfach von Fremden angesprochen.
  • Mr. Meeseeks 05.07.2016 00:23
    Highlight Highlight Es gibt keine abscheulichere Form der Unterdrückung des Menschen (Im konkreten Fall der Frau). Es ist widerlich im Sinne des Wortes. Es kann keine Freiheit des Individuums geben durch Entzug der Realität! Der Versuch der Verhüllung unterdrückt die Kommunikation, den Willen und die Existenz an sich! Der Hamster im Hamsterrad hat nichts davon, wenn man ihm einen Hut aufsetzt. Die Frau in der Burka hat nichts vom geheuchelten Verständnis der Situation. WennSieKönntenMitMaskenDannNichtBurkaBecauseCreativityHasBeenExcludedByIdiotsAndTheyWouldKillHerIf_SheWouldRefuseToWearIT
  • Michi85 04.07.2016 15:22
    Highlight Highlight Rent doch mal mit einer sturmhaube und sonnenbrille durch zürich... Oder mit dem töffhelm in ein tankstellenshop.. Die reaktionen sind die selben... Es ist doch einfach unanständig sein gesicht zu verhüllen! Ich kann nicht vertehen wie man das unterstützen kann.
  • amRhein 04.07.2016 00:05
    Highlight Highlight Ein irritierendes Experiment. Mit zuviel Tuch erreicht man mMn den ähnl. Effekt wie mit zuwenig, Frau ist unpassend/sittlich anstössig gekleidet. Beides sexualisiert die Frau ie reduziert sie für den Betrachter auf ihr Geschlecht. Das mag im Rotlichtquartier oder in Saudi-Arabien passen, in uns. Kultur verstösst beides gegen die guten Sitten.

    Ein solches Verbot wäre nicht nötig, doch ist es legitim + gebräuchlich, dass jede Kultur ihre Wertvorstellungen kodifiziert.

    Die Religionsfreiheit ist ein persönl. Recht und hört +/- dort auf, wo die Freiheit des Nächsten beginnt.
    • Louie König 06.07.2016 15:28
      Highlight Highlight Und wie genau beschneidet das deine Freiheit, wenn sich eine Frau verhüllt?! Kannst du mir das mal erklären? Und machst du auch so ein Geschrei, wenn Frauen in Miniröcken, bauchfreien Tops oder gar nur im Bikini rumlaufen?! Es geht doch in erster Linie darum, dass Frauen selbst darüber bestimmen dürfen sollen, was sie anziehen wollen! Und die Betonung liegt auf dem wollen.
  • SVRN5774 03.07.2016 23:54
    Highlight Highlight In Islam ist es eigentlich verboten das Gesicht zu verdecken. Keine Ahnung weshalb die Afghaner das gutheissen.
  • tipsi 03.07.2016 09:18
    Highlight Highlight Hab letztens eine rührende Szene im Bus beobachtet, zwischen einer Frau im Niqab und ihrem Kind (ca 1j) im Kinderwagen. Die zwei spielten Mami lacht Kind an - Kind schaut Mami an und muss lachen. Das Lachen des Kindes war so ansteckend und da hab ich mich gefragt, wie es sein kann, dass wir nicht sehen, was das Kind sieht, nämlich die lachenden Augen der Mutter.
    • Emperor 04.07.2016 13:54
      Highlight Highlight interessant, nur weil eine Frau was anderes trägt findet eine Mehrheit der Bewerter hier die Liebe zwischen einer Mutte rund ihrem Kind negativ...
    • Judge Dredd 04.07.2016 18:22
      Highlight Highlight Genau das ist es doch. Ein Kleinkind sollte doch die möglichkeit erhalten, Emotionen interpretieren zu lernen. Ich schätze mal ins Blaue hinaus das ca. 90% aller Emotionen über die Mimik des Gesichts transportiert werden. Ich finde das schon sehr schade für alle anderen Mitmenschen, seien es Freunde, bekannte oder auch Fremde. Für das eigene Kind finde ich es sogar tragisch.
    • Hans der Dampfer 05.07.2016 14:04
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt. Erstens ist das ja seine Mutter (es kennt sie) und zweitens macht, bzw. kann das Kind noch gar nicht wissen was dieses Gewand für andere Kulturen bedeutet. Für mich steht es für Unterdrückung und nicht Respektierung hiesiger Gepflogenheiten. Wieso auch? Während ein Christ in Ägypten, Lybien und anderswo im arabischen Raum ermordet und vertrieben wird, können die hier ohne Probleme provozieren und leisten denen die sich Mühe geben auch gleich einen Bärendienst.
  • wiisi 03.07.2016 00:04
    Highlight Highlight Na, wenn wir sonst keine grösseren Probleme haben als diese heimgesuchten...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.07.2016 02:25
      Highlight Highlight Wenn sich die Leute schon wegen solchen sinnlosen Kleidungsvorschriften (in der Verfassung!) in die Haare kriegen, wie sollen sie denn dann erst die grösseren und vorallem tatsächlichen Probleme erkennen, geschweige denn lösen können?
  • Spooky 02.07.2016 23:30
    Highlight Highlight Wieso müssen eigentlich nur die Frauen eine Burka tragen? Wieso nicht auch die Männer?
    • Menel 03.07.2016 00:55
      Highlight Highlight Weil anscheinend die Frauen genug stark sind, den verführerischen Männerkörpern zu widerstehen 😅
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.07.2016 02:22
      Highlight Highlight Männer, die Burkas tragen, bestehen darauf, dass sie Transgender-WCs benützen dürfen. ;)

      Die wenigsten Burka-Trägerinnen tragen Burkas aus religiösen Motiven. Oft sind sie und ihre Familien nicht einmal besonders religiös. Sie tragen die Burkas meistens aus Status-Gründen ohne religiöse Motive.

      Wenn man aber religiös begründen will, dann besteht ihm Islam die Verschleierungspflicht nicht bei der Frau sondern beim Mann. Der Mann soll den Blick senken und die Frau nur keusch (hinter einem Schleier) ansehen. Frauen, die sich deswegen verschleiern, machen es aus Respekt gegenüber dem Mann.
    • Spooky 03.07.2016 03:34
      Highlight Highlight
      "Frauen, die sich deswegen verschleiern, machen es aus Respekt gegenüber dem Mann."

      Oh mein Gott! Aus Respekt gegenüber dem Mann! Oh mein Gott!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cabonga 02.07.2016 22:16
    Highlight Highlight Wenn viele ein Gesetz schaffen was wenige betrifft, von diesen aber keine Gefahr ausgeht und sie sich auch keinen Vorteil erschaffen, so ist das diskriminierung.
    • wasylon 03.07.2016 01:07
      Highlight Highlight @Cabonga Polygamie ist auch verboten. Werden Muslime und Mormonen hier diskriminiert?
    • Cabonga 03.07.2016 07:46
      Highlight Highlight @wasylon Polygamie mit Frauen überschuss führt zu einer ungleichen Verteilung, das betrifft die anderen sehr wohl.
    • wasylon 03.07.2016 09:20
      Highlight Highlight @Cabonga da sind es doch auch wenige, es geht auch keine Gefahr aus. Als ausgleich ist Polygamie mit Männern natürlich auch erlaubt. Die monogame Ehe ist doch eine reine christliche Erfindung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cabonga 02.07.2016 21:04
    Highlight Highlight Ich frage mich welches Recht oder welchen Stoltz bei den Burkagegnern durch die Verschleierung verletzt wird. Wenn das Tessin nur Muslime und keine verschleierten Hochzeitsbräute bestraft, dann ist dass Rassismus.
    Gibt es jetzt für gepeinigte Menschen (so sehen viele die Burkaträgerinnen) Ausgangsverbot?
    Leute unter Druck unterdrücken?
    Ich schäme mich für dieses Gesetzt, welches niemanden schützt und auch nicht für Gleichheit unter den Bürgern sorgt. Ist das Tessin jetzt besser geworden?
  • E7#9 02.07.2016 18:46
    Highlight Highlight "Das ist das erste mal an diesem Tag, dass überhaupt jemand mit mir spricht." Also erfüllt die Burka ihren Zweck. In vielen arabischen Ländern ist es verpönt als Mann eine fremde Dame anzusprechen. Dass das hier so ist kann viele Ursachen haben, u.a. auch Respekt. Aus irgend einem Grund haben diese Damen jedenfalls eine Burka an. Bestimmt nicht, weil die Trägerin oder ihr Mann wollen, dass sie von allen Seiten angesprochen wird (wenn man sie ja nicht mal sehen darf).
  • Stachanowist 02.07.2016 18:04
    Highlight Highlight Was mich mal interessieren würde. Frage an die Gegner des Vermummungsverbots. Wenn Vermummung ok ist und eine persönliche Wahl, die es zu schützen gilt, sollte es auch i.O. sein, wenn bspw. Primarlehrerinnen in der Burka arbeiten?
    • RBR00 02.07.2016 19:46
      Highlight Highlight Ja. :-)
    • 123hüh 02.07.2016 20:10
      Highlight Highlight Zunächst geht es hier nicht darum. Das Verhüllungsverbot verbietet ja das Tragen von Burkas etc unabhängig davonob man es während der Arbeit oder in der Freizeit macht. Für mich ist besonders das störend. Bei einer Lehrerin kann man es während dem Unterricht verbieten, wenn man das will oder wenn man eine bestimmten Beruf ausübt in welchem das Gesicht erkannt werden soll. Allerdings ist es völlig illiberal zusätzlich auch noch in die Freizeit des Bürgers einzugreifen und ihm Kleidervorschriften zu machen. Sind wir denn inzwischen in einem totalen Überwachungsstaat angekommen?
    • Stachanowist 02.07.2016 21:35
      Highlight Highlight Ist keine Trollfrage. Würde mich sehr über eure Antworten freuen! Wenn eine Primarlehrerin zum Islam konvertiert und dann Burka trägt - mal einfach als Gedankenspiel - alles easy?
    Weitere Antworten anzeigen
  • RBR00 02.07.2016 17:23
    Highlight Highlight Alles eine Frage des Kontexts. Wer den Kontext versteht, muss auch keine Angst haben. Vorurteile, Unwissen und Ignoranz über fremde Kulturen verstärken dieses Angst-Klima. Die Unterdrückung von Frauen ist ein Problem eines übergeordneten Konstrukts und ist nicht bloss zu lösen durch Verbote kultureller Traditionen. Etwas erreichen, kann man wenn Menschen miteinander, statt gegeneinander arbeiten. Sture Ignoranz ist kontraproduktiv und wirkt gegen dem Ziel der sozialen Kohäsion, was "Integration" eigentlich wirklich bedeutet.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 02.07.2016 17:42
      Highlight Highlight Ich geh mit dir einig - Bildung und Perspektive für alle!
    • mortiferus 02.07.2016 18:22
      Highlight Highlight "...wen Menschen miteinander , statt gegeneinander arbeiten." schön. Mit dem und Deinem Kommentar im Gesamten kannst Du vielleicht einen Computer programmieren. In der Theorie, einer lustigen die SIMs Welt, kannst Du die Welt retten. Versteh meinen Kommentar bitte nicht despektierlich, Du hast theoretisch ja recht, aber eben wir leben in der Realität. Die ist seit 10'000 enden Jahren Menschheit die selbe und wird auch so bleiben. Wir sind das was wir sind, wären wir anders, wären wir nicht wir.
    • RBR00 02.07.2016 19:06
      Highlight Highlight Du muss die Menschen nicht lieben. Nur einfach tolerieren. Leben und leben lassen. Kompliziert ist das nicht. Tönt romantisch aber die Welt gehört allen. Auch die Schweiz gehört nicht einfach den Menschen, die hier geboren sind. Finde ich traurig, dass dies von vielen schon als extreme Meinung angesehen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 02.07.2016 17:08
    Highlight Highlight Andere Länder andere Sitten.
  • LisaSimpson 02.07.2016 17:03
    Highlight Highlight Warum immer diese Berichte wo wir am Schluss keinen Schritt weiter sind......

    Warum nicht eine Minarett bauen...
    Mit 200 über die Autobahn fahren....
    Ohne gültiges Ticket Zug fahren....
    Das wäre etwa gleich unnütz.

    Warum nicht einen wirklich schrecklichen Bericht über Genitalverstümmelung von Mädchen und Knaben oder die Bacha Bazi (Tanzbuben) in Afghanistan?
    Oder ist diese Wahrheit zu schrecklich?

    • Anna Rothenfluh 02.07.2016 17:27
      Highlight Highlight @LisaSimpson: Zum Thema weibliche Beschneidung kommen mir grad diese zwei Artikel in den Sinn: http://www.watson.ch/!744751580 und http://www.watson.ch/!234915943
    • LisaSimpson 02.07.2016 22:49
      Highlight Highlight @Anna supi & danke werde ich gleich noch lesen, bringt ihr mal noch was über die Bacha Bazi? Darüber muss unbedingt auch berichtet werden.....
  • Sapere Aude 02.07.2016 16:51
    Highlight Highlight Man bemerke, dass sich die Reaktion auf dem Platz und hier in den Kommentarspalten nicht gross voneinander unterscheiden.
  • Ingmar Blessing 02.07.2016 16:49
    Highlight Highlight Japan VS Islam: "Das interessanteste an Japans Herangehensweise an den Islam ist die Tatsache, dass die Japaner sich keiner Entschuldung verpflichtet fühlen in der Art, wie sie mit dem Islam umgehen..." http://inselpresse.blogspot.de/2016/07/breitbart-der-oberste-gerichtshof-in.html
    • Olaf! 05.07.2016 09:35
      Highlight Highlight @Berni Das war China....
  • Leon1 02.07.2016 16:10
    Highlight Highlight Ich seh das also richtig. Die beiden einzigen Frauen, die gestern verhüllt durchs Tessin gelaufen sind waren
    a) die Schweizerin Nora Illi (mit 18 konvertiert und und nun über-radikal) und
    b) eine Watson-Journalistin, bei welcher ich mal davon ausgehe, dass sie persönlich keinerlei Bezug zum Islam hat.

    Herzliche Gratulation, ihr habt der überwiegenden Mehrheit, den gemässigten Muslimen, einen Bärendienst erwiesen. Die einzigen, die von der Aktion profitieren, sind diejenigen deren Intoleranz ihr eigentlich hättet anprangern wollen. Die haben nun ihre Bestätigung.
    • Cabonga 02.07.2016 21:32
      Highlight Highlight Wenn Burkatragen ilegal ist, dann möchte ich auch Burka tragen und ilegal sein nur um diesen Schwachsinn zu karikieren. Als nächstes wir ein anderes oberflächliches Merkmal ilegal was auch dich und mich betrifft.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.07.2016 01:41
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass erst wegen dem Burkaverbot das Burkatragen im Tessin populär werden wird.

      Selbstbewusste Frauen gab es schon immer, und es wird sie immer geben. Ihre Kreativität wird durch das Burkaverbot angespornt. Nur eine Frage der Zeit. ;)
  • Der Beukelark 02.07.2016 16:08
    Highlight Highlight Eine junge Frau die sich in eine Burka hüllt. Wow wie emanzipiert und links. (not!)
    • Baccara - Team Nicole 04.07.2016 07:53
      Highlight Highlight Danke für deine Antwort. Ich wundere mich sowieso schon lange, warum sich gerade die Linken so für die Verhüllung einsetzen. Ist es das, wofür die linken Frauen solange gekämpft haben?
    • Anam.Cara 04.07.2016 13:59
      Highlight Highlight @Baccara: gegen ein Verhüllungsverbot antreten ist nicht das selbe wie "sich für die Verhüllung einsetzen".
      Die "linken Gegnerinnen des Verbots" sind folglich nicht der Meinung, dass sich alle Frauen verhüllen sollten.

      Bitte vorsichtig mit Umkehrschlüssen umgehen.
  • Ingmar Blessing 02.07.2016 15:51
    Highlight Highlight Der Sänger der Band, die im Bataclan gespielt hat, als der Terrorangriff stattfand meinte kürzlich in einem Interview, dass die Attentäter Hilfe von Frauen hatten, die mit ihren Burkas kontrollfrei an den Sicherheitskontrollen vorbeikamen und darunter genug Platz hatten, um verdeckt die Waffen für den Anschlag reinzutragen. Geht leider etwas unter in der Berichterstattung zum Thema:

    http://inselpresse.blogspot.com/2016/05/takis-magazine-dem-tod-ergeben.html
    • Pana 02.07.2016 18:15
      Highlight Highlight Der Trump Anhänger der seine toten Fans als Feiglinge bezeichnete? Seine Aussagen würde ich eher mit Vorsicht geniessen.
    • INVKR 02.07.2016 18:17
      Highlight Highlight Jesse Hughes erzählt leider sehr viel Unsinn, wenn der Tag lang ist...
    • Cabonga 02.07.2016 21:34
      Highlight Highlight Verbietet Schwangersein in der Öffentlichkeit, denn in falschen Bäuchen können auch Waffen geschmuggelt werden. Bierbäuche auch!
  • Verbano 02.07.2016 15:41
    Highlight Highlight Ihr Pfingst-Wochenend-Touristen schreibt hier wacker und empört mit. Bitte zuerst mal 10 Jahre im Cantone e Republica Ticino als Deutschweizer wohnen, arbeiten und steuern bezahlen bevor man Urteilt. Ob mit oder ohne Burka ist und bleibt man Ausländer hier. Was belastet die Polemik denn einen Zürcher oder ein Berner denn?
  • RBR00 02.07.2016 15:11
    Highlight Highlight Seit wann gibt es auf Watson soviel braune Leser wie 20 Minuten?
    • SanchoPanza 02.07.2016 15:39
      Highlight Highlight die kommen rüber sobald 20min & Blick die Kommentarspalten schliessen...
    • 7immi 02.07.2016 15:44
      Highlight Highlight kritik ist ja nicht gleich rassissmus. z.b. ich kann ja auch für rauchfreie restaurants sein, ohne etwas generell gegen raucher zu haben...
      in einem land mit meinungsfreiheit sollte man eine kritische meinung äussern dürfen, ohne gleich in die rassistische ecke gestellt zu werden...
    • foreva 02.07.2016 15:45
      Highlight Highlight Wieso meinen eigentlich alle WATSOzis, dass alle braun sind welche die kleinste Kritik an Moslems äussern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Micha Moser 02.07.2016 14:52
    Highlight Highlight Fragwürdiges Experiment tut mir leid. Die Personen die sie an diesem Tag sahen wurden in ihrem Denken dadurch nurnoch gestärkt.
  • John Smith (2) 02.07.2016 14:49
    Highlight Highlight Im Sine einer ausgeglichenen Berichterstattung sollte nun ein (vorzugsweise männlicher) Kollege einen Tag lang nackt durch die Tessiner Orte wandern und dann über seine Erfahrungen berichten.
  • BeatBox 02.07.2016 14:27
    Highlight Highlight Es ist schon erstaunlich, dass gerade jene, die für Lohngleichheit, Chancengleichheit und Emanzipation einstehen, kein Problem mit der Unterdrückung muslimischer Frauen haben.

    Übrigens Frau Roth, für das zeigen des Unterarms gibts auch bereit Haue zuhause!

    Wenn eine Religion vorschreiben würde, die Frau nur mit Halsband und Leine auszuführen, da würde sich dann auch niemand entsetzen, oder? Nur weil die Frau seit ihrer Geburt gelernt hat mit Leine rumgeführt zu werden ist das trotzdem eine Unterdrückung.
    • Candy Queen 02.07.2016 15:11
      Highlight Highlight Genau das geht mir auch nicht in den Kopf, dass für gewissen Kreise islamisch motivierte Unterdrückung voll ok ist und 'dur all Böde' rechtfertigt und schöngeredet wird.
    • Randy Orton 02.07.2016 15:45
      Highlight Highlight Ich glaube, dass die Faschismus-Verurteiler die Burkaträger in Schutz nehmen, weil sie sehen, dass die Moslems einseitig betroffen sind von diesen Gesetzen und nicht Religionen im Allgemeinen. Mit einem Religionsverbot, Verbot von religiösen Symbolen etc. hätten sie sicher weniger Mühe. Aber Gesetze explizit nur gegen eine Religion (Burkaverbot, Minarettverbot) sind faschistisch und deshalb werden sie von Antifaschisten bekämpft.
    • Menel 02.07.2016 15:54
      Highlight Highlight Um ihnen den Unterschied zu erklären: Chancen- und Lohngleichheit kommt von aussen, sich irgend etwas überzuziehen von innen.
      Wie können sie sagen, dass alle Frauen in Burkas dazu gezwungen wurden? Gibt auch viele christliche Strömungen, bei denen die Frauen nur lange Kleider tragen und kein Fitzelchen Haut zeigen. Wurden sie auch dazu gezwungen? Müssten wir da nicht auch einschreiten, um ihre Rechte zu wahren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 02.07.2016 14:25
    Highlight Highlight kommt nach europa in die freie welt! hier gibt es für jeden kack verbote, verbote für eure freiheit.
    ne im ernst, difinieren wir freiheit nun wirklich daran wieviel jemand an hat? freier wille und entscheidungskraft wird nicht berücksichtikt. ihr redet von unterdrückten frauen aber mit diesen frauen reden um zu verstehen, ja nicht kann sein das sie es wirklich aus überzeugung und freien willen tut.
    aber wenn eine frau nackt herumläuft jubelt man ihr zu für tapferkeit und mut. ich will nicht jeden menschen nackt sehen, es eckelt mich an.
    • MaskedGaijin 02.07.2016 15:57
      Highlight Highlight Ich nehme mal an das es in den ach so freien islamischen Ländern mehr "kack verbote" gibt als im rückständigen Europa.
    • Jasmin_____ 02.07.2016 16:24
      Highlight Highlight Kann mir vorstellen, dass das Verschleierungsverbot eher der Sicherheit dienen soll. Unter das Verschleierungsverbot fallen ja nicht nur Burkas sondern auch eigentlich alles andere, das das Gesicht (beinahe) komplett verdeckt.
    • loccodelcocco 02.07.2016 16:33
      Highlight Highlight Der Unterschied ist, dass Männer keine Burka tragen sollen, und trotzdem gute Muslime sein können. Also ist es per Definition klar diskriminierend, wenn nur Frauen Burkas (zur Ausübung ihrer Religion) tragen müssen. Männer verschleiern sich nur für den Besuch von Fussballspielen
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  • opwulf 02.07.2016 14:23
    Highlight Highlight Solcher Journalismus gefällt! Objektiv gehaltener Erfahrungsbericht, chapeau! Was mich noch interessieren würde, von was Sie mehr Angst/Respekt/Bammel hatten? Von der Polizei oder möglichen feindseeligen Reaktionen von Passanten? Either way, braucht sowas schon ein bisschen Mut! Ich denke die Meisten hier würden sich nicht freiwillig einer solchen Situation aussetzen!
    • TobiWanKenobi 02.07.2016 16:36
      Highlight Highlight Du bist ja voll des Lobes, chapeau!
    • opwulf 02.07.2016 17:53
      Highlight Highlight Ja des ischt schon so - und wieder mal scheint sich mein Geschmack nicht mit dem Mainstream zu decken :D
  • Taeb Neged 02.07.2016 14:17
    Highlight Highlight Also, ich sass auch schon eine längere Zeit auf einer Bank oder ging durch das flauschige Städtchen Zürich und, man staune, ich wurde nicht angesprochen. Hingegen wurde ich gerämpelt und blöd angeschnautzt. Und ich trug noch nicht mal eine Burka. Es reicht vielleicht einfach abweichend zum Durchschnitt zu sein.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 02.07.2016 17:54
      Highlight Highlight Welcome to Tsüri - the city of cold hearts
  • TanookiStormtrooper 02.07.2016 14:13
    Highlight Highlight Also Frau Roth hatte schon bessere Artikel. :-/
    Ist ja klar, dass eine Burka bei uns nicht gut ankommt. Wer sich in unserem Kulturkreis "maskiert" hat nun mal meist nichts Gutes im Sinn und wirkt deshalb bedrohlich. Auch an der Tankstelle muss man seinen Motorradhelm abnehmen. Man hätte Rafaela auch blöd angestarrt und dumme Sprüche gemacht, wenn sie sich eine Micky-Maus-Maske angezogen hätte.
    • Randy Orton 02.07.2016 15:48
      Highlight Highlight Hätten ihr mit einer Mickey-Mouse-Maske wirklich Menschen gesagt sie solle abhauen und sie hasserfüllt angeschaut? Du verharmlost hier gerade ziemlich die rassistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft, die leider immer breiter akzeptiert werden.
    • RBR00 02.07.2016 17:06
      Highlight Highlight An der Fasnacht stört sich auch niemand über Masken. Alles eine Frage des Kontexts. Wer den Kontext versteht, muss auch keine Angst haben. Vorurteile, Unwissen und Ignoranz über fremde Kulturen verstärken dieses Angst-Klima. Die Unterdrückung von Frauen ist ein Problem eines übergeordneten Konstrukts und ist nicht bloss zu lösen durch Verbote kultureller Traditionen. Etwas erreichen, kann man wenn Menschen miteinander, statt gegeneinander arbeiten. Sture Ignoranz ist kontraproduktiv und wirkt gegen dem Ziel der sozialen Kohäsion, was "Integration" eigentlich wirklich bedeutet.
    • Lopsi 02.07.2016 18:55
      Highlight Highlight Mich stören auch Fasnächtler und Leute mit Mickey Maus- oder anderen Masken machen mir Angst. Seinem Gegenüber das Gesicht zu zeigen, ist ja wohl das mindeste an Respekt.
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  • fabianhutter 02.07.2016 14:04
    Highlight Highlight "Es ist das erste Mal an diesem Tag, dass überhaupt jemand mit mir spricht." Wie oft spricht man Sie denn normalerweise an wenn Sie durch eine Stadt gehen? Wenn ich alleine in kurzen Hosen durch z.B. Zürich oder St.Gallen laufe, spricht mich auch extrem selten jemand an, wieso auch...

    Ich finde es auch ein wenig grenzwertig, das Gesetz ganz bewusst zu brechen. Dieser Versuch wäre vor einer Woche genau gleich aussagekräfitg gewesen... ausser dass man jetzt noch weiss, dass die Polizei nachsichtig umgeht.
    • Bijouxly 02.07.2016 17:21
      Highlight Highlight Also wenn jemand eine Burka trägt, ist man, soweit ich das einschätzen kann, auch nicht wirklich daran interessiert, angesprochen zu werden. Man verhüllt sich ja vor anderen, also ich finde diese Aussage auch ein bisschen doof.
  • Stachanowist 02.07.2016 14:04
    Highlight Highlight Ok, danke für das fünfzigste, hochinnovative Burka-"Experiment". Ohne Watson würde da eine Lücke klaffen. Es gibt nur ca. dreihundert weitere solche "Feldforschungen":

    https://www.youtube.com/results?search_query=burka+social+experiment+

    Was im Artikel fehlt, ist eine Aussage. Implizit schwingt für mich die mit, dass die Tessiner total illiberal sind, weil sie ein Problem mit ultrafundamentalistischer Totalverschleierung haben. Sehe ich das falsch? Was ist die Meinung der Autorinnen des Textes, wenn man fragen darf?
    • ch2mesro 04.07.2016 10:30
      Highlight Highlight stachanowist; die tessiner sind total illiberal, erzkonservativ & engstirnig.
  • DrPop 02.07.2016 14:03
    Highlight Highlight Ich kann nicht fassen, wie negativ die Kommentare hier sind. Ich glaube dieses Experiment hat genau gezeigt, woran man in dieser Gesellschaft noch arbeiten könnte. Es handelt sich hierbei nicht um irgendwelche Praktiken, bei welchen Leute zu Schaden kommen, es ist ein Stück Stoff! Is es wirklich so wichtig was jemand über den Körper streift? Natürlich muss man es nicht toll finden (mir dreht's auch den Magen um, wenn ich einen Neonazi sehe), aber gleich verbieten? Verstösst das nicht gegen die Prinzipien eines freien Staates?
    • DrPop 02.07.2016 15:12
      Highlight Highlight Genau deshalb sollte es gewisse Prinzipien geben, welche unumstösslich sind. Man könnte diese als Menschenrechte bezeichnen. Wenn man dem Volk die Macht gibt alles zu verbieten, könnte das schnell ausarten. Natürlich ist das Burkaverbot kein Untergang, aber es bezeichnet eine Tendenz, die mir Sorgen macht. Und bezüglich der Innovativität dieses Artikels, kann ich nur persönlich sagen, dass ich es spannend fand, zu sehen wie die Reaktionen der Menschen sind. Ich finde es persönlich auch befremdend eine verschleierte Frau zu sehen, würde aber nie auf den Gedanken kommen, ihr das zu verbieten.
    • Bijouxly 02.07.2016 17:25
      Highlight Highlight Man kann eine Burka nicht mit einer Frisur vergleichen, also tschuldigung^^ Das ist ein Symbol und es geht ja genau darum, sich zu de-integrieren. Darf man denn nicht einmal mehr eine eigene Kultur haben? Europa ist nunmal nicht muslimisch, dumm gelaufen. http://Sy
    • yeasayer 02.07.2016 22:22
      Highlight Highlight @Bijouxly
      Dein Kommentar ist schon ein wenig widersprüchlich mit "Darf man denn nicht einmal mehr eine eigene Kultur haben?" Gilt das nur für deine Seite oder wie?

      "Europa ist nun mal nicht muslimisch" Wir leben doch nicht in einer angehaltenen Zeit, alles verändert sich, Religionen verbreiten sich, das Christentum gibts doch auch in Ländern, die "eigentlich nicht christlich sind". Komische Aussage!

      Und ich finde, Frisuren, gerade wie auf dem Bild, sind sehr wohl Symbole (hier z.B. Punkfrisur)
  • Menel 02.07.2016 14:02
    Highlight Highlight Dieses Verbot ist ein super Beispiel dafür, dass wir uns so grausam manipulieren lassen, dass ganze Zeitungen mit Artikeln zu dem Thema gefüllt werden und das obwohl es in der Schweiz gerade mal eine handvoll Burka-Trägerinnen gibt.
    Beschäftigen wir die Bevölkerung mit Nichtigkeiten, damit niemand auf die Idee kommt, den Finger auf wirklich üble Dinge zu setzen.
    • Stachanowist 02.07.2016 14:29
      Highlight Highlight Burka und Niqab sind keine "Nichtigkeiten". Sie als blosse Kleidung zu banalisieren, ist naiv. Vollverschleierung zielt darauf ab, die Teilnahme von Frauen an der Gesellschaft zu unterbinden. Unterstützen Sie das?

      Das quantitative Argument zieht nicht. Gesetze können präventiven Charakter haben, also darauf abzielen, dass eine bestimmt Praxis sich gar nicht erst durchsetzt.

      Jedes Mal, wenn ich nach Bosnien reise, sehe ich mehr Frauen in Niqabs. Dem Land hätte ein vor zwanzig Jahren erlassenes Vermummungsverbot definitiv gut getan.
    • Menel 02.07.2016 14:48
      Highlight Highlight Es ist eine Nichtigkeit, weil es kaum Burkaträgerinnen in der Schweiz gibt! Es betrifft gerade mal rund 0,00001% der Schweizer Bevölkerung.
      Dazu kommt noch, dass es die Persönlichkeitsrechte verletzt. Wer und wie entscheidet man, ob jemand etwas freiwillig tut oder nicht?
    • opwulf 02.07.2016 14:53
      Highlight Highlight Wer hat den extremen Islamismus nach Bosnien gebracht und ab wann war dies ungefähr? Kann es sein das dies nach dem Bosnienkrieg war? Könnte es etwas mit den Mujahedin zu tun haben, welche man als Söldner holte (Westliche Koalition) um keine eigenen Bodentruppen einsetzen zu müssen? Könnte es schon wieder vorallem daran liegen? Wie nachher auch in Lybienund Syrien? Bosnien war sehr säkular...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tanuki 02.07.2016 14:00
    Highlight Highlight Als liberal denkender Mensch habe ich Mühe mit diesem Verbot. Da die Burka aber ausschliesslich dazu dient die Frau zu unterdrücken kann ich gut damit leben. Ich denke jedoch es gebe bessere Methoden.
  • Bowell 02.07.2016 13:58
    Highlight Highlight Herzliche gratulation, Watson. Wahrscheinlich war genau eine Burkaträgerin im Tessin unterwegs, und das war Frau Wild. Während Schweizer Muslime im Grundsatz bemüht sind sich gut zu integrieren und sich an die hiesigen Gesetze zu halten, verkleiden sich Medienschaffende als Muslime und provozieren damit unnötigerweise. Wer gestern in Lugano unterwegs war hat dank Frau Wild nun den Eindruck, dass es in der Schweiz gewisse Muslime gibt die einen Scheissdreck auf unsere Gesetze geben. Mit solchen Aktionen werfen sie allen gemässigten Muslimen riesige Steine in den Weg.
  • Arabra 02.07.2016 13:54
    Highlight Highlight Was haben Sie erwartet?? Jubel?? Und ja es ist reine Provokation und als solches wurde es wohl auch empfunden.... Ein etwas fraglicher selbst Test...
    • Knut Atteslander 02.07.2016 14:16
      Highlight Highlight Ich sehe kein Problem darin, Menschen die sowas aufregt zu provozieren.
  • Amanaparts 02.07.2016 13:53
    Highlight Highlight Sonst mag ich ja deine Berichte, aber das mit dem Video war bizli unnötig. Burka tragen irritiert in der Schweiz und sollte, zurecht, für unzählige Gründe verboten werden. Nicht gerade eine neue Information.
  • lily.mcbean 02.07.2016 13:49
    Highlight Highlight Heute Abend trinke ich einen auf Rafaela Roth und Daria Wild! Den Mut hätte ich nicht gehabt einfach so durch Lugano zu spazieren, chapeau! Ich bin euer Fan!!!
  • seventhinkingsteps 02.07.2016 13:40
    Highlight Highlight Wtf, da muss man sich schon zweimal überlegen ob man noch Ferien im Tessin macht.
    • wtf 02.07.2016 14:10
      Highlight Highlight Hier!
    • el lobo 02.07.2016 15:29
      Highlight Highlight Da bist du völlig frei. Tessin oder Basel, Dubai oder Tel Aviv. Einfach aufpassen, die Gesetze sind überall anders, genauso die Konsequenzen bei verstössen dagegen :-)
  • Subcomandante Narcos 02.07.2016 13:33
    Highlight Highlight die im artikel beschriebenen schweinwerfer sind bestimmt die beste massnahme um das verhüllungsverbot durchzusetzen ;-)
  • Luca Brasi 02.07.2016 13:28
    Highlight Highlight Naja, die Reaktionen sind immer noch liberaler als wenn man mit einer Kreuz-Halskette durch Riad schlendert...
    • Randy Orton 02.07.2016 13:52
      Highlight Highlight Was auch richtig ist, Hakenkreuz und eine religiöse Tracht zu vergleichen ist ja wohl haarsträubend.
    • DrPop 02.07.2016 13:54
      Highlight Highlight Muss man sich immer am Schlechteren messen?
    • LaPaillade #BringBackHansi 02.07.2016 13:55
      Highlight Highlight Ist jetzt auch nicht gerade ein Ort/Land an dem man sich messen sollte..
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  • cheeky Badger 02.07.2016 13:23
    Highlight Highlight Ich bin politisch links.

    Die autorin beschreibt gut, wie es sich anfühlen muss, vollverschleiert in einer europäischen stadt herumzulaufen.

    Ich bin der meinung, dass das keine frau freiwillig tut. Indoktrierte gesellschftliche zwänge sind m.M.n. auch nicht freiwillig.

    Ich denke es ist richtig, dass diese patriarchischen bräuche bei uns nicht erlaubt sind. Weil die muslimischen frauen dadurch der möglichkeit braubt werden, teil der gesellschaft zu werden
    • Der Tom 02.07.2016 14:02
      Highlight Highlight Ja genau so! Guter Kommentar...
    • who cares? 02.07.2016 14:14
      Highlight Highlight Problematisch ist, wenn die Frauen dann wegen des Verbots nicht mehr aus dem Haus dürfen und das Problem dann einfach vom Radar verschwindet, obwohl ungelöst.
    • Slant 02.07.2016 14:34
      Highlight Highlight triggered?
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  • reaper54 02.07.2016 13:20
    Highlight Highlight Seit wann ist es der Sinn einer Zeitung gegen ein demokratisch eingeführtes gesetz zu verstossen nur um zu schauen was passiert? Dann müsted ihr auch Drogen schmuggel etc. einfach hm zu schauen was mal passiert...
    Die Burka gehört nich nach Europa es ist nicht unsere Kultur. Bei uns zeigt man sich.
    • pun 02.07.2016 13:52
      Highlight Highlight Es ist auch Teil unserer Kultur, unserer Presse nicht vorzuschreiben, wie sie ihre Arbeit zu machen haben.
    • blobb 02.07.2016 13:54
      Highlight Highlight ähhh, der Sinn ist der sehr intressante Artikel der daraus entsteht.

      siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Journalismus
    • DrPop 02.07.2016 13:57
      Highlight Highlight Finde es trotzdem fraglich, dass man Vorschriften machen kann, wie man sich zu kleiden hat. Natürlich bin ich nicht dafür, dass Frauen dazu gezwungen werden, sich zu verschleiern. Ein Kleidungsstück zu verbieten ist meiner Meinung nach aber auch nicht der richtige Ansatz.
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  • Der Rückbauer 02.07.2016 13:19
    Highlight Highlight Die Frau Illi, nicht meine Traumfrau. Und die Jouris hecheln mit und schaukeln hoch. - Was sagt Alice Schwarzer dazu?
  • Candy Queen 02.07.2016 13:14
    Highlight Highlight Ok, und jetzt?
  • Der Tom 02.07.2016 13:13
    Highlight Highlight Na hoffentlich gilt das Verbot bald im ganzen Land. Alle einverstanden oder?
  • chrisdea 02.07.2016 13:11
    Highlight Highlight [...] Ich fänd's im übrigen auch nicht OK wenn Anhänger von Opus Dei sich auf der Piazza Grande geisseln möchten... und dass Zeugen Jehovas ihren Jüngern Bluttransfusionen verbieten und dies Leben gefärdet.

    Nicht alles was der Glaube fordert, kann in einer Zivilgesellschaft auch ausgelebt werden.

    "Gott" sei Dank.
    • chrisdea 02.07.2016 14:25
      Highlight Highlight Das war übrigens Teil 2 meines Kommentars... Teil 1 scheint irgendwie nicht aufgeschaltet worden zu sein?
    • Anna Rothenfluh 02.07.2016 14:31
      Highlight Highlight @chrisdea: offenbar nicht, vielleicht versuchst du es nochmal? Sorry ...
    • chrisdea 02.07.2016 14:47
      Highlight Highlight Uff, ich befürchte der gedanke hat sich inzwischen verflüchtigt... janu, shit happens. Aber danke für die schnelle Rückmeldung!
  • Locusto 02.07.2016 13:07
    Highlight Highlight Schöne Erzählung eines sehr spannenden Experiments! Respekt an die Autorin, braucht eine gesunde Portion Mut dafür!
    • Fairness_3 02.07.2016 15:12
      Highlight Highlight Welchen Mut??
  • Mia_san_mia 02.07.2016 13:06
    Highlight Highlight Das sollte überall verboten sein!
  • GBZ 02.07.2016 13:02
    Highlight Highlight Danke viel mal watson 🙄
  • John Smith (2) 02.07.2016 13:00
    Highlight Highlight Woran erkenne ich eine Journalistin? Such nach einer Burka, die Chance ist gross, dass sich darunter eine Journalistin verbirgt. Es kann als gesicherte Tatsache angenommen werden, dass es in der Schweiz mehr Zeitungsartikel über Burkas gibt als wirkliche Burkaträgerinnen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

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