Schweiz
Wallis

Crans-Montana: Gemeinden im Wallis mit Brandschutzkontrollen überfordert

Gemeinden im Wallis sind mit Brandschutzkontrollen «überfordert»

06.01.2026, 09:02

Im Kanton Wallis seien viele Gemeinden mit ihren Brandschutzkontrollen überfordert, haben ein Brandschutzexperte und die Zermatter Gemeindepräsidentin gegenüber «SRF» gesagt. Nach der Katastrophe von Crans-Montana wolle man die Bestimmungen für den Brandschutz nochmals neu anschauen.

KEYPIX - Flowers and candles are pictured in tribute to the victims after the fire at the "Le Constellation" bar and lounge, in Crans-Montana, Switzerland, Monday, January 4, 2026. 40 person ...
In Crans-Montana kamen an Neujahr 40 Menschen ums Leben.Bild: keystone

«Wenn ich da die Gemeinderessourcen anschaue, und da spreche ich sicher auch für andere Gemeinden, ist es oftmals ein Ressourcenproblem», sagte die Zermatter Gemeindepräsidentin Romy Biner in der Sendung «Heute Morgen» vom Dienstag.

Bis letztes Jahr sei nur eine Person für die Kontrollen in Zermatt zuständig gewesen, nun sei eine weitere angestellt worden. Man arbeite neu mit der Berner Gebäudeversicherung zusammen. «Vorher hatte man die Kontrollen immer durchgeführt, aber nicht in demselben Rhythmus, wie es das Gesetz verlangen würde», sagte Biner weiter.

Im Wallis sind die Gemeinden für die Kontrollen der Brandschutzvorgaben zuständig. Nach der schlimmen Tragödie seien die Behörden und die Bevölkerung neu sensibilisiert.

Der Walliser Brandschutzexperte Hugo Cina sagte SRF, sein Wunsch wäre, dass sich die Gemeinden zusammentun und regional einen Brandschutzexperten ernennen würden, der diese Aufgabe übernimmt. Denn viele für den Brandschutz verantwortliche Personen seien zu wenig ausgebildet. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
66 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
El_Chorche
06.01.2026 10:02registriert März 2021
Die Gemeinden im Wallis sind vor allem von einem funktionierenden Rechtsstaat überfordert.
10911
Melden
Zum Kommentar
avatar
Truth Hurts
06.01.2026 09:54registriert Mai 2016
Also ist es exakt so, wie man es sich vorgestellt hat: Der Kanton delegiert an die Gemeinden, und diese wollen lieber die Steuern tief halten, als effektive Regulation bieten.

Typisch Schweiz. Widerlich, grauenhaft.
807
Melden
Zum Kommentar
avatar
Karpfenteich
06.01.2026 09:53registriert September 2024
Überfordert? Aber beim Bau neuer Bergbahnen kann‘s dann nicht schnell genug gehen??? Was für eine faule Ausrede, um mehr Gewinne zu machen, bzw. Kosten zu sparen. Hauptsache es kommen immer mehr Touris und leeren den Geldsäckel!
767
Melden
Zum Kommentar
66
«Irreführende Aussagen»: So reagiert die UBS auf die Massnahmen des Bundesrates
Karin Keller-Sutter und der Bundesrat ernten viel Kritik für ihr Banken-Paket – von der UBS, aber auch von den Parteien.
Wie ein Wanderprediger zog UBS-Chef Sergio Ermotti in den vergangenen drei Jahren durchs Land. Fast keine Gelegenheit liess er aus, um seine Botschaft zu platzieren: «Was jetzt gebraucht wird, sind Augenmass und Selbstreflexion, nicht Panikmache», schrieb Ermotti in dieser Zeitung. Die Regulierungsdebatte konzentriere sich zu sehr auf Risiken und Ängste statt auf eine nüchterne, faktenbasierte Analyse. Der Banker warnte vor einem «Swiss Finish» und davor, dass die Kunden durch die höheren Eigenkapitalanforderungen belastet würden.
Zur Story