Schweiz
Liveticker

Crans-Montana VS: Walliser Behörden informieren über den Stand der Dinge

Liveticker

Wunderkerzen lösten wohl Brand aus +++ 119 Verletzte, 71 davon aus der Schweiz

Ab 15 Uhr: Medienkonferenz der Walliser Kantonspolizei und des Kantons Wallis.Video: YouTube/Keystone-SDA-ATS
Im Walliser Wintersportort Crans-Montana kam es in der Nacht auf Neujahr zu einem Brand in einer stark besuchten Bar. 40 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, 119 wurden verletzt. Viele davon schwer.
02.01.2026, 14:5602.01.2026, 16:06

Die wichtigsten Informationen

  • Während einer Silvesterfeier in Crans-Montana kam es zu einem Brand im Untergeschoss der stark besuchten Bar «Le Constellation» im Zentrum des Walliser Wintersportorts.
  • Die Ursache für den Brand ist noch unbekannt. Die Ermittlungen laufen. Es werden Zeuginnen und Zeugen befragt und Mobiltelefone analysiert.
  • 40 Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen. 115 wurden verletzt, wovon sich 80 in kritischem Zustand befinden. Es befinden sich auch Menschen aus dem Ausland unter den Opfern.
  • Die Westschweizer Spitäler sind derzeit voll ausgelastet. Die Behörden rufen deshalb dazu auf, auf risikoreiche Aktivitäten vorerst zu verzichten, um die Notfallstationen zu entlasten.
  • Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) sprach am Abend des Neujahrstag in Sion von einer der «schlimmsten Tragödien» in der Geschichte der Schweiz. Die Fahnen auf dem Bundeshaus werden fünf Tage auf Halbmast stehen.
Schicke uns deinen Input
avatar
avatar
16:10
War der Kunstoff an der Decke zulässig?
Pilloud : «Wir werden erst nach dem Ende der Ermittlungen sagen können, ob der Schaumstoff an der Decke konform war und ob es erlaubt ist, ihn an der Decke zu montieren. Ich bitte Sie: Bitte spekulieren Sie nicht. Wir werden ihnen so schnell wie möglich alle nötigen Informationen zur Verfügung stellen.»
16:05
Darum variieren die Zahlen der Verletzten noch
Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud erklärt, dass die Zahl der Verletzten derzeit noch variiert. Auch weil Menschen teils selbst in die Notaufnahme gegangen sind. «Die Zahlen, die wir heute hier präsentiert haben, sind diejenigen der Verletzten, die formal identifiziert werden konnten. Die Zahlen werden sich in den kommenden Stunden und Tagen noch entwickeln.» Abschliessend möchte ich mich für die Solidarität und die Unterstützung aller bedanken.

Jetzt beginnt die Fragerunde mit den Journalistinnen und Journalisten.
15:59
«Wir waren gut aufgestellt»
Eric Bonvin, Direktor der Spitäler Wallis, die zunächst den Grossteil der Verletzten aufgenommen haben, ist nun an der Reihe: «Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilen die tiefe Trauer, die bei den Angehörigen der Verletzten, aber auch bei den Verletzten selbst herrscht. Unser Spital ist stark betroffen, aber wir konnten die Versorgung stets aufrechterhalten. Das Spital in Sion ist spezialisiert auf Schwerverletzte, es war also genau der richtige Ort, um die zahlreichen Verletzten für die Erstversorgung hinzubringen. Das Drama hat zu einem Zeitpunkt mit vielen Besuchern im Wallis stattgefunden. Trotz der zahlreichen Touristen waren wir in der Neujahrsnacht gut aufgestellt.

Bonvin appeliert zudem an die Medien: «Wir sind aber in einer heiklen Situation: Die Familien haben Kontakt mit den Verletzten, doch im Spital muss es Ruhe geben, alles ist vertraulich. Ich bitte die Medien, die Privatsphäre der Patientinnen und Patienen zu respektieren. Denn einige haben versucht, in unser Spital einzudringen. Das geht natürlich nicht, wir müssen die Privatsphäre der Patientinnen einhalten.»
15:52
«Mehr Opfer als verfügbare Mittel»
Freddy-Michel Roten, Direktor der Walliser Rettungsorganisationen, bedankt sich bei allen Rettungskräften, die in der Neujahrsnacht im Einsatz gestanden haben und erläutert, wie der Einsatz abgelaufen sei. «Wir mussten auf das Dispositiv für gesundheitliche Grossereignisse zurückgreifen, da es mehr Opfer gab als verfügbare Mittel. Zunächst ging es darum, sich einen Überblick über den Unfallort zu verschaffen, dann gab es eine Triage, in der die Verletzten nach dem Schweregrad ihrer Verletzungen eingeteilt werden. Dann eine Triage, wohin die Verletzten verlegt werden sollen.» Viele Verletzte mussten intubiert und ins künstliche Koma versetzt werden, weshalb dies nicht ganz einfach gewesen sein. 13 Helikopter seien im Einsatz gewesen, nicht nur von der Rega und vom Kanton Wallis, sondern auch aus Frankreich und Italien. 150 Personen hätten sich an der Rettung beteiligt: «Nicht nur Ärzte und Sanitäter, sondern auch Psychologen und First-Responder.»

«Die Behandlung der Verbrennungen ist sehr komplex», sagt er zu den Verletzten. Für die Verlegungen brauche es enge Abstimmungen im Inland und mit dem europäischen Ausland. Bis Sonntag sind 50 Verlegungen vorgesehen, ein Teil geht in Nachbarländer, auch andere Länder hätten Kapazitäten angeboten.
15:45
«Betroffene Familien erhalten professionelle Betreuung»
Nun ergreift der Walliser Staatsrat Stéphane Ganzer das Wort: «Höchste Priorität für uns ist es, die betroffenen Familien zu begleiten. Wenn wir den Familien die Identifizierung ihrer Angehörigen mitteilen, sind sie in Betreuung von psychologischen Experten. Wir überbringen ihnen nicht nur die schwierigen Nachrichten, sondern sie werden von uns auch professionell unterstützt. Wir haben 40 Inspektoren und 30 Spezialisten, die sich um die Identifizierung der Opfer kümmern. Wir setzen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ein.»
15:41
Komplexes Prozedere zur Identifizierung der Toten
Pierre-Antoine Lengen, Chefinspektor der Walliser Kriminalpolizei, erklärt, wie genau die Identifizierung der Opfer abläuft und wie die Übergabe der Verstorbenen an die Familien läuft. Es gebe verschiedene Identifizierungsmerkmale, die eine Person auf sich getragen habe. Diese werden mit den Identifizierungsmerkmalen nach dem Tode verglichen und ein Dossier erstellt. Es werde also versucht, die Opfer anhand verschiedener Merkmale zu identifizieren. Am Ende müsse die Staatsanwaltschaft den Körper freigeben und die Rechtsmedizin muss den Tod einer Person offiziell feststellen. Das Prozedere habe oberste Priorität und sei sehr komplex. Man dürfe sich hier keine Fehler erlauben, er verstehe aber, dass es für viele nicht schnell genug gehe.
15:36
«Wir ermitteln in alle möglichen Richtungen»
Jetzt spricht Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud: «Wir verfolgen bei der Brandursache alle möglichen Richtungen. Wir gehen im Moment davon aus, dass das Feuer von Wunderkerzen auf Champagnerflaschen verursacht wurde. Die Decke wurde in Brand gesteckt und von dort breitete sich das Feuer schnell aus. Es gibt mehrere Videos, wir haben mehrere Personen dazu vernommen. Bei den Zeugenaussagen handelt es um diejenigen der beiden Barbetreiber sowie von Augenzeugen. Unsere Untersuchung wird sich auch mit den Umbauten in der Bar sowie den Materialien, die verwendet wurden, beschäftigen. Auch die Notausgänge, die maximal zulässige Personenanzahl und das verwendete Baumaterial werden untersucht. Anschliessend wird das forensische Institut der Universität Zürich die Ermittlungen aufnehmen.» Es werde zudem geprüft, ob eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird.
15:35
71 Schweizer unter den Verletzten
Unter den 113 Verletzten, die bis anhin identifiziert werden konnten, seien 71 Schweizer.
Zudem seien unter den hospitalisierten Verletzten 14 Franzosen, 11 Italiener, vier Serben und jeweils ein Belgier, ein Bosnier, ein Luxemburger, ein Pole und ein Portugiese.

14 Personen seien noch nicht identifiziert und entsprechend, weiss man auch noch nicht, von wo sie kommen.

Dies sagt der Polizei-Kommandant Frédéric Gisler. Weiter betont er, dass sich diese Zahlen in den nächsten Stunden und während der weiteren Identifikations-Prozesse noch ändern können. (nib)
15:31
113 von 119 Verletzten sind identifiziert
Polizei-Kommandant Frédéric Gisler übernimmt das Wort: «Natürlich ist das Wichtigste, dass die Angehörigen Wissen, ob ihre Liebesten noch am Leben sind.» Zu den Verletzten: «Es sind 119, 113 davon konnten identifiziert werden. Bei sechs Verletzten laufen die Abklärungen noch.» 71 Verletzte seien Schweizer Staatsbürger. Zu den Toten: «Es sind wie schon erwähnt 40 Todesopfer. Hier läuft die Identifizierung noch. Die formelle Identifizierung ist international standardisiert und das dauert seine Zeit.» Die Walliser Kantonspolizei möchte betonen, dass sie die Angehörigen so gut wie möglich unterstützen möchte. Jede Familie erhalte eine persönliche Unterstützungsperson, bis ihre Angehörigen identifiziert worden sind.
15:26
«Viele kämpfen noch um ihr Leben»
Reynard weiter: «Wir sehen, dass heute die Solidarität an oberster Stelle steht. Wir sind sprachlos. Mehr als 40 Todesopfer haben wir zu beklagen und noch kämpfen viele Personen um ihr Leben. Viele sind in kritschem Zustand. Ich danke allen Teams, die geholfen haben. Sie haben Grossartiges geleistet.» Reynard erklärt, dass nicht nur die Fahnen in Bern, sondern auch die Schweizerfahnen aller Botschaften der Eidgenossenschaft weltweit auf Halbmast gesetzt werden.
15:24
«Wir leisten das Maximum»
Der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard wendet sich zunächst an die Angehörigen der Brandopfer. Er entschuldigt sich für die kaum auszuhaltende Zeit des Wartens und der Unklarheit. «Unsere Teams leisten seit dem Beginn das Maximum», betont der Regierungsrat. Reynard bedankt sich bei den Spitälern für die Aufnahme der zahlreichen Brandopfer. Besonders bedankt er sich auch bei den Spitälern im Ausland. Die Solidarität mit dem Wallis funktioniere.
15:20
Das Prozedere
Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud eröffnet die Medienkonferenz und erklärt das Prozedere. Sie führt aus, wer der Reihe nach über welche Angelegenheiten sprechen wird.
15:16
Die Medienkonferenz beginnt
Die Vertreterinnen und Vertreter der Walliser Behörden haben den Saal im Lycée-Collège des Creusets in Sion betreten und nehmen auf ihren Stühlen Platz. Es geht los!
15:13
Wer heute informieren wird
• Eric Bonvin, Direktor der Spitäler Wallis
• Mathias Reynard, Walliser Staatsratspräsident
• Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis
• Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei
• Pierre-Antoine Lengen, Chefinspektor der Walliser Kriminalpolizei
• Stéphane Ganzer, Walliser Staatsrat und Sicherheitsvorsteher
• Freddy-Michel Roten, Direktor der Walliser Rettungsorganisationen
15:00
Medienkonferenz beginnt mit leichter Verspätung
Im Saal ist alles bereit. Die Plätze vor der Leinwand sind aber noch nicht besetzt. In einigen Minuten wird es aber wohl losgehen.
14:45
Medienkonferenz um 15 Uhr
Die Kantonspolizei Wallis und der Kanton Wallis haben für 15 Uhr zu einer dritten Medienkonferenz zum Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Neujahrsnacht geladen. Informiert wird über den aktuellen Stand und die Weiterverfolgung der Ermittlungen. Wir berichten hier live in Ticker und Stream. Zudem wird die Medienkonferenz auf SRF 1 live übertragen.
14:33
Schwerverletzte von Crans-Montana in Stuttgart und Tübingen
Drei der zahlreichen Brandopfer aus dem Schweizer Skiort Crans-Montana werden im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg behandelt. Ein Opfer kam in eine Stuttgarter Fachklinik, zwei Menschen wurden in Tübingen untergebracht.

«Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird», sagte eine Kliniksprecherin. Weitere Auskünfte wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.

Auch die BG Klinik Tübingen ist an der Versorgung der Verletzten beteiligt. «Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwerverletzte Personen wurden zur Behandlung in unserer Klinik aufgenommen», sagte eine Sprecherin.

Die BG Klinik Tübingen sei auf die Versorgung einer grossen Anzahl von schwerverletzten Personen, die zeitgleich die Klinik erreichen, vorbereitet und halte für diesen Fall jederzeit umfassende Ressourcen bereit. (sda/dpa)
avatar
14:13 Uhr: Unispital zeigt Anteilnahme
von Kilian Marti
Vor dem Universitätsspital in Zürich liegen als Zeichen der Anteilnahme mit Crans Montana Rosen und ein Schild mit der Aufschrift: «Wir denken an euch».
14:12
Onkel von Golftalent dementiert Todes-Meldung
Der italienische Verband hatte gemeldet, dass ein 16-jähriges Golftalent unter den Todesopfern ist. Das postete er auf X. Der Onkel des Jugendlichen widerspricht: Der 16-Jährige gelte immer noch als vermisst und man warte auf eine DNA-Untersuchung, sagt er gegenüber der italienischen Zeitung «La Repubblica».
14:09
Italiens Aussenminister lobt Zusammenarbeit mit der Schweiz
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani ist am Freitag ins Wallis gereist. Bei seiner Ankunft lobte er gemäss italienischen Agenturen die Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden nach der Katastrophe von Crans-Montana.

Er habe seit der Brandkatastrophe mehrmals mit Bundesrat Ignazio Cassis telefoniert. Beim Unglück in Crans-Montana dürften auch viele italienienische Staatsangehörige sein. Offizielle Zahlen lagen am Freitagmittag noch nicht vor.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete von vier teils jugendlichen Verletzten, die am Freitag in ein Krankenhaus in Mailand verlegt werden sollen. (sda)
14:04
Der Papst betet für die Opfer
Papst Leo XIV. betete am Freitag für die Opfer des tödlichen Brandes in einer Bar in Crans-Montana VS, wie vom Staatssekretär des Vatikans mitgeteilt wurde. Der Heilige Vater brachte den Familien der Opfer «sein Mitgefühl und seine Anteilnahme» zum Ausdruck. (sda)
14:03
Alle 22 Schwerverletzten im Spital Lausanne identifiziert
Alle 22 Schwerverletzten, die im Universitätsspital Lausanne, konnten identifiziert werden.
Dies sagt die Direktorin des CHUV, Claire Charmet, gegenüber des RTS.

Die Lage im Universitätsspital Lausanne sei unter Kontrolle und das Personal sei für die Patienten und deren Angehörige da.
Dennoch sei die Prognose für die Verletzten ungewiss, da sie alle schwer verbrannt sind.

Claire Charmet kündigt an, dass das Unispital Lausanne bis zum Ende des Wochenendes eine Bilanz ziehen wird. (nib)
13:39
Israel schickt Spezialisten nach Brandkatastrophe in die Schweiz
Ein Spezialisten-Team aus Israel soll die Schweizer Behörden bei der Identifizierung der Brandopfer von Crans-Montana unterstützen. Israel bot der Schweiz der der Bewältigung konkrete Hilfe an.

Das Team, welches zum israelischen roten Kreuz gehört, sei bereits am Donnerstag in Crans-Montana eingetroffen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos am Freitag. Die Einsatzkräfte seien auf die Identifizierung verkohlter Leichen spezialisiert.

Israels Präsident Isaac Herzog hob die Erfahrung des Landes auf dem Gebiet «der Lokalisierung und Identifizierung von Brandopfern sowie der Behandlung von Verbrennungsopfern bei Brandunfällen» hervor. (sda)
13:28
Foto zeigt Wunderkerzen auf Champagnerflaschen in der Bar
Ein Foto aus der Nacht vom 31.12.25 auf den 01.01.26 zeigt die Wunderkerzen, die mutmasslich das Feuer ausgelöst haben.
Das Bild, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt eine Frau, die auf den Schultern eines Mannes sitzt, und Flaschen und die daran angebrachten Wunderkerzen trägt.
Der Mann hat eine Maske an, die Frau eine Art Motorradhelm, weshalb man nicht erkennt, wer sie sind.
Ob sie zum Personal der Bar gehören oder Gäste sind, ist nicht bekannt.

Das Foto zeigt mutmasslich die Party wenige Momente vor der Katastrophe, bei der die Decke der Bar Feuer gefangen hat. (nib)

12:54
Europarat setzt Schweizer Flagge auf Halbmast
Der Europarat in Strassburg hat als Geste der Solidarität und Trauer nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS mit rund 40 Toten die Schweizer Flagge auf Halbmast gesetzt. Der Europarat schliesse sich der Schweiz im Gedenken an die Verstorbenen an und spreche allen Betroffenen sein tief empfundenes Beileid aus, teilte die internationale Organisation am Freitag mit.

«Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und der gesamten Schweizer Gemeinschaft in dieser schwierigen Zeit», hiess es in der Mitteilung der Organisation. «Der Europarat zollt auch den unermüdlichen Einsatzkräften und allen, die vor Ort den Opfern helfen und ihre Familien unterstützen, Anerkennung.» (sda)
12:39
Kanton Zürich zeigt Solidarität mit Opfern
Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat in einer Medienmitteilung seine Solidarität mit den Opfern und Angehörigen des Brandes in Crans-Montana ausgedrückt.
Der Regierungsrat sei in Gedanken bei den Angehörigen und dankt allen involvierten Einsatzkräften für ihren Einsatz.

Derzeit befänden sich laut der Mitteilung 13 Schwerverletzte im Unispital Zürich, sowie vier schwer verletzte Kinder im Kinderspital Zürich in Behandlung.

Das Forensische Institut Zürich entsende im Auftrag der Walliser Staatsanwaltschaft Spezialisten nach Crans-Montana. Diese sollen die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache unterstützen. (nib)
12:30
Rechtsanwalt fordert Hilfe des Bundes für Crans-Montana-Opfer
Der Berner Rechtsanwalt Rolf Steinegger fordert vom Bund die Einrichtung eines Hilfepools für die Opfer und ihre Angehörigen von Crans-Montana. Sie sollen rasch und unbürokratisch finanzielle Hilfe erhalten.

Ausserdem sei eine Task Force des Bundes angesagt, schrieb Steinegger am Freitag in einem Communiqué. Dieser sollen Spezialisten angehören, die in der Abwicklung von Massenschäden Erfahrung hätten.

Die Arbeiten des Bundes sollen sich an den festgelegten Regeln von 1998 orientieren. Damals verabschiedete die Eidgenossenschaft die sogenannte Luxor-Vereinbarung mit dem Ziel, jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, die das Leid vieler Opfer verstärken könnte. Es ging darum, rasche Hilfe und Entschädigung der Opfer sicherzustellen. (sda)
avatar
12:16 Uhr: Touristin: «Wir gehen heute trotzdem noch auf die Piste»
von Hanna Hubacher
Im Dorf Crans-Montana sind neben den Medienschaffenden jetzt vor allem noch Touristinnen und Touristen unterwegs, Menschen mit Skiausrüstung gehen durch den Ort. Zwei Touristinnen aus Italien in Skianzügen sagen zu watson, dass sie trotz der Katastrophe beschlossen hätten, zu bleiben. «Wir waren an Silvester im Chalet und haben erst am Tag darauf erfahren, was passiert ist.» Und weiter: «Die Stimmung ist sehr bedrückt, viele Menschen bleiben zuhause, uns ist definitiv nicht mehr nach Feiern zumute.» Sie würden nun aber trotzdem noch auf die Piste gehen.
12:01
SP sagt Jahresauftakt-Apéro ab
Die SP Schweiz hätte am Montag, 5. Januar 2026, ihren Jahresauftakt-Apéro durchgeführt. Dieser sei nun «in Anbetracht des tragischen Unglücks, das sich in Crans-Montana abgespielt hat», abgesagt. Die Partei spricht den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und dankt gleichzeitig Einsatzkräften und Gesundheitspersonal für die pausenlose Arbeit. Ein Ersatzdatum für den Apéro steht noch nicht fest.
11:22
14 Verletzte aus Crans-Montana werden nach Polen verlegt
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana werden 14 Verletzte nach Polen verlegt. Auf Ersuchen der Schweiz sei Polen bereit, die Menschen in polnischen Spitälern zu behandeln, gab Regierungschef Donald Tusk am Freitag im Kurznachrichtendienst X bekannt.

Den Familien und Freunden der Opfer sprach er sein Beileid aus. Zugleich sicherte er die Solidarität Polens zu.

Weitere drei Verletzte wurden nach Frankreich verlegt, in Spitäler in Lyon und Paris. Darunter sind laut französischen Angaben zwei Franzosen und ein Schweizer.

«Das Gesundheitsministerium hat 19 Betten bereitgestellt, 15 für Erwachsene und 4 für Kinder, um auf Anfrage der Schweizer Behörden Verletzte aufnehmen zu können», sagte ein Sprecher gegenüber France Info TV. (sda/ansa)
11:16
Fussball-Klub bangt um Junioren
Ein Fussball-Klub ist von der Tragödie direkt betroffen. In Lutry herrscht Trauer und Ungewissheit, wie «Blick» berichtet. Mehrere junge Spieler galten am frühen Freitagmorgen weiterhin als vermisst. Die Nachwuchs-Equipe unternahm einen Team-Ausflug in den Walliser Nobelort.
Nach Informationen der Zeitung befanden sich mehrere Mitglieder der Junioren-B-Mannschaft im Alter von 16 bis 18 Jahren im Innern der Bar. «Unser Klub und unser Dorf sind von diesem Drama schwer betroffen», sagte ein Vertreter des Sportvereins. (sda)
10:49
Waadtländer Regierung setzt Flaggen auf Halbmast
Die Waadtländer Regierung setzt nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ihre Flaggen als Zeichen der Solidarität während fünf Tagen auf Halbmast. Damit folgt die Kantonsregierung dem Bund, dessen Flaggen bereits auf Halbmast gehisst sind.

Die Aktion folge als «Zeichen der Trauer und Solidarität», schrieb die Waadtländer Regierung am Freitag in einer Mitteilung. Sie forderte auch die Gemeinden im Kanton dazu auf, es ihr gleich zu tun.

Bis und mit 6. Januar stehen die Flaggen nun auf Halbmast. Ebenso diejenigen am Bundeshaus. Bundespräsident Guy Parmelin kündigte die Aktion bereits am Donnerstag an. Das Drama von Crans-Montana dürfe die Schweizer Werte nicht erschüttern. Die Schweiz sei traurig, aber in den Herzen vereint, im Schmerz und in der Unterstützung, sagte er. (sda)
avatar
10:05 Uhr: Viele Medienschaffende vor Ort
von Hanna Hubacher
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana ist das Medieninteresse gross. Internationale Journalistinnen und Journalisten machen Einschaltungen vor dem Lokal «Le Constellation», überall im Dorf finden Interviews statt, man hört Italienisch, Englisch, Niederländisch.
9:47
Französische Politikerin Marine Le Pen drückt Beleid aus
Die französische abgeordnete Politikerin Marine Le Pen hat über die Social-Media-Plattform X ihr Beileid für alle Familien empfundenes Beileid mit den Familien der Opfer des Brandes.
Sie schreibt: «Ich spreche dem Schweizer Volk in dieser tragischen Situation mein aufrichtiges Mitgefühl aus.» (nib)

9:39
Italienisches Golftalent ist erstes identifiziertes Opfer
Unter den Opfern des Infernos in der «Le Constellation» Bar in Crans-Montana ist laut Angaben der italienischen Behörden ein 16-Jähriger.

Emanuele Galeppini war ein italienisches Golftalent. Der Golfverband bestätigte seinen Tod in den sozialen Medien.
In einer entsprechenden Medienmitteilung drücken sie ihre Trauer aus und schreiben, dass sie in Gedanken bei der Familie des 16-Jährigen seien.
Weiter schreibt der Verband: «Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.» (nib)

9:15
Fussball-Nachwuchstalent unter den Brandopfern
Laut einem Communiqué des FC Metz, einem Fussballverein aus der Stadt Metz im Nordosten Frankreichs, sei einer der Spieler unter den Brandopfern.
Der 19-jährige Nachwuchsspieler habe in dem Club in Crans-Montana ins Neue Jahr gefeiert.

Der Spieler sei schwer verletzt in ein Spital in Frankfurt gebracht worden.
Laut dem FC Metz sei es zu früh für eine Diagnose, der junge Mann habe jedoch keine lebenserhaltenden Massnahmen benötigt. Mittlerweile sei er auf eine Verbrennungsstation verlegt worden. (nib)

9:04
Situation in den Spitälern weiterhin angespannt
Die Identifizierung der Opfer von Crans-Montana dürfte noch einige Zeit beanspruchen, erklärte der walliser Regierungspräsident am Freitagmorgen. Mathias Reynard betonte, dass die Situation in den Spitälern weiterhin sehr angespannt sei.
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana befinden sich 80 bis 100 Verletzte weiterhin in kritischem Zustand.

«Einige Personen, die eigentlich frei gehabt hätten, sind zur Arbeit gekommen, um ihre Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen», sagte er. Zudem laufen Gespräche über den Transfer von Fachkompetenzen im medizinischen Bereich. Dabei geht es insbesondere um französische Spezialisten für Schwerbrandverletzte, die ins Wallis kommen könnten.

Zu den Ursachen des Dramas wollte Reynard keine weiteren Angaben machen. Er erklärte jedoch, dass die ersten Hinweise - insbesondere auf eine rasche, allgemeine Brandausbreitung - bestätigt seien. Eine neue Opferbilanz wurde nicht bekannt gegeben. (sda)
7:53
Genaue Opferzahl weiterhin unbekannt
Die Identifizierung der rund 40 Todesopfer dauere noch immer an, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Diese gestaltet sich aus diversen Gründen schwierig, mehr zu diesen findest du hier.

Die Arbeit ziehe sich möglicherweise über Tage hin, sagte der Sprecher zu Keystone-SDA. Es sei eine sehr schwere Arbeit, angesichts der vielen Todesopfer, betonte er. Im Fokus stünden dabei die Familien. «Wir wollen so schnell wie möglich vorwärts machen», so der Sprecher weiter. «Damit die Zeit des Wartens für die Familien so schnell wie möglich vorbei ist.»

In der Zwischenzeit stünden die Behörden in engem Kontakt mit ihnen. Des Weiteres werden sie psychologisch betreut. Die genaue Anzahl der Opfer konnte auch am Freitagmorgen noch nicht abschliessend genannt werden. (sda/con)
7:02
Instagram-Account zur Suche nach den Opfern erstellt
Die Identifikation der Opfer gestaltet sich aus verschiedenen Gründen schwierig. Mehr dazu liest du hier. Aus diesem Grund wurde auf Instagram ein temporärer Account eingerichtet, der die Suche nach Betroffenen via Social Media erleichtern soll. Angehörige können dort Hinweise zu den Vermissten abgeben. Der Account wird laut Angaben der Betreiber geschlossen, sobald alle Vermissten identifiziert wurden.

Hier geht es zum Account.

(con)
5:43
Neue Bilder zeigen Ausbruch von Feuer und brennende Decke
Ein neues Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt den Keller der Bar in Crans-Montana unmittelbar nach Ausbruch des Brandes. Es ist zu sehen, wie sich das Feuer an der Decke ausbreitet.

Eine weitere Aufnahme zeigt, wie eine Person Flaschen mit Wunderkerzen auf den Schultern einer anderen in die Höhe hält. Dabei entzündete sich mutmasslich ein Teil der Decke.



Unbestätigten Medienberichten zufolge handelt es sich beim Material, das Feuer fing, um Schallisolierungen. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Brandes laufen, die Behörden verfolgen laut der Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud «mehrere Hypothesen».

Weitere Videos auf Social Media zeigen, wie Gäste nach dem Ausbruch des Vollbrands aus dem Lokal zu entkommen versuchen. Aus Pietätsgründen zeigen wir diese Ausschnitte auf watson nicht.
(con)
22:18
Frankreich nimmt wie Italien verletzte Staatsangehörige auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat auf der Plattform X angekündigt, dass Frankreich Verletzte des Brandunglücks in der Schweiz in seinen Spitälern aufnimmt. Macron drückte die Solidarität Frankreichs mit der Schweiz aus und dankte den mobilisierten Einsatzkräften. Das französische Gesundheitsministerium organisiert laut eigenen Angaben die Verlegung von Verletzten, insbesondere von Personen mit schweren Verbrennungen. Die genaue Anzahl der in Frankreich aufgenommenen Patienten und die Spitäler wurden aus Gründen des Arztgeheimnisses nicht bekannt gegeben. Unter den Verletzten befinden sich laut dem französischen Aussenministerium mindestens sechs französische Staatsbürger. (lyn)
21:59
Italien und Frankreich machen Angaben zu betroffenen Staatsangehörigen
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani kündigte laut mehreren italienischen Medien und Nachrichtenagenturen an, am Freitag Crans-Montana besuchen zu wollen. Der TV-Station «Rete 4» sagte er, zwischen zwölf und fünfzehn italienische Staatsangehörige seien hospitalisiert worden und etwa gleich viele Personen gälten noch als vermisst.

Das französische Aussenministerium gab bekannt, mindestens sechs Staatsangehörige seien verletzt worden und acht Französinnen oder Franzosen seien «noch nicht lokalisiert». (sda)
avatar
«Es ist unbeschreiblich»
von Hanna Hubacher
Der Platz, auf dem sich am Donnerstagabend viele Menschen versammelt haben, hat sich um 21 Uhr fast geleert.

Noch immer stehen Menschen in kleinen Gruppen zusammen, einige schweigen, andere sprechen leise miteinander über das Geschehene. Viele weinen. Immer wieder kommen Gruppen von jungen Menschen auf den Platz, um Blumen abzulegen. Ein junger Mann, der in der Nacht vor Ort war, sagt zu watson: «Es ist unbeschreiblich.»
21:08
EU aktiviert Katastrophenschutzmechanismus für die Schweiz
Die Europäische Kommission teilte am Donnerstagabend mit, sie stehe in Kontakt mit den Schweizer Behörden, um medizinische Hilfe zu leisten. «Ich bin zutiefst betrübt über den Brand, der in Crans-Montana ausgebrochen ist. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen», schrieb die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen.

Sie erklärte zudem, dass ihre Dienste mit der Schweiz in Kontakt stünden, nachdem diese den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert habe. Dieses System ermöglicht es Ländern weltweit, Unterstützung aus Brüssel anzufordern, wenn ihre eigenen Reaktionskapazitäten durch eine Notlage überfordert sind. Dies geht aus Berichten der RTS hervor. (lyn)
avatar
21:02 Uhr: Spontane Andacht am Unglücksort
von Hanna Hubacher
Auf der Strasse vor der Bar «Le Constellation», wo sich das Unglück ereignet hat, versammeln sich am Donnerstagabend viele Menschen, um der Opfer zu gedenken. Es ist still, Menschen umarmen sich, zünden Kerzen an und legen Blumen ab. Es sind viele junge Menschen vor Ort.
20:13
SRF verzichtet in Tagesschau auf Silversterrückblick
Normalerweise teilt die Tagesschau am 1. Januar Szenen von Silvesterfeierlichkeiten aus der ganzen Welt, heute, am Tag der Brandkatastrophe in Crans-Montana, verzichtet sie «aus Pietätsgründen» darauf. (lyn)
20:09
Familien suchen in Spitälern der Schweiz nach Angehörigen
Das SRF war vor Ort im Universitätsspital Zürich, wo derzeit 15 der sehr, schwerverletzten Brandopfern behandelt werden, und berichtete in der Tagesschau von Angehörigen, vorwiegend Eltern, die laufend nach Zürich kommen, auf Suche nach ihren Kindern, nachdem sie diese in anderen Spitälern nicht vorgefunden haben. Viele Familien würden noch immer nicht wissen, ob ihre Angehörigen verletzt oder verstorben seien, hiess es. Die Identifikation der Opfer sei laut SRF sehr schwierig, da Merkmale wie Tattoos in vielen Fällen nicht mehr zu erkennen seien. Der Pressesprecher der Universitätsspitals Zürich, Marcel Schlatter, sprach von «dramatischen Stunden». (lyn)
20:06
Generalstaatsanwältin Pilloud: Identifikation der Opfer hat oberste Priorität
Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud zum Stand der Ermittlungen.
20:03
Helikopter bringen Patienten in Mailänder Spital
Laut der italienische Nachrichtenagentur Ansa ist ein Helikopter kurz vor 19 Uhr mit einem italienischen Brandopfer im Mailänder Niguarda-Spital gelandet. Der Zustand der Person sei ernst, sie sei aber transportfähig gewesen.

In Kürze würden zwei weitere italienische Verletzte im Spital mit Verbrennungszentrum erwartet. Die drei Personen seien intubiert und hätten Verbrennungen, die 30 bis 40 Prozent des Körpers betreffen würden. Die Verletzten seien jung. (lyn)
19:36
Walliser Regierungspräsident: «Grosse Solidarität»
Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard gibt an der Medienkonferenz Auskunft über den Zustand der Opfer und erzählt von grosser Solidarität, die über die Gemeinde-, Kantons- und sogar Landesgrenze reiche.
18:50
Gedenkmesse in der katholischen Kirche von Montana
Rund 400 Gläubige nehmen an der Neujahrsmesse in der katholischen Kirche von Montana teil, um den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana zu gedenken.

Die Zeremonie in der Kirche dieser Ortschaft leitete der Bischof von Sitten VS, Jean-Marie Lovey, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Bereits am Nachmittag hatte die Diözese Sitten in einer Mitteilung erklärt, sie habe «mit Erschütterung» vom Drama in Crans-Montana Kenntnis genommen und «ihre Sorge, Nähe und ihr Mitgefühl für alle Opfer, ihre Angehörigen und Familien» zum Ausdruck gebracht.

Sie bekundete auch «ihre Unterstützung und Dankbarkeit gegenüber allen Personen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Opfer eingesetzt haben, vor Ort oder in den verschiedenen Spitälern - als Pflegepersonal oder als Polizei-, Zivil- und Justizbehörden». (sda/cmu)
18:07
Viele Junge unter den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana
Unter den Opfern der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana VS sind viele junge Menschen. Das sagte der Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Stéphane Ganzer, am Donnerstagabend vor den Medien.

Man könne sich vorstellen, dass in einer Silvesternacht in einem Skigebiet die Feiernden jung seien, sagte Ganzer. Ob es auch minderjährige Opfer gab, konnte Ganzer hingegen nicht sagen. (sda)

Am Ort des Unfalls werden erste Blumen abgelegt.
18:06
Polizeikommandant spricht von extrem schneller Versorgung der Verletzten
Auf die Frage eines Journalisten sagt der Polizeikommandant, dass um 5 Uhr (also dreieinhalb Stunden nachdem die Einsatzkräfte alarmiert wurden um 1:30 Uhr) alle Verletzten bereits in Behandlung waren. Er spricht von einer extrem schnellen Versorgung vonseiten der Einsatzkräften, die die Verletzten in ambulanzen und Helikoptern in die Spitälern gebracht hätten. Insgesamt waren 140 Einsatzkräfte, 13 Helikopter und 42 Ambulanzen im Einsatz. (lyn)
18:02
Identifizierung der Opfer braucht Zeit
Laut dem Walliser Regierungspräsidenten Mathias Reynard wird die Identifizierung der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS «einige Zeit» in Anspruch nehmen. Für die betroffenen Familien sei dies eine «schreckliche» Zeit, räumte er an an einer Medienkonferenz am Donnerstagabend in Sitten ein.

Er habe sich vorhin zusammen mit seinem Regierungskollegen Stéphane Ganzer (FDP) und der Staatsanwältin Béatrice Pilloud mit Familien von Opfern getroffen. «Viele warten noch auf Informationen, befinden sich in einem Zustand der Unsicherheit, der menschlich nicht auszuhalten ist», sagt der Staatsrat weiter.

Er bekräftige sein volles Vertrauen in die Arbeit der Rettungskräfte vor Ort, der Polizei und der Untersuchungsbehörden, so Reynard.

Im Namen der Walliser Regierung sprach Reynard den Familien der Dutzenden Todesopfer sein Mitgefühl und seine Solidarität aus. Den hunderten Verletzten und deren Angehörigen sprach der Staatsratspräsident seine Besserungswünsche aus. (sda)
17:58
Versetzung von internationalen Opfern in ihre Herkundsländern wird geprüft
Auf die Bitte eines SRF-Journalisten auch ein paar Worte auf Deutsch an die Bevölkerung zu richten, sagt Bundespräsident Guy Parmelin, dass er nach Sion gekommen sei, um die Solidarität des Bundesrates zu zeigen. Er stehe seit heute morgen im Kontakt mit den Walliser Behörden. Priorität heute morgen sei gewesen die Spezialisten vor Ort ihre Arbeit machen zu lassen. Er stehe auch im Kontakt mit dem Aussendepartement EDA, das derzeit daran arbeite, Kontakt mit Opferfamilien im Ausland aufzubauen sowie zu prüfe, ob, zum Beispiel, italienische Opfer mit Verbrennungen vom Universitätsspital Zürich nach Italien versetzt werden könnten, damit könnten die Schweizer Spitäler entlastet und die Opfer näher bei ihren Angehörigen sein. (lyn)


Guy Parmelin richtet seine Worte an die Schweizer Bevölkerung.
17:50
Generalstaatsanwältin will Brandschutzvorgaben untersuchen
Auf eine Frage aus dem Publikum antwortet die Generalstaatsanwältin, dass in der Untersuchung selbstverständlich auch abgeklärt werde, ob in der Bar die Branschutzvorgaben eingehalten worden seien oder nicht. Der Journalist hat in seiner Frage sich unter anderem nach der einzigen Treppe, die vom Erdgeschoss ins Untergeschoss der Bar führte und somit der einzige Notausgang darstellte, erkundigt. (lyn)
17:46
Walliser Gesundheitsminister spricht von 80 Verletzten in kritischem Zustand
Mathias Reynard, Walliser SP-Staatsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements, spricht 80 Verletzten, die sich in kritischem Zustand befinden. 35 der 115 Verletzten hätte sich selbst in Spitalpflege begeben. Mehrere Länder wollen nach dem Brand in einer Bar in Crans-Montana mit über 100 Verletzten Patientinnen und Patienten übernehmen.

60 Verletzte befänden sich im Spital von Sitten. Alle Spitäler, in denen sich Verletzte befänden, stehen unter extremer Spannung, sagt er. Reynard wiederholt die Warnung vom der Pressekonferenz am morgen, dass wer sich als hilfreich erweisen wolle, solle vosichtig sich verhalten, keine Risiken eingehen solle, die einen ebenfalls ins Spital bringen könnten. (lyn)



Mathias Reynard
17:41
Generalstaatsanwältin spricht von mehreren Hypothesen bezüglich des Unfallhergangs
Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, erklärt, dass in der Untersuchung des Unfallhergangs «mehrere Hypothesen» gebe, doch dass deren Klärung Zeit brauchen werde. Auch wenn man natürlich «so schnell und so umfassend wie möglich» Antworten auf die zahlreichen Fragen geben wolle, die sich die betroffenen Familien stellten, versicherte Pilloud. Im Zentrum stehe, dass der ganze Raum Feuer gefangen habe und es dann zu einer Explosion gekommen sei. Mehrere Zeugen seien vernommen worden; zudem seien Mobiltelefone sichergestellt worden, die nun analysiert würden. Heute liege der Fokus aber auf der Versorgung der Opfer und auf dem Kontakt mit deren Familien. (lyn)

Beatrice Pilloud während der Medienkonferenz.
17:35
Polizeikommandant präzisiert Opferzahlen
Auch der Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, spricht von einem präzendenzlosem Drama und spricht den Opfern und ihren Familien sein Beileid aus. Er spricht von bisher 40 Todesopfern (damit bestätigt er die Zahl, die seit dem Morgen in den Medien kursiert, aber von ihm in der ersten Pressekonferenz um 10 Uhr nicht bestätigt wurde) und 115 Verletzten – ihre Identifikation werde Zeit brauchen, hätte aber vollste Priorität. Er weist auf die interkantonale Solidarität hin. Verletzte seien in Spitäler in Sitten, Visp, Martigny, Genf, Lausanne, Freiburg, Bern und Zürich gebracht worden. (sda/lyn)


Frederic Gisler
17:30
Bundespräsident bedankt sich für internationale Solidarität
Bundespräsident Guy Parmelin bedankt sich bei den Ländern, die die Schweiz an diesem heutigen Tag kontaktiert hätten und ihr ihre Unterstützung versprochen hätten, darunter Frankreich, Italien, Deutschland. Er spricht von einer internationalen Solidarität. Die Unterstützung sei aber über die Nachbarländer hinausgegangen, räumt er ein. (lyn)
17:26
Fahnen auf dem Bundeshaus fünf Tage auf Halbmast
Bundespräsident Guy Parmelin spricht den Opfern und deren Familien sein herzliches Beileid und sein tiefste Mitgefühl aus, im Namen des Bundesrats und des Parlaments. Er verspricht den Opfern und ihren Familien, dass sie nicht allein seien, dass die gesamte Schweiz an ihrer Seite stehe. Die Schweiz werde sie mit allen medizinischen Mitteln unterstützen, pflegen und begleiten. Anerkennung sprach Parmelin den Helferinnen und Helfern aus. Ihr Mut, ihr ruhiges Blut und ihr Engagement angesichts der grausamen Bilder verdienten alle Anerkennung.

«Viele der Opfer waren jung, voller Hoffnung und Träume», sagte Parmelin und forderte, ihrer in Ehren zu gedenken. Es sei schwer Worte zu finden, wenn ein junges Leben ein so brutales Ende nehme. Das Drama von Crans-Montana dürfe die Schweizer Werte nicht erschüttern. «Heute ist die Schweiz traurig, aber im Herz verbunden», sagt er. Die Fahnen auf dem Bundeshaus werden für fünf Tage auf Halbmast stehen. (lyn)
17:24
Eine der schlimmste Tragödie in der Geschichte der Schweiz
Bundespräsident Guy Parmelin spricht an seinem ersten Amtstag von «dramatischen Umständen» und «einer der schlimmsten Tragödien, die die Schweiz in ihrer Geschichte gesehen hat». (lyn)


17:16
Medienkonferenz um 17:15 Uhr
In Sitten geben die Behörden sogleich eine weitere Medienkonferenz, an der folgende Personen teilnehmen werden: Guy Parmelin, Bundespräsident; Mathias Reynard, Walliser SP-Staatsrat und Vorsteher des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur; Stéphane Ganzer, Walliser FDP-Staatsrat, Vorsteher des Dep. Für Sicherheit, Institutionen und Sport; Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis; Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei; Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana. (lyn)
avatar
Pressekonferenz beginnt gleich
von Hanna Hubacher
In Sion beginnt gleich die zweite Pressekonferenz des Tages. watson ist vor Ort dabei.
16:28
Dutzende Italienische Touristen verletzt und vermisst
Etwa ein Dutzend italienische Touristen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie der italienische Aussenminister Antonio Tajani am Donnerstag mitteilte. Er fügte hinzu, dass die gleiche Anzahl noch vermisst wird. Tajani beabsichtigt, «morgen oder übermorgen» selbst nach Crans-Montana zu fahren. (cmu)

Der italienische Aussenminister Antonio Tajani
16:24
Guy Parmelin ist in Crans-Montana eingetroffen
Bundespräsident Guy Parmelin ist gegen 15.30 Uhr in Crans-Montana eingetroffen und bekundet seine Solidarität: «Ich bin im Namen des Bundesrates und der gesamten Schweiz hierhergekommen, aus Respekt gegenüber den betroffenen Personen», sagte Parmelin gegenüber den zahlreichen Medienschaffenden vor Ort. «Unsere Gedanken sind bei den Familien, die in banger Erwartung auf Nachrichten von ihren Kindern sind. Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen Menschen, die von diesem Drama betroffen sind.»

Parmelin sagte, die Situation sei sehr schwierig. Bei der Identifizierung der Leichen sei alles eine Frage der Geschwindigkeit. «Ich möchte den ausländischen Regierungen für ihre Zusammenarbeit danken.» (cmu/sda)

16:10
Walliser Staatsrat steht in direktem Austausch mit Betroffenen
Laut dem SRF hat der Walliser Staatsrat Mathias Reynard direkt mit den Angehörigen der Opfer gesprochen. Er habe sie dabei über die weiteren Vorgänge informiert. «Es war das Schwierigste, mit den Familien zu sprechen und ihnen zu sagen, dass wir noch keine Antworten auf ihre Fragen haben», sagte Reynard gegenüber dem «SRF». (cmu)

Walliser Staatsrat Mathias Reynard
16:05
Über 30 Brandopfer in Spezialzentren in Zürich und Lausanne
Nach dem Brand in einer Bar in Crans-Montana VS in der Neujahrsnacht werden Dutzende Verletzte in den beiden Schweizer Verbrennungszentren behandelt. In Lausanne werden derzeit 22 Patientinnen und Patienten gepflegt. Zürich hat über ein Dutzend Brandopfer aufgenommen.

Die Schwerverletzen wurden per Rettungshelikopter aus dem Wallis in die Verbrennungungszentren an den Universitätsspitälern Zürich und Lausanne (Chuv) transportiert. Es sind die beiden einzigen Zentren in der Schweiz, die auf Brandverletzungen spezialisiert sind.

Beide Kliniken rechnen mit weiteren Aufnahmen und haben ihre Kapazitäten erhöht. Die Rettungshelikopter würden laufend neue Brandopfer aus Crans-Montana einfliegen, sagte ein Sprecher des Universitätsspitals Zürich der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Am Donnerstagmittag seien es bereits über ein Dutzend gewesen.

Sechs Patientinnen und Patienten werden zudem im Universitätsspital Genf (HUG) betreut. Auch die Berner Insel Gruppe versorgt Verletzte aus Crans-Montana, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Angaben zur genauen Anzahl und zu den laufenden Behandlungen machte er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Chuv im Krisenmodus
In der Westschweiz werden die Betroffenen insbesondere im Verbrennungszentrum am Chuv sowie in den Intensivpflegestationen für Erwachsene und Kinder dieses Spitals medizinisch versorgt. Nach Angaben des Chuv sind momentan alle vorgesehenen Patientinnen und Patienten aufgenommen worden. Weitere Verletzte werden in den nächsten Stunden nicht erwartet, allerdings sind spätere Verlegungen von Brandopfern aus anderen Spitälern weiterhin möglich.

«Wir wurden vom Wallis vor der Ankunft der Patientinnen und Patienten informiert und mussten Verlegungen vornehmen, um Platz zu schaffen. Wir haben zusätzliche Teams mobilisiert und ein Krisendispositiv eingerichtet», sagte Chuv-Direktorin Claire Charmet in der Sendung «Le 12h30» des Westschweizer Fernsehens RTS.

Derzeit funktionieren die Notaufnahmen für Erwachsene und Kinder normal, und Patientinnen und Patienten können das Chuv aufsuchen falls nötig. «Wir werden in den nächsten 24 Stunden eine Bilanz ziehen, um zu sehen, wie lange wir das durchhalten können, ob die Patienten hierbleiben, ob gewisse ausländische Patienten in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in ihrem Herkunftsland verlegt werden können», so Charmet.

Je nach Schweregrad der Verletzungen
Es ist derzeit zu früh, um eine Aussage über den Schweregrad der Verletzungen zu machen, betont die Direktorin. Die Patientinnen und Patienten werden von den Ärztinnen und Ärzten laufend evaluiert.

Das Triagezentrum im Wallis hat eine erste Sichtung der Patienten vorgenommen. Je nach Schweregrad und Art der Verletzung wurden sie anschliessend auf jene Zentren verteilt, die über die notwendigen Ressourcen verfügten.

Das Spital in Sitten, das die Mehrheit der Opfer aufnimmt, hat den Katastrophenplan aktiviert. Auch das Genfer Universitätsspital (HUG) ist mobilisiert. Es betreut derzeit sechs Patientinnen und Patienten, von denen vier per Helikopter und zwei mit der Ambulanz eingeliefert wurden, wie eine Sprecherin gegenüber Keystone-SDA erklärte. (sda)
15:43
Grossaufgebot an Rettungsfachkräfte
Zehn Hubschrauber, 40 Krankenwagen und über 150 medizinische Fachkräfte waren im Einsatz. Die Verletzten wurden in das Walliser Krankenhaus, das seinen Notfallplan aktivierte, sowie in weitere spezialisierte Krankenhäuser in der französisch- und deutschsprachigen Schweiz gebracht. Auch Zürcher Spitäler haben Verletzte aufgenommen. (cmu)
15:39
Viele Opfer sind wohl minderjährig
15:26
Die Nachtlokale bleiben geschlossen
Der Besitzer des beliebten Partylokals Monk'is in Crans-Montana, nur wenige Strassen vom «Le Constellation» entfernt, gab in den sozialen Medien bekannt, dass sein Lokal – wie auch andere Nachtclubs im Ferienort – geschlossen bleiben. (cmu)

15:24
Um 17.15 Uhr informieren die Behörden erneut
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS findet am Donnerstagnachmittag um 17:15 Uhr in Sitten eine weitere Medienkonferenz statt. Mit dabei ist neben Bundespräsident Guy Parmelin Staatsratspräsident Mathias Reynard, Staatsrat Stéphane Ganzer, die Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, sowie der Gemeindepräsident von Crans-Montana Nicolas Féraud. (sda)
15:20
Identifizierung der Opfer von Crans-Montana könnte Tage dauern
Die Identifizierung der Opfer von Crans-Montana könnte sich in die Länge ziehen. Das sagte Italiens Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, am Donnerstag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

«Bis jetzt haben die lokalen Behörden keine Hinweise darauf gegeben, dass sich unter den Opfern und Verletzten italienische Staatsangehörige befinden. Aber die Identifizierung wird Zeit brauchen. Leider sind die Opfer wegen der Schwere ihrer Verbrennungen nicht identifizierbar», sagte Cornado.

Der Diplomat befand sich am Donnerstag auf dem Weg in den Walliser Skiort. Er konnte mit dem Präsidenten der Walliser Regierung, Mathias Reynard, sprechen. Dieser erklärte laut Ansa, dass die Identifizierung aller Opfer mehrere Tage oder sogar Wochen dauern könnte. (sda/ansa)
14:46
«Flashover» verursachte eine oder mehrere Explosionen
Die Walliser Behörden haben gemäss dem SRF neue Details zur Brandursache in Crans-Montana geliefert: Demnach soll ein sogenannter «Flashover» die Katastrophe in der Bar «Le Constellation» ausgelöst haben. Bei diesem Phänomen gehen Entstehungsbrände schlagartig in einen Vollbrand über, wobei sich sämtliche brennbaren Oberflächen im Raum gleichzeitig entzünden. Laut offizieller Mitteilung führten diese extremen Bedingungen in der Folge zu einer oder mehreren Explosionen.

Die genaue Zahl der Opfer ist weiterhin nicht bekannt. Nach wie vor wird von mehreren Dutzend Toten und über hundert Verletzten ausgegangen. (pre)
14:04
Video aus dem Innern der Bar zeigt Brand in der Decke
Ein neues Video in den sozialen Medien zeigt den Beginn der Brandkatastrophe in der Bar in Crans-Montana. Auf dem Video ist zu sehen, wie Flammen an der Decke hinter der Bar lodern.
13:47
Das Kinderspital Zürich hat mehrere Patientinnen und Patienten aus Crans-Montana aufgenommen
Nach der schweren Brandkatastrophe im Wallis in der Neujahrsnacht sind die Kapazitäten in den Spitälern voll. Das Kinderspital hat deshalb nach eigenen Angaben mehrere Schwerst- und Schwerverletzte aufgenommen. Das Spital habe seine Mitarbeitenden, die heute frei haben, aufgefordert, heute zur Arbeit zu erscheinen und die Ressourcen dementsprechend hochgefahren. «Wir haben alle erforderlichen Massnahmen getroffen, um die notwendige Kapazität für die nächsten Tage sicherzustellen». (cmu)
13:40
Kein Feuerwerk in Luzern nach Katastrophe von Crans-Montana
Das Neujahrs-Feuerwerk in Luzern ist nach der Katastrophe von Crans-Montana abgesagt worden. Aus Respekt gegenüber den Betroffenen, ihren Angehörigen und der ganzen Region verzichte man auf den Anlass, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

Der seit 16 Jahren existierende «Neujahrszauber» sei ein Luzerner Gemeinschaftswerk, getragen von Hotels, Partnerbetrieben und Gönnern. Diese Gemeinschaft verstehe sich nicht nur als Gastgeberin für besondere Momente, sondern auch als Teil einer solidarischen Gesellschaft, die in Zeiten der Trauer innehalte.

In den letzten Jahren haben jeweils tausende Menschen am Neujahrsabend das Feuerwerk rund um das Seebecken verfolgt. (sda)
13:35
Rega-Einsatzleiter: Einsatz für Brandopfer läuft immer noch
Der Einsatz von Luftrettungs-Crews für die Opfer des Brandunglücks von Crans-Montana VS ist am Donnerstagmittag noch im Gang gewesen. Die Rega hat für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern Helikopter und auch ein Ambulanzflugzeug im Einsatz.

Er könne Aussagen der Behörden, wonach alle Patienten versorgt seien, nicht bestätigen, sagte Philipp Simmen, Leiter des Bereiches Helikopter-Einsätze bei der Rega, am Mittag im Schweizer Radio SRF. Der Einsatz mit mehreren Helikoptern und einem Ambulanzjet laufe noch. Bis zur Versorgung aller werde es noch dauern.

Im Wallis im Einsatz seien neben Rega-Besatzungen auch die Air Glaciers und die Air Zermatt, berichtete Simmen im Radiointerview. In einer ersten Phase würden die Verletzten von Helikopter-Crews in ein Spital geflogen. Im zweiten Schritt würden Verletzte mit besonderen Bedürfnissen verlegt. Zurzeit würden per Ambulanzjet sieben Personen von Sitten in Kliniken in die Ostschweiz geflogen.

Die Rega-Einsatzleitung habe die Übersicht über die Kapazitäten der einzelnen Spitäler, schilderte Simmen seine Arbeit. Sie wisse, welche Spitäler welche Kapazitäten hätten und welche am Anschlag seien. «Wir schauen, dass wir die Patientinnen und Patienten möglichst gut verteilen.» Das gelte auch für die nächsten Tage.

In einer ersten Phase versuchten die Rega-Crews zu funktionieren, damit die Patienten gut versorgt wurden, sagte Simmen. Doch jede Meldung, die neu hereinkomme, zeige die Tragweite des Ereignisses. «Das macht betroffen.»

Unter den Opfern des Brandunglücks seien viele junge Menschen, die mit Freude hätten ins neue Jahr starten wollen, sagte Simmen. Als einzigartig stufte er das Unglück von Crans-Montana nicht ein. Ereignisse mit hohen Opferzahlen kämen immer wieder vor, etwa Lawinenniedergänge oder Flugzeugabstürze. (sda)
13:05
Erste Bilder aus der Bar
So sieht es in der Bar «Le Constellation» nach dem Unglück aus. Zu sehen sind Bilder im oberen Bereich der Bar. Das Feuer brach vermutlich im Keller aus. (cmu)

12:53
Zwei Franzosen verletzt
Unter den Verletzten befinden sich zwei französische Staatsangehörige, wie das französische Aussenministerium mitteilte. (cmu)
12:49
Verbier Tourism sagt aus Solidarität sein Feuerwerk ab.
Das Feuerwerk in Verbier wurde «aus Solidarität mit den tragischen Ereignissen in Crans-Montana» abgesagt, teilte Verbier Tourismus mit. (cmu)
12:45
Guy Parmelin verschiebt traditionelle Neujahrsansprache
Guy Parmelin hat seine für am Donnerstagmittag geplante Neujahrsansprache verschoben. Diese Information stammt aus einer E-Mail des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. Die Neujahrsansprache des Bundespräsidenten ist Tradition und wird stets vom SRF übertragen. (cmu)
12:06
Über ein Dutzend Brandopfer werden in Zürich behandelt
Das auf Brandverletzungen spezialisierte Universitätsspital Zürich hat am Donnerstag schon über ein Dutzend Brandopfer aus Crans-Montana VS behandelt. Weiter würden vermutlich folgen, sagte ein Sprecher.

Die Rettungshelikopter würden laufend neue Brandopfer aus Crans-Montana einfliegen, sagte ein Spitalsprecher auf Anfrage von Keystone-SDA. Am Donnerstagmittag seien es bereits über ein Dutzend gewesen.

In der Schweiz gibt es zwei Zentren, die auf Verletzungen dieser Art spezialisiert sind: Die Universitätsspitäler Zürich und Lausanne. (sda)
11:39
Bundespräsident Guy Parmelin drückt Angehörigen sein Beileid aus
Bundespräsident Guy Parmelin äussert sich auf X vom Vorfall: «Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft». (cmu)


Europaratspräsident und alt Bundesrat Alain Berset schrieb auf X, er sei zutiefst schockiert und traurig über das Drama, das sich in der Nacht in Crans-Montana ereignet habe. Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und ihren Angehörigen.
10:46
Medienkonferenz ist zu Ende
Die Medienkonferenz ist beendet. Viele Fragen sind noch offen, etwa bezüglich der Ursache des Brandes. Wir halten euch hier weiterhin auf dem Laufenden. (con)
10:42
Genaue Opferzahlen noch nicht bekannt
Die genaue Anzahl der Todesopfer und der Verletzten ist aktuell noch nicht bekannt. Die Identität der Opfer wird zudem nicht bekannt gegeben. Dies aus Rücksichtsnahme gegenüber den Angehörigen der Betroffenen. Das Wallis hat zur Identifizierung der Brandopfer um Unterstützung von den benachbarten Kantonen gebeten. (con)
10:41
Spitäler im Wallis ausgelastet, 10 Helikopter im Einsatz
Laut dem Walliser Staatsrat Mathias Reynard sind die Kapazitäten im Wallis vollständig ausgelastet. Die Rettungskräfte werden von anderen Kantonen unterstützt, unter anderem wurden 10 Helikopter für die Versorgung der Verletzten aufgeboten.

Die Behörden bitten die Bevölkerung, risikoreiche Aktivitäten vorerst zu vermeinden und rufen zu Solidarität auf. (con)
10:38
Opfer aus verschiedenen Ländern in Crans-Montana
Die Opfer von Crans-Montana VS kommen aus verschiedenen Ländern, wie der Walliser FDP-Staatsrat Stéphane Ganzer sagt.

«Wir haben auch eine internationale Komponente, die zum Tragen kommen wird», so Ganzer. Menschen kämen an Silvester teilweise von weit her nach Crans-Montana. «Dies wird sicher bestimmte diplomatische Fragen aufwerfen.»

«Wir haben eine schwierige Situation zu bewältigen und müssen uns daher derzeit vor Ort damit auseinandersetzen», so Ganzer weiter. (sda/con)
10:35
Behörden gehen nicht von einem Attentat aus
Laut Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud laufen die Ermittlungen bezüglich der Ursache der Katastrophe. Sie betont, dass man nicht von einem Attentat ausgehe, sondern von einem Unfall. (con)
10:33
Behörden rufen auf, Gebiet zu meiden
Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich strikt an die Anweisungen der Einsatzkräfte zu halten und sich nicht in das betroffene Gebiet zu begeben.

Den Betroffenen sprach der Staatsrat «seine grosse Solidarität» aus und spendete seine Gedanken den Opfern, ihren Familien und allen anderen Betroffenen. (sda/con)
10:31
Wallis ruft besondere Lage aus
Der Walliser Staatsrat hat wegen der Explosion in Crans-Montana die besondere Lage ausgerufen. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué.

Die besondere Lage gelte demnach ab Donnerstag 9 Uhr, schrieb der Staatsrat weiter. Der Einsatz dauert noch immer an. (sda/con)
10:29
Mehrere Dutzend Tote
Der Walliser Polizeikommandant Frédéric Gisler bestätigt, dass es bei dem Brand mehrere Dutzend Todesopfer und Dutzende weitere Verletzte gab. Die Zahl beträgt um die 100 Menschen, viele davon seien schwer verletzt. (con)
10:12
Beginn der Medienkonferenz verzögert sich
Der Beginn der für 10 Uhr anberaumten Medienkonferenz verzögert sich um einige Minuten. (con)
9:44
Polizei informiert an Medienkonferenz um 10 Uhr
Um 10 Uhr informiert die Walliser Kantonspolizei an einer Medienkonferenz. Wie berichten hier bei watson live. (con)
9:39
Explosion in Bar in Crans-Montana VS: Dutzende Tote befürchtet
Während einer Silvesterfeier im Walliser Wintersportort Crans-Montana kam es zu einer Explosion und einem Brand in einer stark besuchten Bar. Laut der Polizei kam es zu mehreren Todesopfern und Schwerverletzten. Die genaue Zahl ist noch unbekannt, unbestätigte Quellen sprechen von Dutzenden Toten und mindestens hundert Verletzten. Die Westschweizer Spitäler sind derzeit überlastet. Sie rufen dazu auf, aus Solidarität auf risikoreiche Aktivitäten vorerst zu verzichten. (con)
1 / 24
Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

quelle: x
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana
1 / 24
Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

quelle: x
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dutzende Tote nach Brand und Explosion bei Silvesterparty in Crans-Montana
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
478 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Chill Dude
01.01.2026 08:34registriert März 2020
Der Kanton VS ruft dazu auf, keine unnötigen Risiken einzugehen, um die Spitäler nicht noch zusätzlich zu belasten.
Müssten da nicht einfach mal ein Tag die Skipisten geschlossen werden.
510139
Melden
Zum Kommentar
avatar
kusel
01.01.2026 08:06registriert Januar 2015
Mein Beileid. So sollte Silvester nicht starten.
29937
Melden
Zum Kommentar
avatar
Turicensis
01.01.2026 07:24registriert Januar 2021
Über Zürich fliegen im Halbstundentakt Rettungshelis aus SW an. Hab mich gefragt, was da los sein könnte.
23730
Melden
Zum Kommentar
478
Immer wieder Silvester: Auch diese Katastrophen schockierten die Welt
Die Schweiz steht nach dem tödlichen Brand einer Bar in Crans-Montana unter Schock. Auch andere Länder waren in der Vergangenheit von schlimmen Silvester-Katastrophen betroffen.
Der Brand in einer Bar in Crans-Montana VS reiht sich in eine düstere Serie von Neujahrs-Katastrophen ein. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind mehrere Festanlässe zum Albtraum geworden, wenn grosse Menschenmengen zusammenströmten, um das neue Jahr zu begrüssen. Ein Überblick über die schlimmsten Ereignisse:
Zur Story