Jetzt ist klar: Während der Brandnacht waren zu viele Leute im «Le Constellation»
Als es in der Neujahresnacht im «Le Constellation» in Crans-Montana zum tödlichen Brand kam, befanden sich zu viele Leute in der Bar. Das berichtet die NZZ nach einer Durchsuchung der jüngsten Ermittlungsakten.
Konkret geht es um das Untergeschoss der Bar, wo das Feuer ausbrach. Zum Zeitpunkt des Brandes sollen sich 130 Personen ausserhalb des Fumoirs befunden haben. Gemäss den Vorgaben des Brandschutz-Kontrolleurs von Crans-Montana hätten es nur 100 sein dürfen.
Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen legt in der Schweiz fest, wie viele Personen sich gemäss Brandschutz-Richtlinien in einem Raum aufhalten dürfen. Dabei ist es ein zentrales Kriterium, wie viele Ausgänge ein Raum hat. Gemäss den Vorschriften sollte es bei 132 Personen im Keller entweder drei Ausgänge mit einer Breite von 90 Zentimetern haben oder zwei mit einer Breite von 120 Zentimetern. Der Keller des «Le Constellation» hatte theoretisch zwei, deren Breite noch unklar ist – einer davon war aber durch einen Barhocker versperrt.
Wie es im Bericht der NZZ weiter heisst, befanden sich insgesamt 164 Personen zum Zeitpunkt des Brandes im «Le Constellation». 132 befanden sich im Keller – zwei davon im Fumoir –, die weiteren 32 im Erdgeschoss. Nur acht der 164 Personen blieben in der Brandnacht unverletzt. (dab)
