Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Verschnaufpause für die Hochwassergebiete – aber der nächste Regen kommt schon bald



Ein Teil des Rheinufers ist wegen des drohenden Hochwassers abgesperrt in Basel, am Montag, 4. Mai 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der Rhein in Basel. Bild: KEYSTONE

Dank einer Regenpause konnten die Hochwassergebiete am Dienstagmorgen kurz durchatmen – bevor der nächste Regen kommt. Die Lage bleibt kritisch, vor allem im Kanton Bern. Der Pegelstand des Thunersees liegt weiterhin zehn Zentimeter über der Hochwassergrenze. 

Und die Behörden gehen davon aus, dass der Seespiegel weiter steigen wird. Die Schneeschmelze in den Bergen führt viel Wasser in den Thunersee. Zudem ist für Dienstagnachmittag Regen angekündigt. 

Etwas entspannen konnten sich hingegen die Anwohner des Bielersees: Dessen Pegel sank wieder unter die Hochwassergrenze, wie Daten des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zeigen. Am Montag hatte auch der Bielersee die Hochwassermarke erreicht. Auf dem Thuner- und dem Bielersee blieb die Schifffahrt am Dienstag eingestellt. 

Auch in Genf beruhigte sich die Situation. Die Durchflussmenge des Flusses Arve ging zurück. Drei Brücken über der Arve blieben aber für den Verkehr gesperrt. 

Auch Zugreisende waren am Dienstag von den Unwettern betroffen: Ein Erdrutsch löste eine Fahrleitungsstörung aus. Die SBB-Linie von Genf über Lausanne und Montreux ins Wallis wurde unterbrochen. 

Schwierige Wasserregulierung 

Der vom Hochwasser besonders betroffene Kanton Bern hat derzeit alle Hände voll zu tun. Es gilt, die grossen Wassermassen möglichst so zurückzuhalten oder abfliessen zu lassen, dass kein Gebiet über Gebühr geschädigt wird. 

Etwas ruhiger hatte es in den letzten Stunden die Berner Kantonspolizei: Sie verzeichnete in der Nacht auf Dienstag deutlich weniger Meldungen als noch am Montag. Es gingen noch rund ein Dutzend Meldungen ein, wie Andreas Hofmann, Mediensprecher der Berner Kantonspolizei, auf Anfrage sagte. Am Montag waren es über 100 gewesen. Gemeldet werden in der Regel überflutete Keller und Strassen oder kleine Erdrutsche. 

Der nächste Regen kommt

Die leichte Entspannung in den Hochwassergebieten dürfte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Denn bereits am späten Nachmittag und Abend nähern sich von Westen her mit einer Kaltfront neue Schauer und Gewitter, wie der Wetterdienst Meteogroup am frühen Morgen mitteilte. 

Laut SRF Meteo dürften diese neuen Regenfälle aber etwas weniger heftig ausfallen als lange Zeit befürchtet. Im Westen müsse bis Mittwochnachmittag mit 5 bis 20 Millimetern Niederschlag gerechnet werden. Das führe zwar noch nicht zu einer Entspannung der Lage, aber auch nicht zu den schlimmsten befürchteten Szenarien. Im Osten könne es lokal zu heftigen Gewittern kommen. 

Föhn bringt Tropennacht 

Dass es zwischenzeitlich zu regnen aufhörte, war dem Föhn zu verdanken. Dieser blies kräftig, auf den Bergen gab es zum Teil Orkanböen. Der Spitzenwert von 127 Kilometern pro Stunde wurde auf dem Gornergrat gemessen. 

Der Föhn sorgte nicht nur für eine stürmische, sondern auch für eine heisse Nacht. An manchen Orten gab es eine sogenannte Tropennnacht, das heisst, dass die Temperatur nie unter 20 Grad sank. Auf dem Flugplatz Altenrhein SG wurden bereits am frühen Morgen 24,4 Grad gemessen.

Bild

Bild

 (pma/sda) 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Huere F***!» – Schweizer Wetterfrosch nervt sich köstlich über seinen Versprecher 😂

Zuerst eine kleine Frage:

Wettermoderator Peter Wick dürfte mit aller Wahrscheinlichkeit zu letzterer Gruppe gehören.

Vergangenen Sonntag will der Meteorologe auf das Naturspektakel aufmerksam machen, als er sich verhaspelt. «Morgen früh ist der grosse Blutmond … beziehungsweise Blutsmond, Mondfinsternis …», stammelt der Moderator auf «TeleBärn».

Wick nervt sich in der Folge derart über sich selber, dass er vor laufender Kamera zu fluchen beginnt. «Huere Fuck. Ich habe bis jetzt so …

Artikel lesen
Link zum Artikel